Forum: Politik
Rechtspopulisten in Österreichs Hauptstadt: Kampf um Wien
REUTERS

Wien ist ein rotes Bollwerk, seit Jahrzehnten regieren Sozialdemokraten die österreichische Metropole. Doch am Sonntag droht ihnen Gefahr von Rechtsaußen: Die FPÖ, bekannt für ihre harschen Töne gegenüber Migranten, drängt an die Macht.

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2469 07.10.2015, 13:12
1. Ich finde es schockierend

wie ausgerechnet in Österreich der Rechtspopulismus um sich greift. Noch schockierender ist es, dass die anderen Parteien wie die SPÖ dem kaum was entgegensetzen können. Strache mag moderat auftreten, er ist und bleibt aber ein gefährlicher Rechtspopulist.

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LDaniel 07.10.2015, 13:15
2. Erfolgreich

Er wird erfolgreich sein, das ist das Problem.
Aber man sieht es leider überall: Mit dumpfen Parolen und einfachen Antworten auf komplexe Themen lässt sich schnell etwas gewinnen.

Ob es nun russische Propangdasender in Deutschland oder Hetze gegen Ausländer ist. Da ist es auch nicht überraschend, dass die Anhängerschaft dieser beiden "Phänomene" sich zu 90% überschneiden... .

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seinedurchlaucht 07.10.2015, 13:22
3. Wo ist das Problem?

Wer Politik gegen das Volk macht, muss mit so etwas rechnen. Ausser in Deutschland, ist das wohl in jedem Land dieser Welt so.

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gigi76 07.10.2015, 13:27
4. Ade

die österreichische Politik ist in einer Sinnkrise. Strache wird das zu nutzen wissen.

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kastenmeier 07.10.2015, 13:27
5.

Zitat von 2469
wie ausgerechnet in Österreich der Rechtspopulismus um sich greift. Noch schockierender ist es, dass die anderen Parteien wie die SPÖ dem kaum was entgegensetzen können. Strache mag moderat auftreten, er ist und bleibt aber ein gefährlicher Rechtspopulist.
Oh ja, je moderater der Auftritt dieser Fehlgeleiteten, desto größer die Gefahr, dass diese Rattenfänger an ihr Ziel gelangen.
Auch bei uns besteht derzeit eine große Gefahr. Dass unter SPON-Artikeln zum Flüchtlingsthema mittlerweile der Hinweis steht, man würde kein Forum mehr anbieten, weil zuviel nicht Veröffentlichbares geschrieben würde, ist nur ein kleines Indiz - aber gruselig und beschäment genug.

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Katzazi 07.10.2015, 13:29
6. letzen Samstag

Ich (Deutsche) war am 3. Oktober in Wien. Die Innenstadt wurde dominiert von einer riesigen Veranstalltung "Voices for Refugees", bei der auch der (österreichische) Bundeskanzler gesprochen hat. Es waren wohl 120.000 - 150.000 Menschen dort (je nachdem, welchen Angaben man glaubt). Die Veranstalltung wurde außerdem im Fernsehen gesendet und gestreamt und beides wurde nochmal von vielen Leuten verfolgt. Warum darüber in deutschen Medien nicht berichtet wurde, ist mir unverständlich. - Die Stimmung dort war eindeutig nicht pro FPÖ. Es gab viele Plakate und Sprüche gegen die FPÖ. Sicherlich war sicherlich nich die Klientel der FPÖ anwesend, aber es war ein deutliches Zeichen, dass ein immenser Anteil der Wiener nicht die FPÖ als Teil ihrer Regierung haben möchte. Selbst wenn die FPÖ stärkste Fraktion werden sollte, dürfte eine derartig deutliche Willensbekundung nicht sofort vergessen werden. Für alle Deutschen: Vergleicht das mal mit den ach so dramatischen Zahlen von Pegida. Wir reden hier über etwas das 6fache(!) zu ihren stärksten Zahlen.

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Wellness 07.10.2015, 13:30
7. Kein Östereichisches Phänomen

Überall in Europa radikalisieren sich die Ränder richtung Braun.Brüssel ist der beste Exporteur für den Ausverkauf nationaler Befindlichkeiten.Das erschreckende oder Positive je nach Geschmack schaufelt Brüssel sich sein eigenes Grab

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catho 07.10.2015, 13:36
8. Lasst sie sich selbst entzaubern

Strache ist - ähnlich wie sein einstiger Ziehvater Jörg Haider - ein Schreihals, der nur Opposition kann. Und sonst nichts. Lasst ihn Bürgermeister werden, vielleicht sogar Kanzler. Die Österreicher werden nach nicht einmal einer Legislaturperiode merken, was für eine unfähige Truppe sie da gewählt haben und werden sie dann bei nächster Gelegenheit abwählen. Vielleicht stürzt er auch vorher über einen Korruptionsskandal, so wie Jörg Haider (Hypo), Karl-Heinz Grasser oder andere fragwürdige Gestalten aus dem Dunstkreis der Rechtsaußen.

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marathoni 07.10.2015, 13:43
9. Das Problem ist,

Zitat von LDaniel
Er wird erfolgreich sein, das ist das Problem. Aber man sieht es leider überall: Mit dumpfen Parolen und einfachen Antworten auf komplexe Themen lässt sich schnell etwas gewinnen. Ob es nun russische Propangdasender in Deutschland oder Hetze gegen Ausländer ist. Da ist es auch nicht überraschend, dass die Anhängerschaft dieser beiden "Phänomene" sich zu 90% überschneiden... .
dass unseren Regierenden auch nichts einfällt außer "wir schaffen das" Praolen zu verkünden, ein konkretes WIE hab ich noch nicht vernommen. Nicht erst seit dieser Krise kommen mir die Politiker sämtlicher etablierter Parteien vor wie Präsident Fowler in dem Film: "Der Anschlag". Jahrzehnte lang darauf hingearbeitet Präsident zu werden und jetzt sowas
Regierungspolitik ist nun mal mehr als nur ein bisschen Rentenerhöhung hier und Steuererleichterungen da.

Hier ist ein Krisenmanager gefragt, aber in der jetzigen Regierungsmannschaft ist da weit und breit keiner zu vernehmen. Das die "Etablierten Parteien" über solche verfügen hat die Geschichte durchaus gezeit (Ich verwese mal vorsichtig auf Helmut Schmidt...)

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