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Rechtes Netzwerk in der Bundeswehr: Die braunen Kameraden des Franco A.
DPA

Mit der Festnahme eines weiteren Soldaten wird ein rechtes, gewaltbereites Terrornetzwerk in der Bundeswehr sichtbar. Ermittler sind sicher, dass Franco A. und seine Komplizen Spitzenpolitiker töten wollten.

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dallmann67 10.05.2017, 06:48
40. Tief sitzende WUT

über den skandalösen RechtsBRUCH der Kanzlerin, der alles je Dagewesene übertrifft,wird in dieser causa aber auch deutlich.
Die Medien sollten besser nachdenken, als zu jubeln.

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steingärtner 10.05.2017, 06:49
41. Was soll die Aufregung

Die scheinheilige Empörung über braune Umtriebe bei der BW ist doch lächerlich, so lange Kasernen nach Nazi-Generalen benannt bleiben. Und wer die BW damals aufgebaut hat weiß ja auch noch jeder. Es wäre deshalb eigentlich nur überraschend, sollte die BW nicht latent braun sein. Und seit Abschaffung der Wehrpflicht entwickelt sich ja das Personal auch genau so, wie es von vielen vorher gesehen wurde.

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teacher20 10.05.2017, 07:00
42.

Das Merkwürdige an der journalistisch begleiteten resp. inszenierten "Aufdeckung" eines vermeintlichen "rechten Netzwerks" (das nun immer weitere Kreise zieht) ist, dass in Fällen, in denen islamistische Umtriebe und Gefährdungen in der Bundeswehr enthüllt wurden, nicht ansatzweise ein solcher Hype entstand, obwohl die Konsequenzen mindestens genauso empfindlich hätten sein können.
Eine weitere Merkwürdigkeit ist das für einen Offizier, der lernt, Operationen eigenständig vorzubereiten und durchzuführen, (zunächst einmal unabhängig von jeder moralischen Wertung) unglaubliche "handwerkliche Ungeschick" von "Franco A." bei der Vorbereitung seiner Anschlagsphantasien. Das fängt bereits mit dem angeblichen Fund der 7,65mm-(Antik-)Pistole in einem Gebüsch nach dem "Ball der Offiziere", dem überhasteten Verstecken in einem "Putzschacht" (was bitte ist ein "Putzschacht"?) und der vorübergehenden Verhaftung "Franco A.s" in Wien an, nachdem das Versteck "präpariert" worden war. Abgesehen davon, dass die beiseite geschaffte Munition (1000 Schuss) gar nicht zu der angesprochenen Waffe passte (wohl Kaliber 7,62mm, 9mm und 5,56mm) und die entsprechenden Waffen aus Bundeswehrbeständen (in einer für einen "Bürgerkrieg" ausreichenden Anzahl und selbst für punktuelle Anschlagsplanungen) kaum ohne gewaltiges Aufsehen zu erregen, hätten "abgezweigt" werden können, zeigt das Herumliegenlassen von Beweisen (u.a. auch jene ominöse "Todesliste") Monate danach eine geradezu unfassbare Unbekümmertheit. Clandestin geht jedenfalls anders. Gerade bei der Komplexheit der vermeintlichen Taten (und der damit immer gegebenen Aufdeckung) hätten ein "Franco A." und seine Komplizen ganz anders vorgehen, spätestens nach den "Wiener Ereignissen" ganz in Deckung gehen und Beweise vernichten müssen. Meines Erachtens stinkt diese ganze Geschichte zum Himmel.
Es bleibt letztendlich eine wohl stramm rechte Gesinnung bei "Franco A." und anderen, die zwar nicht geduldet werden kann, die aber ALLEIN noch nicht den Tatbestand der "Staatsgefährdung" erfüllt.

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aktiverbeobachter 10.05.2017, 08:01
43. merkwürdig

Es ist im Prinzip völlig unmöglich auch nur eine Einzige Patrone bei der Bw zu stehlen. Geschweige denn 1000 Schuss. Dafür gibt es zig Kontrollmechanismen, die ineinander greifen. Vom WuG, über einen Leitenden beim Schießen, Munitionsausgeber, Kompaniechef, KpTrFw, Kladde, S4, unangemeldete Kontrollen etc. Also entweder handelt es sich hierbei um Manövermunition (was ich vermute, die Presse differenziert einfach nicht genug und will uns hier halt eine gewalttätige Story verkaufen) oder es waren tatsächlich alle o.g. beiteiligt an diesem Munitionsdiebstahl, was ich nicht glaube und auch nicht glauben will. Darüberhinaus ist mir immer noch nicht klar, was dieser Typ eigentlich wirklich vorhatte, da wird irgendwas zusammengesponnen, was mal nüchtern betrachtet keinen wirklichen Sinn macht. Und einer Bw pauschal braunes Gedankengut zu unterstellen ist sehr billig und wird den vielen demokratisch treu dienenden Soldaten/innen nicht gerecht, die für uns alle weltweit für Freiheit und Frieden ihren eigenen Arsch hinhalten.

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schmidthomas 10.05.2017, 08:06
44. Merkwürdig

Ein Oberleutnant der Bundeswehr verschafft sich im Ausland eine ca. 70 Jahre alte Pistole im Kaliber 7,65mm und klaut 1000 Stk. Munition unbekannten Kalibers bei der Bundeswehr. Mit dieser für Anschläge vollkommen ungeeigneten Waffe plant er angeblich einen Mord an mehreren Politikern.
So weit ich weiß, ist 7,65 mm kein Nato-Kaliber und wird in der BW auch nicht genutzt. Somit ist diese Munition, wahrscheinlich Nato-Gewehrmunition im Kaliber 7,62x51 oder 9x19 mm Pistolenmunition, nicht für diese Waffe nutzbar.
Er beschafft sich vom BAMF, bzw. verfügt außerdem über ausreichende Mittel um sich auf dem in D zweifellos bestehenden Schwarzmarkt, Waffen zu beschaffen, tut dies aber nicht.
Weiterhin lässt er sich als christlicher (!) Syrien-Flüchtling registrieren um den geplanten Anschlag den Asylsuchenden in die Schuhe zu schieben.
Fazit: Bei einem Bundeswehroffizier kann man eine gewisse Intelligenz voraussetzen. Diese Räuberpistole passt doch hinten und vorne nicht.Wahrscheinlich konnte dieser Attentäter nur deshalb dingfest gemacht werden, weil er sich in einer Telefonzelle verlaufen hat?
So doof kann einer allein gar nicht sein.Sorry, die Geschichte stinkt gewaltig.

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Bondurant 10.05.2017, 10:28
45. Rechtes Netzwerk?

Spätestens am Dienstagmorgen bestätigte sich der Verdacht. Nach einer Befragung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) im baden-württembergischen Kehl nahmen BKA-Fahnder Maximilian T. fest. Wie Franco A. ist der 27-jährige Oberleutnant beim Jägerbataillon 291 im französischen Illkirch stationiert. Die beiden kannten sich sehr gut, so war A. mit T.'s Schwester liiert.

Das ist ziemlich dürftig für ein "rechtes Netzwerk". Und die sollen tatsächlich - handschriftlich, wie konspirativ - eine "Todesliste" geführt haben und eine Waffe besorgt - das klingt in der Tat so, als hätte die Machtergreifung unmittelbar bevorgestanden. Wenn das alles ist, was in den intensiven Ermittlungen herausgekommen ist, besteht ja wohl eher kein Anlass für diese Daueraufgeregtheit.

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dieter 4711 10.05.2017, 10:40
46. Mit einer solchen Truppe wollen wir nichts mehr zu tun haben

Seit die Bundeswehr eine Berufsarmee geworden ist, benimmt sie sich wie ein Staat im Staate. Das erinnert mich an die Reichswehr in der Weimarer Republik. Ich bin nur froh,dass unserer Sohn seinerzeit den Wehrdienst verweigert hatte. Mit einer solchen Truppe wollen wir nichts mehr zu tun haben.

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teacher20 10.05.2017, 11:03
47.

Was das Verschwinden von Munition angeht, so täuscht die Vielzahl von (auch "unangemeldeten") Kontrollen über die Möglichkeiten hinweg, über einen längeren Zeitraum Munition zu stehlen. "Tausend Schuss" klingt für den militärischen Laien nach sehr viel (ein MG 3 verschießt die aber in weniger als 1 Minute). Natürlich würde das Fehlen von 1000 Schuss von einem Tag auf den anderen auch dem dümmsten Kontrolleur auffallen, weil sich die Schießunterlagen auch beim "schlechtesten Willen" nicht so dreist manipulieren lassen. Bei kleineren Mengen über einen längeren Zeitraum ist das jedoch kein Problem. Werden aber aktuelle Unregelmäßigkeiten "entdeckt", beginn der Apparat zu rotieren, ganz gleich, was verschwindet. Da wird schon mal (eigene Erfahrung) der Standortübungsplatz "umgegraben", weil 2 Schuss (reichweitenverkürzter) PT (= Plastic Training) Munition fehlten - letztlich war die Ursache nach mehreren Stunden ein Zählfehler - oder die Schießbahn eines Truppenübungsplatzes im Schnee bei Minusgraden, nachdem das Magazin für die "Treibladungsanzünder" einer Panzerfaust "Lanze" fehlte (womit niemand ALLEIN etwas anstellen kann, außer es jemandem an den Kopf zu werfen).
An der TATSACHE der gefundenen 1000 Schuss dürfte es demzufolge keinen Zweifel geben, wohl aber an den daraus gezogenen Schlussfolgerungen, die auch "intentional" sein können.
Das Schlimmste an den aktuellen wirklichen und vermeintlichen Skandalen in der Bundeswehr ist, dass nach all den Versäumnissen, die jetzt seitens Vorgesetzter ans Licht kommen, (wieder einmal) der Virus der Übererfüllung unter den Kommandeuren grassiert, um sich nur ja nicht der karrierehemmenden Untätigkeit bei der von oben angeordneten "Säuberung" (aber auch "die" wollen nur ihren Kopf retten) des vermeintlichen nazistischen Augiasstalls Bundeswehr "schuldig" zu machen. Da darf's dann bei der "Entsorgungsleistung" nationalsozialistischer "Devotionalien" gern ein bisschen mehr sein.
Ich denke, man sollte beim Umgang mit der militärischen Vergangenheit Deutschlands unter dem Nationalsozialismus und zwar sowohl in der sogen. "Zivilgesellschaft" als auch in der Bundeswehr selbst mit kühlem Kopf und nicht mit heißem Herzen agieren (in solchen Dingen ist das Herz selten ein guter Ratgeber). Es geht z.B. nicht an, den Hitlergruß zu zeigen und einschlägige Lieder zu gröhlen. Auch die Reichskriegsflagge und das Hakenkreuz haben in militärischen Liegenschaften nichts zu suchen. Was spricht jedoch rational und rein militärisch betrachtet dagegen, zeitlose militärische Ausbildungserfahrungen zu nutzen, nur weil sie Erfahrungen der Wehrmacht sind? Darauf zu verzichten (und kein NATO-Alliierter der Bundeswehr tut so etwas) ist kein Zeichen höherer Moralität und politischen Geläutert-Seins, sondern schlicht Dummheit. Was spricht dagegen, in einer Panzerkaserne einen Panther-Panzer neben Panzer aus der Leoparden-Familie zu stellen. Auch wenn der Leopard eine Nachkriegsentwicklung ist, fußt er technisch jedoch auf den Erfahrungen mit Panther und Tiger. Was Waffen angeht, ließe sich die Reihe beliebig fortsetzen.

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mainhattan 10.05.2017, 11:54
48. Alles sehr merkwürdig

Franco A. war Offizier beim Jägerbataillon 291. Der ist Teil der deutsch-französischen Brigade "Brigade Franco Allemande". Franco A. aus der "Brigade Franco-Allemande". Wenn das nicht merkwürdig ist. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir seitens der Regierung ehrlich informiert werden.

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H.W.München 10.05.2017, 12:08
49.

Zitat von aktiverbeobachter
Es ist im Prinzip völlig unmöglich auch nur eine Einzige Patrone bei der Bw zu stehlen. Geschweige denn 1000 Schuss. Dafür gibt es zig Kontrollmechanismen, die ineinander greifen. Vom WuG, über einen Leitenden beim Schießen, Munitionsausgeber, Kompaniechef, KpTrFw, Kladde, S4, unangemeldete Kontrollen etc. Also entweder handelt es sich hierbei um Manövermunition (was ich vermute, die Presse differenziert einfach nicht genug und will uns hier halt eine gewalttätige Story verkaufen) oder es waren tatsächlich alle o.g. beiteiligt an diesem Munitionsdiebstahl, was ich nicht glaube und auch nicht glauben will. Darüberhinaus ist mir immer noch nicht klar, was dieser Typ eigentlich wirklich vorhatte, da wird irgendwas zusammengesponnen, was mal nüchtern betrachtet keinen wirklichen Sinn macht. Und einer Bw pauschal braunes Gedankengut zu unterstellen ist sehr billig und wird den vielen demokratisch treu dienenden Soldaten/innen nicht gerecht, die für uns alle weltweit für Freiheit und Frieden ihren eigenen Arsch hinhalten.
Ein Schießlehrer kann/könnte auf einer Einheitsschießkladde ohne Probleme 5-10000 Patronen Munition auf seinen Namen übernehmen;
Wir leben nicht mehr im Jahre 1979 wo Schütze A seine 5 Patronen als richtig übernommen bestätigen musste.
Heute verschießt der Infanterist an einem normalen Schießausbildungstag 7-10 Magazine, minimum, und da die Übungen dynamisch sind (so wie die bittere Einsatzrealität! deswegen derartige Übungen) und der Schütze selbstständig Ladetätigkeiten und Störungsbeseitigungen durchführt und ggf sogar seine Waffen wechselt (wechseln muss) ist es eben so dass nicht jede Schießübung statisch nach 12 verschossenen Patronen in der Pirschhaltung endet!
Das war einmal irgendwann anno 1980 so ...

Dynamische Übung auf dem Übungsplatz:
Szenario
Überschlagenes Ausweichen im Zugrahmen; unter wechselseitiger Deckung inkl absetzen vom Feind

Da gehen in 15-20 Minuten mehr als nur ein paar hundert Schuss Munition in die Heide; glauben Sie da zählt irgendwer die tatsächlich abgegebenen Schüsse; was überhaupt nicht möglich ist!

Wenn dann derjenige der (oder die die) am Ende die Belehrung und Kontrolle durchführt ob keine Munition und Munitionsteile mehr bei den Soldaten "am Mann" sind, derjenige Kontrolleuer ist der das System korrumpiert, dann nützt der beste Kontrollmechanismus nichts !
Was lernen wir daraus Frau vdL muss zukünftig bei jedem Gefechtsschießen selbst dabei sein; wobei ....
dann kann Sie die Verantwortung ja nicht mehr abschieben;
also schaffen wir die Schießübungen für deutsche Soldaten einfach ab. So bleibt auch mehr für Kindergärten hängen ...

H.W.
München
Hptm und KC d.R.

Glück-Ab!

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