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Referendum in Großbritannien: Brexit-Befürworter holen auf
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In Großbritannien zeichnet sich ein knapper Ausgang des Referendums über den Verbleib in der EU ab. Laut "Daily Telegraph" trennen Brexit-Befürworter und -Gegner nur noch wenige Prozentpunkte.

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thrashmail 31.05.2016, 17:41
80.

Zitat von dirkhs
gehen die Engländer raus, Europa ist definitiv ohne die Exrawurst bratenden, wildgewordenen Banken besser dran
Auch wenn die Engländer gehen sind immer noch genügend "wildgewordene Banken" dabei.
Alles nur Neid. Genauso wie damals als die Engländer sich gegen den Euro entschieden. Neid, sonst nichts.
Glückliche Engländer.

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hh1954 31.05.2016, 18:40
81.

Eine EU die bis in kleinste Detail alles regelt, eine EU die massiv in die nationale Gesetzgebung eingreift, eine EU die demokratisch gewählte Regierungen europäischer Staaten und deren Politiker entmündigt, eine solche EU will ich nicht. Ich will eine EU souveräner Staaten, die sich gegenseitig respektieren und gute nachbarschaftliche Beziehungen miteinander pflegen. Offensichtlich hat man in Brüssel aber ganze andere Vorstellungen von der EU. Man strebt die Vereinigten Staaten von Europa an und ist allenfalls gewillt den ehemaligen Nationalstaaten gewisse Autonomierechte einzuräumen. Der Widerstand gegen solche Bestrebungen wächst in ganz Europa und auch in Deutschland. Das Problem ist nur, das unsere Europapolitiker schon dermaßen abgehoben sind, das sie diese Stimmung in Europa völlig unterschätzen. Das Resultat dieser Ignoranz ist das Erstarken von Parteien am rechten Rand. Das Europa eines Jean-Claude Juncker oder eines Martin Schulz, ist nicht das Europa das sich Charles de Gaulle und Konrad Adenauer einmal vorgestellt haben. Das die Briten höchst unzufrieden mit dem sind was in der EU abläuft kann ich nachvollziehen, dennoch hoffe ich auf einen Verbleib Großbritanniens in der EU als Gegenpart zur Regulierungswut der Eurokraten!

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niamh 31.05.2016, 21:55
82.

Zitat von jjcamera
Der Brexit ist vor allem eine Frage der nationalen Identität und der Selbstachtung einer ehemaligen Welt- und Kolonialmacht, die eigentlich nur einmal existenziell bedroht war - durch Deutschland. "The Blitz" spielt immer noch eine große Rolle in den Köpfen der Briten, weit größer als wir vermuten. Die Einwanderung hingegen spielt eine Nebenrolle, da England durch den Commonwealth schon immer Einwanderungsland war. Mehr als die Hälfte der Londoner Bevölkerung zum Beispiel hat einen Migrationshintergrund oder ist im Ausland geboren. Ich empfehle einen Spaziergang durch Camden, Wembley oder auch Notting Hill... Ex-Bürgermeister Johnson schürt die Angst vor einem Europa unter deutscher Führung. Damit trifft er mitten in die Seele der Briten.
Ich bin britisch, wohne in London, werde fuer Brexit stimmen. Wir sind besser ohne die EU mit ihrer ganzen Korruption, Geldverschwendung und rechtsgerichteten Mitgliedern (Ungarn, Polen, usw.) Die EU funktioniert nicht. Kulturell sind wir keine Europaer, wir sind mehr an Amerika, Asien, Afrika gerichtet.

Es gibt schon eine anti-deutsche Feindseligkeit, glaube aber nicht dass das ein entscheidender Faktor ist. Wenn ueberhaupt ueber Deutschland gedacht wird, dann als langweiliges Land, tut mir leid!

Die von Ihnen erwaehnten "Commonwealth Einwanderer" sind keine Einwanderer,sondern britische Staatsburger, und schon seit Jahrzehnten.
Die jetzige neue Einwanderung ist von EU-Staaten, hauptsaechlich von Osteuropa. Die Migranten aus Osteuropa sind unter der Labour Regierung massenhaft gekommen, und das wird jetzt von vielen als Problem betrachtet.

Ich bin bestimmt nicht gegen Einwanderung, denke aber dass wir die Wahl haben muessen, Einwanderer aus Europa aufzunehmen.

Besser ein gebildeter Mensch von ausserhalb der EU, als ein ungebildeter EU-Buerger, den wir rein wegen EU Gesetze gezwungen sind, aufzunehmen.
Als EU Mitglied ist das unmoeglich, deshalb besser raus, damit wir unsere eigene Gesetze gelten lassen.

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thomas.200459 31.05.2016, 22:41
83. das ehrenvolle Theoriegebilde EU

ist in Wahrheit ein verkommenes,unfähiges Konstrukt,
das Siechtum desselben werden die Bürger noch einige Jahre teuer zu bezahlen haben.

Mehr Schein als Sein,das müssten doch jetzt auch die Gutwilligsten mal so langsam mitbekommen haben.

Falls es klappt bei den Briten darf man dann auf den Frexit oder was auch immer hoffen.

Gruss an die grössten Menschenrechtler u. Steuerfahnder der Welt, die EU.

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thomas.200459 01.06.2016, 23:09
84.

Zitat von Duzend
Alle Hoffnungen für bald wieder gesundende EU liegen auf dem dringend notwendigen Volksentscheid in GB "Wir wollen das so nicht mehr. Wir wollen da raus." Nur mit dieser Botschaft und der Realität, die ihr folgen soll, gibt es eine Restchance darauf, dass sich in Brüssel überhaupt mal jemand fragt, ob eventuell in der jüngeren Vergangenheit etwas falsch gemacht worden ist. Man lebt dort sonst in vollendeter Selbstgewissheit - sehr zum weitherum sichtbaren Schaden der europäischen Nationen. Und man verstehe mich nicht falsch: Ich habe gar nichts gegen Briten, solange sie nicht wieder - wie unter Blair oder Cameron zuletzt - die Aufrichtigkeit in Europas Regierungssitzen besudeln mit ihrem unbedachten, unterwürfigen, eilfertigen und allen anderen zm Beispiel empfohlenen Hinterherdackeln, nur weil irgend ein selbsternannter Oberbefehlshaber in Washington oder Tel Aviv wieder zum Krieg bläst, sobald ihm irgendwo ein Pups quersitzt. Sie (die Briten) sind abgesehen von dieser Volkskrankheit eine grosse Bereicherung für ganz Europa (auch wirtschaftlich). Aber Europa hat besseres verdient als dieses ewige Gezwängele - und die Briten auch. Für Europa wünscht man sich Einsichtigkeit und Gesundung in all jenen Dingen, in denen die angelsächsische Auffassung die gesündere ist. Wer so partout nicht lernen will wie der halbseidene Juncker und seine Bundesgenossen, der beginnt vielleicht zu begreifen, wenn mal ein wichhtiges Mitglied abspringt - und anderen als Beispiel dient.
...als wenn die Briten allein an dieser Missbildung EU schuld sind...

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bigfoot60 01.06.2016, 23:11
85. Brexit gut für die EU?

Ja, auf jeden Fall, die panische Angst der vollgefessenen Eurokraten vor diesem Brexit beweist das.
Nur der Brexit wird es möglich machen, die gurkenkrümmenden Eurokraten abzustrafen und die EU zu entschlacken. Auch eine Kettenreaktion ist dann möglich.
Zumindest wird ein Brexit die Diskussion in Deutschland über Plebiszite, gerade im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Deutschland heftigst anfachen.

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bigfoot60 01.06.2016, 23:12
86. Brexit gut für die EU?

Ja, auf jeden Fall, die panische Angst der vollgefessenen Eurokraten vor diesem Brexit beweist das.
Nur der Brexit wird es möglich machen, die gurkenkrümmenden Eurokraten abzustrafen und die EU zu entschlacken. Auch eine Kettenreaktion ist dann möglich.
Zumindest wird ein Brexit die Diskussion in Deutschland über Plebiszite, gerade im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Deutschland heftigst anfachen.

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amuseemanc 01.06.2016, 01:41
87.

Zitat von Duggi
Ehrliche Frage: Warum ist das so?
Weil wir Deutschen, der ewige Spezialfall sind und eben auch so behandelt werden. Man muss uns eben stets behutsam bei der Hand nehmen, sonst stellen wir ja nur Dummheiten an.

Die simple Wahrheit ist: Man will hier eben alles andere als "mehr Demokratie" wagen. Denn dann kämen ja vielleicht Entscheidungen zustande, die so gar nicht dem politsch, wirtschaftlichen und Jounalistischen Establishment gefallen könnten.

Und wie sagte schon Kurt Tucholsky vor mehr als achtzig jahren sinngemäß: "Unter Politik versteht man in diesem Lande, die Interessen der Wirtschaft durchzusetzen".

Es hat sich nichts geändert.

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