Forum: Politik
Rechtsnationale in Europa: Die Angstmacher
AFP

Sie sind in Europa auf dem Vormarsch: Rechtsnationalistische Parteien schüren irrationale Ängste, gaukeln simple Lösungen vor. In welchen Ländern geht ihre Taktik auf? Der Überblick.

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bekkawei 01.06.2016, 10:57
20.

Zitat von Der Emigrant
Der Hauptgrund für den Aufstieg der Rechten ist die Zuwanderung. Wenn einmal allen Menschen klar ist, dass auch die Rechten eine Zuwanderung und deren vermeintliche Nachteile nicht stoppen können, werden sie den Zulauf wieder verlieren. Die meisten Deutschen sind nämlich dafür, den Armen und Verfolgten zu helfen. Die ewigen Ängstlichen sind in der Minderheit. Einzig die Durchführung der Hilfe mit den vielen Toten auf der Flucht ist zu kritisieren. Ein interessanter Vorschlag, wie Frau Merkel das Sterben auf der Flucht (800 Tote letzte Woche) mit einem Wort beenden kann, wird hier erläutert, http://homment.com/Y7YHnAssZn und das wäre ja wirklich an der Zeit, die Heuchelei zu beenden und die Menschen abzuholen und sie nicht in Todesgefahr zu zwingen.
Doch, man kann die Zuwanderung stoppen. Wieso sollte man das nicht können?

"Die meisten Deutschen sind nämlich dafür, den Armen und Verfolgten zu helfen."

Ja, aber die meisten Deutschen nehmen die "Flüchtlinge" nicht mehr als arm und verfolgt wahr, sondern als anspruchsvoll, fordernd und aggressiv. Was auch viele von ihnen sind, da sie merken, dass ihre unrealistischen Träume nie erfüllt werden. Hinzu kommen die kriminellen Übergriffe.

Sie haben eine edle Haltung zu dem Thema.

Hätten Sie persönlich auch eine Obergrenze, ab der nichts mehr geht? Wie Sie wissen, ist das Reservoir an Menschen, die gerne herkommen würden, riesig. So ca. 80-100 Millionen alleine in Afrika dürften das schon sein.
Und die allermeisten wollen schon nach Deutschland.

Konkrete Vorschläge?

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curiosus_ 01.06.2016, 10:58
21. Wo ist das Problem?

Zitat von Hans-Jürgen Schlamp
Verständlich, denn ihre politische Masche taugt ja nur, solange sie nicht regieren. Solange können sie die Ängste der Bürger aufgreifen, sie weiter schüren - ohne selbst aktiv werden zu müssen. Wenn sie erst an der Regierung sind, ist der Lack schnell ab. Die modernen Rechtsparteien, die sich in Westeuropa seit den Siebzigerjahren, im Osten seit den Neunzigerjahren entwickelten … wollen die Demokratie nicht abschaffen, sie wollen sie "wehrhaft" machen, behaupten sie.
Wenn der Lack ab ist sind sie dann ja wieder weg vom Fenster, denn die Demokratie wollen sie ja schließlich nicht abschaffen.

Das ist der einzige Knackpunkt. Aber selbst Sie unterstellen z.B. der AfD nicht, dass sie die Demokratie abschaffen will.

So what? Was soll die Aufregung? Das ist Demokratie, auch wenn dabei was rauskommt was manchem nicht passt.

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Dengar 01.06.2016, 10:59
22. Wundert sich jemand?

Es gilt psychologisch als gesichert, dass der Mensch sich in unruhigen Zeiten in eine Art Trutzburg zurückzieht. In der Regel ist das die Familie, es können aber auch größere Gemeinschaften wie das Dorf/die Stadt oder das eigene Land sein, etwas, mit dem die Menschen sich identifizieren können auch vor dem Hintergrung gemeinsamer Geschichte. Wenn unsere sog. politische Elite, sei es in Deutschland (Merkel zuckt ja beim Begriff Vaterland) oder europaweit, nicht in der Lage ist, diesen Fakt bei ihren politischen Entscheidungen zu berücksichtigen, braucht sie sich über Zulauf zu Parteien, die ein Heimatgefühl vermitteln, nicht zu wundern.

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rloose 01.06.2016, 11:00
23.

Zitat von murksdoc
Die Angst der Linken vor Trump, vor "Rechts", vor "Microaggressions", vor Rassismen wo man geht und steht, ist die nicht irrational?
Wenn einen Hetze gegen Minderheiten, die in Gewalt ausartet, und in deren Anschluß Hetze, Gewalt und Krieg gegen andere Staaten, da erstere ja keine Probleme löst, nicht stört, dann ist es das.

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tschoemitoe 01.06.2016, 11:00
24. Kleben wie...

das große Problem ist ja, dass es diese Pappnasen verstehen, mit legalen Mitteln und Unterstützung einfach gestrickter Gemüter nach oben zu kommen, um dann die legalen Möglichkeiten, diese wieder los zu werden sukzessive abzuschaffen. D.h. Diese Gruppierungen einfach nur aus Protest gegen den Status Quo zu wählen ist ein fataler Fehler, weil diese Leute keine Lösungen haben, sondern ein Teil eines dann viel größeren Problems sind. Sieht man ja in den genannten Ländern, diese Vögel haben nichts besser gemacht und nur den Staat aus Selbsterhsltungsgründen umgebaut.

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karlheinz-hesse 01.06.2016, 11:00
25.

Zitat von TangoGolf
dass all die Probleme, die diese Parteien ansprechen bzw. bedienen und wie sie hier im Artikel genannt sind, in der Tat auch Probleme sind - die von anderen Parteien entweder ignoriert oder beschönigt und bagatellisiert werden. Solange man sich dieser Probleme nicht annimmt, werden diese Partein weiter Zulauf haben.
Welche Probleme haben Sie?

Schwangerschaftsabbruch?
Homoehe?
Pressefreiheit?
Menschenwürde?
und, und, und.
Armselig kann man da nur sagen.

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csapo-f 01.06.2016, 11:01
26. Zweitbeste Lösung

Kritisieren geht einfach - wie wäre es mal mit einem Gegenvorschlag zu den krampfhaften „Abwehrversuchen“ einiger EU-Staaten. Zeigen Sie eine Lösung auf, mit dem Europa als historisch gewachsene politische, kulturelle und wirtschaftliche „Einheit“ überleben könnte!
Wo würden Sie zahlenmäßig die Grenze ziehen? Nehmen wir noch die nächsten 5 oder gar 50 Millionen Migranten?
Jeder Mensch auf der Welt, der die Absicht hat, nach Europa einzuwandern, müsste sich ungerecht behandelt fühlen müssen, den man abweist. Folglich müssen wir alle nehmen, die da noch kommen wollen.

Wie Orbán schon immer sagte, nationale Grenzen innerhalb unseres Kontinents sind die zweitbeste Lösung. Und verteilen kann auch nur die zweitbeste Lösung sein, weil der Migrantenstrom nie enden wird.

Mein Vorschlag speziell an Orbán wäre gewesen: Keinen Grenzzaun, alle Migranten freundlich empfangen und ihnen den Weg nach „Kerneuropa“ zeigen – denn da sind die Löhne 4x so hoch wie in Ungarn. Niemand möchte in Ungarn bleiben und für einen Hungerlohn arbeiten.
Hier sind wir einer Meinung, Herr Schlamp: Keine Grenzzäune, keine Kontrollen – freie Durchfahrt für alle Migranten bis Berlin, Wien und Stockholm!
Herr Schlamp, zeigen Sie uns einfach, dass Sie "klüger" sind als die von Ihnen eifrig kritisierten Politiker. Teilen Sie uns Ihren Lösungsvorschlag einfach mit! Danke!

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NoTarget 01.06.2016, 11:01
27. Kausalitäten stimmen so nicht

Die "Angstmacher" gibt es nicht, weil diese irrationale Ängste schüren, sondern weil die etablierten Parteien sich immer weiter von den Menschen und ihren Wünschen entfernt haben und eine Politik betreiben, die immer mehr Bürger ablehnen.

Wer gegen millionenfache Massenzuwanderung, multi-milliardenteure Banken- und Eurorettung, TTIP, Türkei-Deal und damit verbundene Beitrittsphantasien, immer größere Machtkonzentration in Brüssel, aggressive Außenpolitik im Natoverbund (u.a. Irak, Lybien, Ukraine) ist, der ist eben nicht notwendigerweise ein Rechtspopulist oder die zugehörige gefangene Ratte, sondern hat aktuell gar keine andere Wahl als endlich was anderes zu wählen.

Hätten die alten europäischen Volksparteien den Willen ihrer Wähler nicht fortgesetzt missachtet, gäbe es die "Angstmacher" überhaupt gar nicht!

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Maya2003 01.06.2016, 11:01
28.

Was sollen die Menschen denen die derzeitige Flüchtlingspolitik nicht gefällt, die sie ablehnen, denn machen ?
In einer Demokratie kann man nur durch Wahlen seine Meinung kundtun und versuchen die politische Richtung zu ändern - wenn aber, wie derzeit, ALLE Bundestagsparteien Merkels Linie unterstützen bleibt nur noch die "Wahl" über rechts- oder links"populistische" Parteien Einfluss zu nehmen - die "demokratischen" verhalten sich ja wie die Alterntivlose Einheitspartei Deutschlands.

Merkel und Co. sind Ursache für den Erfolg der AfD. Ob die dann bessere oder klügere Lösungen findet ist den Wählern zumindest derzeit egal - es wird massiv Protest gewählt. In einer Demokratie IMMER ein sicheres Zeichen daß politische Elite und Volk nicht mehr kommunizieren, sich nicht mehr verstehen. Merkels pseudodemokratischer Absolutismus stösst an seine Grenzen. Die Frau schwebt abgehoben über den Dingen - schöne Sprüche, "Zusagen" und und inhaltsloses Gebrabbel im SED Stil ersetzen auf Dauer eben nicht gute Politik.

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zudummzumzum 01.06.2016, 11:01
29. Massive Bildungsdefizite ...

Zitat von TangoGolf
dass all die Probleme, die diese Parteien ansprechen bzw. bedienen und wie sie hier im Artikel genannt sind, in der Tat auch Probleme sind - die von anderen Parteien entweder ignoriert oder beschönigt und bagatellisiert werden. Solange man sich dieser Probleme nicht annimmt, werden diese Partein weiter Zulauf haben.
Man kann ein "Problem" erfinden - und dann die Lösung gleich mitliefern - sogeht Schutzgelderpressung und leider auch allzu oft Politik.

Den etablierten Parteien ist vorzuwerfen, kein Rezept gegen das Schüren irrationaler Ängste gefunden zu haben, aus dem sich der Zulauf der neuen Rechten erklärt.

Nein, man darf nicht auf das Niveau der Söders und Seehofers dieser Welt sinken, die auf die schiere Blödheit großer Teile der Bevölkerung mit "Verständnis" reagieren. Regierung in der Demokratie bedeutet nicht, dass eine hinreichend große Mehrheit "Recht hat", sondern verpflichtet unsere gewählte Spitze auch mal dazu, Führungsqualitäten zu zeigen und sich gegen den Mob zu stellen, statt ihn anzufeuern. Nur wegducken und aussitzen reichtnicht aus.

Demokratie lebt aus Streitkultur. Wir werden einfach aus dem Einheits-Konsensbrei rauskommen und wieder den Streit lernen und aushalten müssen ... Und die entlarven, die aus einem individuellen Recht auf Dummheit und Ignoranz Staatsraison machen möchten.

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