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Reaktionen auf Schulz-Kandidatur: CDU kritisiert Sturzgeburt, SPD ruft Euphorie aus
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Martin Schulz wird Kanzlerkandidat - viele Sozialdemokraten reagieren beglückt. Andere Parteien fordern jetzt klare Positionen von ihm. Sie mühen sich um Deutung: Zu welcher Koalition könnte er neigen?

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kleineRatte 25.01.2017, 11:11
1. Zu welcher Koalition könnte er neigen?

Warum immer sofort die Frage nach der Koalition ?
Diese Fragen stellten sich immer erst nach dem Wahltag. Das Festlegen vor der Wahl kann auch schaden

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brandyandy 25.01.2017, 11:13
2. Gute Wahl

vielleicht im Procedere ein wenig holperig, aber so hat die SPD wenigstens eine Chance, in der wohl zu erwartenden Fortsetzung der groKo eine etwas gewichtigerer Rolle zu spielen. Mehr als das kann man wohl im Moment nicht erwarten für die SPD. Redet zwar viel und gerne, aber zumindest klar verständlich und kultiviert - ein angenehmer Gegenentwurf zu den ganzen Dummtröten, die man sich im Moment anhören muss. Für einen Kanzler Schulz müsste allerdings schon einiges passieren. Eine Wechselstimmung gibt es nicht. Eher gilt es für die demokratischen Parteien, etwas zusammen zu rücken um die wohl in den Bundestag einziehende AfD klein zu halten. Und um mit denen im Parlament Schlitten zu fahren, dafür gibt's keinen besseren als den Schulz.

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franz.v.trotta 25.01.2017, 11:17
3. Rumpelig?

Herr Gabriel hat sich jetzt öffentlich erklärt und einen Vorschlag gemacht, über den der Parteivorstand am kommenden Sonntag entscheidet. Planmäßig.
Dass er seine Entscheidung (Verzicht auf die Kandidatur, Rücktritt vom Parteivorsitz) jetzt öffentlich macht, finde ich korrekt. So ist der am Sonntag zusammentretende Parteivorstand in die Lage versetzt, überlegt und informiert zu diskutieren und zu entscheiden.
Dass Gabriel die Erfolgsaussichten der Partei über seine persönlichen Ambitionen stellt, ist respektabel.

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archi47 25.01.2017, 11:20
4. Stegner?

Wie bitte sonst, soll so eine Entscheidung die nötige Aufmerksamkeit bekommen?
Ich finde das Timing und die Herangehensweise richtig, goldrichtig sogar.
Dass in der zweiten Garnitur der Eine oder Andere gefragt werden wollte, vielleicht gar um noch etwas Sand ins Getriebe zu bringen?
Geschenkt!

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günter1934 25.01.2017, 11:21
5. Aussenminister

Dass Herr Schulz keinen Ministerposten bekommt, ist verständlich. Er soll nicht in der Groko mitwirken, damit er ohne Hemmungen Wahlkampf betreiben kann.
Allerdings kann ich mir Martin Schulz wirklich nicht als harten Wahlkämpfer gegen Angela Merkel vorstellen!
Passt irgendwie nicht zu seinem verbindlichen Wesen.

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Marut 25.01.2017, 11:21
6. Nur Emotionen oder auch Inhalte?

Für die Emotionen der Wähler ist der Schwenk von Gabriel zu Schulz sicher ein Gewinn und eine Verbesserung der Chancen.
Ich hoffe nur, dass die SPD nicht dabei verbleibt, sondern jetzt die eigentlichen Gründe, warum Menschen die SPD wählen können, nicht dabei vergißt(unter den Tisch fallen läßt.
Im Zentrum steht da meiner Meinung das Thema der sozialen Gerechtigkeit und eine Antwort auf die Frage, ob noch mehr Menschen durch die Globalisierung und die Veränderung hin zu Wirtschaft 4.0 abgehängt werden.
Auch muß die SPD eine Antwort darauf geben, ob sie die Situation, dass die Wohlstandsschere immer weiter auseinander klafft, erhalten will. Ist es ihr wichtig, der Vermögenselite weiterhin nicht auf die Füsse zu treten, wie in der ganzen GroKo-Zeit. Oder wird das Wort "Umverteilung" für sie endlich wieder ein Programmpunkt?

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maxxi12 25.01.2017, 11:22
7. Koalitionen...

Da hat Frau Göring-Eckardt mal recht, dieses ewige Koalitionsgerede vor der Wahl nervt erheblich. Die Parteien sollen ihr Profil schärfen und "eigenständig" Wahlkampf machen meint sie. Richtig !

Wieso fordert der Herr Spahn, kaum dass Herr Schulz antritt, eine "Koalitionsaussage" . Gibt die CDU doch auch nicht ab. Es dürfte reichen, wenn erklärt wird, dass beide keine GroKO wieder wollen...

Über Koalitionen kann n a c h der Wahl verhandelt werden.

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Mister Stone 25.01.2017, 11:22
8.

Der europhile Herr Schulz, stets ein ergebener Gefolgsmann des Herrn Juncker und der neoliberalen Eliten, wird es schwer haben, die Wähler in Deutschland zu überzeugen. Seine Pro-EU-Floskeln sind ausgelustscht. Seine burschikose Sprache mag manchem Leser einfacher Tageszeitungen gefallen. Wer ihn aber an seinen Taten misst, der erkennt einen radikalen Verfechter des Globalisierungswahns. Mit seiner plumpen faktenlosen Pauschallogik nach dem Motto "Was gut ist für den Welthandel, das ist auch gut für Europa, und was gut ist für Europa, das ist auch gut für Deutschland" wird er hoffentlich keine Stimmen gewinnen. Ein Kanzlerkandidat und Vositzender der ehemals sozialen Partei sollte sich nicht "für Europa" positionieren, sondern zuerst und hauptsächlich für die Menschen in Deutschland. Genau das traue ich ihm nicht zu.

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MütterchenMüh 25.01.2017, 11:25
9. alles deutet auf die alternativlose GroKo

Wofür M. Schulz in De steht weiß keiner. Er wahrscheinlich auch noch nicht. Der "Dampfplauderer" aus Brüssel hat leider keine politischen Erfolge aus seiner EU-Zeit vorzuzeigen.

Für Rot-Rot-Grün taugt M.Schulz wegen seiner EU-Vergangenheit auch nicht. Bleibt also nur die Option "Kanonenfutter" - weil eh GroKo die größte Wahrscheinlichikeit" besitzt!

Gabriel als Aussenminister ist schon mal als "Friedensangebot" für Trump eine gute Wahl. Ergo es steht alles auf GroKo.

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