Forum: Politik
Rechtsstreit zwischen Parteifreunden: CDU vs. CDU
Uli Deck, Monika Skolimowska/ DPA

Die Unionsparteien ringen um ihren künftigen Kurs - und zwei Christdemokraten streiten sogar vor Gericht: Der Chef der konservativen Werteunion hat eine einstweilige Verfügung gegen seinen liberalen Widerpart erwirkt.

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ddcoe 26.04.2019, 05:56
1. Die Union im Sandkasten

Als Bürger Frage ich mich inzwischen - befindet sich die Union schon in Auflösung? Irgendwelche unbedeutenden Leute aus der Werteunion - Klein Annegret mitten drin - halten sich für irgendwie wichtig. Verwertbare Leistung ist bei den Ministern der Union nicht mehr zu erkennen.

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jsavdf 26.04.2019, 06:14
2. Da scheint

jemand um zu wenig mediale Aufmerksamkeit zu verfügen um einen politischen Streit mit Argumenten zu führen.
Wir können doch nicht Gerichte die politische Diskussion leiten lassen, das geht verfassungsrechtlich nur beim Bundespräsidenten. Aber wir reden hier von der Union, zu Wahl ist dann wieder Friede Freude Eierkuchen damit sie den Kanzler stellen. Komisch das keiner klagt, wenn behauptet wird, man habe keinen Plan, den Vorwurf halte ich für viel schlimmer. Haben sie Angst davor, dass gerichtlich diese Aussage als richtig gewertet wird?

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dasfred 26.04.2019, 06:19
3. Lustig und traurig zugleich

Einerseits bin ich amüsiert, dass sich die CDU endlich auch zerlegt. Eine nur Rechte, Neoliberale CDU verliert deutlich an Stimmen. Andererseits möchte ich auch keine Verhältnisse, wie im vielen europäischen Ländern, in denen sich die Regierung aus diversen Splitterparteien zusammensetzt und überhaupt keine richtige Politik mehr auf die Reihe bekommt. In der SPD gibt es derzeit keine Perspektive und die Grünen schaffen es auch noch, sobald sie mit Habeck an Sympathie gewinnen, sich wieder mit irgendeiner Spinnerei wie Veggiday, höheren Spritkosten, Gendergedöns oder was auch immer, der Springerpresse zum Fraß vorzuwerfen. Ich verstehe diese Werte CDU nicht. Haben die nicht mitbekommen, was in Ländern abgeht, die mit ihrer Politik zurück in die Fünfziger wollen?

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kochra8 26.04.2019, 06:24
4. Naja

Den anderen Schuld in die Schuhe schieben (Werteunion gegen Merkel) ist halt nunmal leicht; hoffe nicht, weil sie eine Frau ist (sic!). Dann aber gleich mit so harten Bandagen reagieren, weil da zurückgeschlagen wurde, scheint typisch für eine starre, absolutistische Scholastik!

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haresu 26.04.2019, 06:58
5. Die CDU ist mit sich selbst beschäftigt

Gruselig, lächerlich und irrelevant. Die Einen imaginieren sich eine Welt von vorgestern zusammen und die Anderen sind auch noch meilenweit davon entfernt ein Teil der Lösung für die wichtigsten Zukunftsfragen zu sein. Der Streit hat leider zur Folge, dass die beiden Positionen als Pole eines legitimen und vernünftigen Meinungsspektrums gesehen werden, eine wirkliche Neuorientierung wird so verhindert. Das Gros der Partei mitsamt der neuen Parteichefin scheint mittlerweile alle Energie darauf zu verwenden die Partei zusammenzuhalten, aber viel mehr als faule Kompromisse werden dabei nicht rumkommen. Die lebendigen und relevanten inhaltlichen Diskussionen finden derweil anderswo statt.

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claus7447 26.04.2019, 07:58
6. CDU und die gelebte Demokratie

Da ist sie wieder, die CDU wie sie leibt und lebt. Das machte sie mir schon zu Adenauer's Zeiten so (un) sympatisch. Da weiss man was man hat. Nun die CDU Fans werden sich noch gerne an die Zeiten unter einer Frau Merkel erinnern.

Es gibt Parteien die werden sie nicht missen und wie gesagt: Demokratie ist eben ein schwieriges Unterfangen, auch innerparteilich.

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hausfeen 26.04.2019, 08:24
7. Verdrehte Welt. Merz ist mitnichten ein Konservativer.

Sondern eher ein monitärer Freigeist. Geld, das verdient wurde, muss auch ohne Skrupel und Grenzen ausgegeben werden dürfen. Lass knacken Alter.

Und genau den hat die Flügelhaut der Union als ihren Wunschkandidaten fürs Kanzleramt auserkoren? Kann man irgendwo die Definition dieser Gruppe des Begriffes "Konservativ" nachschlagen?

So von außen betrachtet, als Nicht-Union-Wähler, ist doch AKK die perfekte Konservative.

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yvowald@freenet.de 26.04.2019, 08:56
8. Langfristig Kurswechsel anstreben

Angela Merkel hat die CDU liberalisiert, aber leider nicht sozialisiert. Noch immer bestimmen diejenigen den Kurs der Partei, die sich der Großwirtschaft und der Hochfinanz eng verbunden fühlen. Das sollten inzwischen (fast) alle Wählerinnen und Wähler der CDU erkannt haben, um daraufhin (vielleicht) eine andere Wahlentscheidung zu treffen.
Wenn wir allesamt ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit wünschen (gerechtere Einkommens- und Vermögensverteilung), sollte auch die CDU, gemeinsam mit der CSU, einen Kurswechsel anstreben. Ansonsten dürfte sie langfristig kaum Stimmenzuwächse erzielen. Will sie das?

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qoderrat 26.04.2019, 09:06
9.

Zitat von claus7447
Da ist sie wieder, die CDU wie sie leibt und lebt. Das machte sie mir schon zu Adenauer's Zeiten so (un) sympatisch. Da weiss man was man hat. Nun die CDU Fans werden sich noch gerne an die Zeiten unter einer Frau Merkel erinnern.
Das wage ich jetzt aber stark zu bezweifeln.

Frau Merkel wird als die Kanzlerin in die Geschichtsbücher eingehen, die verantwortlich ist für die Spaltung der EU, der Bevölkerung in D und letztlich vielleicht auch für die Spaltung der eigene Partei.

Und in deren Regierungszeit der Aufstieg der Rechten fällt, die sich trotz nun wirklich ausreichender Belege von Korruption und Unfähigkeit in der Parteienlandschaft in allen Ebenen stabil etabliert haben.

Eine echte Erfolgsbilanz.

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