Forum: Politik
Rede in Florenz: May will Übergangsphase nach Brexit
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Im März 2019 wird Großbritannien nicht mehr Mitglied der EU sein - doch für danach soll es Übergangsregeln geben, fordert Premierministerin May.

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vipclip 22.09.2017, 17:51
60. Brexit heißt Brexit

und nicht nur ein bischen Brexit, das waren doch ihre Forderungen und die der Befürworter. Es gibt keine Rosinenpickerei mehr, das muss sie nun mal begreifen.

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Kurt2.1 22.09.2017, 17:55
61. #52

Zitat von MütterchenMüh
Vieles spricht dafür, daß es eine Übergangsfrist geben wird. Allein die bürokratisch, organisatorischen Abläufe können in der verbleibenden Zeit, egal ob weicher oder harter Brexit, gar nicht realisiert werden, und zwar auf allen Seiten. Daher halte ich eine Übergansfrist für möglich und vernünftig, würde am Brexit an sich ja auch nichts ändern. Fraglich ist natürlich ob alle EU-Staaten an einer Übergangsfrist zustimmen würden. Wäre ja nicht das erste Mal das EU-Vertragsrecht "gedehnt" wird.
Nach 2 Jahren ist laut §50 Schluß.
GB hat es nicht in der hand, die Frist zu verlängern. Das kann ausschließlich die EU, aber nur mit absoluter Einstimmigkeit. Die sehe ich noch nicht bei allen 27.

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Luscinia007 22.09.2017, 17:56
62.

Zitat von traktorfahrer
Eventuell möchte ja Frau May eigentlich einen Rückzieher vom Brexit machen. Da käme eine Übergangsfrist von zwei Jahren ja ganz gelegen. Da könnte Zahlungen+EU-Regelungen (inkl. Freizügigkeit, also Modell Norwegen) vermutlich noch verkaufen - ist ja nur für eine "Übergangsfrist". Anschließend könnte man die Übergangsfrist nochmals verlängern (und nochmal und nochmal). Die ganze Zeit würde GB zahlen+EU-Regelungen übernehmen, aber natürlich nicht mehr mitbestimmen. Eventuell traut sich dann ein Nachfolger, doch wieder ein Beitrittsgesuch zu stellen. Zumindest hatte die Wirtschaft dann Zeit, sich langsam auf den Brexit einzustellen (und die Schäden wären vermutlich schon weitgehend eingetreten und gerade in GB sehr groß). Natürlich wäre das Ergebnis nicht so glamourös wie mancher Forenposter sich hier erträumte ("für die nationale Souveränität zahlt man gerne mal ein paar Euro mehr" [in Bezug auf die 100 Mrd-Forderung der EU]), aber hey, das Leben ist nun mal hart...
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Und wenn ja, für wie lange? Bis zum nächsten Referendum? Bis zum nächsten Politiker, der das Schicksal seines Landes verzockt? Bis zur nächsten "Blond ambition", der um der eigene Karriere willen sein Land in den Untergang führt?
Nach insgesamt vier Jahren Übergangsphase werden die Verhandlungen auch nicht weiter sein als jetzt bei der zweijährigen Übergangsfrist.
Und warum sollten 27 EU-Länder noch jahrlang in der Schwebe leben, nur weil die Briten wieder mal nicht wissen, was sie wollen?

Die Wirtschaft, die europäische und die internationale, braucht klare Entscheidungen, was wann und wo passiert, damit man Strategien und Investionen an die zukünftigen Bedingungen anpassen kann. Und zwar jetzt, und nicht zehn Jahren! Vielleicht! Oder auch nicht!
Genauso wie die Menschen, die vom Brexit betroffen sind, die wissen müssen, wie lange sie noch und zu welchen Bedingungen sie noch arbeiten und leben können. Und zwar jetzt!

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disi123 22.09.2017, 17:56
63. Politik

Zitat von chardon
Wenn ich richtig verstanden habe, will GB die EU verlassen, und nicht die EU hat GB aufgefordert zu gehen. Was will GB noch? Die Ausgangstür ist offen. Hat nicht Theresa May gesagt, besser kein Deal als ein schlechter Deal? Also, inwiefern wäre die Rede gut, Forderungen zu stellen warum? Dass GB geht? Aber genau das, nämlich g-e-h-e-n will GB, also geht endlich! Oder will May noch das Konto und die Kasse mitnehmen? Als Belohnung sozusagen? Vielleicht ist mein Kommentar so dämlich wie die Fragen, bzw. die Antworten Frau Mays.
Das Volk der UK will aus der EU, ob da jetzt einige Politiker verpennt haben oder andere Luegen erzaehlten sei mal dahingestellt.
Aufgabe der Politik ist es jetzt das so 'smooth' und 'swift' wie moeglich zu gestalten, dabei das Leben ALLER EU Buerger (inklusive UK) beruecksichtigen.
Die wollen die EU nicht bekaempfen oder niedermachen sondern einfach aus dem EU Parlament und mit der EU zusammenarbeiten.
So ungefaehr habe ich die Rede ausgefasst.

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spondabel 22.09.2017, 17:56
64. Nein Frau May

Wir brauchen keine "kreativen Lösungen" und auch keine Übergangsphase, die die Hängepartie nur verlängern würde. Entweder schaffen es ihre Unterhändler mal zur Sache zu kommen oder es wird in einem Jahr einen harten Brexit geben. Ich hoffe unsere EU Unterhändler lassen sich nicht über den Tisch ziehen.

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chardon 22.09.2017, 17:57
65. @# 58 parrotadvice4u

Zitat von parrotadvice4u
Ist dies innerhalb der EU bereits Pflicht sich anzumelden: (http://www.eu-info.de/arbeiten-europa/jobsuche-arbeiten-europa/EU-arbeiten/) Zitat: "Die für die Anmeldung vorgesehene Frist muss mindestens drei Monate ab dem Zeitpunkt der Einreise betragen. Auf Vorlage des Personalausweises oder des Passes und einer Einstellungsbestätigung des Arbeitsgebers oder einer Arbeitsbescheinigung muss unmittelbar eine Meldebescheinigung ausgestellt werden." Da es in dem UK eine solche Pflicht nicht gibt, ist es lediglich Fair, wenn dies dann genauso gehandhabt wird, wie z. B. in Deutschland mit EU Bürgern.
Britische Banken haben bereits angefangen genau zu kontrollieren, nachzuforschen, welche ihrer Kunden sich illegal, was sie auch immer darunter verstehen, in GB aufhalten. Ist das Ihrer Meinung nach die Reziprozität?

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heindeburk 22.09.2017, 18:05
66. Umbau der europäischen Wirtschaft hat begonnen

Wichtiger als der ständige Blick auf die "Verhandlungen" ist es, den bereits begonnenen Umbau der europäischen Wirtschaft im Detail zu verfolgen. Weder britische noch andere europäische Unternehmen können i.d.R. nicht so herumeiern, wie es May u.a. vor allem aus innenpolitischen Gründen tun. Der harte Brexit wird nach und nach eingepreist - auch wenn es am Ende diverse Kompromisse beider Seiten geben wird

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Marut 22.09.2017, 18:06
67. Zeit schinden

Die May will doch nur Zeit schinden. Bei einem planmäßigen Ende 3.2019 kann GB mit nicht allzu viel Kompromissbereitschaft rechnen, da dann ja gleich im Mai 2019 die Europawahlen sind. Da die meisten Bevölkerungen ziemlich gegen die Britischen Vorstellungen sind, dürften auch viele Parteien ihre Wahlchancen nicht durch zuviel Bereitschaft schmälern wollen. Danach könnte das Verhandeln leichter werden - denkt sie.

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bigroyaleddi 22.09.2017, 18:10
68. Der folgende Satz von Frau May sagt doch eigentlich schon alles:

"Das Vereinigte Königreich hat sich nie wirklich zu Hause gefühlt in der EU", sagte die Premierministerin.

Aber eines ist so klar wie der Nebel von London: Brexit ist Brexit. Schluß - aus - da gibts einen festen Termin und sonst nix. Da kann sie wünschen, was sie will. Ich könnte ja auch mal anfangen, hier MEINE Wünsche zu äußern. Wäre mal interessant zu hören, was die Forumsgemeinde dazu meinen würde.

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myengland 22.09.2017, 18:10
69. Enough

Hard brexit now , end of story!
Theresa bemueht sich umsonst und ohne viel Rueckhalt fuer einen dummen soft brexit. Wir wollen raus aus der EU. Bei dem referendum ging es nur um Bleiben oder Verlassen der EU. Alles Andere ist bedeutungslos.
Aber als Hassthema ist England sehr willkommen vor der BT Wahl.

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