Forum: Politik
Reaktionen auf Türkei-Gipfel: "Die EU lässt sich erpressen"
REUTERS

In der Flüchtlingskrise braucht die EU die Türkei. Doch wie weit soll sie Ankara entgegenkommen? In ihrer Skepsis sind sich Regierung und Opposition in Berlin selten einig.

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Grafensteiner 08.03.2016, 11:16
20. Genau so isses.

Die EU-Politiker sind erpressbar, weil sie sich in Sachen einmischen, die sie eigentlich nichts angehen und so tun, als sei die syrische Flüchtlingsfrage alleine ihr Problem.

Und nicht das Problem der Staaten, die diesen Krieg angefangen haben und führen. Und ebenfalls nicht das Problem der UNHCR, die von der Weltgemeinschaft für die Organisation von Kriegsflüchtlingshilfe gegründet wurde. Von der UN hört man ja im Syrien-Krieg sehr wenig. Offenbar, weil die UN wieder das Instrument der USA zur Täuschung der Weltöffentlichkeit spielt.

Die falschen Ideologie, das in der globalisierten Welt alle an allem schuld seinen, ist der Ausdruck einer schweren manischen Erkrankung. Schuldgefühle sind in der klinischen Psychiatrie übliche Krankheitsbilder. Besser wäre es, wenn diese Politiker -wie in den Kreisen üblich- sich zu einer Domina begeben und sich vertrimmen lassen. Weil masochistische Akte die Schuldgefühle mildert.

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Christ 32 08.03.2016, 11:16
21.

ich sehe da keinen Durchbruch, das ganze ist ein Nullsummenspiel was der EU 6 Milliarden kostet.

Für jeden zurückgenommenen Flüchtling schickt die Türkei zwei neue, einen registrierten und einen unregistrierten, der wieder zurück geht und für den zwei neue losgeschickt werden.

In der Türkei und den umliegenden Ländern warten vermutlich weitere 4 Millionen Syrer welche vermutlich Asylberechtigt sind, auf welche EU- Länder will man die verteilen ?

Frankreich will 30.000 nehmen, Östereich 40.000 und übrigen nochmal 50.000. Was passiert mit den restlichen 3,9 Mio, alle nach Deutschland ?

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Banause_1971 08.03.2016, 11:17
22. Ein Geschäft,

welches uns weitere, strenggläubige Islamanhänger ins Land bringen wird. Merkt unsere Regierung eigentlich noch irgendwas? Die Wahlen in Hessen waren noch nicht genug? Die Etablierten haben noch immer nicht verstanden und verschachern unser Land und unsere Kultur. Nunja. Die nächsten Wahlen stehen an, und da wird der Wähler schon wissen, wie er auf dieses Treten der Bürger dieses Landes zu reagieren hat.

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ClausB 08.03.2016, 11:20
23. Erpressern

sollte man in keinem Fall nachgeben ( sagt schon seit Jahr und Tag die Polizei ) !
Merkel, die Regierungschefs der EU-Staaten und Brüssel tun aber genau dies und wollen uns das Verhandlungsergebnis auch noch als Erfolg verkaufen.
Kann man nur hoffen, dass Polen, Ungarn etc. ihr veto einlegen und auch nicht davon abgehen werden !

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haarer.15 08.03.2016, 11:21
24.

Zitat von licorne
sitzen eigentlich der Libanon und Jordanien nicht mit am Tisch? Was ist mit Saudi Arabien und den Golfstaaten? Früher gefiel sie mir, jetzt hoffe ich, dass Merkel so schnell wie möglich von der politischen Bühne verschwindet und ihre Standing Ovations Bübchen alle mitnimmt.
Sie haben recht. Gerade Saudi Arabien und Katar müssen viel stärker in die Verantwortung genommen werden. Solange man immer nur an Symptomen herumbastelt, ist Genesung nicht in Sicht. Das sollte gerade die Kanzlerin erkennen. Diese Gipfelgespräche der EU werden ohnehin immer mehr zur Farce.

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Rot2010 08.03.2016, 11:21
25. Türkei und Ukraine,

zwei Verbrecherstaaten und unsere Partner mit denen Merkel spricht, mehr braucht man nicht zu sagen.

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schmuella 08.03.2016, 11:22
26. Es ist traurig ...

mit ansehen zu müssen, wie hier über Menschen (Flüchtlinge) entschieden wird, als ob sie Stückvieh wären. Nur weil man verhindern will, dass sie in die EU kommen, heißt das nicht, dass es sie nicht mehr gibt und alles besser ist.

Und von der Türkei "erpressen" lassen, sollte sich auch niemand. Dort wird auf Frauen mit Gummigeschossen losgegangen, die für mehr Frauenrechte protestiereren.

Es gibt viel Potential für schnellere und effizientere Verahren bezüglich Entscheidung, Integration und Rückführung.

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karlsiegfried 08.03.2016, 11:22
27. Durchbruch?

'So fundamental könnte die bisherige Flüchtlingspolitik durch diesen Plan auf den Kopf gestellt werden, so viel Sprengkraft könnten die Vorschläge entwickeln, dass die „Financial Times" heute von einem „Big Bang"-Deal schreibt.' Quelle: http://www.bild.de/politik/ausland/fluechtlingskrise/bild-gipfel-analyse-was-taugt-der-deal-mit-den-tuerken-44847624.bild.html. Wieso berichtet Spon nicht auch darüber?

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BaMargera 08.03.2016, 11:22
28. Interner Bericht von Eurojust über den geplanten EU-Türkei-Deal

Die Seite POLITICO.eu hat gestern Abend in einem Artikel (http://www.politico.eu/article/eurojust-report-raises-doubts-about-eu-turkey-migration-deal-refugee-crisis-asylym-syria-war/) einen internen Bericht von Eurojust, einer EU-Rechtsagentur mit Sitz in Den Haag, zitiert, wonach der Deal der Türkei mit der EU nicht funktionieren könne, da die türkische Regierung weder den politischen Willen, noch die Infrastruktur habe, um den Deal umzusetzen. Der Eurojust-Bericht kommt demnach zu dem Schluss, dass das geplante Abkommen lediglich eine politische Bedeutung haben würde. Entgegen der geläufigen Meinung in der EU würde es in der türkischen Bevölkerung und Regierung eine klare Präferenz dafür geben, dass die Flüchtlinge die Türkei verlassen sollen. Demnach würde die Regierung über die Aktivität der Schmuggler hinwegsehen um die Menschen außer Landes zu bringen.

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xaver1967 08.03.2016, 11:23
29.

Zitat von sagichned
"Die EU lässt sich erpressen" Je öfter es gesagt wird, desto unglaubwürdiger klingt es.
Verstehe auch nicht was diese Wahrnehmung soll. Die EU möchte etwas. Und wenn der Staat, der etwas für die EU leisten soll, was er eigentlich nicht muss, seine Interessen vertritt, ist das Erpessung? Ich glaube über all die Jahrzehnte sind wir es so gewohnt die Türkei von oben herab zu betrachten, dass wir große Schwierigkeiten haben, mit einem selbstbewussten Land umzugehen und uns nicht anders zu helfen wissen, als dieses zu diffamieren, um uns in unserem Zorn wieder überlegen zu fühlen. National-psychologisch vielleicht nachvollziehbar, aber nicht geeignet eigene Probleme nachhaltig zu lösen.

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