Forum: Politik
Rechtspopulisten: Haben die Parteien ein Mittel gegen die AfD?
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Die etablierten Parteien überbieten sich mit Anti-AfD-Strategien. Wie wollen Union, SPD, Grüne und Linke vorgehen? Die vier Konzepte auf einen Blick.

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monolithos 21.03.2016, 09:21
1. AfD selbst entzaubern lassen

In einer Demokratie wird man letztlich keine andere Wahl haben als den Wählerwillen zu akzeptieren. Man wird also die AfD in die parlamentarische Arbeit einbinden müssen. Dann entzaubert sie sich allerdings auch ganz schnell von selbst. Sie zu attackieren oder dämonisieren macht sie nur zum Märtyrer der breiten Masse, deren linker Flügel bis in die CDU und deren rechter Flügel bin in die NPD reicht, ergänzt um viele Protestler, denen egal ist, ob sie links oder rechts wählen, Hauptsache was anderes als "die da oben". Es ist nun Aufgabe der etablierten Politik zu zeigen, dass die "Alternative für Deutschland" eben keine wirkliche Alternative für Deutschland ist. Das hat bei der Schill-Partei ja auch prima geklappt.

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begeka 21.03.2016, 09:22
2.

Solange die Zielsetzung Kampf um Macht und Pfründen gegen die AfD heißt statt bessere Sachpolitik, wird es auch mit dem Kampf gegen die AfD nichts.

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hypnoforce 21.03.2016, 09:26
3. genau da liegt ja das Problem

erst das Problem durch eigene katastrophale politische Misswirtschaft schaffen, um es dann an falscher Stelle anzugehen. Selbsterkenntnis ist auch hier der erste Schritt zur Besserung, aber wohl kaum zu erwarten, da absolut unfähig zur Eigenreflexion.

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axel1958 21.03.2016, 09:26
4. I Have a Dream.....

Hannelore Kraft,Malu Dreyer und Pop-Sigi in einer Runde mit Herrn Meuthen,Frau Petry und Frau Weidel.Da ist dann die geballte Kompetenz der SPD gegen die ungebildeten AFDler.Das wäre ein Straßenfeger wie in den 70ern Strauß gegen Wehner.

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KingTut 21.03.2016, 09:27
5. Mehr Gelassenheit

„Für die im Bundestag vertretenen Parteien geht es jetzt um mehr als um Machtverschiebungen in drei Bundesländern.“
Es geht nicht nur um Machtverschiebungen, sondern auch um Posten, denn immerhin hat die AfD bei den letzten drei Landtagswahlen den Altparteien 61 Mandate weggenommen und das schmerzt diese sicherlich sehr.
Anstatt ein „Mittel gegen die AfD“ zu suchen, sollte man sich fragen, womit man so viele Wähler verschreckt hat und wieso es der AfD – im Gegensatz zu den Altparteien - gelungen ist, so viele Nichtwähler zu mobilisieren, was ja durchaus eine positive Entwicklung ist. Im Übrigen sollte es zu den grundlegenden demokratischen Gepflogenheiten gehören, die Wahl einer konkurrierenden Partei nicht als Katastrophe aufzufassen, sondern als einen ganz natürlichen Vorgang. Oder will hier jemand allen Ernstes behaupten, die Parlamente dürften sich für alle Zeiten nur aus den Altparteien zusammensetzen? Ich empfehle im Umgang mit der AfD mehr Gelassenheit und eine Auseinandersetzung in der Sache.

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moemors 21.03.2016, 09:28
6. Zukunft?

Die AfD steht für ein "so gehts nicht weiter" und sie hat tatsächlich Lösungen anzubieten, man muss nur mal genau hinschauen. Diese Lösungen werden früher oder später auch kommen müssen, denn sonst bricht das System komplett zusammen. Was das heisst sollte man sich besser nicht vorstellen. Die Zahlen sprechen Bände, man muss nur auf Ökonomen wie Raffelhüschen und Herrn Sinn hören. Die Fakten sind erschreckend. Politik vertuscht an allen Ecken und Enden und in spätestens 15 Jahren ist Deutschland am Ende und zwar finanziell wie kulturell. Die Weichen für eine Zukunft wurden nicht gestellt, denn Deutschland hatte eine komplett falsche Regierung

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k.dick 21.03.2016, 09:28
7. Antwort: Sozialpolitik, Sozialpolitik, Sozialpolitik,

Umverteilung von Oben nach Unten. Existenzsichernde Grundsicherung, andere Steuerpolitik. Die Antworten sind sehr einfach und logisch, aber die Parteien wollen nicht. Also geht es weiter nach Rechts.

Zur Zeit lässt die Weimarer Politik grüßen. Und es ist erst der Anfang.

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Scheidungskind 21.03.2016, 09:30
8. ...

Insbesondere SPD aber auch die Grünen machen hauptsächlich Minderheitenpolitik und entfalten keine bindende Kraft mehr für ihre traditionellen Wählerschichten. Die skizzierten Strategien scheinen wenig geeignet, sie zurückzugewinnen. Die CDU ist unter Frau Merkel weit in die Mitte gewandert. Sie könnte mit einer Rückbesinnung der AfD am ehesten schaden.

Der größte Wahlhelfer scheint derzeit aber die wenig glaubwürdige Presse zu sein, die - solange die AfDler keine goldenen Löffel klauen - mit ihrer einseitigen Berichterstattung die Anti-Stimmung noch anheizen.

Sollte der nächste Bundestagswahlkampf kein echter Lagerwahlkampf der etablierten Parteien werden, wird die AfD 2017 mit 15 bis 20 Prozent einziehen.

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gelbesvomei 21.03.2016, 09:30
9. Wieso?

Frau Merkel verfolgt eine Strategie - und die geht auf ...
Die Mehrheit links von der CDU wird bei der nächsten Bundestagswahl pulverisiert sein. Und rechts von der Mitte werden Stimmen in einer AfD neutralisiert, mit der keine Partei koalieren oder kooperieren wird. In jeder denkbaren Regierung wird auf absehbare Zeit die CDU stärkste Kraft sein. Das ist die Ewigkeitsgarantie für die Machtteilhabe der CDU-Klientel. Läuft doch aus Sicht von Frau Merkel alles super. Besser gehts nicht!

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