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Reaktionen auf Schulz-Rückzug: "In seiner Haut möchte ich nicht stecken"
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Binnen 20 Stunden ändert Martin Schulz seine Meinung - und gibt den Anspruch auf das Außenministerium auf. Die SPD ist überrumpelt, das politische Berlin irritiert. Die Reaktionen.

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sprachloserkommentar 10.02.2018, 00:03
10. Kasperltheater

Kein Wunder nehmen viele Bürger die Politiker nicht mehr ernst bei diesem Kasperletheater...
Leider Wasser auf die Mühlen der Rechten!!!
Die SPD zerfleischt sich selbst, nachdem sie nach den eher dürftigen Sondierungsergebnissen noch einiges aus den Koalitionsverhandlungen für sich herausgeholt hatte, dazu noch mit prestigeträchtigen Ministerien belohnt wurde. (Wofür frage ich mich immernoch. Sie haben 20% der Stimmen, verantworten aber 50% des Haushaltes?!). Sie schafft es wieder einmal Erfolge umgehend durch diese unnötigen Personaldebatten zunichte zu machen. Schulz spielt in diesem Stück den Kasperl. Er macht alles zunichte. Er ist durch den geplanten Eintritt in das Kabinett zur Unglaubwürdigkeit in Person geworden. Weit selbstüberschätzt. Die ganze Führung um ihn herum hat das aber mitgetragen, dies sollte man nicht vergessen!!! Das Hinwegloben von Schulz ging gründlich schief! Gleichzeitig hat man den noch am ehesten einer breiten Masse verkaufbaren Aussenminister Gabriel geopfert. Alles der Ämter wegen und um späte Genugtuung zu üben an die Zeit Gabriels als Parteivorsitzenden. Wer spielt jetzt die böse Hexe in dem Stück? Eines ist klar: Nahles verkörpert bestimmt nicht die Rolle der armen Großmutter in diesem Kasperltheater. - Und der Kasperl verlässt die Bühne als erstes. Wo hat es das bei einem richtigen Kasperltheater schon gegeben? Am meisten freut sich nun der böse Teufel, dass er siegt in diesem Stück. - Und im realen Leben lacht sich die AfD ins Fäustchen! Einfach desaströs das Ganze!

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quark2@mailinator.com 10.02.2018, 00:12
11.

Denke mal, das nächste Mal würde Herr Schulz alles anders machen, vielleicht z.B. einfach von Anfang an klar sagen, wofür er steht, was seine Ziele sind und vor allem keine einmal gemachten klaren Ansagen widerrufen ... Hätte nie gedacht, daß es mir mal leid tut, aber er hat sich ganz schön reingeritten.

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pwkl 10.02.2018, 00:19
12. Natürlich könnte die SPD...

...das alles auch noch schlimmer machen und Sigmar Gabriel auch noch in die Wüste schicken (wo Martin Schulz gut untergebracht ist). Würde dann wohl niemand mehr verstehen und sie könnten über kurz oder lang Konkurs anmelden - mangels Masse würde dann das auch wieder nichts. Letzte Chance, liebe Damen und Herren Rote...und wem gebe ich dann in Zukunft meine Stimme?

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MiSoOtt 10.02.2018, 00:20
13. Neuanfang nötig!

Das Schulz sich derartig zerschossen hat ist erstaunlich. Dafür als Belohnung dem Selbstdarsteller Gabriel zu erlauben einfach weiter zu machen, als hätte er nicht gerade jeden Anstand verloren, wäre unverzeihlich. Hier böte sich tatsächlich eine Chance für einen unverbrauchten, verantwortlichen Neuanfang. Aber was rede ich ... es handelt sich ja um die SPD. Nur noch Postenjäger, Intriganten.... Bedauerlich und unwürdig. Kein Wunder wenn die die AfD beim nächsten Mal mehr Stimmen bekommt als diese Schleimergruppe. Und ewig grüßt das Stegner-Murmeltier....

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diorder 10.02.2018, 00:22
14. Häme unangebracht

Dass ein Politiker auf sich fundamental ändernde Situationen flexibel reagiert und dabei persönliche Interessen hintanstellt, ist kompetent. Allerdings waren die apodiktischen Aussagen wenig flexibel. Die Moralkeule oder Häme sind da unangebracht. Haben hat Recht , es ist eher tragisch zu nennen.
Bei weiten Teilen der Union, der AfD und auch der FDP wird der Rückzug von Schulz sicher begrüsst werden. Denn seine Vorstellungen von der Fiskal- und Wirtschaftsunion haben bei den auf nationale Wirtschaftsinteressen fixierten Parteien für Unruhe und mehr gesorgt.

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rikerohne 10.02.2018, 00:22
15. Vorgestern

Da eigentlich immer schon feststand, dass Schulz definitiv nicht Kanzler und wenn dann vor allem Kompetenzen in der Europa - sprich Aussenpolitik aufweisen kann, hätten das beide schon früher checken können, dass es da zwangsläufig zum Konflikt kommt. Ein Ministeramt unter Merkel auszuschließen war ein Fehler (Wahlkampf als Kanzlerkandidat) Dass die Groko erzwungen wird bemerkte jeder.

Schulz hätte in dieser schnelllebigen Zeit ein - zwei Tage durchhalten müssen. Vorgestern war noch alles prima. Es hatte sich gefügt wofür Schulz vor einem Jahr angetreten ist. Nun werden sich die Mitglieder doch gegen den Koalitionsvertrag entscheiden.

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diechefin 10.02.2018, 00:25
16. Fehler über Fehler

Wie kann ein so erfahrener Politiker wie Schulz so viele Fehler machen. Die Kommunikation in der Partei scheint nicht mehr zu funktionieren. Jeder denkt nur noch an sich. Das schadet nicht nur ihnen sondern der gesamten politischen Landschaft. Wenn alle das Vertrauen in die Politik verlohten haben ist der Weg frei für eine deutschen „Trump“.

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kybernetic 10.02.2018, 00:27
17. Naja, ich weiss nicht

Zitat Nahles:"Wir alle wissen, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist, sich persönlich zurückzunehmen. Das zeugt von beachtlicher menschlicher Größe."
Ich weiss ja nicht. Es zeugt erstmal von nicht so menschlicher Größe zu sagen, dass man nicht Bestandteil eines Kabinetts Merkel wird, und es dann doch zu tun. Sowas ist in der Politik absolut unglaubwürdig, und dann auch noch unter Opferung von Sigmar Gabriel, der wirklich einen guten Job macht.
Es war eine richtige Entscheidung, nicht das Aussenministeramt zu nehmen und seinen Platz, den er erst gar nicht haette beanspruchen dürfen wieder zu räumen.

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Farhad 10.02.2018, 00:30
18. Personalmangel bei der SPD

verschärft sich noch weiter. M. Schulz hat noch ein großes Erfahrungspotenzial und war nie der optimale Repräsentant der Partei gewesen. Die SPD wäre gut beraten, seine Berater für weniger anspruchsvolle Arbeit zu beschäftigen. Seine Berater hätten alles versuchen müssen, um ihn von seinem Fehlverhalten und seinen beiden Fehlentscheidungen abzuraten. Für große Herausforderung ist er vom Charakter her nicht wirklich geeignet. Deutschland braucht stabile Persönlichkeiten an der Spitze der Politik, deren Eigeninteressen stets im Hintergrund bleiben müssen.

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LvB 10.02.2018, 00:31
19. Martin Schulz wurde von einem Sozialdemokraten gestürzt

Martin Schulz wurde nicht vom politischen Gegner und auch nicht von der eigenen Partei gestürzt sondern von einem einzelnen "Sozialdemokraten" - von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Er hat die SPD aus ausschließlich persönlichen, eitlen Motiven auf den verderblichen GroKo-Weg gezwungen. Herr Steinmeier gefällt sich seit Jahrzehnten als diplomatisch, besonnener Politiker im Hintergrund der Macht. In Wirklichkeit steckt dahinter eine besonders pervide Art des Narzissmus, welche leider ein normaler Bürger niemals erkennt. Ich erspare mir daher auch alle Erklärungen hierzu.

Martin Schulz und auch die gesamte SPD tun mir leid, dass sie auf so einen Narzissen im eigenen Lager seit Jahren hereingefallen sind.

Der eigentliche Feind der Demokratie steht daher leider an der Spitze des Staates.

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