Forum: Politik
Rechtspopulisten in Sachsen: Kampf um die Stadt, Kampf ums Land
Martin Debes

In Görlitz könnte die AfD erstmals einen Oberbürgermeister stellen. Wenige Monate vor der Landtagswahl in Sachsen geht es am Sonntag um mehr als das Stadtoberhaupt.

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mucschwabe 15.06.2019, 16:56
60. @ mschiller1 Nr. 53

Sehe ich mittlerweile ähnlich. Wenn Görlitz mit seinen 50.000 Einwohnern AfD regiert wird, dann haben die eben so gewählt und müssen dann eben damit leben. Wahrscheinlich werden noch mehr aus Görlitz abwandern und internationale Firmen wohl kaum sich dort ansiedeln. Davon geht die Welt nicht unter. Ich lebe in München und sehe weder in meiner Stadt, noch im Land Bayern die Gefahr, dass die AfD jemals eine große Rolle spielen wird. Genauso auf Bundesebene. Was soll man den Görlitzern sagen, wenn ihr Bürgermeister von der AfD ist: Selbstgewähltes Elend!

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spadoni 15.06.2019, 16:57
61. kaiser.friedrich

Und dann glauben Sie, dass wenn man eine "sehr rechte" Partei ohne Konzepte, wie die AfD wählt, man damit die Probleme im Osten lösen kann? Ein fataler Trugschluss, das Gegenteil ist der Fall, es wird mangels Kompetenz, dafür aber Fremdenfeindlichkeit und Menschenverachtung dieser Partei, noch viel schlimmer kommen.

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hasselblad 15.06.2019, 16:59
62.

Jeder Prozentpunkt für die AfD verstärkt den Trend, dass sich die junge, gebildete Menschen, potentielle Arbeitgeber, Kulturschaffende und sonstige progressive Elemente einer liberalen, zukunftsorientierten Gesellschaft vom Osten abwenden. Mit dem Ergebnis, dass der Osten intellektuell und ökonomisch noch mehr verwahrlost und sich noch besser für die Menschenfänger und Brunnenvergifter eignet, ihre rückwärtsgewandte Hass-Agenda zu propagieren. Wer in Görlitz wahlberechtigt ist sollte gut überlegen, ob es tatsächlich klug ist, seine Stimme an den Blau-Braunen Mob von ganz rechts unten zu verschenken. Wobei Klugheit und weitere damit einhergehende positive Eigenschaften bei den Freunden der rechten Sekte ja leider eher dünn gesät sind, da sind nur noch Opfergehabe, Nationalchauvinismus und Hass auf alles Nicht-Eingeborene in den Köpfen.

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cum infamia 15.06.2019, 16:59
63. der Brief aus Hollywood

Zitat von sam46
sollte eigentlich den letzten Anhängern der AfD klar gemacht haben , dass wenn der braune Sumpf in diesen Ländern nicht nachhaltig ausgetrocknet wird , Investitionen , die Arbeitsplätze schaffen , in diesen Teilen Deutschlands nicht stattfinden . Zu dem Fremdenhass dieser Partei kommt dann noch hinzu , dass sie zwar regieren will aber mangels Professionalität dazu nicht in der Lage ist und sich auf grossmäulige Hetzerei beschränkt. Die Meinungen , die Weidel und Gauland zu aktuellen Problemen absondern , enthalten viel heisse Luft aber keine realistischen Lösungsvorschläge .
.. und seine Aufnahme bei den Medien ist schon recht bemerkenswert.
War da nicht vor kurzem eine unzulässige Wahlbeeinflussung durch Russland in den USA bei Herrn Trump ? Bis heute empören sich die die hiesigen Medien.
Hier eine unzulässige Wahlbeinflussung von US- Bürgern zu einer Bürgermeisterwahl in Deutschland. Ergebnis : Alles gut-- es trifft ja die Dunkeldeutschen in der ehemaligen Zone.
Ja, so stellt sich die Welt im Spiegel des gegenwärtigen Mainstreams dar. Schade.

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oloh 15.06.2019, 17:01
64. Irrtum

Zitat von oranje-web
oss gauland ist ein wessigauland (ehemals CDU)
Siehe:
Eberhardt Alexander Gauland (* 20. Februar 1941 in Chemnitz).
Herkunft und Jugend:
Alexander Gauland wurde 1941 als Sohn des 1936 in den Ruhestand versetzten Oberstleutnants der Schutzpolizei Alexander Gauland im sächsischen Chemnitz geboren. Der Vater war einst am sächsischen Königshof in Dresden tätig und später zeitweise als Wachsoldat auf der Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz stationiert. Er benannte seinen Sohn nach dem russischen Zaren Alexander I. Alexander Gauland wuchs im großbürgerlich geprägten Chemnitz-Kaßberg auf und besuchte zunächst die André-Schule und die Goethe-Oberschule. Nach dem Abitur 1959 an der Friedrich-Engels-Oberschule in Karl-Marx-Stadt flüchtete er aus der DDR in die Bundesrepublik, da ihm das Studium verwehrt wurde. Er war anfangs im Notaufnahmelager Marienfelde (Berlin) und dann im hessischen Gießen untergebracht.

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cum infamia 15.06.2019, 17:05
65. aber nicht doch !

Zitat von Atheist_Crusader
Ist die AfD eine Nazi-Partei? Schwer zu sagen. Es ist jedoch unbestreitbar, dass sie eine Menge Mitglieder und Anhänger hat bei denen man eine solche Gesinnung erkennt und diese toleriert, ja sogar hofiert. Das sollte sie für jeden Menschen mit einem Minimum an Verstand un Moralempfinden unwählbar machen. Denn man braucht keine tausend Nazis um ein neues NS-Regime zu schaffen - man braucht nur hundert Nazis und neunhundert willige Helfer die sich einreden dass ja alles schon nicht so schlimm werden würde. Die können sich dann nachher auch wieder einreden, dass sie ja niemandem direkt Schaden zugeführt haben und ja auch nicht mit jedem Punkt des Parteiprogramms einverstanden gewesen waren. Sie wollten ja nur das Beste für Deutschland und außerdem haben sie ja bloß Befehle befolgt.
.. die richtigen NAZIS haben doch alle Unterschlupf in der CDU/CSU gefunden. Man denke an Filbinger, Globke...( sogar mit Regierungsämtern !!) Schon vergessen ?

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planet335 15.06.2019, 17:09
66.

Man hat sich 1989 für die "blühenden Landschaften" entschieden und fühlt sich jetzt ausgegrenzt und abgehängt.
Statt aber auf Menschlichkeit, Anstand und Solidarität zu setzen, haut man auf die Schwachen, legt Feuer in Asylantenheime, hetzt fremd aussehende Menschen wie Vieh durch die Städte, läuft nationalistischen Phrasen hinterher und die Banane ist doch immer zu kurz. Aus Protest rechts zu wählen, damit haben wir in Deutschland ja beste Erfahrungen gemacht. Nein, das sind keine Wut- oder Protestbürger und ich will wirklich keine Rechtfertigung und Erklärungsversuche mehr hören. Jeder der diese "Alternative" wählt, weiß ganz genau worauf er sich da einläßt.
Jedem, der die Befindlichkeit dieses Menschenschlages verstehen möchte, empfehle ich die Lektüre des Buches "Einheitsfrust" des Erfurter Journalisten Mathias Wedel von 1994. In diesem Buch hat er schon damals diese faschistoide Entwicklung in Ostdeutschland die wir im Augenblick erleben vorher gesagt.
Da ich seit ein paar Jahren selbst in Brandenburg lebe und die Befindlichkeit und die Weinerlichkeit dieser Neubundesbürger gut kenne, bin ich sehr pessimistisch und glaube mittlerweile nicht mehr, dass sich dieser Rechtstrend noch einmal umkehren läßt.
Da tröstet mich die Dummheit in anderen europäischen Ländern auch nicht.
Ich fange gerade an, mich wieder zu schämen Deutscher zu sein.

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oloh 15.06.2019, 17:09
67. Wer merkt hier was

Zitat von skudetzki567
Der Rechtsruck in Europa (Italien und Frankreich haben bei der EU - Wahl mehrheitlich Rechts gewählt ...) anläßlich der Flüchtlingskrise spiegelt sich in D stärker in dem Teil wider, der vor 30 Jahren mal DDR war. Letzteres begründen Sie nun recht vulgär - psychologisch mit eben dieser DDR - Diktatur. Die aus jedem Bewohner - selbst wenn er nur 10 Jahre unter ihrer Knute gelitten hat - irgendwie zu einem lupenreinen Faschisten gemacht haben soll. Unterbewusst natürlich! Dieses Erklärungsmuster "DDR" kann doch aber für England, Frankreich, Italien, Österreich, Polen oder Ungarn gar nicht greifen. Merken Sie was ...?
Ja, ich merke Folgendes:
Der Rechtsruck in Italien hat andere Ursachen als der in Franzreich, und wiederum ganz andere als der in Sachsen.
Der sächsische wäre mental noch am ehesten dem österreichischen zu vergleichen. Denn auch in der Alpenrepublik gab es übermalten Faschismus in Herzen und Seelen.

Frankreich hat seit Jahrzehnten ein Problem mit der Desintegration von goßteils muslimischen Bevölkerungsteilen. Bereits lange vor der "Flüchtlingskrise", was immer das sei.
Die Franzosen, oder große Teile des bürgerlichen Lagers, reagierten schon immer entspr. darauf, etwa mit der Wahl von "Mr. Kärcher" Nicolas Sarkozy.
Der findet jetzt politisch nicht mehr statt; ergo wählt man (seit Hollande) stattdessen Le Pen.

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vetris_molaud 15.06.2019, 17:10
68.

Der Antifaschismus, welcher in der DDR praktiziert und von der SED als sich automatisch entwickelnde Charaktereigenschaft des DDR-Menschen angesehen und verkauft wurde, muss man unter der Kategorie Selbstbetrug abbuchen.
Bei dem Versuch, Kinder und Jugendliche zu strammen Antifaschisten zu erziehen, wurde den Probanden zuerst die Gräuel des Nationalsozialismus nahegebracht und der eigene Staat, die eigene Staats- und Gesellschaftsform als positives Gegenstück dargestellt. und genau hier lag der Denkfehler der DDR-Machthaber: da totalitäre Systeme nun mal grundsätzlich miteinander vergleichbar sind, wies das SED-Regime mit dem NSDAP-Regime eine Vielzahl von augenscheinlichen Parallelen auf, was die antifaschistische Wirkung sogleich neutralisierte. Auch das Alltagsleben in einen Obrigkeitsstaat, der vollständige Unterwerfung fordert, keinerlei Alternativen kennt und zulässt, seine Tentakel in die letzten Winkel des Privaten ausstreckt, in dem Rechte nur Privilegien sind,die von der Staatsmacht nach Belieben gewährt und entzogen werden kann, das alles legte ein tragfähiges Fundament für grundsätzliche Fremdenfeindlichkeit.

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nickleby 15.06.2019, 17:15
69. Die Alternative setzt sich wohl demokratisch durch

Nun wird der Bürgermeister wohl ein AfD-Mann werden. Das ist nichts Schlimmes, sondern Salz in der Suppe einer liberalen Demokratie. Das sollten alle Bürger begreifen

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