Forum: Politik
Referendum in der Türkei: Die gespaltene Nation
REUTERS

Die türkischen Wähler haben sich entschieden: für einen mächtigen Präsidenten - und damit für den Traum alter osmanischer Stärke. Doch das Ergebnis war knapp, die Hälfte der Bürger will das Gegenteil.

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Stäffelesrutscher 16.04.2017, 21:36
1.

»Warum wurde von regierungsnahen türkischen Zeitungen frühzeitig ein Sieg des Ja-Lagers gemeldet, obwohl noch längst nicht alle Stimmen ausgezählt waren? Und obwohl das Ergebnis so knapp ist? Wieso lässt die Wahlkommission Stimmzettel gelten, denen der erforderliche Stempel fehlt? Gab es also Wahlbetrug?«

1. Frage: Weil Erdoğan nur ein »Ja« akzeptiert.
2. Frage: Weil noch genügend ungestempelte Stimmzettel vorbereitet waren, um »nachlegen« zu können.
3. Frage: Um auf mehr als 50 % zu kommen.
4. Frage: Offensichtlich.

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Rapporteur 16.04.2017, 21:42
2. Interessantes Ergebnis

Man haette gedacht: ok, 20% Ja-Sager ist der intellektuelle Bodensatz, den man mitschleppen muss. Aber so?

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Sedat75 16.04.2017, 21:43
3. Nur der erste Schritt

Ich bin glücklich!
Dieses war nur der erste Streich.
Als nächstes wird eine intergalaktische Föderation gegründet und Erdogan zum großen Nagus gewählt.
Yes!

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HH1960 16.04.2017, 21:44
4. Den Optimismus teile ich nicht

Auch wenn er im Artikel verhalten zum Ausdruck kommt, bin ich mehr als skeptisch. Für mich ist Erdogan größenwahnsinnig. Sollte er das Referendum ehrlich gewonnen haben , wird er sich für den Größten halten. Die Größe, Milde walten zu lassen und Opposition zuzulassen, wird er m.E. nicht haben. Freiwillig gibt er die Macht nicht wieder ab.

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mimoun74 16.04.2017, 21:51
5. Osmanische Stärke?

Die einzigen die vom osmanischen Reich reden und so hier irgendwelche Ängste schüren wollen sind die Medien und "Experten" hier im Westen.
Erdogan oder die AKP wollen nicht das osmanische Reich restaurieren sondern das Land ins 21.Jahrhundert führen.
Und zwar wirtschaftlich, technologisch und gesellschaftlich (mit islamischen Werten).
Siehe: Vision 2023

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dirk1962 16.04.2017, 21:53
6. Vergessen wir die Türkei

Heute hat sich die letzte Hoffnung auf eine demokratische Türkei zerschlagen. Jetzt ist es an der Zeit die Türkei mit ähnlichen Augen zu sehen wie Nordkorea. Also umgehend alle Gespräche der EU zum Beitritt einstellen, Aufbauhilfen stoppen und die privilegierte Partnerschaft aufheben. Erdogan wollte es so, also läuft ihm nicht länger hinterher. Zu klären ist auch der Aufenthaltsstatus von Bürgern mit türkischem Pass in der EU. Vergessen wir Türkei und beenden das unwürdige Spiel unserer Politiker. Nach diesem Ergebnis wird die Türkei eh im Chaos versinken und zum Armenhaus Europas.

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thomas0815-1 16.04.2017, 21:53
7. Sie mögen wählen,

wie und was sie wollen. Die Türkei ist ein souveränes Land und die Menschen haben ein Recht ihr Schicksal selbst zu bestimmen, selbst wenn sie dem "Rattenfänger von ..." hinterherlaufen. Ich frage mich allerdings, ob wir noch ein souveränes Land sind.
a.) wenn ich das "Rumgeeiere" unserer Regierung in Sachen Türkei, insbesondere heute abend, sehe,
b.) den SPON Artikel lese - warum können Sie nicht mal klar Stellung beziehen und eine eindeutige Meinung haben?
c.) ich kurz nach Wahlschluss in der Türkei in meinem eigenen Land im Verkehrsstau stecken bleibe, weil ich eine Auto - Kolonne offensichtlicher Erdogan - Anhänger, sämtliche Verkehrsregeln missachtend, Menschen gefährdent, wild huppend kreuz und quer durch die Stadt fährt, und die Straßen lahm legt. Und natürlich ist die deutsche Ordnungsmacht weit und breit nicht zu sehen... .

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siseñor 16.04.2017, 21:53
8. Unverständlich

Der Ausgang der Wahlen in der Türkei ist für mich nicht so schockierend wie der Fakt, dass 64% aller Türken, die in Deutschland leben, im Referendum "ja" gestimmt haben. Sie genießen die Vorzüge einer westlichen Demokratie, aber im Herzen sind viele wohl doch Antidemokraten.

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fortinbrass 16.04.2017, 21:54
9. Ade Türkei

Das war es dann wohl. Unsere Regierung in Berlin sollte jetzt schleunigst ihren Appeasement-Kurs aufgeben und den Machthabern in Ankara deutlich unsere Ansichten posten. Auch den bei uns tätigen türkischen Botschafts- und Konsulatsangehörigen sollte aus den entsprechenden internationalen Übereinkünften vorgelesen werden. Die üblichen Frechheiten und Unverschämtheiten dieser Damen und Herren gehören adäquat beantwortet. Der Doppelpass muss abgeschafft werden. Auch hier sind klare Optionen notwendig. Weitere Aktivitäten der fünfte Kolonne Ankaras in unserem Lande dürfen nicht mehr toleriert werden.

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