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Reaktionen in britischen Medien: "May wird an die Seitenlinie verbannt"

Der Brexit wird verschoben, dafür gab die EU nun grünes Licht. Obwohl das auch Theresa Mays Plan war, sehen britische Medien die Premierministerin als geschwächt. Die wichtigsten Stimmen zur Nacht von Brüssel im Überblick.

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Sugo 22.03.2019, 12:35
120. Englisch wird ohnehin an Gewicht verlieren

Zitat von dasbeau
SpOn hat reagiert und einen Kompromiss gefunden: Jetzt ist es eine Rettungslinie :-))))
Da die englische Sprache über kurz oder lang ohnedies an Gewicht verlieren wird - angesichts des Brexits und angesichts Trumps -, haben solche feinen Unterscheidungen bald nur den Charakter einer Liebhaberei, fürchte ich.

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Crom 22.03.2019, 12:37
121.

Zitat von birdie
in London gesetzt. Und der störrischen Theresa dürfte damit klar sein, dass es für sie keine Nachverhandlungen mehr in Brüssel gibt. Sie kann ihrem Land nur noch einen letzten Dienst erweisen durch ihren Rücktritt als PM .
Nachverhandlungen wollte das Parlament und nicht May.

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fellow7447 22.03.2019, 12:38
122. Charles de Gaulle lag richtig

Charles de Gaulle wollte die Briten nie in der EU haben.
1961 und 1967 verhinderte er mit seinem Veto Großbritanniens EU-Beitritt.
Die Insel passe nicht zur kontinentalen Europäischen Union.
Nicht ganz uneigennützig damals - aber immerhin bewies er Weitblick.

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isi-dor 22.03.2019, 12:40
123.

Zitat von Pless1
Nein, das hat der EUGH ausgeschlossen. Ein Zurückziehen des Austrittsersuchens ist möglich, aber nur, wenn man wirklich drin bleiben will. Ein (sofortiger) erneuter Antrag würde nicht als solcher gewertet sondern würde das Zurückziehen des ursprünglichen Austrittsersuchens aufheben. Die Wirkung: Ein sofortiger Brexit - der mangels gültiger Übereinkunft ein sofortiger ungeregelter Brexit wäre.
Ein sofortiger erneuter Antrag wird gar nicht möglich sein, da die britische Regierung und das Parlament dann nicht mehr im Amt sein werden. Nach Exit vom Brexit wird allenfalls eine neue britische Regierung wieder einen Antrag stellen und das kann sich ein paar Jahre hinziehen.
Macht aber nichts: lieber dann geordnet, als ein Chaos. Ein Austrittsdatum hat das britische Volk ja nicht festgelegt. Der Austritt kann daher auch 2155 kommen oder noch später.

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isi-dor 22.03.2019, 12:40
124.

Zitat von Stephan H.
... sicher nicht besser mit einer Neuwahl. Die tiefe Spaltung der Bevölkerung ist bereits passiert. Die Tories sind auch tief gespalten. Labour ist postionslos. Ich befürchte nach einer jetzigen Wahl wird UK ein sehr zersplittertes Parlament aus bestehenden und neuen Parteien haben (UKIP, Farage neue Partei, ERG Group wahrscheinlich neue Partei, Independant Group etc.). Es besteht die Gefahr dass UK ohne wirkliche Regierung dasteht da dann wirklich alles in Trümmern liegt.....
Die Spaltung ist Fakt, aber was anderes, als eine ehrliche Neuwahl könnte sie überhaupt lindern?

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M. Vikings 22.03.2019, 12:43
125. Das geht schon noch.

Zitat von Beat Adler
Was ging, das Einzige das ging, war das 585 seitige Austrittsabkommen! Das liegt vor und soll wegen einem Vorfall aus dem Jahre 1604 nun nicht mehr im House of Commons behandelt werden. Sind wohl Alle irre geworden;-) mfG Beat
May muss eine Mehrheit für das Austrittsabkommen finden.
Dann wird zuerst vom Parlament beschlossen,
dass das Austrittsabkommen zur dritten Abstimmung vorgelegt wird.
Dann wird in einer zweiten Abstimmung
erneut über das Austrittsabkommen abgestimmt.

Der Unterhaussprecher Bercow hat nur die Macht dafür zu sorgen,
dass eine Regierung das nicht immer wieder sinnlos versucht
und dem Parlament damit auf den Zeiger geht,
aber gegen einen Parlamentsbeschluss
kann und wird er nichts unternehmen.

Eine andere Möglichkeit wäre eine substanzielle Veränderung
des Austrittsabkommens,
die wird es aber nicht geben,
weil das Abkommen ausgereizt ist,
und die EU keiner Änderung mehr zustimmen würde.

Die Bercow-Geschichte ist auch nur einer
der vielen falsch kommunizierten Sachverhalte.

Das liegt wohl an der allgemeinen Verwirrung.

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smilesuomi 22.03.2019, 12:48
126. die größte Absurdität

ist doch, dass dieses Abkommen zum dritten Mal zur Abstimmung kommt und dies als demokratisch von Frau May angesehen wird, aber die gleiche Person immer der Bevölkerung verwehrt, noch einmal über den Brexit abzustimmen. Letztendlich habe ich Mitleid mit der britischen Bevölkerung und wünschte den Menschen eine neue Möglichkeit der Meinungsäußerung (das Parlament darf ja sogar dreimal abstimmen). Wenn, nachdem die Lügen der Brexiteers zutage getreten sind, die Menschen immer noch für Brexit stimmen würden, dann wäre ihnen halt nicht mehr zu helfen.

Die Tatsache, dass die Bevölkerung nicht mehr abstimmen darf, aber das Parlament soll zum dritten Mal abstimmen, zeigt die ganze Verlogenheit der britischen Politik...fragt sich nur (und am Ende gehts doch meistens darum), wer am Brexit verdienen wird...

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AxelSchudak 22.03.2019, 13:03
127.

Zitat von selbst_denkend
In letzter Konsequenz wird die Austrittserklärung zurück gezogen und gleich wieder beantragt.
In dem Fall wäre der Rücktritt vom Austritt ungültig, weil er nicht "unequivocal", ~ "ehrlich gemeint" war.
Falls Grossbritannien Artikel 50 zurückzieht werden sie ohne einen weiteren Beschluss mindestens des Parlaments, vermutlich sogar ohne ein weiteres Referendum, nicht wieder austreten können, ohne dass der Rücktritt juristisch anfechtbar ist - und in dem Fall könnte der EUGH beschliessen, dass GB draussen ist. Vor Gericht ist man in Gottes Hand, daher wäre das nicht anzuraten...

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europäer70 22.03.2019, 13:05
128.

Wenn schon die EU in der Lage ist die Briten am Nasenring zu führen, was werden dann erst China und die USA machen? Aber Hauptsache "Take back Controll"...

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bunterepublik 22.03.2019, 13:07
129.

Zitat von Beat Adler
... Sie muessen jetzt den Brexit vollziehen und durch ihr eigenes Schlamassel hindurch waten, koste es was es wolle! mfG Beat
Ganz ausnahmsweise gebe ich Ihnen hier vollkommen recht!

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