Forum: Politik
Rechtspopulisten: Weniger Flüchtlinge heißt nicht weniger AfD
AFP

Die Zahl der Asylanträge in Deutschland geht zurück. Wird die AfD deshalb Wähler verlieren? Wohl kaum. In einem Teil des Landes haben sich die Rechtspopulisten längst in der Gesellschaft verankert.

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Citizen of Dis 26.01.2019, 20:11
120. Herr Weiland versteht die Mathematik nicht

Wenn die Zahl der Erstanträge sinkt heisst es nicht dass das Problem der Massenmigrantion weniger geworden ist. Es heisst nur, das die Wachsttumsrate des Problems (graphisch die Steigung der Kurve) kleiner ist, das Problem also weniger schnell wächts, abes es wächst immer noch!
Die Zahl der Erstanträge ist immer noch um Größenordnungen höher als die Zahl der Abschiebungen. Über das Mittelmeer und die Balkanroute kommen immer noch Zigtausende Migranten nach Europa. Das heisst das Migrationsproblem wird immer schlimmer. Und wenn keine andere Partei Lösungen anbieten will, wird eben AfD gewählt, trotz allen Problemen.

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Patrik74 26.01.2019, 22:02
121. Auf den Punkt

Zitat von mucschwabe
Im Kern geht es doch gar nicht um die Angst vor Flüchtlingen. Es geht darum, einen Sündenbock zu haben, dem man alles negative im Leben aufsatteln kann. Deswegen ist die AfD im Osten so stark. Dort gibt es eben viele Underdogs oder zumindest viele, die sich so fühlen.
Der unterbelichtete braucht aber immer einen Sündenbock, um seine persönlichen Probleme irgendwie greifbar zu machen und sich daran abzuarbeiten - die meisten Menschen sind halt Haptiker, traurig, aber damit muss man leben.

Also zieht die Dorfgemeinschaft mit Fackeln und Mistgabeln raus in den Wald zum Köhler und verbrennt die Hexe - ändert zwar nichts an den Problemen, aber wenigstens hat man was getan. Irgendwas muss man ja tun. Leider fällt auch vielen Erwachsenen nichts besseres ein als diese infantile "Problemlösung"...

Alles andere sind pseudorationale Rechtfertigungsversuche der eigenen Unzulänglichkeit. "Die Ausländer stülpen uns ihre archaische Kultur auf" - klar, in Gegenden, wo sie max. 3% der Bevölkerung ausmachen, wäre das auch meine erste Sorge. Aber um sein Selbstbild vor der eigenen Schändlichkeit zu schützen, ist ja kein "Argumente" zu ... schwach.

Weite Teile der Bevölkerung sind zurecht unzufrieden mit ihrem Los, das gilt insbesondere im Osten - auch wenn vor jeder Wahl ominöse Umfrageergebnisse publiziert werden, die doch stark an das Arbeiter- und Bauernparadies erinnern - aber schuld an ihrer Situation ist die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte. Jetzt wieder Neoliberale zu wählen - dieses Mal eben rechtsradikale - um es den anderen mal so richtig zu zeigen, ist ungefähr so sinnvoll wie die Entscheidung der hiesigen Türken, ihre Landsleute in die Diktatur zu wählen, um es der deutschen Mehrheitsgesellschaft auszuweichen. Kann man so einfältig sein? Offensichtlich...

Macht euch nichts vor: Die AfD wird von (super-)reichen "aus dem Ausland" finanziert; sollte sie jemals an die Macht kommen - und da sei Gott vor - wird das letzte, was sie interessiert, die Anliegen des armen frustrierten Ossi-Rentners sein, ganz im Gegenteil.

Abgesehen davon, dass es infantil ist, denjenigen nachzulaufen, die nichts weiter können als gegen Prügelknaben zu hetzen, ist es nicht einmal zielführend, um die eigenen Probleme zu lösen. Man macht es nur noch schlimmer. Ist das wirklich so schwer zu erkennen? Hass mag ja blind machen, aber macht er auch dämlich?

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Peletua 27.01.2019, 08:01
122. #3, locate

Wissen Sie, wieviele Migranten Deutschland jedes Jahr verlassen - gezwungenermaßen, aber auch ohne dass sie dazu gezwungen werden? Diese Zahlen von denen der Zuwanderer abzuziehen, 'vergessen' AfD & Co. leider. Dass eine verkürzte, ganz offensichtlich von Panikmache beeinflusste Denkweise wie die Ihrige sich in Teilen der Bevölkerung so hartnäckig hält, hat seinen Grund sicherlich auch in der fehlenden Veröffentlichung solcher Zahlen. Denn nicht nur die AfD, auch CSU/CDU kochen ja ihr Süppchen auf dem Thema Flüchtlinge & Migranten. "Im Vergleich zu klassischen Einwanderungsländern wie den USA, Australien oder Kanada hat Deutschland einen hohen Anteil an kurzzeitiger Migration", schrieb die linker Gesinnung völlig unverdächtige 'Welt' 2015 (!). Klar, bei der freundlichen, gut informierten und überaus aufgeschlossenen Bevölkerung hier bleiben auch die dringend benötigten 'qualifizierten Migranten' nicht länger als unbedingt nötig...

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redwed11 27.01.2019, 09:27
123.

Zitat von Patrik74
Der unterbelichtete braucht aber immer einen Sündenbock, um seine persönlichen Probleme irgendwie greifbar zu machen und sich daran abzuarbeiten - die meisten Menschen sind halt Haptiker, traurig, aber damit muss man leben. Also zieht die Dorfgemeinschaft mit Fackeln und Mistgabeln raus in den Wald zum Köhler und verbrennt die Hexe - ändert zwar nichts an den Problemen, aber wenigstens hat man was getan. Irgendwas muss man ja tun. Leider fällt auch vielen Erwachsenen nichts besseres ein als diese infantile "Problemlösung"... Alles andere sind pseudorationale Rechtfertigungsversuche der eigenen Unzulänglichkeit. "Die Ausländer stülpen uns ihre archaische Kultur auf" - klar, in Gegenden, wo sie max. 3% der Bevölkerung ausmachen, wäre das auch meine erste Sorge. Aber um sein Selbstbild vor der eigenen Schändlichkeit zu schützen, ist ja kein "Argumente" zu ... schwach. Weite Teile der Bevölkerung sind zurecht unzufrieden mit ihrem Los, das gilt insbesondere im Osten - auch wenn vor jeder Wahl ominöse Umfrageergebnisse publiziert werden, die doch stark an das Arbeiter- und Bauernparadies erinnern - aber schuld an ihrer Situation ist die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte. Jetzt wieder Neoliberale zu wählen - dieses Mal eben rechtsradikale - um es den anderen mal so richtig zu zeigen, ist ungefähr so sinnvoll wie die Entscheidung der hiesigen Türken, ihre Landsleute in die Diktatur zu wählen, um es der deutschen Mehrheitsgesellschaft auszuweichen. Kann man so einfältig sein? Offensichtlich... Macht euch nichts vor: Die AfD wird von (super-)reichen "aus dem Ausland" finanziert; sollte sie jemals an die Macht kommen - und da sei Gott vor - wird das letzte, was sie interessiert, die Anliegen des armen frustrierten Ossi-Rentners sein, ganz im Gegenteil. Abgesehen davon, dass es infantil ist, denjenigen nachzulaufen, die nichts weiter können als gegen Prügelknaben zu hetzen, ist es nicht einmal zielführend, um die eigenen Probleme zu lösen. Man macht es nur noch schlimmer. Ist das wirklich so schwer zu erkennen? Hass mag ja blind machen, aber macht er auch dämlich?
Wieder ein Beitrag der Allgemeinplätze verbreitet. Sich um die Antwort zu konkreter Problemen zu drücken scheint bei Ihnen Methode zu sein.
Sagen Sie doch mal etwas zu den aktuellen Problemen über die verhältnismäßig hohe Zahl von Flüchtlingen an Gewaltdelikten, sagen Sie doch mal etwas über die mangelnde Integrationswilligkeit vieler Moslems in der 3. oder 4. Generation. Sagen Sie doch mal etwas über Zwangsheiraten, die Ablehnung der Gleichbrechtigung von Mann und Frau, die Diskriminierung von "Ungläubigen" durch Muslime. Sagen Sie doch mal etwas über die hochkriminellen arabischen Familienclans. Sagen Sie doch mal etwas über sich immer weiter ausweitende Parallelgesellschaften in vielen Städten.
Erst wenn Sie darauf Antworten geben ohne theoretische Abhandlungen über sogenannte Sündenböcke. Nur mit einer konsequenten Politik gegenüber diesen die freiheitliche demokratische Grundordnung gefährdende Entwicklungen ist die AfD auch wieder zurück zu drängen. Aber nicht mit Abhandlungen über die sogenannte Prügelknaben Theorie.

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mucschwabe 27.01.2019, 09:32
124. @ redwed11 Nr.119

Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die CDU mit Leuten in eine Koalition geht, für die die NS-Zeit ein Vogelschiss ist und die bei Flüchlingen von Messermigration sprechen. Ich halte das für unrealistisch. Die AfD wird vor allem im Osten gewählt. In Gegenden mit sehr niedrigem Migrationsanteil. Welche Erfahrungen meinen Sie denn? Ich lebe in München. Einer Stadt mit sehr hohem Migrationsanteil. Fast jeder zweite Einwohner hier hat ausländische Wurzeln. Gleichzeitig ist München die reichste und am stärksten wachsende Region in Deutschland. Die Arbeitslosigkeit und Kriminalitätsrate ist extrem niedrig. Wie passt das mit ihrer angeblichen Erfahrung zusammen? Speziell zu den Muslimen: es gibt 4% Muslime in Deitschland. Ist es wirklich rational, davon auszugehen, dass diese 4% bei uns die Scharia einführen? Zumal dies die große Mehrheit der Muslime selbst nicht wollen? In meiner Studienzeit war ich mit einer Muslimin zusammen und hatte dabei Erfahrungen mit dieser Kultur und diesen Menschen gesammelt. Ich bin dabei keinem begegnet, der die Scharia einführen möchte oder Ehrenmorde gut fand. Im Gegenteil. Duisburg Maxlohe ist sicher ein sozialer Brennpunkt und ein regionales Problem in einem Umfeld mit hoher Arbeitlosigkeit. Das eigentliche Problem ist wahrscheinlich eher der hohe Hartz4-Anteil dort.

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schnulli602 27.01.2019, 11:18
125. unerträgliche Vorurteile

In Ihrer Kolumne kolportiert Sie unglaubliche Vorurteile und stempeln die 5 neuen Bundesländer rassistisch ab, indem Sie die AfD als neue Ostpartei bezeichnen. Ich lese dort raus, dass es die neue Partei der Nicht-Intelligenten ist, die Partei der Minderprevilegierten, der Ossis eben. Ihre linke Arroganz ist so widerlich und bei genauer Betrachtung schon strafrechtlich relevant, da sie rassistisch ist und die Menschen der neueren Bundesländer pauschal verunglimpft. Vielleicht wollen Sie ja Sachsen auch wie Herr Augstein demnächst mit SA vorne schreiben. Ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken, wie ekelhaft ich diese linke moralinsauere Überheblichkeit finde

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brasilpe 27.01.2019, 11:29
126. bleibt den Altparteien nichts als die harte politische Auseinandersetzung ...

... die sie scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Offenbar kommen schwere Zeiten auf sie zu. Die AfD als Förderin des demokratischen Diskurses - merkwürdige Zeiten.

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berlin1136 27.01.2019, 11:34
127. AfD wir werden sehen.....

Leute warten wir doch einfach mal die Wahlen 2019 ab was mit der AfD passiert. Es liegt doch an den Parteiprogrammen, ob man der oder jener Partei zustimmen kann. Alles Andere ist doch hier nur Wunschdenken oder Kaffeesatzleserei. Als bekennender LINKS Wähler bin ich auch nicht mit deren Meinungen zur Migrations- und Flüchtlingsfrage einverstanden. Wie kann man ein jeweiliges Nichteinverstandensein mit dem Programm einer Partei, diese nicht wählen. Entspannt Euch wir werden sehen was uns 2019 beschert wird. Meine Prognose aus jetziger Sicht: Die etablierten Partei um nicht zu sagen die Systemparteien werden weiter abschmieren. In den Ostländern wird leider der erste AfD Ministerpräsident gekürt. Da können die Etablierten noch so sehr wie Rumpelstilzchen um Feuer springen.

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