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Rede an die Nation:Putin sieht Russland als Opfer des Westens
DPA

Russland steckt in einer schweren Krise, politisch wie wirtschaftlich. In dieser angespannten Lage wendet sich Präsident Putin an sein Volk - und verteidigt das militärische Vorgehen auf der Krim. Die Region sei "heilig" für sein Land.

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KingTut 04.12.2014, 11:00
30. Feindbilder

Zitat von Rassek
[na denn] lasst ihm doch seine Krim. Die wollen doch auch zu Russland
Ob "die" tatsächlich auch zu Russland wollen, wissen weder Sie noch ich, noch sonst jemand auf dieser Welt, denn die Pseudowahlen, die auf der Krim unter vorgehaltener Kalaschnikow stattfanden, sind mit demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien völlig unvereinbar. Das wäre ungefähr genauso, als hätten schottische Milizen in einer Nacht- und Nebelaktion alle öffentlichen Gebäude im Land besetzt und innerhalb von ein paar Tagen Wahlen ausgerufen, bei denen nicht mal die Option "nein" zu sagen zur Verfügung gestanden hätte. Außerdem darf ich Sie daran erinnern, dass Russland sich im Budapester Memorandum von 1994 zur Achtung der territorialen integrität der Ukraine verpflichtet hat. Das schließt die Krim mit ein.

Mit seiner heutigen Rede bedient Putin vor allem die russischen, rechten Nationalisten und führt damit aber gleichzeitig die eigene Politik vor der Weltöffentlichkeit ad absurdum. Seine Angriffe gegen den Westen und seine gespielte Gelassenheit in Bezug auf die Sanktionen haben vor allem innenpolitische Gründe. Wenn ihm nämlich gelingt, ein äußeres Feindbild aufzubauen, dann hat er es wesentlich leichter, gegen Kritiker im eigenen Land vorzugehen. Kritische Politiker, Journalisten, Internetforen und Demonstranten werden auf diese Weise schnell zu Verrätern abgestempelt und sind somit gesellschaftlich vogelfrei.
Soviel zu dem "lupenreinen Demokraten" Putin.

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toscana57 04.12.2014, 11:02
31. Putin hat Realitätssinn verloren

Da kann ich die Nachbarstaaten verstehen, die mehr militärische Präsenz an ihren Grenzen zu Rußland haben wollen. Wer weiß, was Hr. Putin und seinen Gefolgsleuten noch alles heilig ist.
Dem Präsitenten eines Landes sollten zwei Dinge wichtig sein und das ist die Anerkennung der Staatsgrenzen von Nachbarstaaten und die Achtung des Völkerrechts.
Dann könnte man auch noch Pressefreiheit und ein paar andere Dinge dazuzählen.
Aber wie kommt dieser Verrückte darauf, aus irgendwelchen Heiligtümern Rechte für sich und sein Land ableiten zu wollen und damit gegen Völkerrecht zu verstoßen ?
Dem Mann ist mit Diplomatie anscheinend wirklich nicht beizukommen. Schade eigentlich, das wir langsam wieder Richtung Kalter Krieg abdriften, anstatt Partnerschaft und Kooperation auszubauen.

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annetteseliger 04.12.2014, 11:02
32. Wäre Russland in der EU......

dann wäre das Land ein Musterschüler aufgrund seiner Wirtschsftsdaten. Das Land ist lediglich mit 12-13% seiner BIP verschuldet. Da reicht in Europa nur Luxemburg mit seinem kriminellen Steueroptimierungssystem auf Kosten der anderen EU Staaten heran. Allein hieran erkennt man doch dass Europa nicht solidarisch sondern gemein egoistisch ist. Russland war nie betroffen von der Subprime Krise ausgelöst durch die U.S.A.. Nur die "gewählten" Europäischen Volksvertreter (gesponsert von der Finanzindustrie), die unter einer Decke mit dem amerikanischen Establishment stecken, haben diesen grössten Raub an den Menschen in der EU und Amerika mitgetragen. Unter dem Deckmantel der "gemeinsamen Werte" trägt man jetzt die Demokratie nach Osten (als ob es dort keine gäbe) und möchte die Völker des Ostens aus den Klauen des Bären befreien. Wie blöd ist unsere Welt geworden und wie blöd ist unsere Presse und auch noch weiterhin dies - Guter Westen - böser Osten - Bild verkaufen zu wollen.

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freespeech1 04.12.2014, 11:03
33.

Zitat von analyse
einbinden können,statt es langfristig nach Asien/Pazifik zu treiben !Da fehlt wohl ein einflußreicher strategischer Kopf in den USA.
Der erste Satz ist richtig, Russland wird in einen Block mit China getrieben, da sieht Resteuropa dann ziemlich schlecht aus.
Den zweiten Satz kann ich nicht nachvollziehen, denn die USA sind nach der Spaltung Europas großer Sieger neben China. Europa ist nur noch ein stark geschwächter internationaler Konkurrent. Strategisch eine Meisterleistung der USA, die darüber hinaus auch die EU spalten wollen, 2003 durch die Teilung in das alte und neue Europa, zuletzt anch der Provozierung des Ukraine-Konflikts und durch Anheizung eines Ungarn-Konflikts. Wer diese Strategie nicht erkennt, hat politische Scheuklappen vor den Augen.
Russland, so scheint es, wird diese Spaltung akzeptieren.

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kdshp 04.12.2014, 11:09
34.

Zitat von f_bauer
"Heilig", "große Nation". Alles sehr rational. Dazu noch eine Paranoia bzgl. irgendeiner Unterwerfungspolitik des Westens. Genau, Merkel hat den ganzen Tag nix anderes zu tun, als darüber nachzudenken, wie man Russland ......
Vieleicht ist es das! Russland ist in der heutigen zeit ein "nichts" gerade wirtschaftlich. Und auch herr putin hat es ja nicht geschaft russland aufzubauen.

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Peter Uhlemann 04.12.2014, 11:10
35. Die Anderen

Zitat von sman1983
Klar, die anderen sind schuld. Wie immer.
Stimmt. Aus der Sicht des Westens, und wohl auch aus Ihrer, sind ja auch immer die Anderen schuld.

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quakiutel 04.12.2014, 11:10
36. RU sollte die UKRAINE auf 100 Jahre pachten -

- und was sie sonst noch zu brauchen meinen.
Übrigens ist es ein uralter Trick um von eigenen Problemen abzulenken, ein Volk zu besonderen Opfern und Leistungen anzutreiben: wenn man sich Feinde von aussen sucht!

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seneca55 04.12.2014, 11:11
37. Man kann die Argumente Putins in der Rede an die Nation

Russland schwerlich den Boden entziehen. Die USA warteten tatsächlich auf die Gelegenheit Russland wieder nach dem Ende der Kriege in der Islam. Welt zum Feind zu machen, weil sie eine Gegenmachtposition nicht erträgt: Veto gegen Flugzone a la Libyen in Syrien. BRICS-Entwicklung, Snowden-Asyl, South-Stream zum Balkan und Italien, EURASIA-Union unter Einschuss der Ukraine... Dann hat Nuland/Obama die Reissleine gezogen und die Islamische Welt z.G.der Ukraine Priorität gegeben und den Machtkampf um Kiew eröffnet vor einem Jahr. M.W. ist die Krim seit Katharina d. G. 1780n. C. Russland zugehörig gewesen, nachdem es dem Imperium Ottomanum entrissen wurde und im Krim-Krieg mit knapp 1. Mio. Russ. Opfer gegen GB, Frankreich Napoleon III.und den Türken 1853-56 verteidigt wurde, vom WK2 ganz zu Schweigen. Jetzt hat der Westen einen neuen Wirtschaftskrieg seit Mai gegen Russland eröffnet und der soll dauern und alle müssen deshalb den Gürtel enger schnallen, auch in Deutschland. Obama muss selber seinen Drohnenkrieg, NSA-Überwachung weltweit und Rassismus Zuhause rechtfertigen wie auch seine diktatorischen Maßnahmen gegen den eigenen Congress und Teile der US-Staaten - 17 Staaten verklagen ihn Zuhause bereits - Die Russen werden Putin mit großer Mehrheit folgen.

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Ein Bekehrter 04.12.2014, 11:11
38. Nix gelernt? Mehr Geschichtsbücher lesen.

Putin hätte mal nachlesen sollen, wie sehr und wie lange Deutschland unter dem Einmarsch 1939 gelitten hat. Das wird jetzt für ihn und der Krim ähnlich ablaufen.

Dabei fällt mir ein: die USA hätten auch der Literatur entnehmen können, dass England zweimal und Russland einmal aus Afghanistan erfolglos rausgeflogen sind.
Und Frankreichs Niedergang in Vietnam hat den USA auch nicht den rechten Weg gezeigt.

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lohnbuchhalter 04.12.2014, 11:12
39. Putin hatte noch vor kurzem erklärt

das die Sanktionen, eine Chance für die russische Wirtschaft seien und Russland damit überhaupt keine Probleme hätte. Er geht in die Geschichte ein, weil er die Krim "zurück ins Reich" geholt hat, aber die Bevölkerung zahlt einen sehr hohen Preis dafür.
Ich glaube nicht das Putin in einem Jahr noch an der Macht ist. Mehr Schaden für Russland ist kaum noch zu toppen.

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