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Reaktionen auf Abstimmung: EU-Politiker halten Brexit-Deal für tot
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Das britische Parlament hat das EU-Austrittsabkommen erneut abgelehnt - und EU-Politiker reagieren mit Frust, Wut und Enttäuschung. Die Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen ist gleich Null.

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wiseman21 13.03.2019, 08:32
50. Eine Verschiebung des Austritts...

Bis zur EU Wahl bzw. konstituierenden Sitzung des EU Parlaments wäre schon schlimm. Insbesondere weil ich nicht erkennen, kann welche konstruktieven Fortschritte oder Problemlösungen es in dieser Zeit geben sollte. Doch ein echter GAU wäre für die EU ein Szenario, in dem GB längerfristig in der EU bleibt - sei es nun über Rücknahme des Artikel 50, ein entsprechendes Referendum (mit sagen wir mal großzügigen 60%igem Remainer Ausgang) oder einfach einer "Schaun wir mal" Verschiebung um 1-2 Jahre. Ich kann mir nicht vorstellen, das GB in absehbarer Zeit noch eine konstruktive Rolle innerhalb der EU spielen wird. Bremsen, Verhindern und Forderungen werden sie stellen. Brexit means Brexit. Nun sollen Sie austreten. Wenn sie es nicht geordnet wollen, dann eben ungeordnet!

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unaufgeregter 13.03.2019, 08:36
51. Selbstgewähltes Unglück

Lasst sie endlich gehen. Es gibt wichtigere Dinge innerhalb der EU, die einer Klärung entgegen sehen.

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loom_de 13.03.2019, 08:39
52. Schlussstrich am 29.3., ohne Verlängerung

Die Britten sind sich über die Folgen ihrer Entscheidung mehrheitlich nicht im klaren. Das wird sich, wenn sie es binnen zwei Jahren nicht geschafft haben, auch in den nächsten drei Monaten nicht ändern. So hart es auch erscheinen mag, nun ist der Zeitpunkt gekommen, sich mit den neuen Realitäten zu arrangieren. Man sollte den Britten klar machen, dass sich die Tür nun schließt, sie aber gern in 3 oder 5 Jahren wieder mitmachen können. Dann natürlich nur als vollwertiges EU-Mitglied mit allen Rechten und Pflichten. In der Zwischenzeit können sie Erfahrungen sammeln und lernen, wie ein Teenager, der das Haus verlässt.

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frankfurtbeat 13.03.2019, 08:41
53. nach ...

nach all den Sonderwünschen für GB während der Zughörigkeit, den jetzt knapp 3-jährigen Diskussionen ohne Ergebnis könnte man sagen es reicht.
GB will natürlich das Geld nicht bezahlen - wenn das dann tatsächlich so kommen sollte, kann man den Briten das Leben schwerer machen als gedacht. Persönlich ist es mir egal was mit GB passiert ... ich kann dieses Kaschperltheater nicht mehr sehen ...

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lathea 13.03.2019, 08:45
54. Die EU sollte GB bei der Frist mit einer ....

......Verschiebung bis zum 30.4.2019 (alternativ bis zum 15.5.2019) entgegenkommen - ohne Bedingungen. Dann hätte jeder britische Parlamentarier über Ostern Zeit, etwas zur Besinnung auf das Gemeinwohl zu kommen. Weitere Verlängerungsmöglichkeit wäre eine Verschiebung um 4-5 Jahre. Bis dahin würde viel Wasser den Berg herunterfahren und größere Unternehmen könnten ihre Neu-Investitionen sowie evtl. Verlagerungen auf den Kontinent besser planen. Bei einer derart langen Verlängerung sollte jedoch das Stimmrecht von GB im EU-Parlament etwas eingeschränkt werden, damit GB die EU nicht mehr blockieren kann.

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karend 13.03.2019, 08:48
55. .

"Die Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen ist gleich null"

Allein mir fehlt der Glaube. Merkel erscheint bereits auf The Guardian mit "'it would be easy to get EU to extend article 50'". Worauf hofft sie, dass eine Verlängerung endlich Klarheit bringt? Reines Wunschdenken ... Die Briten hätten sich längst bewegen müssen. Wollen sie nicht. Damit pokern sie recht hoch.

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giwi21 13.03.2019, 08:49
56. Wenn die Briten diieses Drama nicht beenden können

bzw. wollen, sollte es die EU tun. Oder glaubt noch Jemand das es nach einer Verlängerung um 2 Monate eine Einigung geben wird? Harter Brexit so wie es ein großer Teil der Briten will. Und dann kann sich die EU auch endlich ihren wichtigen Themen zu wenden.

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Watschn 13.03.2019, 08:50
57. @13,17 Danke. Gut, wenigstens einzelne vernünftige Beiträge zu lesen..

Die Sache ist/wäre doch gar nicht schwierig. Die Briten wollen die rechtl. Sicherheit, nach dem Brexit nicht in einem Backstop auf unbegr. Zeit gefangen zu sein (subtil gestellte EU-Backstop-Falle?).
Das wäre jedoch für das gegenseitige Vertrauen eine Katastrophe, für die Briten quasi ein metaphorisch übertragenes 'München 38'..
Ganz klar, daher rühren die Bedenken der Briten u. ihre hartnäckigen Ablehnungen im Parlament infolge der rechtl. unklaren Bedingungen des Austrittsprozesses (kein terminierter, übergangsweiser, oder obsoleter Backstop), u. somit die evtl. Gefangenschaft UK in der EU-Zollunion (ohne die Möglichkeit freie eigene, weltweite Handelsabkommen abzuschliessen).

Natürlich ist da das Problem der direkten Landgrenze Nordirland- Irland. Aber es lässt sich eben nicht mit einem 'verschlimmbessernden' Backstop angehen (welcher gem. EU-Bornier-Variante das wirts. Grenz-Problem einern allf. unterschiedl. Warenverkehrsbehandlung zwischen Nordirland u. GB schiebt), u. somit die Integrität UK's (absichtlich ?) unterminiert.

Das lässt sich doch ganz einfach lösen. Man könnte doch sagen: bis zu einem ausreichend terminiert (vielleicht bis Ende 2021) dann neu ausgehandeltem Freihandelsvertrag EU-UK (z.B. auf CETA-Basis oder ähnl.), verbleibt UK wie bis anhin im gleichen zollfreien Binnenmarkt.

1. Dann, mit Inkrafttreten des neuen Freihandelsabkommens EU-UK bleiben infolge weiterhin zollfreien Warenverkehrs EU-UK die nordir.-ir. Grenzen unberührt, da evtl. anderweitige Lösungen eines UK-Obolus gefunden werden.
Der brit. -EU-Warenverkehr wird zollfrei abgewickelt, jedoch die brit. Regierung bezahlt angemessen direkt für die Teilhabe am EU-Binnenmarkt in einen EU-Kohäsionsfond (zugunsten der ärmsten EU-Miitglieder wie Rumänien, Bulgarien o, für kommende Beitrittslände wie Albanien, Kosovo, Mazedonien, Sebien, Moldavien, Ukraine, Türkei..usw.).

2. Oder wenn es auf unterschiedliche Zolltarifierung EU-UK vice-versa herausläuft (infolge eines eigenen EU-UK-Handelsabkommens nicht auf Freihandelsbasis wie z.B. CETA), dann sind die nordir.-ir. Land-/ u. Seegrenzen mit bereits heute vorhandenen techn. Lösungen für den gegenseitigen EU-UK Warenverkehr, Warenverkehrsflusskontrolle, auszustatten (Metallbalken, Sensorik, Chiptechnik, Frachtdokumente, Warencodeein- auslesung beim Absender/Empfänger ua.). Dann reicht eine offene unbemannte, weiche techn. Warenverkehrsüberwachung an den nordir-ir. Grenzen.

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mhwse 13.03.2019, 08:50
58. ggf. ist das dass das Problem..

Zitat von allesblabla
aber es muessen sich nicht 150 Abgeordnete umentscheiden sondern nur die Haelfte. Einfach mal nachdenken und nachrechnen. Auch handelt es sich bei dem Pronomen 'das' nicht um die Konjunktion 'dass'. Diesen Unterschied scheint die Redaktion in letzter Zeit so wenig gebacken zu bekommen wie die Briten den EU-Austritt zu den miesen Bedingungen der EU.
that hat die Bedeutung von das und dass .. that exit - that we make that exit .. to exit or not to exit, that is the question .. (hier wieder das..im Sinne von dies - hätte man Latein genommen wüsste man es/das - der Humanist schweigt hier natürlich nur noch im Sinne von - si tacuisses .. das hatten die Briten mal als Tradition und das auch mal machen sollen..)
Wenn die Briten das (jetzt) verstehen würden (ein Großteil der deutschen Muttersprachler kann es auch nicht) - würden sie ggf. in Nachdenklichkeit versinken und feststellen, dass es sich lohnen würde sich so um die 2-5 Jahre Bedenkzeit zu erbeten ..

Bzw. sie wissen es ja .. handeln aber wider besseres Wissen.

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Periklas 13.03.2019, 09:02
59. Großbritannien und die EU Wahl

Meine Befürchtung wird sein, dass die Teilnahme von Großbritannien an der EU Wahl erneut instrumentalisiert wird von den Brexitbefürwortern. Ein geringere Wahlbeteiligung als 50% würde dann den harten Brexit befeuern.

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