Forum: Politik
Rechtspopulisten: Wären nur alle so plump wie Strache
Michael Gruber/ AP

Der unrühmliche Abgang der FPÖ aus der österreichischen Regierung ist eine gute Nachricht. Leider darf man ihn nicht für den Anfang vom Ende des europäischen Rechtspopulismus halten.

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claus7447 21.05.2019, 16:51
10. Ein Argument das doof ist

Zitat von Schartin Mulz
diese ganzen Leute wie Strache, Gauland etc werden doch nicht gewählt, weil die Leute sie so toll finden. Sondern weil sie die anderen nicht mehr sehen können. Und je mehr diese anderen, die Etablierten und die Medien wütend um sich schlagen, umso mehr werden die Wähler der Rechten sich bestätigt fühlen. Und mit Formulierungen wie "der böse Brexit-Clown Nigel Farage" begibt man sich doch auf ein Niveau, das man doch eigentlich bekämpfen möchte. Und zwischen Nationalismus und EU-Ablehnung gibt es soviele Facetten, dass dieses Schwarz-weiß-Bild, hier die guten, die die EU ganz toll finden und gar nicht genug Einwanderung kriegen können, dort die Nationalisten und Ausländerfeinde, wenig Sinn macht.
Die Wähler die AfD, FPÖ oder andere Populisten wählen kommen mir vor wie der Typ in der Kneipe der sagt "das Bier schmeckt mir nicht" und ins Klo geht um dort aus der Schüssel zu trinken.

Es ist eben eine Frage der Entscheidung. Eines haben diese Wähler wohl vergessen: in unserem Leben muss man eben manchmal Kompromisse schließen und zulassen. Wer dies nicht kann oder bereit ist, was macht er in anderen Situationen?

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Düppel 21.05.2019, 16:54
11. Stimmt

"Der unrühmliche Abgang der FPÖ aus der österreichischen Regierung ist eine gute Nachricht. Leider darf man ihn nicht für den Anfang vom Ende des europäischen Rechtspopulismus halten."

Das stimmt. Tatsächlich haben alle über kommen Parteien dutzende solcher Skandale und Ungefälligkeiten zu bieten und es gibt sie alle immer noch.

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lspring 21.05.2019, 16:55
12. Absolut richtig, aber...

So ganz wertlos ist das Video nicht, möchte ich behaupten. Dass sich die rechten Hardcore-Fans davon nicht beeindrucken lassen, ist sicher absolut richtig. Das bezeugen allein schon die Leserkommentare auf WELT online, die in Strache mehrheitlich ein Opfer sehen. Aber auf lange Sicht könnte die Demaskierung eines unappetitlichen Häuptlings der ultrarechten Szene wie Strache zumindest bei den FPÖ- und AfD-Wählern, die mit ihrem Votum bei den letzten Wahlen den Regierungsparteien einen Denkzettel verpassen wollten, ein Umdenken bewirken. Zumal sich die Flüchtlingskrise, die beide Rechtsparteien hochgejazzt hat, einigermassen beruhigt hat. Die Wohnungskrise dürften die Rechten als Wahlschlager bei kommenden Wahlen wohl kaum verwenden. Zu sehr sind sie mit den Immobilienmogulen und deren grosszügigen Spenden (siehe FPÖ) verbandelt. Ob wirklich alle "Denkzettel-Wähler" weiterhin ihre Stimme einer Partei mir mafiösen Strukturen geben, wage ich zu bezweifeln. Oder besser gesagt: Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Die vier Punkte, die die FPÖ bei der ersten Umfrage in Österreich nach Ibizagate verloren hat, sind zumindest ein kleines Lichtlein am Ende des braunen Tunnels. Have a nice day.

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didel-m 21.05.2019, 17:00
13. Ich lach mich schlapp.Da macht man die FPÖ mit diesem Video stark

wie nie und dann beklagt man sich ob der Wirkung.
Das ist mindestens schizophren, oder glaubt ihr im Ernst, daß die ganze Aktion Sozialdemokratie in irgend einer Weise hilft?

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doitwithsed 21.05.2019, 17:03
14. Einzelfall

Gerade die Rechtsaußen höhnen ja bei jeder Nachricht über Ausländerkriminalität ständig "Und wieder mal ein Einzelfall..." und meinen damit genau das Gegenteil, wollen damit sagen, der Vorfall sei alles andere als ein Einzelfall, sondern systematisch.

Ich finde es lustig, dass nun genau dieser Begriff diesmal genau so wie auch der Wortlaut gemeint ist. Ich würde durchaus eine bestimmte Genugtuung empfinden, wenn in diesen Kreisen dieses Verteidigungsargument intern ebenfalls gegenteilig verstanden würde, so wie es dort ja verinnerlicht wurde.

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Ryker 21.05.2019, 17:05
15. Hoffnung

Wenn 5 oder meinetwegen auch 10% die FPÖ, AfD... wählen, weil sie eben rechtem Gedankengut anhängen und den guten alten Zeiten nachtrauern - meinetwegen. Damit komme ich klar und damit kommt auch eine Demokratie klar. Schlimm ist es, wenn 15, 20, 25 oder mehr Prozent die wählen, aus irgendeiner kindischen Anti-Haltung heraus und dabei nicht merken WEM sie dabei den Steigbügel halten und was am Ende für uns alle dabei rauskommen wird. Wer nur einen Funken Anstand und Verstand hat muss jetzt einsehen, dass die Populisten keine Lösung sind und auch keinerlei Lösung für irgendwas anbieten können. Jedenfalls keine, die einer näheren Betrachtung standhält. Wenn die AfD bei der nächsten Wahl sagen 5% gegenüber den letzten Umfragen verliert, dann besteht Hoffnung. Wenn nicht, dann ist die Schlacht verloren. Dann muss sich nur noch jeder fragen, was er antworten wird, wenn seine Kinder und Enkel wissen wollen: Wo warst du, als es anfing und warum hast du nichts getan?

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Claes Elfszoon 21.05.2019, 17:09
16. Ganz so simpel ...

Zitat von claus7447
Die Wähler die AfD, FPÖ oder andere Populisten wählen kommen mir vor wie der Typ in der Kneipe der sagt "das Bier schmeckt mir nicht" und ins Klo geht um dort aus der Schüssel zu trinken. Es ist eben eine Frage der Entscheidung. Eines haben diese Wähler wohl vergessen: in unserem Leben muss man eben manchmal Kompromisse schließen und zulassen. Wer dies nicht kann oder bereit ist, was macht er in anderen Situationen?
... ist es eben nicht und da liegt die Gefahr den Gegner zu unterschätzen. Wir werden das in Österreich noch genauer studieren können. Die Bilanz dieser "unsäglichen Koalition" war messbar besser als die der letzten 10 Koalitionsjahre in Österreich und das wird den Ausschlag geben. Diese unangemessene Wählerschelte mag Ihrer Psyche zwar gut tun, sie führt letztlich aber zum Gegenteil dessen, was Sie wollen.

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Bekannt Bekannt 21.05.2019, 17:11
17. Und immer noch...

heißt es hier: Die bösen anderen.

Anstatt: Was haben wir falsch gemacht das so viele Menschen sich von den linek Parteien abwenden.

Unreflektiert auf "die anderen/die andere Sichtweise einschlagen".

Die anderen sind Schuld! Bloß niemals die eigenen Verfehlungen erkennen oder die Verfehlungen der etablierten Instrumenmtarien und Institutionen.

Als wären Schröder und Co. besser gewesen! Als wäre Merkel besser mit einer hunderte von tausend Euro teuren Geburtstagsfeier für einen der Industriellen Bosse auf Steuerzahlers Rechnung und der anscheinenden unantastbarkeit Deuscher Autoindustrie!

Die rechten sind wieder eine Gefahr weil die Linken völlig über den Bürgern hinweg handeln. National, Europaweit, Global. Seien es die alten, die mondernen, oder die Jungen.

Das einzieg was hier noch an diesem Artikel fehlt ist der Satz: "und dann klatschte der ganze Bus!" Aber das hat ja bereits die unglaubwürdige Kneipenszene geliefert.

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muellerthomas 21.05.2019, 17:13
18.

Zitat von Düppel
Das stimmt. Tatsächlich haben alle über kommen Parteien dutzende solcher Skandale und Ungefälligkeiten zu bieten und es gibt sie alle immer noch.
Welche vergleichbar großen Skandale gab es denn z.B. bei den Grünen?

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charlybird 21.05.2019, 17:16
19. Und was wollen Sie uns damit sagen?

Zitat von ciconia_nigra
Strache wird mit Alkohol und evtl auch Koks in einen Zustand der unzurechnungsfähigen Geschwätzigkeit versetzt - vor Gericht gibt es dafür selbst bei Mord regelmäßig mildernde Umstände - und äußert Dinge, die er vorher weder in nüchternem Zustand gesagt, noch irgendwann später tatsächlich getan hat. Im Gegensatz dazu nehmen wie mal von der Leyen, die Abermillionen für Aufträge an eine Beratungsfirma zahlt, bei der ihr Sohn arbeitet. Messen wir irgendwie mit zweierlei Maß? Aber hey, der Zweck heiligt eben die Mittel, wenn man sich auf der richtigen Seite der Geschichte wähnt. Und mich würde ja mal interessieren, was jenseits der zwei Promille auf Journalistenpartys für ein dummes Zeug geredet wird...
Dass ein Vizekanzler, immerhin der stellvertretende Regierungschef, sich auf einer Party mit Alkohol und Koks zudröhnt oder sich dröhnen lässt, um dann solche netten Beiträge zu produzieren, die man dann doch bitte anschließend als Schwachsinn entschuldigen möchte, weil der Mann ja besoffen und bekokst war ?
Alles klar, Herr Kommissar.
Und ''What aboutism'' zieht hier eigentlich momentan auch nicht.
Wenn man nämlich damit anfangen würde, muss man eine Menge, vor allem wirtschaftsnahe Kungeleien und böse Dinge im Verbund mit der Politik aufs Wägelchen stellen, die aber allesamt dieses Ding nun mal nicht ungeschehen machen.
Nehmen Sie es einfach zur Kenntnis, der Strache ist ein dreister, dusseliger Strizzi, das hat er nicht zum ersten Mal bewiesen.
Googeln Sie mal.

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