Forum: Politik
Reaktionen auf Friedensnobelpreis-Vergabe: "Sie stehen für den Schrei nach Menschlich
AFP

Die Auszeichnung sei "mehr als verdient", die Preisträger "inspirierend und ermutigend", "Stimme und helfende Hand zugleich" - Reaktionen auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an Denis Mukwege und Nadia Murad.

Seite 1 von 2
sheffard 05.10.2018, 13:30
1. Es ist für mich trotzdem

völlig perverts, dass die Regierungsvertreter auf der ganzen Welt nun zum Friedensnobelpreis gratulieren.
Wäre der Wille da gewesen, ein wirklicher Wille, dann haette man die Taten in Staatengemeinschaft verhindert. Wieviel Institutionen haben wir auf der Welt, die haetten eingreifen können? Nichts hat man aus der Vergangenheit gelernt. Man schaut bei Gräueltaten zu und vergibt dann Preise an Einzelkämpfer, die man im Stich gelassen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niska 05.10.2018, 13:34
2.

Dieser Schrei muss endlich gehört werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Smarty01 05.10.2018, 13:43
3. Ein weiter Weg

Unendlicher Dank an Nadia Murad und Denis Mukwege, die so viel Leid erlitten und gesehen haben und trotzdem noch die Kraft aufbringen, gegen Sexualverbrechen aufzustehen. Wenn es denn ein Fegefeuer gäbe, müsste es für Vergewaltiger und Kinderschänder aus aller Welt reserviert sein. Bis zu einer wirklich zivilisierten Welt ist es leider noch ein weiter Weg und wir sollten uns alle jeden Tag fragen, welchen Beitrag wir leisten können und es auch tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erythronium2 05.10.2018, 14:33
4.

Zitat von sheffard
völlig perverts, dass die Regierungsvertreter auf der ganzen Welt nun zum Friedensnobelpreis gratulieren. Wäre der Wille da gewesen, ein wirklicher Wille, dann haette man die Taten in Staatengemeinschaft verhindert. Wieviel Institutionen haben wir auf der Welt, die haetten ....
Das Eingreifen ist nicht ganz so einfach, wenn die Einheimischen oder ihre Nachbarn die Menschenrechte missachten. Das bedeutet in der Regel einen großen Miliäreinsatz, den man möglichst erst mal halbwegs legal begründen sollte (z. B. durch Einladung der zuständigen Regierung oder Beschluss des Weltsicherheitsrats). Und dann richtet ein solcher Militäreinsatz in der Regel viel mehr Tod, Leid und Zerstörung an als das, was man bekämpfen wollte. Möglicherweise hat man eben doch etwas aus der Vergangenheit gelernt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zauberhexe 05.10.2018, 14:38
5. Tief ergriffen

Ich gratuliere den beiden zum Friedensnobelpreis. Sie sind die besten Personen, die ich mir dafür vorstellen kann. Ihre Arbeit berührt mich, die selbst als Kind sexuelle Gewalt erfahren hat, sehr tief und ich freue mich, dass es für Opfer von sexueller Gewalt heutzutage solche Menschen gibt und das Thema nicht mehr einfach unter den Teppich gekehrt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erythronium2 05.10.2018, 14:43
6.

Ich frage mich da allerdings, wie das Verleihen des Friedensnobelpreises an solche Menschenrechtsaktivisten sich mit den Intentionen des Stifters Alfred Nobel in Einklang bringen lassen, d.h. inwieweit die Tätigkeit der Preisträger denn etwas mit "Verbrüderung der Völker und [...] Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen" zu tun hat. Ansonsten meine ich schon, dass die Preisträger eine solch hohe Auszeichnung verdient haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MichaelundNilma 05.10.2018, 14:45
7. Leidensnobelpreis

Zunächst herzlichen Glückwunsch für den Friedensnobelpreis an Denis Mukwege und Nadia Murad. Die Nobelpreisstiftung wurde 4 Jahre nach Nobels Tod gegründet und verlieh die ersten Nobelpreis 1901. Nobelpreiswürdig sind herausragende Leistungen auf den Gebieten Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen. Der Nobelpreis für Friedensbemühungen in`s Leben gerufen wurde, stand er wohl in erster Linie für Völkerverständigung, Konfliktlösung oder für Menschenrechte einzutreten. Obama war der letzte Staatsmann welcher die Auszeichnung 2009 erhielt. 2017 war es die Kampagne ICAN. Anders sieht es bei Personen aus, welche Opfer von Kriegsgreuel wurden. Sie haben keine bahnbrechenden Erfindungen hervorgebracht oder die Welt reicher und besser gemacht. Nadia Murad war Opfer, wie so viele Millionen andere auch. Ihr Schrei nach Menschlichkeit wird verhallen. Menschlichkeit ist Empathie welche davon abhängt ob eine Gemeinschaft ethische Normen hat. Entmenschlichung findet sich überall dort, wo es für Täter keine Strafnormen gibt und für Untaten keine Strafen zu befürchten sind, da Strafnormen von einer Führung, von Staats, einer kriminellen Vereinigung oder Religion wegen, aufgehoben wurden oder werden, um mißliebige Menschen für vogelfrei zu erklären. Hemmungslose Gewalt und Greueltaten waren schon immer Bestandteil von Kriegen. Ob gewollt oder ungewollt. Der dreißigjährige Krieg steht beispielhaft für hemmungslose Gewalt und Triebabbau als Waffe. Leidensnobel bzw. Opfernobelpreis wäre, was Nadia Murad und all die Namenlosen anbelangt, wohl treffender. Ihr Aufruf gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen kommt für sie zu spät.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kk123 05.10.2018, 14:53
8. Eine wichtige Entscheidung

diesen beiden den Friedensnobelpreis zu verleihen in einer Zeit, in der der amerikanische Präsident ein mutmaßliches Opfer sexueller Gewalt öffentlich verhöhnt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HH1960 05.10.2018, 22:07
9. Besser geht es nicht!

100% Zustimmung zu dieser Entscheidung. Was gibt es doch für mutige Menschen, die genau die richtigen Entscheidungen für sich und die Gemeinschaft treffen. Die beiden Preisträger haben es verdient. Stelle ich mir daneben z.B. Weidel und Höcke vor, wird deren Armseligkeit umso deutlicher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2