Forum: Politik
Reaktionen auf Abstimmung in London: "Ein harter Brexit wird fast unausweichlich"
PATRICK SEEGER/EPA-EFE/REX

Das britische Parlament hat sich im Streit um den EU-Austritt wieder nicht einigen können. Ein Tory-Abgeordneter trat umgehend aus seiner Partei aus. Und der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments warnt vor dem "Abgrund".

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fatherted98 02.04.2019, 07:35
10. Ein harter...

...Brexit....ist genau das wofür die Mehrheit der Briten damals votiert haben....die wollten keinen Kuschel-Deal mit weiteren Abhängigkeiten von der EU....sondern einen harten Schnitt. Natürlich waren sich die Brexiteers damals mehrheitlich nicht bewusst was das bedeuten würde...aber dafür sind sie alle mündige Bürger. Warten wir ab, was tatsächlich passiert...ob die Welt in GB untergeht oder ob es einfach....weiterläuft....ohne große Verwerfungen wie prognostiziert. Vergessen darf man nicht...die meisten Prognosen der sogenannten Experten treten nie ein....insofern kann GB hoffen....für viele wird es trotzdem eine harte Erfahrung...hoffentlich eine heilsame.
Unverständlich auch, dass wenn so viele in der EU bleiben wollen....sich keine Pro-EU Partei gründet a la Ukip (die nur den Austritt wollten und sonst kein Programm hatten). Insofern kann die Sehnsucht nach Europa nicht allzu groß sein.

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Galgenstein 02.04.2019, 07:44
11. May sollte den Austritt absagen

da es für kein Szenario eine Mehrheit gibt. Damit lässt sich der Austritt in keiner Form mit der notwendigen parlamentarischen Unterstützung umsetzen. Was mich verblüfft ist die Kompromisslosigkeit mit der jeder an seinem Vorschlag festhält, ohne Aussicht auf Erfolg. Und ganz nüchtern betrachtet: so schlecht ist der Deal von May nicht für das Land und vielleicht der einzig gangbare Weg, wenn man unbedingt einen Austritt will. Der Fehler wurde lange vorher gemacht, als man dem Volk etwas zur Abstimmung vorlegte, was für viele verheissungsvoll klang. Das Problem: jeder Befürworter scheint bei näherer Betrachtung etwas anderes unter einem Brexit verstanden zu haben. Man sollte halt nichts zur Abstimmung vorlegen, wenn noch nicht einmal klar ist, um was es konkret geht, wie es sich umsetzen lässt, wer die Umsetzung mitträgt und wie man mit den Folgen umgeht.

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kuac 02.04.2019, 08:06
12.

Zitat von fatherted98
Ein harter ...Brexit....ist genau das wofür die Mehrheit der Briten damals votiert haben....die wollten keinen Kuschel-Deal mit weiteren Abhängigkeiten von der EU....sondern einen harten Schnitt.....
Woher wissen Sie das? Stand das Wort " harter Brexit" zur Auswahl? Oder, ist das nur Ihr Bauchgefühl?

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kirschlorber 02.04.2019, 08:19
13. Harter Brexit - Schlecht für Brüssel

Was soll man in Brüssel machen wenn es tatsächlich zum harten Brexit kommt? All diese Zölle und LKW-Blockaden will doch in Wirklichkeit niemand.

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Benjamin N. Walter 02.04.2019, 08:20
14. Demokratisierung der Wirtschaft notwendig

Man könnte die ganze Sache auch einmal anders betrachten: Keine Demokratie ohne eine demokratisch regierte Wirtschaft. Die Briten wurden desinformiert, indoktriniert und letztlich durch eine Oligarchie, die sich persönliche Vorteile davon versprach, zu einer Entscheidung gebracht, die objektiv für die meisten, die sie getroffen haben, Verschlechterungen bedeutet. Solange die Medienindustrie nicht demokratisiert ist, solange werden Wahlen nicht gleich sein. Was wir in GB jetzt sehen, ist das Resultat eines Mangels an Demokratie, nicht eines Zuviel an Demokratie. Und der Rechtspopulismus wie der Separatismus ist der Anti-Kapitalismus der dummen alten Männer. Mehrere Jahrzehnte der neo-liberalen Revolution haben die Demokratie dieses so demokratischen Landes sturmreif geschossen. Man kann nur hoffen, dass zumindest die dümmste der konservativen Parteien Europas dafür ordentlich wird bezahlen müssen.

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Allgemeinbetrachter 02.04.2019, 08:26
15. wenn man das alles so liest...

ist das voll Panikmache. Entspannt Euch doch mal bissl. bei Jahrtausendwechsel hat man auch gedacht "Oh Gott" nun funktionieren die Computer nicht mehr. Das System bricht zusammen "Oh my god". Leute die Welt dreht sich weiter. Evtl. gibts ne wirtschaftliche Rezession. Aber nach ner Rezession gibt's auch wieder nen Aufschwung. Dies wird dann passieren, wenn alles sich eingepegelt hat. Dann wird man versuchen die verlorene Zeit wieder auf zu holen und Umsatz/Gewinne zu machen. Also beruhigt Euch. Generell ist natürlich bedenklich für die Demokratie, dass die Häuser in Britanien nicht für das Volk entscheiden sondern nur für Ihre eigenen Interessen wie es scheint. Erinnert mich an das Königreich im Mittelalter dort. Lords und der König, welche das Volk unterdrücken. Vielleicht sollten mal die Britten auf die Straße gehen und es den deutschen nachmachen mit dem Motto "Wir sind das Volk"... und denen mal zeigen wer wirklich die Macht hat...

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herhören 02.04.2019, 08:30
16. Entscheiden, jetzt !

Es ist unwahrscheinlich bis unmöglich, daß sich das britische Unterhaus auf irgendeinen Kompromiss einigt. Ich denke, das sollten alle inzwischen verstanden haben. Also bleibt aus meiner Sicht nur noch, zwischen Verbleib und hartem Brexit abstimmen zu lassen und danach die Mehrheitsentscheidung der Abgeordneten unmittelbar umzusetzen. Die Konsequenzen aus beiden Szenarien sind aus heutiger Sicht nicht vorhersehbar, dennoch muß ja irgendwann eine Entscheidung her. Die Wirtschaft stört das sowieso nicht mehr, die hat ihre Entscheidungen schon längst getroffen, da sie sich keine Unsicherheit leisten kann.

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interessierter Laie 02.04.2019, 08:42
17. nicht nur das Parlament

ich denke, dass das Parlament hier ein Spiegel der Gesellschaft ist - nicht mehr und nicht weniger. Sein wir doch ehrlich: Wie oft verfluchen wir unsere Politiker und Parteien, wenn sie Kompromisse eingehen. Wie viele Bürger schlagen immernoch auf die SPD ein, weil sie in die Groko gegangen ist. Hinter diesem Verhalten steht eine ein guter Grund: Wenn alle auf ihrem Standpunkt beharren, droht der Politik ständig der Stillstand. Das Unterhaus hingegen besteht aus einem Typus Politiker, der unter keinen Umständen seine Linie aufgibt. (Und das liegt daran, dass im britischen Parlament aufgrund des Wahlrechts weder Koalitionen noch parteiübergreifende Mehrheiten nötig waren....

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lazyfox 02.04.2019, 08:44
18. Die wollen nicht raus, denke ich

Keine Mehrheit für einen weichen Brexit, wie der von May. Keine Mehrheit für einen noch weicheren, wie die Zollunion aber auch keine Mehrheit für einen harten Brexit. Sie können es wohl nicht ausdrücken, sie lieben uns, sie wollen bleiben.

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thor.z1367 02.04.2019, 08:45
19. Ich bin fassungslos

Ich habe mir die Debatten einen ganzen Tag im Fernseher angesehen und war enttäuscht. Diese Prinzipreiterei war unerträglich. Die Wiege der Demokratie hat ihr eigentliches Ziel verfehlt. Denn sie müssen Ergebnisse liefern, die der Allgemeinheit dienen und nicht kleinen Interessenverbänden oder Lobbyisten (Brexit).

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