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Rechtspopulisten: Die AfD und der nationale Sozialismus
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Die AfD dürfte künftig auf einen Politikmix setzen, der in der deutschen Geschichte schon einmal furchtbar erfolgreich war: Rassismus plus Sozialstaat. Dann droht der Aufstieg der Rechten zur Massenbewegung.

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crazy_swayze 05.02.2018, 15:01
30.

Zitat von mostly_harmless
Ganz im Gegenteil. Sozialismus ist immer INTERNATIONAL, da sich dieser nicht an Pässen, sondern an Klassen orientiert. Nationaler Sozialismus ist nichts anderes als Verar******.
Dann erklären sie mir doch einmal, wie ein internationaler Sozialismus entstehen soll.
Dies geht entweder nur durch Krieg oder Selbstaufgabe der nationalen Identität.
Wie soll !Deutschland! sozialistisch werden, und alle Arbeiterklassen der Welt aufnehmen. Das geht nicht.

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karlm99 05.02.2018, 15:01
31. Augstein

hat die Situation klar diagnostiziert. Selbst Teil der angesprochenen Elite, hat er das historische Versagen dieser Schicht erkannt. Die Entwicklung ist im Grunde vorgezeichnet. Nicht zuletzt durch die Verweigerung der Realität, stehen neue Kräfte in den Startlöchern, die verwurzelter sind im eigenen Volk und die bei allen verschiedenen Strömungen bereit sind, einen gemeinsamen Konsens zu finden und eben diese Nation zu erhalten und deren Bestand zu verteidigen. Ich zweifle nicht am Sturz der herrschenden linksliberalen Elite, die zu einer neuen Aristokratie verkommen ist und ihren Besitzstand und ihre Privilegien verlieren wird.

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maximovie 05.02.2018, 15:02
32. Und wann wird sich Augstein die SPD vornehmen?

Also sorry, wer hier nationalen Sozialismus über eine Maximalbesteuerung der Bevölkerung finanzieren will, ist ja wohl allen voran die SPD. Außerdem hat Merkel noch die größte Steuerhöhung durchgesetzt. Das Geld kommt natürlich nicht beim Bürger an, das war ja im Sozialismus noch nie so und wird auch nie so sein. Hier wird das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft in Richtung Sozialismus (ist immer Pseudosozialismus, der funktioniert ja nie) aufgeweicht. Außerdem will die SPD einen Sozialismus für alle Zugewanderten. Damit sollte sich so ein Artikel beschäftigen. Die AfD kann man für die Politik der GroKo schlecht hinhängen wollen. Deren Wahlerfolg wird ihnen jetzt immer missgünstig vorgehalten, der resultiert aber direkt aus der verfehlten Politik der GroKo, insbesondere aus deren sozialistischen Größenfantasien.

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frankasten 05.02.2018, 15:06
33. "wird sie dem Liberalismus den Garaus machen."

Welchem Liberalismus wird die AFD den Garaus machen? Gibt nämlich auch eine Art Liberalismus, bei der mir das gefallen würde.

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lynx999 05.02.2018, 15:08
34. Dem Artikel ist nicht viel abzugewinnen

Die Vorstellung die AfD könnt einen "nationalen Sozialismus" fördern ist vollkommen abwägig. Zu viele der AfD Mitglieder können als Wirtschafsliberale bezeichnet werden und setzen sich genau dafür ein.

Aber die AfD weiß sehr genau wie sie schreiben "Die Eliten haben diesen Vertrag gekündigt." und die damit einhergehende und sehr berechtige Unzufriedenheit für sich einzusetzen. Es ist ja auch ein Kinderspiel! Kommt ja seit über einem Jahrzehnt von der Regierung nix beim Bürger an - und immer wird zu erst in Europadimensionen (Euro-Rettung), weltweiten (sog. Flüchtlichgskrise, Umweltschutz) Dimensionen usw. gedacht. An der Lebensrealität von der Mehrheit der Deutschen vollkommen vorbei. Mal ein Jahr von der Zeitarbeitsfirma einfach weiter geschubst zu werden, während sich der Konzernboss nen Millionenboni herauslässt täte den Politikern gut. Ach ja dann bitte die Monatsfahrkarte um mehr als 10% teurer werden lassen - der Umwelt zuliebe. Das alte Auto wieder beleben, um damit im Winter zur Arbeit zu kommen - darf man nicht wegen Feinstaub. Die Leute sind nicht arbeitsscheu, nur an die falschen Arbeitgeber geraten; Haben den Fehler gemacht eine Familie zu gründen und bedauerlicherweise dort zu wohnen wo Arbeit ist. Wer diesen Bogen immer weiter spannt braucht sich über Alternativen im Bundestag nicht wundern. Es ist sozialer Brennstoff, wenn dann noch ein großer Personenkreis zusätzlich in die Gesellschaft integriert werden muss. Schnell wird dort der Neid und Verdruss groß.

Was wir beklagen sollten ist nicht die AfD.
Zu beklagen ist: Die Politik, die den Bürgern des Landes nichts mehr zutraut und Ihnen zugleich auch das Gefühl gibt auch nicht mehr im geringsten zuzuhören.

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priemer 05.02.2018, 15:15
35. Neue Bürgerlichkeit statt Staatsglauben

Ja, die Gefahr die Herr Augstein beschreibt, ist real. Nur die „Lösung“ die er vorschlägt, macht ihn eher zum Teil des Problems.
Rechtsextreme wie Linksextreme werten den Staat zum Gottersatz auf. Die einen, weil sie seine Machtmittel einsetzen wollen, damit nur die nach ihrer Definition „richtigen Deutschen“ von seinen Leistungen profitieren. Die anderen, weil sie den Staat als Umverteilungsmaschine begreifen, um ökonomische Gleichheit herzustellen. Beide Extreme sind dabei bereit, Menschenrechte zu missachten und ihre Feinde „zur Hölle“ zu wünschen. Rechtsextreme und Linksextreme sind letztlich Brüder im Geiste!
Was wir brauchen, ist eine Entheiligung des Staates; er muss das werden, was er ist: Eine Institution mit Gewaltmonopol, die einen Minimalkonsens an Regeln setzt, um Mord und Totschlag zu begrenzen. Was wir brauchen, ist der selbstbewusste Bürger mit dem Mut zur Verantwortung, vor allem für sich selbst. Das wird das totalitäre Denken nicht verschwinden lassen, aber es wird es auf das begrenzen was es ist: eine Randerscheinung!

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Olaf 05.02.2018, 15:18
36.

Zitat von mostly_harmless
Ganz im Gegenteil. Sozialismus ist immer INTERNATIONAL, da sich dieser nicht an Pässen, sondern an Klassen orientiert. Nationaler Sozialismus ist nichts anderes als Verar******.
Die Gemeinsamkeit von Sozialismus und Nationalismus ist die Unterordnung des Individuums unter den Staat. Beides ist das genaue Gegenteil von "Liberal", mit dem Augstein nun überhaupt nichts am Hut hat.

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MiguelD.Muriana 05.02.2018, 15:22
37. Oben stinkts, unten stimmts

Gemeint ist der Vergleich zwischen der NSDAP und der AfD im oberen Bereich der Kolumne. Die Narzissten der AfD-Spitze, sähen sich gerne als Partei des Volkes, sind es aber nicht. Es sind “nur“ rassistische Europagegner.
Was den Liberalismus angeht, so hat er zwar viele der aufgezählten Errungenschaften erreicht, aber eben auch verabsäumt die dafür notwendige soziale Wärme für alle zu generierrn. Die Gier ist eben zu groß gewesen. Und den Abgehängten bleiben nur angebliche Alternative, die sozial gesehen noch härter ist, wenn man nur genauer hinsehen würde!

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loesungen77 05.02.2018, 15:23
38. 100% Zustimmung

zur Kolumne, aber eine Handlingsempfehlung die der Autor ieht wäre nett. Wie wäre die AFD zu stoppen? In dem die SPD sich wieder zum Anwalt der Arbeiter macht und nicht Themen wie die Homoehe in den Mittelpunkt stellt? Das wird aufgrund der Machtstruktur der SPD nicht einfach.

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Planquadrat 05.02.2018, 15:25
39. Herr Augstein,

jede Stimme die der AfD zukommt zeigt das politische Versagen der etablierten Parteien an. Denn wer als Wähler seit langem das Gefühl hat, dass die Regierenden ihre Politik nach den Lobbyisten der Wirtschaft und anderer Interessenverbänden gestaltet, während es vielen im Volk immer schlechter geht, der muss sich über ein erstarken der AfD nicht wundern.
Dabei haben die wenigsten Wähler einen neuen Nationalsozialismus im Sinn, sondern sehen mit ihrer Wahl einfach die Möglichkeit, den satten sogenannten "Volksparteien" endlich einmal einen Dämpfer zu verpassen.
Wie gut das gelungen ist, konnte man bereits am Wahlabend sehen. Und es setzt sich darin fort, dass man seither mit allen Mitteln versucht, auch durch die Medien, eine demokratisch legitimierte Parte ständig zu diskretitieren.
Genau das ist aber der falsche Weg, denn nur durch Taten kann man diese Wähler wieder zurück gewinnen, alles andere treibt nur noch mehr Wähler zur AfD, quasi schon aus Trotz.

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