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Referendum in der Ostukraine: Separatisten feiern ihren angeblichen Sieg
REUTERS

Fast 90 Prozent - so viele Bürger haben in der ostukrainischen Region Donezk angeblich für die Unabhängigkeit gestimmt. Die Separatisten wollen nun den Staat "Neurussland" gründen, Moskau nimmt die Milizen vor internationaler Kritik in Schutz.

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fraenki999 12.05.2014, 07:38
1. 89% ???

Ein knapperes Ergebnis wäre zumindestens glaubhafter gewesen....

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fredadrett 12.05.2014, 07:41
2. Freiheitsliebe schmeckt Europa nicht

Wenn Europa Freiheit, Demokratie und Bürgernähe wöllte, gebe es mehr Volksabstimmungen. Aber den Bürger befragen nein das will das politische Europa nicht. Zwei Kasper bekommt das Volk vorgesetzt und soll sich entscheiden.

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littlehans 12.05.2014, 07:41
3. Referendum hin oder her

Es spielt keine wesentliche Rolle, ob es da ein paar Abweichungen in der Abstimmun gegeben hat oder nicht. Ein Zentrales Ergebnis ist, dass eine große Mehrheit klar gezeigt hat, dass die Menschen in der Ostukraine gehört werden wollen, Einfluss auf ihr Schicksal nehmen wollen und nichts von der fragwürdigen Regierung in Kiew wissen wollen. Also sollte klar sein, dass man ihre Stimme in alle Verhandlungen einbeziehen muss. Und für solche Verhandlungen ist es höchste Zeit.

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volker_morales 12.05.2014, 07:51
4. Schmierenkomödie Teil 2

Wichtig wäre es die einseitige Sowjet-Propaganda in der Ost-Ukraine zu unterbrechen. Die Ukraine braucht unbedingt Unterstützung beim Aufbau freier Medien, die objektiv über die kriminellen Machenschaften der Separatisten und ihrer russischen Hintermänner berichten.

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Niederbayer 12.05.2014, 08:04
5.

Zum Nachdenken für die pro-russischen Jubelperser.

Wie wäre die Situation wenn alles unter umgedrehten Vorzeichen passiert wäre? Was wenn Janukowitsch sich für die EU entschieden hätte, pro-russische Kräfte den Maidan besetzt und den Präsidenten zum Rückzug gebracht hätten. Dann würden jetzt in den Gebieten im Westen Gebäude von bewaffneten Milizen besetzt, die sich von Kiev distanzieren und es gäbe bewaffnete Konflikte mit Regierungstruppen.

Wären unter diesen Umständen Referenden genauso ok wie sie es jetzt angeblich im Osten sind?

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gog-magog 12.05.2014, 08:11
6.

Zitat von sysop
Fast 90 Prozent - so viele Bürger haben in der ostukrainischen Region Donezk angeblich für die Unabhängigkeit gestimmt. Die Separatisten wollen nun den Staat "Neurussland" gründen, Moskau nimmt die Milizen vor internationaler Kritik in Schutz.
Komme mir bloß niemand und behaupte, bei dieser Spaßwahl hätte es sich um irgendeine Form von Demokratie, oder gar freie und faire Wahlen nach Recht und Gesetz gehandelt.

Die Terroristen haben schließlich vorher zahllose gewählte Bürgermeister und Gremien einfach abgesetzt und sogar teilweise gefoltert. Nichts an dieser Wahl war irgendwie rechtmäßig, oder gar demokratisch.

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Sponposter2 12.05.2014, 08:32
7. Russland ist auf keinem guten Weg

es ist die russische Propaganda, die da eine mächtige Rolle spielt bei den Separatisten. Die Leute in der Ostukraine hören nichts anderes mehr. Es tut auch Russland nicht gut, derart das Nachbarland zu destabilisieren. Putin macht nichts Gutes für sein Land.

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Spiegelkritisches 12.05.2014, 08:40
8. Eine klare Mehrheit?

Zitat von littlehans
Es spielt keine wesentliche Rolle, ob es da ein paar Abweichungen in der Abstimmun gegeben hat oder nicht. Ein Zentrales Ergebnis ist, dass eine große Mehrheit klar gezeigt hat, dass die Menschen in der Ostukraine gehört werden wollen, Einfluss auf ihr Schicksal nehmen wollen und nichts von der fragwürdigen Regierung in Kiew wissen wollen. Also sollte klar sein, dass man ihre Stimme in alle Verhandlungen einbeziehen muss. Und für solche Verhandlungen ist es höchste Zeit.
Darf ich Sie fragen, wie Sie klare Mehrheit definieren?

Die Abstimmung fand nur in den Städten statt, damit waren ca. 50% der Einwohner ausgeschlossen. Es gab keine Wählerverzeichnisse, man konnte ohne Probleme mehrfach abstimmen. Die "Mehrheit" bezieht sich also nur auf die Zahl der abgegebenen Stimmen, von denen niemand weiß, wer diese und wie oft diese abgegeben wurden.

Daraus eine "große Mehrheit" abzuleiten zeugt von einem fragwürdigen Demokratieverständnis.

Unbenommen ist es erforderlich die prorussische Seite in die Verhandlungen mit einzubeziehen. Für diese Erkenntnis hätte es allerdings keiner Abstimmung bedurft

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koepi71 12.05.2014, 08:40
9. Das denke ich auch

Zitat von littlehans
Es spielt keine wesentliche Rolle, ob es da ein paar Abweichungen in der Abstimmun gegeben hat oder nicht. Ein Zentrales Ergebnis ist, dass eine große Mehrheit klar gezeigt hat, dass die Menschen in der Ostukraine gehört werden wollen, Einfluss auf ihr Schicksal nehmen wollen und nichts von der fragwürdigen Regierung in Kiew wissen wollen. Also sollte klar sein, dass man ihre Stimme in alle Verhandlungen einbeziehen muss. Und für solche Verhandlungen ist es höchste Zeit.
Den Wenigsten wird es um eine tatsächliche Abspaltung gegangen sein. Vielmehr wurde ein deutliches Zeichen gesetzt -Ohne uns geht es nicht-. Solange nicht alle Parteien an einem Tisch sitzen und sich auch Vertreter anderer Meinungen nicht frei in der Kiewer Rada bewegen können, wird es keine Ruhe geben. Die Taktiererei und die Einmischung des Westens, von der Academi/Blackwater Geschichte mal ganz abgesehen, tut ihr Übriges.

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