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Reaktionen auf G7- Fiasko: "Amerikaner stehen an eurer Seite, auch wenn unser Präside
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Das G7-Treffen war beendet, da ließ Donald Trump alles platzen. Andere Staatschefs, auch die Kanzlerin, setzen trotzdem weiter auf die Abmachungen. Kritik an dem Fiasko kommt auch aus Trumps eigener Partei.

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Wohlstand für alle 10.06.2018, 08:36
1. Fairer Handel

definiert sich einzig über mittelfristig ausgeglichene Handelsbilanzen, egal ob sie über Währungsverhältnisse oder irgendwelche Zölle eingestellt werden. Denn nur so werden Verschuldungsfallen für Länder vermieden. Und auch nur so können ALLE Nationen wettbewerbsfähig bleiben. Die Nationen mit den besten Produkten hätten dann nicht den größten „erfolgreichsten“ Niedriglohnsektor, sondern den höchsten Wohlstand. Und das war ja wohl das Ziel der Nachkriegspolitiker Strauß und Schiller, als sie ihr Stabilitätsgesetz einführten, welches - eine ausgeglichene Handels/Leistungsbilanz fordert.

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SubjektiverRealist 10.06.2018, 08:36
2. Warum nicht?

Wenn Staaten, wie etwa Rußland vor ein paar Jahren, die gemeinsamen Werte mit Füßen treten, dann haben sie beim Gipfel nichts verloren. Macron hat vor dem Gipfel mal anmerken lassen, dass auch ein G6 Gipfel in Zukunft denkbar wäre. Ich finde die Idee gar nicht so schlecht.
Aber unsere Anführer sind hoffentlich klüger als ich, schlucken ihre emotionen herunter und verfolgen weiter die Devise: Lieber schlechte Verhandlungen als gar keine Verhandlungen.

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tadano 10.06.2018, 08:37
3. Wieso lädt man Trump überhaupt ein?

Er nutzt solche Zusammenkünfte lediglich dazu sich vor seinem heimischen Publikum zu profilieren. Ein Interesse an Dialog oder gar Einigung hat er gar nicht. Und auf sein Wort ist kein Verlass.

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dr. kaos 10.06.2018, 08:37
4. Unglaublich...

...wie sich dieser Mensch verhält. Wie ein kleines Kind, dem man das Sandförmchen weggenommen hat. Das einzige was jetzt noch hilft, ist eine politische Isolierung des US-Präsidenten, sowohl national wie international. Schade das John McCain es wohl längerfristig nicht schaffen wird, diesem Kleinkind Paroli zu biete. Ms. Clinton kann man in der Hinsicht abschreiben, und wer von den Demokraten standfest genug ist, gegen dieses Imperium des Hasses, der Intoleranz und der Idiotie im Weißen Haus anzugehen, steht meine Erachtens in den Sternen.
Wenn die restlichen Mitglieder des G7 (eigentlich G6) schlau sind, stehen sie jetzt noch enger beisammen und holen sich andere Staaten hinzu, und bauen eine wirtschaftlich starke Allienz gegen die USA auf. Das wird der US-Wirtschaft genug Munition verschaffen, auch national diesen Präsidenten zu isolieren und seine Wiedrerwahl zu verhindern.

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bertram_reinhold 10.06.2018, 08:42
5. Widerstand in den USA gegen Trump geschwächt

Ja, McCain hat sich zu Wort gemeldet - McCain der Intimgegner von Trump, dem wir ein langes Leben wünschen, das er leider nicht mehr hat. Aber was nutzt McCain ? Die Demokraten und vor allem die amerikanische Mehrheit unterstützen Trumps Zölle gegen die EU und andere Staaten. In der Tat haben die USA ein riesiges Defizit, da alle Welt in die USA exportiert, die EU aber z.B. ihren Agrarmarkt, auch für Verbündete wie die USA, mit Zöllen von 100 % und mehr abschottet. Es gibt in der EU Hemmnisse und Reglementierungen ohne Ende und auch Deutschland will keinen "fairen Handel", man würde seine Vorteile ja wieder verlieren. Dass Donald Trump ein schwieriger Partner ist brauchen wir nicht zu erörtern, allerdings grenzt es fast an Dummheit eines Greenhorns namens J. Trudeau, gegen Trump und die USA nachzutreten, zumal CAN bereits selbst Zölle auf US-Milchprodukte von 300 % erhebt. Anstatt einmal die Klappe zu halten, hat sich Trudeau selbst geschadet, er wird nie gegen die USA ankommen, CAN hat nicht mal ein 1/10 der US-Wirtschaftskraft. Soll heißen, auch die EU und CAN müssen zurück rudern, Zölle angleichen, neue Abkommen aushandeln. Die G7 sollen im übrigen nicht für sich selbst kämpfen, sondern für die "restliche Welt", es wäre gut das nächste G7-Treffen, solange zu verschieben, bis ein neuer Erfolg gesichert ist.

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marthaimschnee 10.06.2018, 08:52
6. und?

Was ist eigentlich so besonders an der Situation? Alle 7 wie sie da sitzen haben nur einen einzigen Gedanken, der auch die heutige Geschäftswelt dominiert: Wie kann ich die anderen am besten über den Tisch ziehen? Der einzige Unterschied von Trump ist, daß er zu wenig diplomatisches Geschick hat, um dies hinter einem süffisanten Lächeln zu verbergen.

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2623 10.06.2018, 08:57
7. Unzuverlässige Partner

kosten nur Zeit. Im Prinzip sollte man die USA ausladen bzw. nicht weiter einladen. Wenn mit Russland eine Einigung möglich wäre, dann sollten diese hinzukommen. Die Usa isolieren sich. Wenn die Staaten sich entzweien lassen beginnt eine Phase der Willkür, wenn alle Staaten, gar Menschen sich verhalten, wie dieses Kind von Präsidenten, dann sind wir im vorzivilisatorischen Zustand angekommen, es braucht nicht viel, um zu verstehen was das heißt. Der schwerfällige, ungesunde und ältere Trump würde mit seiner Keule im Busch sitzen und seine Melania verteidigen, na ja er würde es wollen, aber mein Eindruck ist, er würde sich in die Büsche schlagen, wirkt irgendwie feige und nahezu jeder wäre eh in einem solch zivilisatorischen Zustand, junger, fitter, tschja pech gehabt.

Nun im Ernst: Einerseits bin ich immer wieder von Frau Merkel beeindruckt, dass sie so die Ruhe bewahrt und nicht Klartext redet, andererseits beschleicht mich der Gedanke, dass Sie keine Möglichkeit findet bzw. Mttel hat, mit diesem Typen etwas gemeinsam zu bewerkstelligen. Mit anderen Worten, dieser Mann ist brandgefährlich.

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peter-49 10.06.2018, 09:01
8. Das klingt alles ...

... ein wenig wie das berüchtigte Pfeifen im dunklen Wald. Soweit mir bekannt ist, hat die EU beim G 7 lediglich Beobachterstatus, sie kann also weder zustimmen, noch ablehnen. Die Briten gehören schon nicht mehr so richtig zur EU und Italien hat wohl eigene Ansichten im Verhältnis zu Rußland etwa, die nicht immer mit der EU konform gehen, wenn ich den Kommentaren vor Beginn des Treffens Glauben schenken kann. Bleiben für die EU also noch Deutschland und Frankreich. Das diese beiden Staaten aber für die gesamte EU sprechen dürfen, wage ich doch stark zu bezweifeln. Es hilft wenig, wenn Frau Merkel auf einem Foto, was jetzt überall die Runde macht, grimmig schaut. Fakt ist, niemand konnte dem Amerikanern Paroli bieten. Es ist auch nicht hilfreich, immer nur auf Trump zu zeigen. Hätte er im eigenen Land nicht den notwendigen Rückhalt, würde er so nicht handeln.

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stefan7777 10.06.2018, 09:02
9. Eskalieren lassen!

Erstens, ich mag solche Gemeinheiten nicht, bin eher der der ausgleichen, vermitteln möchte - aber In diesem extremen Fall, würde ich die Situation möglichst eskalieren lassen, nicht boshaft gegen die Amerikaner, sondern fokussiert auf Trump selbst! Es kann uns und dem Rest der Welt nur nutzen in der Zeit nach Trump.

Zweitens, Jetzt ist eine gute Zeit um in Bereichen Verbündete zu finden die sonst eher zurückhaltend sind. Trump verunsichert alle, erschüttert das etwas träge Gerüst der Diplomatie so sehr, dass vieles möglich ist was vorher unmöglich erschienen ist.

Für die EU ist klar, wir können uns endlich von der US-Administration abnabeln und eigenes Profil zeigen - und auch danach handeln. Es gibt evtl. aktuell ein Fenster in dem fast alle begreifen, wie klein unsere Wellt ist. Wie viel Sinn es macht, dass in vielen Bereichen ALLE ZUSAMMEN handeln müssen - China mit einzubinden wäre so eine "wahnwitzige" Idee.

Zudem besteht die Chance diesen weltweit so extrem destruktiven, von der US-Administration seit Jahrzehnten angeschobenen Waffenfetischismus zu beenden. Es gibt zu viel Geld für Waffen zur "Verteidigung" - die dann doch immer zum Angriff mißbraucht werden. USA 1000 Mrd. , EU 275 Mrd., (DE 60 Mrd.), China 330 Mrd., Rußland 66 Mrd.. - spricht das für eine Aufrüstung, bzw. womit soll man bei diesem Ungleichgewicht noch eine Aufrüstung begründen? Doch nur wenn es gar nicht um den"Feind" sondern um den Waffen Markt geht.

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