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Rechte im Öffentlichen Dienst: Der Matsch in den Institutionen
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Ist der sächsische Pegida-Pöbler vom LKA ein Symptom dafür, dass Rechte planmäßig die Behörden unterwandern? Die Wahrheit ist besorgniserregender: Der Apparat zieht Reaktionäre an - oder bringt sie sogar hervor.

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bollocks1 24.08.2018, 17:22
40. Der Jargon des Spiegel...

...ist ganz offensichtlich Ausdruck des immer weiter nach Links Rückens. Von daher ist alles Rechts.
Ziemlich schwach.
Waren es nicht gerade die Linken, die Anfang der Siebziger den Marsch durch die Institutionen ankündigten und von innen bekämpfen wollten?
Was war/ist wohl schlimmer für einen Staat, links oder rechts?

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r_saeckler 24.08.2018, 17:22
41. Bull****!

In Polizei, Teilen der Justiz und vermutlich dem Verf.-Schutz würde ich vermuten, dass Bedienstete mit tendenziell "rechteren" - also konservatien ( conservare=bewahren!) Gesinnungen sich sammeln. Einfach weil es dem Aufgabengebiet "Recht und Gesetz zu bewahren" und "den Staat verteidigen" entspricht. Linke Traumtänzer würden da im Alltag eher frustriert.
Umgekehrt werden Sie feststellen, dass in allerlei "soziallastigen" Behörden sich gehäuft eher dem letztgenannten Spektrum zuneigende Charaktere anzutreffen sind - eben weil das dem dort erwarteten Tätigkeitsspektrum eher entspricht. (Ein in dieser Hinsicht extremer Fall war die bundesweit bekanntgewordene Leiterin des BAMF in Bremen...)
Und dass in allerlei "grünen" Ministerien und deren nachgeordneten Behörden (BMU, Landesumweltministerien, BfS, UBA und, und, und ...) sich grüne Weltenretter zuhauf tummeln liegt zwar z. T. einfach an der obwaltenden Parteibuchwirtschaft, aber eben nicht ausschließlich an der. Sondern AUCH am erwarteten Tätigkeitsspektrum, das eben vorzugsweise solche Charaktere anzieht.
Alles allereinfachste Alltagserfahrung.
Und schauen Sie sich doch in Ihrem näheren Berufsumfeld um: ich halte jede Wette, dass Sie in der SPIEGEL/SPON-Redaktion mehr linke Traumtänzer und Salonbolschewiken vorfinden als national gesinnte Konservative. In anderen Redaktionen könnte es eher umgekehrt sein.

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hansw 24.08.2018, 17:22
42. Gefahren

Der Artikel ist informativ, zumindest was die veröffentlichte Meinung in Deutschland betrifft. Folgendes Zitat geht an der Realität weit vorbei: "Das größte Problem ist somit nicht, dass es hier und da ein paar Rechte unter den Staatsdienern gibt, sondern dass Deutschland mit diesen Strukturen keine Chance hat, im 21. Jahrhundert erfolgreich zu bleiben". Ende des Zitats.

Das ist schon stark. Wenn das Zitat eine Gefahr aufzeigen soll, dann verkennt der Autor, dass es in allen rechten Vereinen und Bewegungen nicht einen wirklichen Demagogen gibt. Die Staatsdiener mögen rechtes Gedankengut pflegen, zu Taten sind sie nicht in der Lage. Das waren Staatsdiener noch nie. Sie waren immer und werden immer Mitläufer sein, mehr nicht. Ausserdem haben sie die fatale Eigenschaft, ihre Fahnen immer in den aussichtsreichsten Wind zu drehen. Hinzu kommt, dass Vergleiche mit der unseligen deutschen Vergangenheit deshalb nicht ziehen, weil die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen damals völlig anders gelagert waren. Vor allem gab es damals auch nicht annähernd die Kommunikation, die heute für alle Menschen selbstverständlich ist.

Man muss die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen, mehr aber auch nicht. Wir müssen in absehbarer Zeitr viel grössere Probleme bewältigen, als der Artikel suggeriert. Was das ist? Bitte, wir stehen vor gewaltigen finanziellen Herausforderungen in der gesamten deutschen Wirtschaft. Bewältigen wir die nicht, dürfen Kinder wieder das Lied vom "Bauern, der im Frühjahr mit seinem Pferd oder Ochsen das Feld pflügt" singen und der Lehrer dirigiert sie mit seinen Armen.

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gabeljürge 24.08.2018, 17:23
43. Rechts-Links-Verwirrung

Lieber Herr Thumfahrt, bleiben Sie fellow so lange Sie mögen und eine "linke" Stiftung Ihnen ein Stipendium zahlt. Oder ein grün orientiertes Medium Honorare, weil Sie so schön im grün-liberalen mainstream ... Aberim Ernst, wer die öffentliche Verwaltung als "rechtes Paralleluniversum" versteht, hat einfach zu viel TAZ gelesen-
und versteht n i c h t s von der deutschen Gesellschaft. Im Gegenteil: die übergroße Mehrheit der Bürger - und auch für einen "linken" Soziologen dürfte das ein Demokratie-Kriterium sein - findet sich in einem bedeutenden
Teil der z.Z. aktuellen politischen Themen r e c h t s von Regierung und Verwaltung ! Die von ihnen favorisierten
Meinungen der Willkommenskultur und der unbegrenzten Freiheiten in der realen und der digitalen Welt haben
nur zwei Basen: in der akademischen middle-class-Jugend ( Stoiber prägte den Gebriff "Generation Erasmus" ) - und in den Medien, namentlich dem öffentlich rechtlichen Rundfunk ! Insofern kann, wie im diskutierten Fall aus
Dresden die "Pressefreiheit" als Freiheit einer mächtigen Minderheit auch demokratie-feindlich sein, denn sie
steht in deutschland ganz offensichtlich gegen die Meinungsfreiheit einer mehrheit der Bürger ! Für wirkliche
Demokratie-Theoretiker, Herr Thumfahrth, könnte dieser Widerspruch ein Thema sein...

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hinnimann 24.08.2018, 17:23
44. Das Erstarken der Rechten,

in allen Bereichen, und zwar nicht nur im öffentlichen Dienst, beginnt mit den Sozialreformen von Rot-Grün, die gerade für die Randgruppen der Gesellschaft, aber auch für Teile der Mittelschicht, mit erheblichen Einbußen und Einschnitten verbunden waren und bis heute noch sind. So notwendig diese Reformen vielleicht waren, und auch wenn sie hinsichtlich des Arbeitsmarktes noch heute erfolgreich sind: es ist Vielen kaum zu vermitteln, dass 2008 mit Beginn der Finanzkrise plötzlich Geld aufgewendet wurde für Wenige, was zuvor angeblich nicht da war. Griechenlandkredite etwas später und die jetzige Flüchtlingspolitik sind letzten Endes die Fortsetzungen einer Umverteilung, für die diejenigen zahlen, die nichts oder wenig haben. Richtig ist, das dafür die Flüchtlinge nichts können. Es ist aber frustrierend für Steuer- und Beitragszahler in die sozialen Systeme, wenn sie aus den Systemen immer weniger erhalten und Druck ausgesetzt sind und andere, die nie eingezahlt haben, scheinbar großzügig behandelt werden und das Asylsystem als ein Einfallstor für illegale Einwanderung missbraucht wird. Der öffentliche Dienst ist vor diesem Hintergrund nicht mehr oder weniger anfällig für rechtes Gedankengut als andere Teile der Gesellschaft. Wenn man rechts nicht will, Muße man einfach eine bessere und gerechtere Politik machen, dann erledigt sich das Thema von allein. Anscheinend sind dazu die etablierten Parteien entweder nicht willens oder nicht in der Lage. Dann geht der Rechtsruck eben weiter.

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Jusoka 24.08.2018, 17:24
45. Seit wann darf man ungefragt gefilmt werden?

Lassen wir mal beiseite dass der Mann bei Pegida ist oder war. Muss man es sich gefallen lassen das man ungefragt gefilmt wird? Ist das nicht ein Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte? Wenn ich jemanden ungefragt filme, werde ich bestraft. Wieso darf das dann ein Fernsehteam? Wenn dem so ist dass man normal nicht ungefragt gefilmt werden darf, wieso darf dann jemand bei Pegida ungefragt gefilmt werden? Gibt es da bei den Gesetzen Unterschiede? Sind unliebsame Zeitgenossen Freiwild?

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divStar 24.08.2018, 17:24
46. Wenn die Mitte nach Links rutscht...

... und es faktisch keine Mitte (und keine Konservativen) mehr gibt, bedeutet es nicht, dass es sie nicht in der Bevölkerung gibt. Aber natürlich ist von der jetzigen Wannabe-Mitte rund um die Union, erst Recht SPD/Grüne/Linke, aus gesehen alles rechts.
Gefährlich wird es nur wenn es nicht rechts, sondern rechtsradikal ist - aber das hat ausschließlich die jetzige Regierung UND Opposition zu verantworten. Wobei die AfD - LEIDER - der einzige Hoffnungschimmer auf diesem Untergangshorizont ist.

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Bondurant 24.08.2018, 17:25
47. Der Apparat zieht Reaktionäre an - oder bringt sie sogar hervor.

Dann ist ja gut, dass, wie man ja an dem Artikel sieht, wenigstens an den Universitäten genau das Gegenteil der Fall ist.Und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum Glück auch. Und bei Spiegel Online. Und und und ...Also im Ergebnis ausbalanciert.

was übrigens die angebliche Affinität von Sicherheitsorganen wie der Polizei zu den Rechten angeht: manche sagen, dass dies damit zu tun habe, dass die Polizei die Verhältnisse sieht, wie sie sind. Und das jeden Tag und nicht nur mal auf einer Exkursion aus dem Studierzimmer.

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DJ Bob 24.08.2018, 17:26
48. ach natürlich!!!!

Zitat von raoul2
von Amts wegen aus ihren "Jobs" entfernt werden. Das wäre zumindest einmal ein Anfang. Die Eruierung, wie es dazu kommen kann, daß es gerade in östlichen Ländern vermehrt solche Figuren gibt, darf deshalb natürlich nicht aus den Augen verloren werden.
Warum "suchen''" sie nicht gleich bei Ihnen um die Ecke!! Ihre " Eruierung" das mal wieder unsere "UDO's" (unsere doofe Ossi) schuld seien erfüllen für mich die Tatbestand der Hetze!!!


Sie sollten vielleicht mal hinter "die Kullisen" schauen warum gerade unsere Landsleute im Osten "entäuscht" sind!!!

Und natürlich ihren"Vorschlag" das diese Figuren "unter Beobachtung" gestellt werden soll!!!

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Freier.Buerger 24.08.2018, 17:27
49.

Zitat von Polemski
..da ist zum Ende hin jemand mächtig vom Thema abgekommen. Kritik an der öffentlichen Verwaltung sollte wenigstens die Möglichkeit beinhalten, dieses "abstruse Paralleluniversum" genauer zu betrachten. Das Wiederholen von Vorurteilen, gespeist aus Nichtwissen trägt wenig Zielführendes in sich. Wissen Sie eigentlich was passiert, wenn man irgendetwas in Deutschland ungeregelt ist? Dann ruft nicht die öffentliche Hand, sondern der Bürger nach einem Gesetz dafür oder dagegen. So werden die Regeln gemacht.. die Korinthenkacker sitzen nicht IN der Verwaltung, sondern auf der heimischen Couch!
Auch da ist etwas wahres dran. Die für eine freiheitlich demokratischen Grundordnung nötige liberale Grundeinstellung fehlt in vielen Köpfen. Leider gab es da in den 20..30 letzten Jahren auch keine Verbesserung. Ich gebe auch den linken Rufen nach einem starken Staat und dem inflationären Gebrauch des Wortes neoliberal als Schimpfwort für alles, was auf eine freie, auch wirtschaftlich freie persönliche Entfaltung abzielt, eine Mitschuld.

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