Forum: Politik
Rede in Harvard: Merkel kritisiert indirekt Trump
REUTERS/Brian Snyder

"Gemeinsam statt alleine": Kanzlerin Merkel hat in einer Rede an der Eliteuni Harvard die internationale Zusammenarbeit beschworen. Eine kaum verhohlene Kritik an US-Präsident Trump - ohne ihn zu erwähnen.

Seite 4 von 5
Atheist_Crusader 31.05.2019, 01:25
30.

Zitat von Akademiker11
Das ist leider ein Moment, wo ich mich schaeme, als Deutscher in den USA zu arbeiten und zu leben. Ich bin nicht stolz auf diese Kanzlerin und ihre Politik.
Ich habe Frau Merkel nie gewählt, ich mag sie nicht sonderlich und ich teile nur sehr wenige ihrer Überzeugungen... aber verglichen mit dem orangenen Volltrottel ist die Frau Königsklasse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grosserkanton 31.05.2019, 01:57
31. Wichtig und richtig

Ich bin kein Anhänger der Partei unserer Bundeskanzlerin - aber hier hat sie am richtigen Ort die richtigen Worte gefunden.
In einer Zeit, in der ein amerikanischer Präsident wissenschaftliche Erkenntnisse wie den Klimawandel einfach als "fake" abtun kann, ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass es Wahrheiten gibt, die durch wissenschaftliche Forschung erhärtet wurden.
In einer Zeit, in dem Trump einen Handelskrieg anzettelt ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass er damit mit dem Wohlstand der Weltbevölkerung spielt. Auch in den 30er - Jahren des vergangenen Jahrhunderts folgte auf die Einführung von Einfuhrzöllen durch die USA kurz darauf die Weltwirtschaftskrise.
Der Populismus in den USA und anderen Staaten ist eine Gefahr für unsere demokratische Gesellschaft , der durch das Negieren der Realität wissenschaftliche Erkenntnisse in den Hintergrund drängt. Insofern ist auch der Auftritt an einer renommierten Universität der richtige Ort hier eine Gegenposition zu vertreten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ebrag 31.05.2019, 02:25
32. Die Zeiten haben sich geändert

Da spult Frau Merkel die alte Leier ab, als ob sich die Welt und Realpolitik nicht geändert hätte.

Frau Merkel checkt bis heute nicht, dass Trump's Politik nur ein kleiner Vorbote der strategischen Neuausrichtung der USA ist. Die neue Weltordnung verabschiedet sich vom unbegrenzten Welthandel, dass ist durch die US-China-Politik bereits mehr als ersichtlich. Trump hat richtig erkannt, dass China zu stark geworden ist und drängt China zurueck. Kanada und Mexiko spielen dabei bereits mit. Und die Zeichen stehen darauf, dass der Protektionismus nicht absehbar verschwindet.

Da hilft jetzt kein Jammern, da muss jetzt mitgestaltet werden und tatsächlich Dinge haben sich bereits massiv verändert, aber anscheinen von Merkel un Co. noch nicht wirklich verinnerlicht und wahrgenommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bis denne svenne 31.05.2019, 02:34
33. Diese Frau, diese Kanzlerin ...

werden wir - auch, wenn sie vielleicht Mitglied der falschen Partei sein mag - in den kommenden Jahren noch schmerzlich vermissen!

Schade, dass Frau Merkel ihre - in dieser mehr als grossen Rede - skizzierten Visionen nicht vollumfänglich in die Tat umsetzen kann. Dennoch beweist Sie, dass sie auch mit Ü60 gedanklich weitaus frischere Ideen verfolgt, als so mancher 20-jähriger. Und zeigt gleichzeitig, welch engem Spielraum selbst die vielleicht mächtigste Frau der Welt unterliegt ...

Gleichwohl bleiben ihre hier formulierten Ziele und Gedanken überaus erstrebenswert - und hätten es verdeint, weit über die Grenzen Europas hinaus Gehör zu finden.

Jugendlicher, empathischer und überzeugender kann eine Regierungschefin nach 16 Jahren wohl kaum sein. Well done!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tucson58 31.05.2019, 02:43
34. Zu Beitrag Nr.1

Also ich kaufe ihnen keineswegs ab das sie in den USA Leben und Arbeiten. Denn als Deutscher muss man sich in den USA ganz sicher nicht für die Kanzlerin schähmen.

Denn der grösste Teil der US Bürger kennt sie nicht und sie interessieren sich auch nicht für die deutsche Politik in dem Mass

Diejenigen die sich für die deutsche oder europäische Politik interessieren und auch die Kanzlerin kenne , sind nicht im Republikkanischen Lager und Wählerschaft zu finden und somit ist das hier im Artikel erwähnte die Realität .....wenn sie in den USA Leben und wohnen sollte sie das wissen und bräuchten sich für nichts zu schähmen, vor allem dann nicht wenn sie ja in den USA Leben wie sie erwähnten ,denn dann sind sie einer von viele in den USA lebender Ausländer

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JeanB.Kloppt 31.05.2019, 03:12
35. Mangelnde Wertschätzung

Ja, es gibt durchaus große Versäumnisse in der Zeit von Bundeskanzlerin Merkel und ich bin ganz sicher nicht mit allem Handeln einverstanden gewesen.

Das wahrscheinlich prominenteste Beispiel:
Die Organisation der Aufnahme von sehr vielen Flüchtlingen war alles andere als perfekt gelaufen. Ok, aber die damals spontan zugesagte Aufnahme von hoffnungslosen Menschen an der österreichisch/ungarischen Grenze jedoch, war schlichtweg menschlich herausragend und aus humanitären Gründen alternativlos. Es erfüllt mich mit Stolz zu und auf dieses Land. Es ist jedoch beschämend das heute vorsichtshalber erst keiner mehr aufs Wasser schaut. Die Leute, die immer nur denken man nehme Ihnen etwas weg, schauen in die falsche Richtung. Es wird nicht weniger, weil unten noch ein paar mehr Hände aufgehalten werden - sondern weil Einige ganz oben immer weniger nach unten durchlassen. Seltsam und geschichtlich fragwürdig, dass das insbesondere in östlichen Landesteilen nicht realisiert wird. Man kann sich eben nicht nur die Rosinen rauspicken wenn man in diesem „Verein“ mitspielen will.

Ich bin mir sicher, dass gerade in diesen Zeiten, die geprägt sind von Unsicherheit, Intoleranz, nationalistischer Abschottung, Populismus, Kriegsrhetorik und schlichten Unwahrheiten, werden wir Mutti noch vermissen. Ihr Wert - weit über Deutschland hinaus - wird von vielen verkannt. Und die Union macht seit ihrem Rückzug nicht gerade eine vielversprechende Performance.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
radikalrationalist 31.05.2019, 04:44
36. Bei aller Kritik

Ich selbst kein CDU Fan. Noch ein echter Fan von Merkel.
Aber ich habe doch einen ordentlichen Respekt davor wie sie und durch diverse Krisien geführt hat.
Hätten wir z.B. 2009 nicht überstanden, sehe es hier zu Lande ganz anders aus.

Aber der Prophet taug halt im eigenen Land nichts....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
butzibart13 31.05.2019, 05:18
37. Neue Männer/Frauen braucht das Land

Es gilt ähnliches wie bei Gorbatschow, im eigenen Russland nicht hochgeschätzt, dagegen im Westen viel gelobt. Am besten Angie bleibst gleich drüben bei den Amis, die von Geschehnissen außerhalb der USA meist nicht viel Ahnung haben, und lässt dich da hegen und pflegen, ab und zu ein kleines Scharmützel mit Donald. Und hier in Deutschland AKK hmmm, Tjaaa, schwierig oder vielleicht doch Robert Habeck?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinerseits 31.05.2019, 05:44
38. Wirkliche Welt

Zitat von mirage122
Na, das ist doch eine Freude, dass unsere Bundeskanzlerin auf ihre alten Tage gegen Donald Trump wettert - wenngleich doch sehr durch die Blume. Ob er das mit den Mauern verstanden hat? Sicher nicht wirklich, weil ihn Frau Merkel gar nicht interessiert. Und wenn man bei solcher Veranstaltung noch ansatzweise so tut, als sei man selbstkritisch, dann kommt das gut an. Nur ihre Aussagen hinsichtlich Lügen und Wahrheit: Das war wieder das übliche Merkel-Geschwafel, nur nicht konkret werden, sich aber dann auf internationaler Bühne derartig aufplustern. Polit-Profi und sonst nichts!
Ich bilde mir zwar ein (wenn ich Spass daran habe) klüger als Frau Merkel zu sein, und klüger als der Rest der Teilnehmer in diesem Forum. Aber eine bessere Rede als sie hätte ich kaum halten können; jedenfalls nach dem, was als Ausschnitte hier im Artikel erwähnt wird. Frau Merkel ist wirkliche Bundeskanzlerin in einer wirklichen Welt. In so einer Welt kann man von einer Bundeskanzlerin nur das erwarten, was nicht in eine imaginäre Welt gehört. In einer solchen, anderen Welt lebt Trump. Da, in jener Welt, ist auch gar nichts anderes zu erwarten, als dass er sie nicht hören oder verstehen würde. Da hört und versteht Trump ausschliesslich Trump. Frau Merkel hat nicht zu ihm gesprochen. Sie hat zu ihren Zuhörern gesprochen, zu den Amerikanern, und zu den Menschen der wirklichen Welt. So, wie es ihr möglich war. Ich danke ihr auch dafür.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danielc. 31.05.2019, 07:36
39.

Ich lese, in Asien glaubten sie nicht mehr an Europa. Das interessiert mich eher wenig. Problematisch ist für mich, dass in Europa zunehmend weniger Leute an Europa glauben.
Das Ziel des einigen Europas ist primär nicht die wirtschaftliche Vorherrschaft. Eine starke Wirtschaft ist nur Mittel zum Zweck. Das wirkliche Ziel ist die Einigung, Verlässlichkeit und Frieden. Ohne die persönlichen egoismen der regierenden Monarchen vergangener Jahrhunderte sollte das ja eigentlich gelingen. Wenn zu viele, diesem Wert jedoch nicht mehr erkennen, geht etwas sehr wichtiges und wertvolles verloren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 5