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Referendum in der Ostukraine: Separatisten feiern ihren angeblichen Sieg
REUTERS

Fast 90 Prozent - so viele Bürger haben in der ostukrainischen Region Donezk angeblich für die Unabhängigkeit gestimmt. Die Separatisten wollen nun den Staat "Neurussland" gründen, Moskau nimmt die Milizen vor internationaler Kritik in Schutz.

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ja-sager 12.05.2014, 10:33
30. tja nee..

..ich glaube, die Putinversteher werden langsam stiller, soviel Peinlichkeiten wie am letzten Wochenende aus Russland kamen. Peinlicher gehts nicht. Wurst und Pseudo-Wahlen haben wohl dem letzten Zweifler die Augen geöffnet, dem Rest ist nicht zu helfen. Wer die Drohungen Russlands gegenüber Rumänien nicht ernst nimmt, dem sollte man helfen....

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sondevida 12.05.2014, 10:38
31. Lachhaft

Zitat von sysop
Fast 90 Prozent - so viele Bürger haben in der ostukrainischen Region Donezk angeblich für die Unabhängigkeit gestimmt. Die Separatisten wollen nun den Staat "Neurussland" gründen, Moskau nimmt die Milizen vor internationaler Kritik in Schutz.
Ich wundere mich schon, dasas hier so ernsthaft ueber dieses 'Referendum' berichtet wird. Das war wohl eher 'Referendum spielen'. Laecherlich, da stimmte ja nichts. Alte Waehlerverzeichnisse, keine Beobachter, schwammige Frage. Und es gingen nur die, die die Abspaltung wollen, nicht unbedingt die Mehrheit. Also wer so etwas ernst nimmt hat sie nicht mehr alle. Morgen gehe ich mit 'ner Wahlurne herum und lass abstimmen, ob Oberfranken Daenemark angehoeren soll. Mal sehen wie die Londoner so entscheiden.

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desireless 12.05.2014, 10:50
32. Demokratieverständnis

Zitat "Die Organisatoren der Abstimmungen seien nicht demokratisch legitimiert, die Abhaltung der Befragungen widerspreche den Zielen der "gemeinsamen Genfer Erklärung" zur Deeskalation in der Ukraine."
Wenn also einige wenige Politiker Entscheidungen getroffen haben, hat das Volk nichts mehr zu melden. So ist mittlerweile das Demokratieverständnis in Deutschland und Europa. Wer Volksabstimmungen wie jüngst in der Schweiz, Veneto, Krim oder nun der Ostukraine verwirft, tritt die Demokratie mit Füssen.

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Cheffsessel 12.05.2014, 10:59
33. Farce

Zitat von meinerlei
Die Prorussischen Kräfte haben sich mit ihren Angaben zu Beteiligung und Zustimmung vollends unglaubwürdig gemacht. In jeder offenen Gesellschaft gibt es Zustimmung und Ablehnung in erheblichem Umfang. Zustimmungsraten wie die hier angegebenen gibt es nur bei massiven Wahlfälschungen und in Diktaturen. Immerhin können die Ukrainer jetzt ahnen, worauf sie sich einlassen, wenn sie diesen Leuten an die Macht verhelfen wollen.
Also mich wundert das Ergebnis in keinster Weise. Mit Sicherheit haben zum allergrößten Teil sowieso nur Russisch-stämmige an der "Wahl" teilgenommen. Die Ukrainisch-stämmigen, die ja einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung im Osten der Ukraine stellen, ist aus nachvollziehbaren Gründen der Wahl ferngeblieben. Von dem her ist das Ergebnis dieser Abstimmung nicht aussagekräftig.

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traction 12.05.2014, 11:10
34. Übergangsregierung

Es ist ein Geburtsfehler der Kiewer Regierung, dass die Menschen der Ostukraine in ihr nicht repräsentiert sind. Offensichtlich können sich die gemäßigten Kräfte gegen das rechte Spektrum nicht durchsetzen oder empfinden die russischstämmigen Ukrainer als fünfte Kolonne Moskaus. Damit treibt sie diese erst recht in die Arme der russischen Föderation.
Geostrategisch ist Moskau an einem Anschluss der Ostukraine wohl gar nicht interessiert. Ihnen genügt es, wenn durch einen dauerhaften innenpolitischen Konflikt in der Ukraine die Gefahr einer "Umarmung" der Russischen Föderation durch NATO und EU gebannt ist.
Es ist völlig unverständlich, wie die Kiewer Regierung hochmütig einen Dialog mit den wie auch immer entstandenen Separatistengruppen verweigern kann, wenn ihr das Wasser am Hals steht. Offenbar hofft sie, dass "der Westen" sie mit Geld zusch...(ütten ) wird.

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likamig 12.05.2014, 11:21
35. Referendum Ostukraine

Zitat von sysop
Fast 90 Prozent - so viele Bürger haben in der ostukrainischen Region Donezk angeblich für die Unabhängigkeit gestimmt. Die Separatisten wollen nun den Staat "Neurussland" gründen, Moskau nimmt die Milizen vor internationaler Kritik in Schutz.
Ist der Prozentsatz der zur Abstimmung Gegangenen nicht doch
glaubwürdig unter dem Druck und der Aggression Kiews? (Sind die
amerik.Söldner und die Verbrannten aus Odessa und Mariupolo schon vergessen?) Da die Ostukraine die OSZE ausdrücklich zur Wahl ge-
laden hatte, diese aber wegen der EU und US Einflussnahme aber
nicht auftauchte, angeblich auch keine Westjournalisten die Wahl
beobachten durften (was so auch nicht stimmt), möchte ich gern
wissen, woher man so sicher ist, dass die Wahlen gefälscht wurden.
West: alles richtig, alles Wahrheit - Ost: alle falsch, alles Lüge.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Weltbild. Nun dürften auf die
Situation auch die Gemäßigten keinen Einfluss mehr haben, die
Chance wurde von Anfang an vertan! Hoch Rasmussen, der General
und Hoch die USA der Intrigant!

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KimMindless 12.05.2014, 11:37
36.

Nach so chaotischen Wahlerereignissen, Gefechten, Schusswechseln, Verletzten inkl., nach 2 Stunden das Ergebnis bekannt geben ist wirklich... mutig. Wenn aber schon vorher klar ist, zu welchem Ergebnis die Wahl führen soll, ist die Auszählung natürlich einfach. Glasurne auf, Inhalt in den Schredder, Glasurne zu. JUCHU 90 % der Befragten sind meiner Meinung!

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iker12 12.05.2014, 12:16
37. Demokratie oder „kriminelle Farce“ ?

Das gestrige Referendum in der Ukraine konnte nur durch eine breite und engagierte Mitwirkung vieler ziviler Helfer vorbereitet und durchgeführt werden. Ich habe Hochachtung vor der Zivilcourage der Einwohner von Donezk und Lugansk, die sich angesichts hoher persönlicher Risiken für dieses Referendum eingesetzt haben. Beeindruckt hat mich auch die Entschlossenheit mit der die Bürger trotz verständlicher widriger Umstände zur Stimmabgabe schritten. Sicher lässt sich das Referendum nicht dem Maßstabe einer perfekt organisierten Wahl wie in der EU messen. Ausdruck des Willens von Bürgern aus den Regionen ist es allemal und ganz sicher ist es keine kriminelle Farce.

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Spiegelkritisches 12.05.2014, 13:29
38.

Zitat von littlehans
Es spielt keine wesentliche Rolle, ob es da ein paar Abweichungen in der Abstimmun gegeben hat oder nicht. Ein Zentrales Ergebnis ist, dass eine große Mehrheit klar gezeigt hat, dass die Menschen in der Ostukraine gehört werden wollen, Einfluss auf ihr Schicksal nehmen wollen und nichts von der fragwürdigen Regierung in Kiew wissen wollen. Also sollte klar sein, dass man ihre Stimme in alle Verhandlungen einbeziehen muss. Und für solche Verhandlungen ist es höchste Zeit.
Darf ich Sie fragen, wie Sie klare Mehrheit definieren?

Die Abstimmung fand nur in den Städten statt, damit waren ca. 50% der Einwohner ausgeschlossen. Es gab keine Wählerverzeichnisse, man konnte ohne Probleme mehrfach abstimmen. Die "Mehrheit" bezieht sich also nur auf die Zahl der abgegebenen Stimmen, von denen niemand weiß, wer diese und wie oft diese abgegeben wurden.

Daraus eine "große Mehrheit" abzuleiten zeugt von einem fragwürdigen Demokratieverständnis.

Unbenommen ist es erforderlich die prorussische Seite in die Verhandlungen mit einzubeziehen. Für diese Erkenntnis hätte es allerdings keiner Abstimmung bedurft

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rrblah 12.05.2014, 14:03
39.

Ich finde es ja grundsätzlich richtig, dass Einwohner in einer Volksabstimmung über solche Fragen abstimmen dürfen. Allerdings sollten Abstimmungen in einem geordneten Rahmen verlaufen, d.h. klare Abstimmungsfragen, genügend Vorlaufzeit, gleiche Möglichkeiten von Befürwortern und Gegnern, Werbung für ihr Anliegen zu machen, freie und geheime Abstimmungen, wo jeder nur einmal teilnehmen kann, öffentliche Auszählung der Stimmen usw.

Wenn in einem solchen Verfahren ein ähnliches Resultat herauskäme, würde ich es absolut befürworten, dass die in Frage stehenden Gebiete Beitrittsverhandlungen zur Russischen Föderation aufnehmen.

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