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Rechtspopulisten: Die AfD und der nationale Sozialismus
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Die AfD dürfte künftig auf einen Politikmix setzen, der in der deutschen Geschichte schon einmal furchtbar erfolgreich war: Rassismus plus Sozialstaat. Dann droht der Aufstieg der Rechten zur Massenbewegung.

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kritischer-spiegelleser 06.02.2018, 10:20
130. Rassismus und Sozialstaat

Ich halte es schon für richtig darauf zu achten, wem unser Sozialstaat zugute kommt. Schließlich habe ich ihn mit aufgebaut und finanziere ihn mit. Und es gibt inzwischen viele, die zum Sozialstaat nichts beitragen aber trotzdem die ganze Welt an unserem System teilhaben lassen wollen! Dafür den Begriff Rassismus zu verwenden ist total übertrieben!

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archi47 06.02.2018, 10:22
131. zutreffend

Die spannende Frage dabei ist, warum die SPD dieses Terrain preisgibt, obwohl sie bittere einschlägige Erfahrungen ja schon gemacht hat.

Aus Erfahrung lernen scheint nicht ihre Stärke zu sein.
Sonst hätte es diesen dritten Anlauf Frau Merkel zu eine klandestinen Verwaltungsregierung des "Weiter so" zu verhelfen, wohl nicht geben dürfen.
Erschreckend auch, wie wenig differenziert die Berufspolitiker der SPD ihre Verhandlungsergebnisse sehen.

Als ob eine Erhöhung der Ärztehonorare zur Abschaffung der Zweiklassenmedizin führen würde. Man sollte eben den Wähler nicht für kognitiv minderbemittelter halten, als man selber ist. Wie es mit der Mitgliederschaft dabei ausschaut wird sich in Kürze wohl weisen ...

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sch123 06.02.2018, 10:24
132. Ach Du meine Güte

Himmel, Augstein, was für ein furchtbar simplistisches Bild sie von der Gesellschaft + Geschichte malen!
1. Die AfD wird sicher nicht zur Volkspartei, sondern hat ihr maximales Potential ungefähr ausgeschöpft und verschreckt momentan eher wieder potentielle Wähler.
2. Was für eine komische Argumentation ist denn dieser behauptete "Vertrag"? Die Eliten sind alle ach so liberal und der kleine dumme Arbeiter von der Straße ist zutiefst antiliberal; hat keinen Bock auf Gleichberechtigung, Ehe für Alle etc... Da müssen sie aber die Geschichtsbücher und soziologischen Studien nochmal aufschlagen, da läuft ja so einiges schief und quer.
Selbst wenn diese völlig undifferenzierte Schwarz-Weiß Malerei auch nur halbwegs treffend wäre, wäre die "Logik" dieses Vertrags völlig absurd und herablassend. Wird doch dem "Pöbel" Mündigkeit und Verantwortung(sbewusstsein) pauschal abgesprochen.

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Fürstengruft 06.02.2018, 10:27
133. In BW ist doch AfD schon Volkspartei

Zitat von skylarkin
Herr Augstein, hier muss ich ihnen seit langer Zeit mal wieder zustimmen. Wenn die AfD auf den sozialen Zug aufspringt den die SPD so lange vernachlässigt hat, dann könnte sie leider wirklich zur Volkspartei werden. Mir wäre es sehr viel lieber die Linke oder die SPD würden die nationalen Interessen (die gibt es auch Herr Augstein!) des kleinen Mannes erkennen und nicht mehr länger dem utopischen und unfinanzierbaren Internationalismus mit grenzenloser Solidarität und unbegrenztem Humanismus fröhnen und sich dazu endlich von der überbordenden Minderheitenpolitik verabschieden. Aber eher geht im Westen die Sonne auf, als das das passiert. Selber schuld.
Jedenfalls sind das die Umfrageergebnisse im Ländle BW, AfD und SPD liegen mit 18 % gleichauf.
Wenn SPD noch als Volkspartei im Ländle bezeichnet werden kann, dann ist die AfD schon zur Volkspartei aufgestiegen.
Ich bin gespannt, was der "Zwergenaufstand" mit seiner NoGroko-Aktion innerhalb der SPD bewirken wird.

Ihren Begriff "überbordende Minderheitenpolitik" finde ich treffend. Wenn aber täglich weitere Minderheiten unsere Grenzen überqueren (es gibt nur keine spektakulären Willkommensbilder auf Bahnhöfen mehr) dann kann man in absehbarer Zeit nicht mehr von Minderheiten sprechen.

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razer 06.02.2018, 10:29
134.

Zitat von ex_berliner
Wenn man sich ueber das auf-der-Strecke-bleiben der gerechten Gesellschaft aufregt - und das sollte man - dann ergibt es keinen Sinn, im gleichen Atemzug andere Ideale zu opfern. Wir koennen beides haben: Gerechte Loehne und Ehe fuer alle, Gleichberechtigung fuer Frauen und ordentliche Arbeitsvertraege, doppelte Staatsbuergerschaft und Universitaeten, die Kinder von Nicht-Akademikern ausbilden. Warum wird das immer als etweder / oder dargestellt?
Ich denke Sie haben Augstein da gründlich missverstanden.
Er wollte hier eben nicht ein entweder/oder darstellen, sondern nur die fundamentalen Denkfehler einer liberalen an Wirtschaftsinteressen orientierten Elite aufzeigen.
Wenn man extreme soziale Unterschiede bestreitet und systematisch ein immer größeres Lohnprekariat schafft, bereitet man den Boden für einen "modernen" Nationalsozialismus.

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archi47 06.02.2018, 10:36
135. nun ja,

Zitat von sch123
Himmel, Augstein, was für ein furchtbar simplistisches Bild sie von der Gesellschaft + Geschichte malen! 1. Die AfD wird sicher nicht zur Volkspartei, sondern hat ihr maximales Potential ungefähr ausgeschöpft und verschreckt momentan eher wieder potentielle Wähler. 2. Was für eine komische Argumentation ist denn dieser behauptete "Vertrag"? Die Eliten sind alle ach so liberal und der kleine dumme ......
dann malen Sie mal weiter an Ihrem Gesellschaftsgemälde mit den proletarischen Helden der Arbeit.
Manchmal steht es einem gut an einfach nur mal zuzuhören, statt die Leute nach dem eigenen (wohl etwas akademisierten) Weltbild nur zuzuquatschen.

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Bondurant 06.02.2018, 10:37
136. Passende Antwort müsste eigentlich nicht zensiert werden

Zitat von razer
Na mal einfach so was dahingeschrieben, ohne darüber nachzudenken was Augstein mit diesen Aussagen denn überhaupt sagen will ? Es geht natürlich nicht darum, daß irgendein "Linker" oder Augstein etwas gegen die Ehe für alle, gegen Gleichberechtigung der Frauen, ja nicht einmal gegen die doppelte Staatsbürgerschaft hat,
na, mal einfach so was dahingeschrieben ohne das beantwortete Posting zu verstehen? Natürlich hat Jakob A. nichts gegen diese Dinge, sie sind ihm aber zweitrangig. Nebenwidersprüche nannte das die Linke früher, und die verschwinden quasi von selbst, wenn der Hauptwiderspruch von Kapital und Arbeit gelöst ist. Insofern ist Augstein gestrig, reaktionär, weil er findet, dass das "Gedöns" nur vom eigentlich Wichtigen ablenkt. Alles klar?

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spmc-135322777912941 06.02.2018, 10:39
137. Das deutsche Volk hat sich nie geändert

man musste nur die letzten 20 oder 30 Jahre die Ohren spitzen und die Augen aufmachen. Jüdische Einrichtungen wurden auch vor 30 Jahren schon von der Polizei bewacht und beschützt, nicht erst seit 2015. Nach Meinung des ZdJ waren 20 % der Deutschen auch schon zu Zeiten von Spiegel anti-semitisch. Deshalb hielt ich die Politik des Muti-Kulti schon immer für sehr gefährlich aber der Krug ging immer weiter zum Brunnen bis er im Herbst 2015 zerbrach. Erstmals wählten Deutsche in grösserem Masses sowie sie fühlten und dachten. Die AfD war doch schon auf der Intensivstation als Mme. Merkel ihr wieder neuen Atem einhauchte und auch jetzt wird nichts getan um die von der Bevölkerung weitestgehend abgelehnte Völkerwanderung zu stoppen und zurückzudrehen. Dass man Grenzen nicht schützen kann glaubt wohl nur Frau Merkel, Kanada mit der längsten Grenze der Welt beweisst jeden Tag aufs Neue wie man das macht.

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tomlex27 06.02.2018, 10:40
138. Der Zug ist leider längst abgefahren

Es gibt wirklich nicht viele Gründe, die für die AFD sprechen. Im Prinzip gibt es sogar nur zwei Gründe, warum die AFD diesen massenhaften Zuwachs erfährt. Der wichtigste Punkt sei begründet durch die Flüchtlingskrise und der komplette Kontrollverlust des politischen Establishments, der andere die seit mehr als vierzig Jahren andauernde katastrophal gescheiterte Integration von größtenteils Muslimen in Deutschland und den daraus mittlerweile massenweise entstandenen Parallelwelten. Nach dem Motto, was stellt ihr euch denn so an, wurden die sogenannten Bio- Deutschen in den migrantisch geprägten Stadtteilen, der mittlerweile muslimischen Mehrheit dort sozusagen zum Fraß überlassen. Denn auch dies war eine riesige Lebenslüge der sogenannten Linken, insbesondere den Grünen, die selbst in den garantiert migrantenfreien Stadtteilen im Altbau wohnen, den Betroffenen aber erzählen wollen, das Multikulti super sei, alles schön bunt und vor allem, dass es alles gute und gebildete Migranten seien. Heute wissen wir, dass aufgrund eines seit Jahren fehlenden Einwanderungsgesetzes, in der Regel nur ungebildetete mit verachtenswerten Frauenbild zu uns gekommen sind. Integration hieß bei uns doch immer vorsätzlich weggucken. Dann kam die Flüchtlingskrise und das Novum, dass die Regierung ein ganzes Volk mit den Problemen völlig alleingelassen hat. Die Probleme gehen auch nicht weg, sie sind da und bleiben. Die Menschen haben völlig zurecht Angst vor dem Verlust der eigenen Identität. Die Menschen wählen die AFD nicht wegen der sozialen Frage, sie wählen sie aus Angst vor totaler Überfremdung, vor noch mehr Übergriffen und mittlerweile haben auch die letzten begriffen, dass die Sicherheitslage sich drastisch verschlechtert hat- wegen der Muslime! Die Bürger werden sich auch nicht erzählen lassem, die AFD sei antidemokratisch. Merkel hat gegen Recht und Gesetz verstoßen, als sie ihre verherrende Entscheidung zur Grenzöffnung fällte. Ohne das Parlament zu befragen, ohne Votum, völlig undemokratisch. Da stellt sich die Frage, wer hier der Böse ist? Dies ging alles nur unter tätigem Wegsehen der Medien. Die Analyse über die Berichterstattung der gewerkschaftsnahen (!!!) Otto- Brenner- Stiftung zum Thema Berichterstattung in der Flüchtlingskrise stellt den Medien ein katastrophales Zeugnis aus. Tja, Pech gehabt. Die AFD wird man nicht mehr los, solange man in Presse und Politik nicht anerkennt, dass es ein massives Problem mit Muslimen gibt. Und nicht nur einer Minderheit.

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razer 06.02.2018, 10:41
139.

Zitat von sch123
Himmel, Augstein, was für ein furchtbar simplistisches Bild sie von der Gesellschaft + Geschichte malen! 1. Die AfD wird sicher nicht zur Volkspartei, sondern hat ihr maximales Potential ungefähr ausgeschöpft und verschreckt momentan eher wieder potentielle Wähler. 2. Was für eine komische Argumentation ist denn dieser behauptete "Vertrag"? Die Eliten sind alle ach so liberal und der kleine dumme ....
Haben Sie die gesellschaftliche Diskussion der letzten 3 Jahre über Flüchtlinge auch nur zur Kenntnis genommen ?
Grade in den unteren Lohn-u. Gehaltsgruppen wird Einwanderung größtenteils als reine Konkurrenz wahr genommen. Das kombiniert mit einer schon fast wahnhaften Angst vor "Überfremdung" führt schon zu genau dem was Augstein hier nur kurz angerissen hat.

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