Forum: Politik
Rechter Terror: Freiheit statt Faschismus
Christoph Soeder/ DPA

Nach der Ermordung Walter Lübckes durch einen mutmaßlichen Rechtsextremen muss die CDU dringend deutlich machen, wo Konservativismus endet und wo völkischer Nationalismus beginnt. Für Letzteren ist in der Union kein Platz.

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Peer Pfeffer 19.06.2019, 17:22
1. Strohfeuer

Ich halte die Empörung der Rechten (CDU) über die Rechtsradikalen und -extremen für ein kurzlebiges Strohfeuer aus Pietät, das leider schnell wieder erlöschen wird.

Diese situationsbedingten Empörungen über irgendwas bringen gar nichts. Das rechte Auge muss in diesem Land endlich sehen lernen!

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thoms1957 19.06.2019, 17:28
2. Zeigen wir ihnen den starken Staat!

Rechte wollen den starken deutschen Staat, der sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt. Den gilt es - im Rahmen der Verfassung - konsequent zu zeigen. Über 200 Morde seit den 70ern! Das ist bestimmt mehr, als durch die RAF von der anderen Seite des Spektrums. Was wurde seinerzeit ein Polizeiapparat in Bewegung gesetzt. Und auf dem rechten Auge ist man blind! Alles verirrte Einzeltäter? Nein! Aber in der rechten Presse, in der CDU/CSU und rechts davon sowieso wird diese These ständig vertreten. Teile des VS, der Polizei und der BW sind von rechten Netzwerken durchzogen. Das Märchen vom rechten Einzeltäter ist im Zeitalter der Medien nun wirklich nicht mehr zu halten. Und wer das Gegenteil behauptet, der sorgt mit dafür, dass der Staat auf dem rechten Auge blind bleibt. Und wer das behauptet, der WILL das auch so!

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stat_ist 19.06.2019, 17:31
3. Welt-Forum nicht repräsentativ

Die Diskussionsforen in der Welt-App sind komplett von Rechten gekapert worden, und von daher nicht repräsentativ. Es gibt Einzelne, die gegenhalten, aber weitestgehend auf verlorenem Posten. Dort findet man auch regelmäßig Aufrufe zur Gewalt sowie Gewaltphantasien, nicht von der ganz üblen Art, aber Einsatz von Waffen bzw. über von über die demokratischen Auseinandersetzung hinausgehenden Mitteln wird schon explizit angedroht. Die Moderatoren der Foren sind da sehr großzügig (zu großzügig, wie ich meine) bzw. überfordert. Aber es war auch interessant und bitter zu lesen, wie zahlreiche Zeitgenossen ticken. Irgendwann war ich es leid, mich diesem Schmutz auszusetzen, dies ständig zu lesen und ab und zu Gegenkommentare zu verfassen.

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friedrich_eckard 19.06.2019, 17:38
4.

Man kommt ja aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus.

Erst Herr Tauber, dann Herr Polenz - der allerdings auch schon früher als vernünftiger und besonnener Mann in Erscheinung getreten ist - melden sich zu Wort, berufen sich auf Joseph Wirth ("Dieser Feind steht rechts!"), Herr Tauber nimmt die Werteunionisten an, dass die Funken stieben, und beide liefern nicht einmal die in ihren Kreisen sonst übliche ritualhafte Distanzierung von den "Extremen rechts und links" ab... man möchte nur dringend hoffen, dass die beiden, die ja in der aktiven Politik keine bedeutende Rolle mehr spielen, auch wirklich für eine deutliche Mehrheit ihrer Partei sprechen.

Nichts liegt mir ferner, als diese Aussagen nun etwa ironisch zu kommentieren. Auch wenn nach meinem Verständnis Linke per definitionem Antifaschisten sein müssen: ein linkes Monopol auf Antifaschismus gibt es nicht. Ich habe mir hier schon früher gegen die Bedrohung durch rechtes Troglodytentum ein "Bündnis der Zivilisierten" gewünscht, das von weit links bis tief in konservative und liberale Kreise zu reichen hätte, wobei alle Beteiligten bereit sein müssten, nicht tiefgreifende politische Auffassungsunterschiede zuzukleistern, aber das Trennende ganz bewusst vorübergehend zurückzustellen. Solche Aussagen wie die von Tauber und Polenz machen Hoffnung, und es ist nur zu beklagen, dass dazu erst ein hochrangiger Verwaltungsmann hat umgebracht werden müssen.

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chjuma 19.06.2019, 17:44
5. richtig

Unsere Gesellschaft muss aufwachen. Und zwar muss der Staat wieder neutral sein und Recht durchsetzen. Und zwar gegen jedermann. Nur das ist seine Aufgabe. Der Bürger hat ein Recht darauf. Dazu gehört auch, den Linken und Grünen auf den Zeh zu treten und ihre ausreisepflichtigen Straftäter nichtdeutscher Herkunft nicht noch jahrelang mit Dauerduldung im Sozialsystem rundum zu versorgen. Wer soll das verstehen und tolerieren? Wenn das gleichwertig propagiert wird wie der sogenannte Kampf gegen Rechts, der zweifelsohne seine Berechtigung hat, sind wir da wo wir hin wollen.

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Blitzeis 19.06.2019, 17:53
6. Warum?

Als in den 70igern aufgewaschner, habe ich die RAF wirken erlebt. Terror mag es wohl treffen. Terror war auch der Anschlag auf die israelischen Sportler in München 1972. Als Terror empfinde ich auch die div. islamistischen Anschläge in Paris und das, was Weihnachten 2017 in Berlin passiert ist.

Zu den Anschlägen in Paris, wie in Berlin habe ich hier zu keinem Zeitpunkt einen ähnlichen inhaltlichen, sich durch zig Artikel ziehenden Aufschrei vernommen. Warum?

Nichts gibt es an dem Tod des Herrn Lübcke zu beschönigen, an den Motiven rechtfertigen. Aber Terror? Die Instrumentalisierung, die andernorts den Rechten vorgeworfen wird, wenn Migranten als Straftäter in den Fokus rücken, findet heute und hier konterkarierend von links statt.

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alexander.baehring 19.06.2019, 17:53
7. Nicht nur die Zivilgesellschaft

jetzt ist es an der Zeit das gerade die Institutionen da es Staates dem mit aller Macht entgegentreten!!! Und die Netzwerke der Nazis zerstören, Protagonisten dingfest machen und Institutionen auflösen. Dazu gehört auch und gerade die AfD!!!

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vormaerz 19.06.2019, 17:54
8. Die CDU/CSU

hat dieses Denken jahrzehntelang befördert, insbesondere auch durch das Aufgreifen der AfD-Rhetorik à la "Mutter aller Probleme", aber auch ihre Personalpolitik in den Sicherheitsbehörden (Stichworte Organisation Gehlen, Maaßen, Bundeswehr und Polizei). Nun ist sie gut beraten zusehen, wie sie sich glaubwürdig aus der Geiselhaft rechtsoffener Mitglieder befreit. Wie man am Fall Sarrazin sieht, wird das nicht einfach, aber umso notwendiger sein. Das Internet vergisst nicht.

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zweitakterle 19.06.2019, 18:05
9. Naja...

Zitat von friedrich_eckard
Man kommt ja aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus. Erst Herr Tauber, dann Herr Polenz - der allerdings auch schon früher als vernünftiger und besonnener Mann in Erscheinung getreten ist - melden sich zu Wort, berufen sich auf Joseph Wirth ("Dieser Feind steht rechts!"), Herr Tauber nimmt die Werteunionisten an, dass die Funken stieben, und beide liefern nicht einmal die in ihren Kreisen sonst übliche ritualhafte Distanzierung von den "Extremen rechts und links" ab... man möchte nur dringend hoffen, dass die beiden, die ja in der aktiven Politik keine bedeutende Rolle mehr spielen, auch wirklich für eine deutliche Mehrheit ihrer Partei sprechen. Nichts liegt mir ferner, als diese Aussagen nun etwa ironisch zu kommentieren. Auch wenn nach meinem Verständnis Linke per definitionem Antifaschisten sein müssen: ein linkes Monopol auf Antifaschismus gibt es nicht. Ich habe mir hier schon früher gegen die Bedrohung durch rechtes Troglodytentum ein "Bündnis der Zivilisierten" gewünscht, das von weit links bis tief in konservative und liberale Kreise zu reichen hätte, wobei alle Beteiligten bereit sein müssten, nicht tiefgreifende politische Auffassungsunterschiede zuzukleistern, aber das Trennende ganz bewusst vorübergehend zurückzustellen. Solche Aussagen wie die von Tauber und Polenz machen Hoffnung, und es ist nur zu beklagen, dass dazu erst ein hochrangiger Verwaltungsmann hat umgebracht werden müssen.
so langsam geht`s ans Eingemachte....seit die Migranten nicht mehr die alleinigen Opfer sind....Und das meine ich nicht zynisch!

Ich she weit und breit keine ordnende Kraft, die sich dem fachistischen Treiben entgegen stellt...

Wir haben Incl. der unsäglichen AfD nur Parteien, die allesamt mit sich selber beschäftigt sind....das Thema "Rechts" nur zur vorübergehenden gesprächsblasenbestückt Entrüstungshaltung zeigen....

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