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Rede an die Nation:Putin sieht Russland als Opfer des Westens
DPA

Russland steckt in einer schweren Krise, politisch wie wirtschaftlich. In dieser angespannten Lage wendet sich Präsident Putin an sein Volk - und verteidigt das militärische Vorgehen auf der Krim. Die Region sei "heilig" für sein Land.

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domingo 04.12.2014, 10:49
20.

Wie aus dem letzten Jahrhundert redet der Mann. Und es gibt immer noch Leute die den verteidigen. Freiheitsliebende Demokraten können das nicht sein.

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themistokles 04.12.2014, 10:50
21.

Nun... ich sehe eher die Ukraine als Opfer von Machtspielchen.

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f_bauer 04.12.2014, 10:55
22. Lustig, wieviele Unterstützer der hier hat

"Heilig", "große Nation". Alles sehr rational. Dazu noch eine Paranoia bzgl. irgendeiner Unterwerfungspolitik des Westens. Genau, Merkel hat den ganzen Tag nix anderes zu tun, als darüber nachzudenken, wie man Russland unterwerfen, demütigen, schwächen oder gleich ganz ausradieren kann. Putin sollte wissen, dass im Westen nur noch nach Wirtschaftsinteressen regiert wird, und deshalb haben sich die westlichen Regierungen Russland jahrelang angebiedert, selbst als schon klar war, dass in Russland von einem "Diktator light" die Menschenrechte wieder mit Füssen getreten werden. Diese Anbiederung hat doch erst aufgehört, als Russland sich entschieden hat, die Verträge zur Ukraine von einem Tag zum Nächten zu brechen.

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Meconopsis 04.12.2014, 10:56
23. Tja, die Krim...

Nun ja, was soll man dazu sagen. Die Bedeutung der Krim für die russische Kultur wird so gut wie von niemandem in Russland in Zweifel gezogen.
Die Krim war bis zum Ende der Sowjetunion niemals Bestandteil eines unabhängigen ukrainischen Staates. Noch nicht mal der oft zitierte Nationalist Bandera hätte im Traum daran gedacht, ukrainische Ansprüche auf diese Halbinsel anzumelden. Ethnisch, kulturell und historisch ist die Krim russisch. In Jalta steht der Lieblingspalast der Zaren. Allenfalls die Tataren können noch einen historischen Anspruch auf die Krim anmelden, und ihre Rechte werden von Moskau auch anerkannt.

Es war einzig und alleine die völkerrechtlich sehr fragwürdige Schenkung von Nikita Chruschtschow, der die Krim 1954 innerhalb der Sowjetunion der Ukrainischen SSR zuschlug. Hauptsächlich auf diesen absurden Vorgang kann sich die ukrainische Regierung berufen, wenn sie die Krim auch weiterhin als Teil ihres Territoriums betrachten möchte.

Und nun die spannende Frage: Warum hat Russland die Krim in den Jahrzehnten zuvor nicht schon längst von der Ukraine zurückgefordert ? Das ist ganz einfach zu beantworten: Russland betrachtete die Ukraine in der Tat als Brudervolk und befreundete Nation und Teil seiner Einflußsphäre. Alles andere war undenkbar und unvorstellbar, auch für Gorbatschow, Jelzin und jetzt Putin.
Aber in dem Moment, in dem sich die neue Staatsführung nach dem Sturz Janukowitsch' eindeutig gegen Russland positionierte, haben sich für die russische Führung mit einem Schlag die Koordinaten verschoben. Oder man könnte auch sagen: da ist das das Budapester Memonrandum einfach aus seinem Rahmen gefallen (im übrigen nur ein Memorandum, kein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag, wenn auch von westlicher Seite immer so getan wird).

Die russische Staatsführung, ebenso wie die große Mehrheit der Bevölkerung hat die Krim immer als eine Art Leihgabe an eine befreundete Nation gesehen. Und wenn die Freundschaft aufgekündigt wird, dann holt man sich das Geliehene eben wieder zurück. In dieser Art werden Sie es in Russland überall zu hören bekommen.

Bei uns hingegen ist immer nur vom Verstoß Russlands gegen das Völkerrecht die Rede. Wir sind offenbar nicht imstande, mal einen Blick über den Tellerrand zu wagen und ziehen uns ständig auf formaljuristische Positionen zurück. Das wiederum ist reichlich dumm und engstirnig. Unter diesen Voraussetzungen werden Deutschland, die EU und Russland noch jahrzehntelang aneinander vorbeireden. Da bleiben dann nur Sparachlosigkleit und Unverständnis zurück - zum Schaden aller.

Viellecht versteht jetzt der eine oder andere auch ein bischen besser, was der vielgescholtene Platzeck eigentlich vermitteln wollte.

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Uban 04.12.2014, 10:57
24. werden jetzt die Interesse Deutschlands ...

.. und des Westens jetzt auch auf dem Krim "verteidigt" werden müssen ?

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muellerthomas 04.12.2014, 10:57
25.

Zitat von olivervöl
Goldreserven Russlands 1999: 12 Mrd US$, heute 500 Mrd $
Wo haben Sie die Info denn her?

Die gesamten Reserven beliefen sich zuletzt auf 420 Mrd. USD Wert, davon aber nur ein Teil in Gold, nach meiner Info gemäß Bloomberg waren es Ende Oktober 45,3 Mrd. USD Goldwert.

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Wunderläufer 04.12.2014, 10:58
26. Oje

Einfach nur jämmerlich der Typ. Armes Russland, was passiert, wenn Putin nicht mehr am Ruder ist?

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moeh1 04.12.2014, 10:59
27. Putin

Putin sollte nicht versuchen den Westen für die Misere Russlands verantwortlich zu machen. Er hat es nicht geschafft die Wirtschaft zu modernisieren und wettbewerbsfähig zu machen, die Infrastruktur zu erneuern und die Korruption zu bekämpfen. Russlands kann nur Waffen und Gas verkaufen.
Seiner Politik, die sich von der sowjetischen nicht sehr unterscheidet ist es zuzuschreiben dass sich die Nachbarn von Russland fürchten und in die Nato wollen. Putin mag von der UdSSR träumen aber die Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen.

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competa1 04.12.2014, 10:59
28. Nein..

Zitat von walter kuckertz
Fehlt nur noch, dass sich Putin auf die Vorsehung beruft!
..das macht der Kapitalisimus schon!

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wwwaerme 04.12.2014, 11:00
29. Die Knie beugen?

Einen Kniefall Russlands wie ihn die Amerikaner anstreben wird es sicher nicht geben. Eher wird es eine weitere Eskalation und damit Schlimmeres geben. Die Europäer sollten sich nicht vor den US-Karren spannen lassen und nach einer Lösung suchen die Russland ermöglicht ohne Gesichtsverlust die Konfrontation zu beenden. Die letzten Äußerungen von Frau Merkel sind da allerdings wohl denkbar ungeeignet.

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