Forum: Politik
Reaktionen in britischen Medien: "May wird an die Seitenlinie verbannt"

Der Brexit wird verschoben, dafür gab die EU nun grünes Licht. Obwohl das auch Theresa Mays Plan war, sehen britische Medien die Premierministerin als geschwächt. Die wichtigsten Stimmen zur Nacht von Brüssel im Überblick.

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syracusa 22.03.2019, 10:39
50. Oswald Mosley hat doch gesiegt ...

Zitat von sgvs
Warum wird bei diesem Referendum immer auf das Demokratieverständnis verwiesen, obwohl es nie verbindlich war. Tatsächlich haben nur 37,26% der Wahlberechtigten für den Brexit gestimmt!
... und davon wünschte ganz sicher nur eine kleine Minderheit einen harten Brexit. Man hat das Gefühl, dass Oswald Mosley heute die britische Politik bestimmt.

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michaelt1964 22.03.2019, 10:42
51. Das macht die EU echt sympathisch....

.... dass sie so abgezockt und knallhart verhandeln kann.

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Beat Adler 22.03.2019, 10:43
52. Erneutes Referendum ist juristisch moeglich aber demokratisch bedenkli

Zitat von jueho47
Warum eigentlich gibt es kein zweites Referendum, in dem die Briten zwischen einem Austritt MIT dem Brexitvertrag oder einem Austritt als "No-Deal" abstimmen können? Das Unterhaus kann sich ja nicht einigen. Wäre doch am einfachsten. Oder hat man nach dem ersten Referendum Angst vor dem Willen des Volkes? Wahrscheinlich kommen dann Johnson, Farage, Putin und wie sie alle heißen wieder aus ihren Löchern hervor und werben für den No-Deal Brexit.
Erneutes Referendum ist juristisch moeglich aber demokratisch bedenklich!

Als erstes muesste Grossbritanien eine lange Verlaengerung bei der Rest EU der 27 beantragen, um an den EU Wahlen teizulnehmen, denn um ein solches Referendum abzuhalten braucht es fuer die Vorbereitung Zeit. Damit werden die Karten neu gemischt!

Das bedeutet auch, dass die Theresa May, die auf keinen Fall NACH dem 30. Juni, so sagte sie es, unter solchen Umstaenden noch Premier Ministerin sein will. Also Ansetzung von Neuwahlen. Die Karten werden schon wieder neu gemischt!

Ausserdem......
Das Resultat von Referenden gilt!

Wer ist also schuld am heutigen Schlamassel?

Die Gewinner des Brexitreferendums sind Schuld, weil sie gewannen. Die Verlierer sind Schuld, weil sie verloren. Die Abstinenzler sind erst Recht Schuld, weil sie nicht teilnahmen. Daraus folgt, dass alle Briten, die am 23.6.2016 stimmberechtigt waren, Schuld sind! Alle!

Ein Referndum, bei dem es um die Zukunft von 3 Generationen, Eltern, ihre Kinder, deren Kinder ALLER Familien und dazu noch aller Firmen geht, haette wohl die noetige Sorgfalt bei der Stimmabgabe verdient, eine Stimmbeteiligung von mindestens 95% auch!

Wenn die Verlierer nun erklaeren, dass sie ja volle 48% waren, eigentlich Viele sind, eigentlich gar nicht verloren haetten, viele Junge fuer den Verbleib in der EU stimmten, sie die Zukunft darstellen, bla bla bla bla die Sieger von Populisten, Nationalisten mit fake news manipuliert wurden, bla bla bla dann ist all dies schlicht Humbug! Faule Ausreden, stinkfaule Ausreden! Warum gingen die Jungen damals im Abstimmunsgkampf denn nicht von Haustuere zu Haustuere, um die Opas und Omas vom Verbleib in der EU zu ueberzeugen? Kein Mitgefuehl oder Bedauern mit den Verlierern, die nicht verlieren koennen, die heute noch fast taeglich vor dem Westminster Parlamentsgebaeude GEGEN den Brexit demonstrieren! Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben!

Wenn sich die Abstinenzler nun an der Nase fassen, sich selbst die Ohren lang ziehen, sich in die Finger beissen, sind sie schlicht selbst Schuld! Haetten sie mitabgestimmt! Sie verpassten es! Erst Recht kein Bedauern mit diesen Versagern!

Dass die Gewinner es nicht schaffen, die Theresa May mit dem, in 2 Jahre lang andauernden, Verhandlungen erreichten, rechtlich verbindlichen 585 seitigen Austrittsabkommen zu unterstuetzen, zeigt wie wenig Wert diese Gewinner auf einen geordneten Brexit legen!

Und was passiert nun? Keiner weiss es! Ist ja toll;-)
mfG Beat

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syracusa 22.03.2019, 10:45
53.

Zitat von tommix68
Wenn May den Deal durchs Unterhaus bringt gibts eine Verlängerung, wenn der Deal nicht angenommen wird ebenfalls. Sollte der Deal nicht angenommen werden (reicht der neue Termin schon damit der Deal nochmals zur abstimmung gestellt werden kann?) gibt es am 29.3 eben den Hard Brexit
Nicht unbedingt. Dann hat May noch mehr Möglichkeiten, beispielsweise eine Verlängerung um 1 Jahr zu erbitten, um an den EU-Wahlen teilzunehmen und dann ein neues Referendum anzusetzen. Da würde die EU sicher nicht Nein sagen. Und alternativ könnte May den Brexit komplett absagen, also die Austrittserklärung nach Artikel 50 zurück nehmen. Dazu braucht sie keine Zustimmung vom Parlament oder der EU.

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Emeka 22.03.2019, 10:46
54. Ist doch logisch...

Lebe seit dem Referendum in London und dieses Chaos war absehbar. EU Mitglied sein ohne an Europawahlen teilzunehmen ist illusorisch und auch nach britischem Recht müssten die Wahlen bis zum 12.April angesetzt werden.Gern wird vergessen wir reden vom Austrittsabkommen dass nicht mal ratifiziert ist und auch erstmal dann umgesetzt werden muss. Mitnichten sind EU Regeln bereits vollständig , präzise und anwendbar in britisches Recht übernommen und Verhandlungen über Freihandel mit EU oder gar global sind nicht ersichtlich und bedürfen ohnehin Jahre zum Abschluss. Nordirland scheint im Fokus wobei das nächste Referendum wahrscheinlich sich um die schottische Unabhängigkeit dreht.

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mimas101 22.03.2019, 10:47
55. Hmm Tja

Das britische Parlament laboriert daran das die Rosinenpickereien, die man sich so ausgedacht hatte, nicht funktionierten und GB jetzt ohne die versprochenen Goldenen Zeiten austreten muß.
Und so manchem Abgeordneten dürfte jetzt das Fracksausen wegen des Volkes Unmut haben, nur so erklärt es sich das May nach der zweiten Abstimmungsrunde mit der Ordre "Neuverhandlungen" losgeschickt wurde und das Parlament nur einem geregelten Brexit zustimmen wird, allerdings muß der genügend Rosinen enthalten.

Ich gehe daher davon aus das die brüsseler EWG am 12. April alle Leinen nach London kappt. Dann haben die britischen Politiker samt der britischen Hetzpresse wenigstens erneut einen Schwarzen Peter auf den sie dann alles wirtschaftliche Unheil, das kommen wird, abwälzen können.

Allerdings: Wo könnte man die zu erwartenden Ströme an britischen Wirtschaftsflüchtlingen auf dem Festland unterbringen? Ich kenne keine Gegend die so eine ausgefallene Küche hat und obendrein noch das ständige Waschküchenwetter bietet.

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isi-dor 22.03.2019, 10:48
56. Frau May kann handeln!

Ich sehe Frau May hier keineswegs an der Seitenlinie. Sie ist es, die immer noch das Heft in der Hand hält. Allerdings vermutlich nicht mehr allzu lange.
Zwar verlangt die EU vom britischen Parlament, den vereinbarten und von May unterzeichneten Deal anzunehmen, weil es sonst zum unkontrollierten Brexit kommen wird, aber nur Frau May kann der EU den Rücktritt vom Brexit erklären, wenn das Parlament den Deal ablehnt. Ein harter Brexit ist für die Briten in jedem Fall zu vermeiden, weil er die Isolierung von UK zur direkten Folge hat. Es gibt keinerlei Abkommen, diese Folgen zu mildern. Ein harter Brexit wird sehr wahrscheinlich den schottischen Austritt aus UK und einen Bürgerkrieg in Nordirland auslösen. Das kann weder Parlament, noch Regierung, noch Volk der Briten wollen.
Meine Prognose daher heute: Wenn das Parlament den Deal wegen des Backstops ablehnt, dann wird die May den Austrittsantrag nach Art. 50 zurückziehen, vermutlich dann zurücktreten und Neuwahlen anberaumen. Wenn die Briten das dann immer noch wollen, dann wird irgendwann in einiger Zukunft, nachdem die Rahmenbedinungen von einer neuen Regierung und einem neuen Parlament geklärt werden, vielleicht nochmals ein neuer Austrittsantrag gestellt werden. Das kann aber einige Jahre dauern.
Aber es ist immer noch besser, als Krieg und wirtschaftlichen Zusammenbruch.

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sk22 22.03.2019, 10:48
57. Die EU könnte...

...ja mal Schottland die sofortige Wiederaufnahme in die EU anbieten, sollte es sich abspalten. Mal sehen was dann passiert.

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isi-dor 22.03.2019, 10:49
58.

Zitat von sgvs
Warum wird bei diesem Referendum immer auf das Demokratieverständnis verwiesen, obwohl es nie verbindlich war. Tatsächlich haben nur 37,26% der Wahlberechtigten für den Brexit gestimmt!
Und selbst das ist für die Regierung nicht bindend.

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Mr T 22.03.2019, 10:49
59.

Zitat von kjartan75
Ich denke, dass diese Vereinbarung gestern ziemlich clever ist. Sie hat der Strategie Mays eine klare Absage erteilt, indem sie die Möglichkeiten des Parlaments erweitert hat und aus Mays My deal or no deal die zusätzliche Option einer langen Verlängerung mit Option eines weicheren Brexits hinzugefügt. Da May nicht in der Lage oder willens war, selbst einen Plan B zu entwerfen, hat die EU zu Recht das Heft in die Hand genommen und eine sehr souveräne Lösung gefunden.
Inwiefern hat sich irgendetwas geaendert durch diese EU Loesung, die einfach ein anderes Datum vorgeschalgen hat? Das Problem, dass es keine Mehrheit fuer einen Deal, no deal oder anderen deal (Norwegen, Absagen, etc.) gibt, verschwindet dadurch auch nicht.

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