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Reaktionen auf Abstimmung: EU-Politiker halten Brexit-Deal für tot
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Das britische Parlament hat das EU-Austrittsabkommen erneut abgelehnt - und EU-Politiker reagieren mit Frust, Wut und Enttäuschung. Die Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen ist gleich Null.

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karlheinz-hesse 13.03.2019, 09:28
70. Kompromiss

Zitat von tiger-li
Ich bin kein Eu Rechts Experte, aber wäre es nicht möglich den Briten den gleichen Vertrag wie Norwegen anzubieten? Als Übergangslösung? Dann dürfen sie zwar nicht mitbestimmen, hätten aber erstmal ein Abkommen.. und die Briten können dann, wenn sie sich mal entschieden haben eine ander Lösung anstreben. Warum ist das kein Thema???
Ich bin kein Eu Rechts Experte, aber wäre es nicht möglich den Briten den gleichen Vertrag wie Norwegen anzubieten?

Das wurde den Briten von der EU angeboten.Wollen die auch nicht.

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madameping 13.03.2019, 09:29
71.

Zitat von OhThinkTwice
als Engländerin in Deutschland für die englischen sowie nordirischen Politiker, für die Brexiteers und die englische Presse - für ihre Arroganz, ihre Verantwortungslosigkeit, ihre Respektlosigkeit für die EU. Brexit ist eine Lachnummer - peinlicher als jede Tweet von Trump. Ich assoziiere mich nicht mit der Selbstgefälligkeit dieses Landes und ich sehne nach den guten alten Zeiten, als die Engländer damals als ein höfliches und anständiges Volk galten und noch ein Mitspracherecht hatten
Ich bin Ihrer Meinung und ich sagte es schon mehrfach: all das, was dort zur Zeit in GB passiert, tut mir leid für die Briten, die in der EU bleiben wollen.
Aber vielleicht könne Sie mir ja erklären, weshalb das britische Volk bei diesem unwürdigen Theater im Parlament so friedlich bleibt. Ich denke an die französischen Gelbwesten, die bei so ziemlich jeder Gelegenheit die Straßen unsicher machen - das britische Volk aber versammelt sich friedlich vor dem Parlament, obwohl es doch eigentlich angesichts dieser sich anbahnenden Katastrophe zum Sturm blasen sollte...

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mgrevenstein 13.03.2019, 09:33
72. Doch

Herr Bullmann. Ich wünsche mir das. Weil es zwingend notwenig ist die Briten auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Nach wie vor ist es die beste Möglichkeit diese Königreich zu reformieren.

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karlheinz-hesse 13.03.2019, 09:37
73. Ach so?

Zitat von quark2@mailinator.com
Ich glaube nicht, daß irgendein Politiker geglaubt hat, daß UK dieses Abkommen unterzeichnen könnte. Es wäre das Schlechte aus beiden Welten gewesen - weiterhin unauflösbar mit der EU verbunden und nicht Herr des eigenen Schicksals, aber kein Mitspracherecht mehr. Es ist doch inzwischen völlig offensichtlich, daß es nur entweder ein freies UK mit einer geschlossenen Grenze in Nordirland (oder zwischen Nordirland und Rest-UK) oder eben eine offene irische Grenze und damit ein an die EU gebundenes UK geben kann. D.h. wenn UK die irische Grenze offen halten will, dann kann es den §50 widerrufen und damit allen Einfluß in der EU behalten. Das wäre auch sinnvoll für UK, denn sie könnten verhindern, daß die EU sich vielleicht tatsächlich zu einer Union vereint, welche dann UK total dominieren würde. Da wär ich doch dann wirklich lieber mit einer Hand am Ruder ... wenn ich mich schon nicht befreien kann. Tja ... Ich weiß schon, die Briten wollten einfach dahin zurück, wo sie vor der EU waren. Dummerweise geht das eben leider nicht.
Ich weiß schon, die Briten wollten einfach dahin zurück, wo sie vor der EU waren.
Fast Bankrott.

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cobaea 13.03.2019, 09:41
74.

Zitat von Störrischer Demokrat
Die Pathologisierung der britischen Unterhaus-Abgeordneten ("Verrückte") ist sicher nicht hilfreich, ihre EU-Freundlichkeit (und die ihrer Wähler, die evtl. noch zu einem zweiten Plebiszit müssen...) zu heben. Gerade diesen Lamberts von den "Grünen" hab ich ja gefressen. Scheint nicht einmal zu wissen, dass es die meisten Gegenstimmen zum "Deal" aus der Labour -Partei gab, wenn er einseitig die Torys für sein Scheitern verantwortlich macht.
Natürlich weiss Lambert, dass Labour gegen den Deal stimmte. Aber die Torys sind nun mal Regierungspartei. Und normalerweise lässt nicht die Regierungspartei die Regierung im Regen stehen. Von der Opposition erwartet man dagegen keine Unterstützung der Regierung. Da zudem die Torys für das Referendum verantwortlich waren und Torys den Deal aushandelten, den nun ihre Unterhaus-Fraktion ablehnt.... Dass sich Labour nicht mit Ruhm bekleckert hat, versteht sich von selbst.

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qoderrat 13.03.2019, 09:41
75.

Zitat von OhThinkTwice
Brexit ist eine Lachnummer - peinlicher als jede Tweet von Trump. Ich assoziiere mich nicht mit der Selbstgefälligkeit dieses Landes und ich sehne nach den guten alten Zeiten, als die Engländer damals als ein höfliches und anständiges Volk galten und noch ein Mitspracherecht hatten
Ach je, diese politischen Entgleisungen gibt es ja anderswo auch, andere wählen Rechtsradikale in die Regierung, oder Parteien die den Rechtsstaat mindestens in Teilen abschaffen wollen, und selbst die USA hat einen Präsidenten wie Mr. Trump bekommen. Selbst wir ach so überlegenen Deutschen haben inzwischen seit mehreren Jahren eine Afd an der Backe, ich würde sagen da soll erstmal jeder vor der eigenen Haustüre kehren bevor er auf den Nächsten zeigt.

Die Briten haben nur einen wirtschaftlich besonders schmerzhaften Weg gewählt, der zu allem Überfluss für den Aussenstehenden etwas bizarr überzogen zelebriert wird.

Die Ursache ist überall ähnlich, es gibt offensichtlich global zunehmend grosse Bevölkerungsschichten, die frustriert und so pessimistisch in die Zukunft blicken, dass sie manipulierbar werden, so gesehen unterscheiden sich die Briten doch überhaupt nicht so sehr.

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cobaea 13.03.2019, 09:42
76.

Zitat von tiger-li
Ich bin kein Eu Rechts Experte, aber wäre es nicht möglich den Briten den gleichen Vertrag wie Norwegen anzubieten? Als Übergangslösung? Dann dürfen sie zwar nicht mitbestimmen, hätten aber erstmal ein Abkommen.. und die Briten können dann, wenn sie sich mal entschieden haben eine ander Lösung anstreben. Warum ist das kein Thema???
Das hat die EU längst angeboten. Das UK hat abgelehnt.

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only.one.planet.to.live 13.03.2019, 09:46
77.

Jetzt muss absolut Schluss sein mit diesem Affentheater, keine Verlängerung, 33 Mio. Briten (pro Brexit, ca. 51 % der Briten) tanzen 479 Mio. (inkl.ca. 49% der Briten, no Brexit) EU Bürgern seit über drei Jahren auf der Nase herum! GB ist gut gefahren mit der EU, offensichtlich nicht gut genug, na dann raus mit euch. Entscheidet euch bis Ende März entweder für einen no Brexit oder für einen hard Brexit, aber geht dann den den anderen 479 Mio. nicht mehr auf den Sack mit dieser Freakshow! Und wenn ihr euch pro hard Brexit entscheidet, kommt nicht auf das schmale Brett, das wir euch die nächsten 10 bis 20 Jahre wiederhaben wollen, den Irren aus dem Unterhaus wäre es zuzutrauen, dass sie im Folgejahr ein neues Referendum starten. Also, good Bye oder stay tuned, JETZT!

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mr-mucki 13.03.2019, 09:47
78. keine Verlängerung über Juni

die UK Beamten für Wahlen haben schon im November 2018 gesagt, dass sie mindestens 4 Monate brauchen um Europawahlen in UK zu organisieren. nun die Europawahl ist im April 2019, es ist März 2019. D.h. kann an den Europawahlen nicht teilnehmen. D.h. eine Verlängerung ist nur bis zur Konstitution des EU Parlaments möglich. diese ist Anfang Juni. da es nicht zulässig ist EU Mitglied zu sein ohne im Parlament vertreten zu sein, wäre die Europawahl rechtlich unzulässig gewesen und müsste wiederholt werden. diese Schande wird sich die EU nicht geben können, da sie sonst alle glaubwürdig verliert.

die Konsequenz ist auch, dass es Werder Neuwahlen noch Referendum in UK geben kann, weil die Zeit nicht reicht.

interessant würde es werden, wenn UK den Brexit absagt. nachdem was ich gelesen habe, würde die Europawahl dann nur in UK nachgeholt, wie bei Neu Mitgliedern.

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cobaea 13.03.2019, 09:50
79.

Zitat von Maurer
Gemäß des sog. Karfreitagsabkommen ist eine Wiedervereinigung Irlands nicht ausdrücklich ausgeschlossen. The agreement acknowledged: that the majority of the people of Northern Ireland wished to remain a part of the United Kingdom; that a substantial section of the people of Northern Ireland, and the majority of the people of the island of Ireland, wished to bring about a united Ireland. Both of these views were acknowledged as being legitimate. Die EU könnte ja mal Gespräche mit dem "Büro der Exekutive" führen, ob nicht eine Wiedervereinigung mit der Republik Irland und Verbleib in der EU in Frage käme. Beim Brexit hatten 44% für und 56% gegen den Brexit gestimmt. Das würde Great Britain zwar nicht mehr ganz so great machen und den Betonkopf-Tories nicht schmecken aber wie heißt es so schön im Karfreitagsabkommen: Should that happen, then the British and Irish governments are under "a binding obligation" to implement that choice. Zitate des Good Friday Agreement: https://en.wikipedia.org/wiki/Good_Friday_Agreement Gern geschehen Herr Juncker
Das Karfreitagsabkommen hält klar fest, dass die Vereinigung von Nordirland und Irland nur zustande kommen darf, wenn die Nordiren dies per Volksabstimmung wollen. Das "Büro der Exekutive" kann das nicht alleine beschliessen. Was glauben Sie, wird passieren, wenn in Nordirland dazu eine Volksabstimmung anberaumt wird? Zudem ist ja das Ergebnis einer solche Volksabstimmung (falls sie überhaupt durchführbar wäre) nicht sicher: Derzeit sind die beiden Bevölkerungsgruppen in Nordirland etwa gleich stark - sollte es also beim heutigen Zustand bleiben, wäre nichts gewonnen, aber viel verloren.

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