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Rechtspopulisten in Landtagen : Studie offenbart Methoden der AfD
AFP

Die AfD zieht in einen Landtag nach dem anderen ein. Welche Folgen hat das? Eine neue Studie zeigt, wie die Rechtspopulisten in den Parlamenten arbeiten.

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im_ernst_56 17.07.2017, 17:10
340. Ganz so ist es nicht

Zitat von Thomas Schnitzer
Ich frage mich, ob sie nicht wissen, dass die Germanenstämme, die hier um die Zeitenwende gelebt haben auch größtenteils eingewandert sind. Und dass unsere Kultur begonnen bei der Benutzung von Steinhäusern bis hin zur Grundlage unserer heutigen Gesetze auf der Lebensart der Römer beruht. Oder ob sie einfach ignorieren, dass das halbe Ruhrgebiet aus Nachfahren der vor mehr als 150 Jahren eingewanderten Polen besteht. Und dass Westdeutschland nach dem Krieg nur dank der Mitarbeit der Gastarbeiter so wohlhabend und stark wurde. Also, was zeichnet denn ein Einwanderungsland aus?
Die Germanen habe hier schon gesessen, als die Römer kamen. Nachzulesen bei Julius Caesar in " Comentarii de Bello Gallico" und bei Tacitus in "Germania". Und die Gastarbeiter kamen erst, als das "Wirtschaftswunder" schon in vollem Gange war und deshalb in der Industrie ein hoher Bedarf an Arbeitskräften bestand. Man sollte nicht so tun, als hätten die Gastarbeiter die Trümmer weggeräumt und dann die Wirtschaft in Gang gebracht. Im übrigen kamen die Einwanderer, anders als in den klassischen Einwanderungsländern USA, Kanada und Australien, nicht von weiterher übers Meer, sondern aus der Nähe (Frankreich = Hugenotten, Polen, Russland, Italien) und haben sich nicht nur integriert, sondern auch assimiliert.

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hotgorn 17.07.2017, 17:13
341.

Zitat von pratter
Wenn es wissenschaftlich wäre (wer befasst sich mit sowas, wie heißt diese Wissenschaft, wem nützen die Ergebnisse, gibt es Nobelpreise in dieser Wissenschaft, wer hat die Studie beauftragt, wer hat die Studie finanziert), bedürfte es keiner Interpretation eines Redakteurs, vielmehr wäre Recherche und Aufklärung zur Studie (siehe Fragen oben) gefragt. Wenn Sie das für Wissenschaft halten, naja............
Fragen Sie das Forschungsinstitut das zur Uni Göttingen verlinkt.

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paysdoufs 17.07.2017, 17:17
342.

Zitat von Thomas Schnitzer
Ich frage mich, ob sie nicht wissen, dass die Germanenstämme, die hier um die Zeitenwende gelebt haben auch größtenteils eingewandert sind. Und dass unsere Kultur begonnen bei der Benutzung von Steinhäusern bis hin zur Grundlage unserer heutigen Gesetze auf der Lebensart der Römer beruht. Oder ob sie einfach ignorieren, dass das halbe Ruhrgebiet aus Nachfahren der vor mehr als 150 Jahren eingewanderten Polen besteht. Und dass Westdeutschland nach dem Krieg nur dank der Mitarbeit der Gastarbeiter so wohlhabend und stark wurde. Also, was zeichnet denn ein Einwanderungsland aus?
Was denn jetzt? Sie fangen Ihre geschichtliche Betrachtung irgendwo in der Bronze- oder Eisenzeit an, überspringen dann knapp 2000 Jahren (bis zur Industrialisierung des Ruhrgebiets) und kommen damit zu dem Schluss, dass die aktuelle Migrationssituation keinerlei Besonderheiten aufweist? Ganz ehrlich - warum sollte ich darauf antworten? Es ist ja offensichtlich, dass Sie an das Konzept einer Kulturnation nicht glauben und Deutschland als Einwanderungsland ohne Einwanderungsregeln sehen wollen. Da spare ich mir meine Zeit lieber und geh' Hecke schneiden...

PS: Ob die Nachkriegswirtschaft DANK der Gastarbeiter geboomt hat, oder ob die Gastarbeiter nur gekommen sind WEIL die Nachkriegswirtschaft bereits geboomt hat, dürfte sich kam derart schwarz/weiß beantworten lassen wie Sie es tun.

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steueragent 17.07.2017, 17:19
343. Habe ich was falsch verstanden?

Laut der Studie hat es auch etwas gutes, wenn die AfD in die Parlamente einzieht. Dann können die etablierten Parteien nicht immer nur ihren 0815 Stiefel durchziehen. Das würde ich begrüßen.

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pom_muc 17.07.2017, 17:21
344.

Zitat von Thomas Schnitzer
Ich denke nicht, dass es sich dabei um eine Art Verschwörungstheorie handelt, denn die AfD setzt ganz besondere Strategien ein: Sie gibt sich z.B. nach außen als bürgerliche Partei mit Interesse für die Anliegen "des Volkes", während weite Teile der Mitglieder, die sich im geleakten Landesgruppenchat geäußert haben und das Parteiprogramm eine tiefe Sehnsucht nach einem totalitären Staat erkennen lassen, in dem die Interessen "des Volkes" mit Füßen getreten werden. Stichworte Zwangsarbeit für sozial Schwache, Abtreibungsverbote, Pressekontrolle und Steuererhöhungen für Arbeitnehmer zur Gegenfinanzierung von Unternehmenssteuersenkungen. Man muss kein VTler sein, um zu erkennen, dass da etwas faul ist.
"Wir fordern daher, dass bei der Schwangerenkonfliktberatung das vorrangige Ziel der Beratung der Schutz des ungeborenen Lebens ist. Werdenden Eltern und alleinstehenden Frauen in Not müssen finanzielle und andere Hilfen vor und nach der Entbindung angeboten werden, damit sie sich für ihr Kind entscheiden können. Adoptionsverfahren sind in diesem Zusammenhang zu vereinfachen.
Die AfD wendet sich gegen alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, staatlicherseits zu fördern oder sie gar zu einem Menschenrecht zu erklären."
http://alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/05/2016-06-27_afd-grundsatzprogramm_web-version.pdf

Warum lesen Sie nicht einfach mal das Parteiprogramm SELBST statt nur wiederzugeben was Andere daraus herausinterpretieren? Wo ist denn das Abtreibungsverbot?

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paysdoufs 17.07.2017, 17:23
345.

Zitat von carlitom
Und des Themas annehmen heißt für Sie Ablehnung, Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit? Ja, gut, dass die anderen Parteien da nicht mitmachen.
Es wäre ja an den besagten anderen Parteien das Thema wieder in den Fokus der Diskussion zu rücken und anders (also positiv) zu besetzen. Allerdings kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass diese Parteien aktuell nicht wirklich wissen, wie sie das anfangen sollen, da es bereits zu jeder wolkigen Versprechung eben AUCH den Aufschlag auf dem harten Boden der Realität gibt... (Ich verzichte auf Beispiele, weil sonst der Beitrag möglicherweise als verallgemeinernd wegmoderiert wird).

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Emderfriese 17.07.2017, 17:24
346. Täuschung

Zitat von 4meere
Hoffentlich besagt die Studie etwas meh als dieser doch ziemlich dünne Artikel befürchten lässt. Frage: Gibt es Studien dazu, wie sich der politische Betrieb und die Mainstream-Medien verhalten haben, als Grüne und PDS in die Parlamente kamen? An Ton abdrehen und Rechte verweigern kann ich mich da nicht erinnern - aber vielleicht täusche ich mich.
Tatsächlich, da täuschen Sie sich. Am Anfang waren auch "Grüne" sowie die PDS Unberührbare. Die "Linke" ist es im Prinzip noch heute. Was nichts über die Qualität der AfD aussagt.

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paysdoufs 17.07.2017, 17:27
347.

Zitat von hotgorn
Lesen bildet die Studie ist nicht von SPON und ist wissenschaftlich.
Wissen Sie was Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens sind? Falls ja - WAS war denn die Ausgangsthese der Otto-Brenner-Stiftung die anschließend WIE bestätigt oder verworfen wurde? Ich bin gespannt...

Um es kurz zu machen: Es dürfte sich eher um einen Bericht denn eine "Studie" halten (wobei letztgenannter Begriff zugegebenermaßen von den Medien zu inflationär verwendet wird).

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hotgorn 17.07.2017, 17:28
348.

Zitat von omop
Sorry aber wenn die AfD überall schikaniert wird, dann wird der Umgang zwangsläufig rauer. Wer so einfache Anstandsregeln wie Handschlag oder Ausreden lassen (Mikrofon abstellen) nicht einhält, der muss sich nicht wundern. Stellt sich die CDU endlich wieder etwas bürgerlich/konservativer auf, so hat sich das Phänomen AfD erledigt. Aber solange die CDU lieber die "SPD" kopiert, wird es dazu nicht kommen..
Die Union wollte eine Arbeitsmarktreform und hat sie in "einigermaßen vertretbarer" Form bekommen. (auch wenn ich da anderer Meinung bin) Aber spaß beiseite die AfD hätte auch Hartz4 in dieser Form gewollt. Gut die AfD hätte die Flüchtlinge bei Orban sitzen lassen können das wäre aber auch das einzige was die AfD anders gemacht hätte.
Im insgeheimen könnte die AfD aber auch etwas ganz anderes wollen was mit dem Grundgesetz nicht mehr vereinbar ist.

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l-39guru 17.07.2017, 17:30
349. Es war doch die Politik

der etablierten Parteien, der EINHEITSBREI der das Auftauchen und Wachsen der AfD hervorrief. Von Flüchtlingen usw. war doch damals noch gar keine keine Rede. Das dann die verordnete positive Meinung über die einströmenden Gäste den rest bewirkt hat, war nur logisch. Für Warnungen wurde die CSU gemaßregelt. Heute haben CSU und CDU klammheimlich vile Forderungen der AfD übernommen.

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