Forum: Politik
Rede des US-Außenministers in Brüssel: Pompeo will internationale Institutionen "refo
FRANCISCO SECO/POOL/EPA-EFE/REX

Die USA arbeiten laut Mike Pompeo an einer neuen Weltordnung - und sie soll nach einem schlichten Prinzip funktionieren, wie der US-Außenminister in einer Grundsatzrede verdeutlichte: "America First".

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cherrypicker 04.12.2018, 16:31
1. US-amerikanischer Schwanengesang

Die USA sind so gut wie pleite, die Infrastruktur ist völlig verrottet und das Land konsumiert seit Jahrzehnten mehr als es selber herstellt. Stehen tun die Amis nur noch, weil sie die Weltreservewährung halten und sich daher (noch) beliebig verschulden können. Der Unilaterale Kurs unter dem Motto "America first" wird nicht für mehr Sicherheit sorgen, sondern für mehr Rüstungsausgaben. Und die haben bereits vielen anderen Großreichen zuvor das Genick gebrochen, von den alten Römern bis zum Britischen Empire. Wenn den internationalen Geldgebern (also den Überschussländern wie China) erst klar wird, dass die USA nichts mehr zu bieten haben außer hohlen Phrasen, wird sie niemand mehr finanzieren. Und dann kracht das ganze Kartenhaus in sich zusammen. Nur weiter so. Das einzige was größer ist als die Dämlichkeit dieses Herrn Pompeo ist seine Arroganz.

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stepanus34 04.12.2018, 16:37
2. Das sind klare Worte.

Ich mag es, wenn Klartext gerdet wird. Das ist ehrlich. Die Botschaft allerdings ist keine gute, für niemanden. Selbst nicht für Amerika. Wer sich dafür interessiert, warum Amerika sich entwickelt, wie es sich gerade entwickelt, dem empfehle ich das Buch "Vom Schatten zum Licht", Autorin White. Interesssant auch, warum sich die restliche Welt so klar von Putin, aber nicht noch klarer von Trump distanziert. Das bedeutet, dass letztlich alle sich diesem ungerechtfertigten Diktat beugen.

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Advo67 04.12.2018, 16:39
3. Warm anziehen

Man darf gar nicht daran denken, wie es mit unserer Welt weitergeht, wenn die Amerikaner nicht spätestens bei den nächsten Präsidentschaftswahlen diese brandgefährliche Regierung abwählen. Wenn denen erlaubt wird, über viele Jahre hinweg an einer auf Lügen aufgebauten "neuen Weltordnung" zu basteln, dürfen selbst wir Europäer uns nicht mehr sicher fühlen. Erschreckend, dass so viele Amerikaner das Gefahrenpotenzial dieser Hass- und Ego-Administration offenbar immor noch nicht erkennen (wollen).

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claus7447 04.12.2018, 16:42
4. Hybris

man kann nur staunen - was bilden sich diese Populisten ein - USA unterwirft den Rest der Welt. Da ist dich zu hoffen, dass dies nie gelingt. und wie war das Wer etwa Verträge breche, müsse zur Verantwortung gezogen werden - da würde ich doch gleich mal im eignen Saustall kehren - s. Iran Vertrag.

USA hat allerdings schon immer versucht sich aus einer Verantwortung zu stehlen - z.B. nie dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag beigetreten - man fürchtete Auswirkungen ggü US-Soldaten - wie war nach den Vorkommnissen im Irak.

Man kann nur hoffen, dass in 2 Jahren Schluss ist mit diesem Volkstheater.

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quark2@mailinator.com 04.12.2018, 16:45
5.

Ich würde mir eher wünschen, daß das Internationale Recht (Völkerrecht ?) endlich wieder umfassender respektiert wird, d.h. das es eben keine Angriffe ohne UN-Resolution gibt, auch nicht mit Drohnen oder Software und daß das Folterverbot wieder sauber umgesetzt wird. Den USA mit 350 Mio. Menschen wird es sicher auf Dauer nicht gelingen, die ganze restliche Welt in Geiselhaft zu nehmen für ihre dauernden Kriege und ich hoffe es noch zu erleben, daß sie die Dominanz in der Finanzwirtschaft verlieren und nicht mehr alle Leute dazu zwingen können, in Dollar zu handeln und dann noch vorschreiben, wer mit wem Handel treiben darf. Das erinnert doch alles sehr daran, wie man mit den Indianern und Hawaiianern umgegangen ist. Diese ewige Selbstsüchtigkeit, dieses ewige Bedürfnis allein der ganzen Welt zu sagen, was richtig ist ... es nervt mich mein ganzes Leben lang. Sie sollen endlich raus aus Europa. Es reicht, was rundrum bereits angerichtet ist.

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frenchie3 04.12.2018, 16:47
6. Die Rede unbedingt aufheben

Wird DER Knaller am Rosenmontag. Vielleicht sollte der Rest der Welt jetzt doch mal in den Handelskrieg einspringen. Wenn man in zwei Jahren Carepakete in die US (das kleine Ex-ganz-groß-Land, wißt Ihr noch?) liefern muß ist das immer noch billiger als künftig als Filialen von Donnie Enterprises zu dessen Konditionen Geschäfte machen zu müssen. Sollte man mal nachrechnen

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Sozialist76 04.12.2018, 16:49
7. America last

Ich hoffe, dass sich mehr aks 7 Milliarden Nicht-US-Amerikaner weltweit, dieser Form der US-Weltherrschaft widersetzen.

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redrat69 04.12.2018, 16:49
8. Der Anfang vom Ende

Hier zeigt sich wohl das letzte Aufbäumen einer Großmacht - wie so oft in der Geschichte zuvor.

Europa sollte einträchtig reagieren: Europe first - let’s make Europe great again. Wir schaffen das ;)

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magam-13 04.12.2018, 16:49
9. Danke Mr. Pompeo . . .

. . . jetzt hören wir es auch von einem anderen Mitglied der Trump Administration: Ihr wollt die Weltherrschaft durch ökonomischen Druck - nicht nur durch militärischen. Wer nicht für euch ist der ist gegen euch. Wer nicht das Lied "America First“ singt geht unter.
Nochmals Danke Mr. Pompeo. Eine bessere Argumentation die Europäische Union auszubauen und zu stärken hätte niemand besser abliefern können. Wir wissen woran wir sind und was wir von Amerika (nicht) erwarten können, und das ist gut so. Ich freue mich wirklich daß es mal so klar von einem Mitglied der amerikanischen Regierung in Europa öffentlich gesagt worden ist.
Wenn Fr. Baerbock weiter fordert wir sollen wegen der Banditen in der Ukraine auf North Steam 2 verzichten dann stelle ich fest: Ihr habt leider garnichts begriffen. Lieber mache ich mit Russland Handel bevor ich mich von den USA unterjochen lasse. Wo ist sie hin, die wunderbare Amerikanische Mär von Freiheit und Chancen für Alle. Amerika ist mit und unter Trump wirklich am Ar***.

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