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Rechte von muslimischen Mädchen: Integrationsbeauftragte will Kopftuchverbot an Grund
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Dürfen muslimische Mädchen in Deutschland mit Kopftüchern in die Grundschule gehen? Annette Widmann-Mauz, Integrationsbeauftragte der Regierung, will das prüfen lassen. Österreich hat diese Woche ein Verbot beschlossen.

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gunnarqr 18.05.2019, 01:09
30. @sabine_stoeckhert

Sehr geehrte Frau Stockhert, Sie greifen viel zu kurz. Ja sicher, ich gebe Ihnen Recht, dass gewisse Kreise unter Muslimen die absolute Unterordnung der Frau verlangen und umsetzen. Sollte in einem demokratischen Land unterbunden sein. Nur mal so am Rande: Sie haben wenig Ahnung, nicht böse gemeint. Meine Mutter starb als ich 10 und meine Schwester 6 Jahre alt waren. Leicht evangelisch angehaucht erzogen. Die Stiefmutter kam aus einer streng katholischen Familie. Sie und ihr Vater und Brüder (Theologen) haben uns Kinder mit Prügel zur katholischen Taufe gezwungen. Unser Vater (Atheist!) hat der Stiefmutter geglaubt, wir machen das freiwillig, wollen es unbedingt. Unsere Appelle an den Vater den Zwang und die Prügel abzustellen wurden als Lügen aufgehetzter Kinder abgetan und dieser konfliktscheue Trottel hat es geglaubt. Das war die Hölle auf Erden. Religion hat in aufgeklärten Demokratien im öffentlichen Raum und in staatlichen Institutionen NICHTS verloren. Völlig egal ob Christen, Muslimen Buddhisten, Juden, Hindus etc. Was die die Leute dann privat glauben und vertreten ist ihnen freigestellt, aber Kinder sollten vor religiöser Indoktrinierung jedweder Art geschützt werden. Mit 18 bin ich dann aus der Kirche ausgetreten, was ein Familienskandal. Mit 19 zog ich familiäre Konsequenzen, war 1 Jahr spurlos verschwunden. Meine 2 Kinder haben meine Eltern 1-2 mal im Jahr bei Besuchen bei uns gesehen, meine Tochter war 2 Mal mit mir bei Ihnen, mein jüngerer Sohn nie. Ich wusste warum und Strafe muss sein.

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ohnehin 18.05.2019, 02:13
31. gibt es nicht wichtigere Fragen ???

vielleicht, möglicherweise. Kann man sicher immer locker abblockend sagen, wenn einem ein Thema nicht gefällt. Tatsache aber ist wohl, dass dieses Thema sehr viele Menschen bewegt. Vor wenigen Jahren hatten wir diese Frage und die damit einhergehende Problematik nicht.

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catcargerry 18.05.2019, 06:27
32. Nicht so hoch hängen

Frau Prien/SH trifft genau meine Meinung. Das Thema Kopftuch darf wegen seiner Symbolik nicht bagatellisiert, sollte aber auch nicht überbetont werden. Ein Verbot ist Krampf. Im Übrigen hat meine Mutter auch Kopftuch getragen - beim Teppichklopfen und anderen Dreckarbeiten - und hatte immer eins dabei, falls es windig wurde.

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catcargerry 18.05.2019, 06:49
33. Ogottogott

Zitat von sabine_stoeckhert
Anscheinend ist es nicht bekannt wie die Mechanismen der Unterdrückung ablaufen, ein Kind dass das Kopftuch tragen muss, wird Probleme haben dies im erwachsenen Alter abzulegen. Das Kopftuch symbolisiert das Unterordnen der Frau unter den Mann im Islam. Die Tradition kann nicht über unser freiheitliches Grundgesetz gestellt werden, welches einem Mädchen den Schutz der gleichberechtigten Entwicklungsmöglichkeit sicherstellen muss - Kindeswohl. Ich finde es eine Schande,dass diese Mädchen in unserem Land dem islamischen Diktat unterworfen werden. Ein Verbot ist dringend notwendig !
Dass ich ab 14°C kurze Hosen anziehen musste, damit "Luft an die Beine" kam, und mich als Kind sonntags zur Kirche fein anziehen musste, war dann auch Kindesmisshandlung. Man kann es auch übertreiben. Beschneidung ist da schon eine härtere Nummer. Da fühle ich mich aber genauso wenig zum Entscheider berufen wie bei Abtreibungen. Ich bin Mann mit christlicher Sozialisierung. Und stellen Sie sich vor, ich habe es geschafft, viele Routinen abzulegen, die in unserem katholischen Haushalt - besonders für meine Mutter - wichtig waren - ich hab das gar nicht "schaffen" müssen, das kam so. Das traue ich den muslimischen Mädchen auch zu und werde durch die muslimischen Frauen in meinem Bekanntenkreis bestätigt. Ich halte es jedenfalls nicht für gut, die Umerziehung der Eltern auf dem Rücken der Mädchen auszutragen.

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catcargerry 18.05.2019, 06:56
34. Worauf wollen Sie hinaus?

Zitat von go-west
daß Religionen grundsätzlich als gleichwertig angesehen und bewertet werden sollten, ein Ansatz der offensichtlich auf dem Ideal einer größtmöglicher Toleranz beruht. Religionen sind aber nicht gleich. Es gibt ganz erhebliche und eklatante Unterschiede, die man sich als aufgeklärter Bürger genau anschauen sollte und die man auch bewerten können muß. Da reicht es oft schon, sich das Leben und Wirken des jeweiligen Religionsgründers anzuschauen. Nein, Gleichmacherei ist ganz sicher der falsche Ansatz in einer aufgeklärten Gesellschaft.
Meinen Sie die Veränderung in der Einstellung zur Gewalt eines bestimmten Religionsgründers zu Zeiten, als er um Anerkennung buhlte, und zu Zeiten danach?

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MyMoon 18.05.2019, 08:20
35. Ergebnis

Das Ergebnis von dieser Einschränkung der Religionsfreiheit egal ob die des Kindes oder deren Eltern wird etwas sein das die Muslime wie Katholiken oder die jüdische Gemeinde eigene konfessionelle Schulen gründen werden.
Dies ist vielleicht sogar besser da man dann auch getrennte Mädchen und Jungenschulen haben kann und auch islamisch praktizierende Lehrerinnen und Lehrer. Auch da wird religiösen Frauen ein Berufszweig durch das Kopftuchverbot praktisch verboten(siehe Fall Ludin..).
Also Muslime lasst uns unsere eigenen Schulen errichten die natürlich nach deutschem Lehrplan unterrichten , wo aber sonst die Religionsfreiheit der Schülerinnen/Schüler sowie der Lehrerschaft nicht eingeschränkt wird.
So kann aus etwas Schlechtem (Diskriminierung) , kann auch etwas Gutes erwachsen.

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winki 18.05.2019, 08:33
36. @ 9. Kopftuch für Minderjährige ist Kindesmisshandlung gleichzusetzen

So ein Schwachsinn! Zu soviel Unsinn fällt mir nichts anderes als Erwiderung ein. Was ändert ein Kopftuch am Lernwillen oder Eifer der Kinder in der Schule? Werden andere Kinder die kein Kopftuchtragen, warum auch immer, am Lernen gehindert. Bereitet das Tragen eines Kopftuches Schmerzen? Ganz bestimmt nicht. Sorgen sie lieber dafür, das Kruzifixe aus Amtstuben verschwinden und das die Kirchen sich nicht ständig in die Angelegenheiten des Staates einmischen. Das macht Sinn, aber nicht ein Kopftuchverbot.

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fördeanwohner 18.05.2019, 08:41
37. -

Zitat von catcargerry
Frau Prien/SH trifft genau meine Meinung. Das Thema Kopftuch darf wegen seiner Symbolik nicht bagatellisiert, sollte aber auch nicht überbetont werden. Ein Verbot ist Krampf. Im Übrigen hat meine Mutter auch Kopftuch getragen - beim Teppichklopfen und anderen Dreckarbeiten - und hatte immer eins dabei, falls es windig wurde.
Als Ihre Mutter Teppich klopfte, war sie aber bestimmt nicht 7 Jahre alt.
Es geht hier nicht um Kids, die ihre Entscheidung tatsächlich schon überblicken können, sondern um Grundschülerinnen.
Ich bin auch nicht begeistert, wenn sich Mädchen ab einem gewissen Alter so selbst ausgrenzen, aber toleriere es.
Was mir in dieser Diskussion fehlt, ist die Tatsache, dass mit diesen semi-religiösen Kopfbedeckungen immer eine selbst gewählte Ausgrenzung stattfindet.
Es wird verlangt, dass die angestammte Bevölkerung alle integriert und akzeptiert. Wie das aber gehen soll, wenn man gezeigt bekommt, dass es nicht wirklich erwünscht ist, ist mir ein Rätsel. Ein Kopftuch schränkt ein: Mädchen nehmen nicht am Sport- und Schwimmunterricht teil, fahren nicht mit auf Klassenfahrten. Sämtliche Aktivitäten, die aus Sicherheitsgründen das Abnehmen einer solchen Kopfbedeckung mit sich bringen, sind tabu ...
Zwar habe ich nicht mit Grundschülerinnen zu tun, aber mit Fünftklässlerinnen. Und da kann man sehr gut erkennen, dass sie sehr gern Teil des Ganzen sein und lauter Dinge tun wollen, die alle anderen auch tun.
Daher bin ich für ein Kopftuchverbot bis 14, wenn die allgemeine Religionsvolljährigkeit beginnt.

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fördeanwohner 18.05.2019, 08:49
38. -

Zitat von MyMoon
Das Ergebnis von dieser Einschränkung der Religionsfreiheit egal ob die des Kindes oder deren Eltern wird etwas sein das die Muslime wie Katholiken oder die jüdische Gemeinde eigene konfessionelle Schulen gründen werden. Dies ist vielleicht sogar besser da man dann auch getrennte Mädchen und Jungenschulen haben kann und auch islamisch praktizierende Lehrerinnen und Lehrer. Auch da wird religiösen Frauen ein Berufszweig durch das Kopftuchverbot praktisch verboten(siehe Fall Ludin..). Also Muslime lasst uns unsere eigenen Schulen errichten die natürlich nach deutschem Lehrplan unterrichten , wo aber sonst die Religionsfreiheit der Schülerinnen/Schüler sowie der Lehrerschaft nicht eingeschränkt wird. So kann aus etwas Schlechtem (Diskriminierung) , kann auch etwas Gutes erwachsen.
Wahrscheinlich meinen Sie das nicht ernst, sondern wollen aufzeigen, welche möglichen Konsequenzen Sie aus einem Kopftuchverbot ableiten.
Dem möchte ich entgegenstellen, dass Integration in zwei Richtungen verläuft. Mir ist nicht klar, wie man Menschen integrieren und ihnen langfristig dieselben Chancen wie allen anderen geben soll, wenn sie sich selbst ausgrenzen.
Kann man ja machen. Aber dann darf man sich nicht beklagen, wenn man aufgrund dieser selbstgewählten Ausgrenzung nicht dieselben Chancen hat wie alle anderen.

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mundi 18.05.2019, 09:18
39. Schlechter Vergleich

Zitat von noch_ein_forenposter
Aha. Dann dürfen die Eltern den Kindern natürlich auch nicht die christliche Religion nahe bringen. Das wäre ja auch Indoktrinierung... Zum Kopftuch: Es gibt viele Gründe, warum ein kleines Mädchen ein Kopftuch trägt: - Religösität - Zwang durch die Eltern - Weil die große Schwester auch eines trägt - ... Das ist nicht immer Zwang und sollte auch nicht verboten werden. Und da das nur für Muslimas gelten würde, würde das recht fix vom BVerfG kassiert werden. Es sei denn, man verbietet auch Kippas, Kreuze, etc.
Beim Kreuz am Band oder die Kippa auf dem Kopf kann man weder mit Verschleierung noch von dem Haarbedenkendem Kopftuch vergleichen.
Denn diese christlichen oder jüdischen Symbole werden, wenn überhaupt, nur freiwillig und ohne Zwang getragen.
Dabei schreibt der Koran nur eine züchtige Kleidung vor, ohne Einzelheiten zu nennen.
Fazit: das Kopftuch ist eher der Tradition und Abgrenzung geschuldet.
Also hat es mit Religionsfreiheit nichts zu tun.
Ebenso wenig, wie eine Kleidungsvorschrift in der Bank oder zum Opernball.

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