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Reaktionen zum Mauerfall-Jubiläum: Die Welt staunt über Berlins "Lichtgrenze"
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"Ein strahlendes Symbol des Friedens und des Lichts": Die Kunstaktion zum 25. Jahrestag des Mauerfalls hat in der ganzen Welt für Aufsehen gesorgt. Nur die Berliner selbst haben mal wieder was zu meckern.

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kl75 10.11.2014, 11:16
10. Miesmachen gegen Feierstimmung...

Ich wohne seit langem im Ausland, habe mich aber sehr gefreut, dass die ARD den Festakt zum Mauerfall übertragen hat. Nun erwähnen Sie in Ihrem Artikel, dass die Berliner 'was zu meckern' hatten… das kann allerdings nicht mehr gewesen sein als die ARD es an diesem Abend tat… anstatt einfach die Bilder wirken zu lassen und sich dieses historischen Moments zu entsinnen, wurde dort diskutiert, ob die Deutschen überhaupt vereint seien, und was der 9. November historisch gesehen noch symbolisiert (Progromnacht). Auch die Nationalhymne,- dass die gespielt wurde war auch nicht genehm, da sie ja auch am 9. November nicht gesungen wurde (übrigens liebe ARD, genausowenig Beethoven's 9.)- die sehr angenehm und Pathos-frei präsentiert wurde, wurde am Ende noch 'ueberquasselt' und beim Feuerwerk gab's meist eine Grossaufnahme der Quadriga, so dass man am Ende nix gesehen hatte… Wie gesagt, das Meckern der Berliner ist dagegen gar nichts und wenn man nicht das Glück hatte, in Berlin zu sein, hatte man leider durch 'problem-orientierte' Berichterstattung verloren… :(

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postmaterialist2011 10.11.2014, 11:18
11. Toller Event !

Abgesehen davon, dass auch ich fälschlicherweise davon ausging, dass die Ballons illuminiert sind, war es ein tolles Ereignis. Es waren allerdings nicht Zehntausende oder Hundertausende, sonder garantiert weit über eine Million Berliner und Besucher auf den Beinen. Selbst an Neujahr habe ich die Stadt noch nie so voll gesehen und dies nicht nur am Brandenburger Tor sondern auch am Mauerpark, in der Bernauer Strasse und entlang der Bornholmer Strasse. Es hatte etwas von einem sehr friedlichen Volksfest und man wunderte sich, dass es abseits der Fanmeile keine Stände mit Essen, Trinken und Andenken gab, diese hätten das Geschäft ihres Lebens gemacht.

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jujo 10.11.2014, 11:19
12. ...

Ich habe es so verstanden das die Ballons nach dem Aufsteigen gerade nicht (!) leuchten sollten, als Symbol der sich im nirgendwo auflösenden Mauer. Das diese noch in den Köpfen zum Teil weiterbesteht ist eine andere Sache. Ich bin vom Gesundbrunnen bis zur Bornholmer Strasse die "Mauer" lang gelaufen. Ich empfand die "Ballonmauer" gelungen.
Ich kann auch die Empfindungen der Menschen die sich als Verlierer verstehen nachempfinden.
Diese Empfindungen haben aber alle die einem System dienten oder sich in diesem arrangierten nach der Systemänderung!

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meinliebermann2 10.11.2014, 11:25
13. Toller Vorschlag

Zitat von Korf
Als jemand, der 1989 aktiv an den Ereignissen in Dresden beteiligt war, sage ich heute: Eine wirklich große Geste wäre es gewesen, hätte man das Geld für all' die Shows und "Kunst"-Aktionen genommen und Projekte weltweit unterstützt, mit denen oftmals verzweifelt heutige "Mauern" zu überwinden versucht werden. Das hätte Deutschland gut zu Gesicht gestanden und wäre dem Anlass in erheblichem Maße gerechter geworden, als eine weitere maßlose Nabelschau. Aber diesen Effekt, dass eine kleine Geste mehr Kraft entfalten kann, als riesiges Geschepper, lernt der Deutsche offensichtlich nie. It's showtime ...
Angesichts der Bilder und auch vielfach positiven Reaktionen halte ich es durchaus möglich, dass es im Gegensatz zu Ihnen Menschen gibt, die das Bedürfnis haben, solchen Ereignissen zu gedenken und diese zu feiern.
Würde man Ihrem Vorschlag konsequent folgen, hieße das: keine Gedenkfeiern, keine Denkmäler, keine Feste sondern das dafür vorgesehene Geld spenden. Sollen alle mal schön zu Hause sitzen bleiben und das Gedenken durch Lesen der Geschichtsbücher vollziehen?!

Zum 25-jährigen Mauerfall-Jubiläum finde ich die Aktion, auch aus finanzieller Sicht, angemessen.

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kingcole 10.11.2014, 11:26
14.

Zitat von sb411
Na ja, man kann es nicht allen recht machen. Gemotzt wurde auch über die Ständer, die die Ballons festhielten. Sie seien Ikea-Stil. Das hat meiner Ansicht nach aber nichts mit Berlin zu tun, sondern dass es einfach viele Menschen gibt, die intellektuell nicht in der Lage sind, solche Aktionen zu verstehen und ihnen deshalb auch nichts abgewinnen können. In Berlin fallen diese Leute aber auf, weil man ihnen bei solchen Veranstaltungen begegnet. Wo solche Aktionen nicht stattfinden, bleiben diese Leute zu Hause und meckern dort. Gerade das rasche Verglühen der Ballons ist jedoch ein starkes Symbol gewesen. Die Mauer sollte ja nicht in ihren Einzelteilen den Nachthimmel Berlins beherrschen, sondern sich auflösen. Ich, sicher zusammen mit sehr vielen anderen Berlinern mit ein bisschen Verstand, fand es jedenfalls großartig.
Entschuldigen Sie bitte, würden Sie mir denn den symbolischen Unterschied erklären, ob nun die Ballons im Himmel verglühen oder denn direkt am Ständer erlöschen? Ich verstehe das nämlich nicht, ich bin einer denen zum raschen Erlöschen der geistige Zugang fehlt.

Ich meine, wenn die Ballons nicht den Himmel beherrschen sollen, warum müssen sie denn dann überhaupt losfliegen? Können doch einfach so erlöschen?

Ich hab da jetzt lange drüber nachgedacht, kann mir aber keinen Reim drauf machen.

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in-line 10.11.2014, 11:30
15. Willkommen in Mecker-Deutschland

An all die Schimpfenden: bezahlt hat es eine Lotteriegesellschaft (meines Wissens), wenn die Ballons hätten leuchten sollen, hätten wir Elektroschrott über ganz Europa verteilt, Menschenmassen sind bei solch einem Ereignis mehr als angebracht. Ergo: einfach mal die Klappe halten!

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in-line 10.11.2014, 11:31
16. Nachtrag:

Wir fanden es großartig! Danke Berlin!

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Pixopax 10.11.2014, 11:33
17. Schön war es!

Ich fand es toll, eine sehr gute Idee. Schade, dass sie nicht am Himmel leuchteten, aber das wäre auch schwierig zu machen. Vielleicht wäre es besser gewesen die Ballons bunt zu machen und am Tage steigen zu lassen.

Ich habe mir die ganze Show gestern Abend angeschaut und fand es sehr schön.

Dumm fand ich nur, dass ich von meinem bezahlten ARD auf werbefinanziertes NTV umschalten musste, weil die ARD es nötig fand während der ganzen Vorführung einen Historiker reden zu lassen. Beethovens 9. war so gar nicht mehr zu hören.
NTV war so klug und hat während die Musik lief einfach nichts gesagt, wunderbar!
Manchmal ist es besser, man zeigt nur die Bilder.

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BeAngel 10.11.2014, 11:35
18. Mein Gott, Sie sind aber auch sensitiv.

Zitat von pr8kerl
Vom Schreibtisch aus lässt sich das Ereignis wunderbar loben. Aber vor Ort inmitten Hunderttausender Menschen und ohne Kanalisierung der Massen darf man über die Berliner Polizei lästern. Die S-Bahn fuhr ohne Zusatzzüge und auf den Bahnsteigen gab es ein entsetzliches Gedränge. Da darf man über die Bahn schimpfen. Die Ballons leuchteten beim Fliegen nicht, da darf man die Organisatoren fragen warum sie das nicht bedacht haben. Sollte das unfähige Berlin wider Erwarten doch Olympische Spiele austragen dürfen, sollte man die lieber am Fernseher und nicht in Berlin erleben.
Dass es an der bekannten Berliner Feiermeile voll und eng wird, ist seit jeher bekannt. Dass kurz nach einem abgeblasenen Bahnstreik die S-Bahn nicht gleich Zusatzzüge bringt, darf wohl auch kaum verwundern (100% sind da schon ein Erfolg). Und das Nichtnachleuchten der Ballons war auch Konzept, denn die Mauer sollte so noch einmal VERSCHWINDEN. Warum sind sind nicht gleich zuhause geblieben? Dann müssten wir hier nicht Ihren nörgeligen Post lesen.

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Eduschu 10.11.2014, 11:48
19.

Zitat von BeAngel
Dass es an der bekannten Berliner Feiermeile voll und eng wird, ist seit jeher bekannt. Dass kurz nach einem abgeblasenen Bahnstreik die S-Bahn nicht gleich Zusatzzüge bringt, darf wohl auch kaum verwundern (100% sind da schon ein Erfolg). Und das Nichtnachleuchten der Ballons war auch Konzept, denn die Mauer sollte so noch einmal VERSCHWINDEN. Warum sind sind nicht gleich zuhause geblieben? Dann müssten wir hier nicht Ihren nörgeligen Post lesen.
Verzeihen Sie, wenn ich Ihnen widerspreche. Besagter Herr fände auch dann genügend Anlass, seinen Unmut zu äußern. Eine Auswahl, was er stattdessen bemängelt hätte, finden Sie in einigen Beiträgen hier. Merke: Wer sich aufregen will, regt sich auf. Wer in Berlin lebt neigt leider häufig dazu, sich aufregen zu wollen.

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