Forum: Politik
Referendum zur Präsidialverfassung: Das merkwürdige Wahlverhalten der Deutschtürken
DPA

Eine deutliche Mehrheit der türkischen Staatsbürger in der Bundesrepublik hat für Erdogans Präsidialsystem gestimmt - viele aus Trotz gegenüber Deutschland. Das zeigt, dass sie noch lange nicht angekommen sind.

Seite 122 von 130
gorlois7 17.04.2017, 20:25
1210.

Zitat von hannover_nds
In den Beiträgen ist ständig von wegnehmen der Doppelpässe zu lesen, daher stellt sich mir die Frage, wieviel wissen wir denn darüber? Nach den Kommentaren zu urteilen anscheinend sehr wenig. Grundsätzlich ist die Mehrstaaterei in Deutschland gesetzlich geregelt und nicht zulässig. Bei Einbürgerung wird jeder Anwärter aufgefordert sich für "eine" Staatsangehörigkeit zu entscheiden. Durch eine Regelung zwischen 1990 - 1992 war es kurzzeitig erlaubt und wurde wieder aufgehoben. (Das dürfte nur ein kleiner Bruchteil der hier lebenden Türken sein) Das heisst Türken, nur mit der deutschen Staatsangehörigkeit sind in der Türkei nicht wahlberechtigt.
Stimmt so nicht. Informieren Sie sich!

Beitrag melden
aristhera 17.04.2017, 20:26
1211. Demokratieverständnis und Statistiken ....

Na ja, in dem Artikel werden ja noch nicht mal absolute Zahlen genannt. Dass die Ja-Stimmer hier "nicht angekommen" sind, ist sicher richtig, aber wieviel Prozent der hier lebenden Deutschtürken sind das denn? 3,5 Mio gesamt, davon nur 1,5 Mio stimmberechtigt, davon < 50% abgestimmt, davon 405.000 Ja-Stimmen - Leute, vergesst es. Die Ergebnisse sind schlicht irrelevant für den Befund, den der Autor (und nicht nur er) hier insinnuiert.

Beitrag melden
aristhera 17.04.2017, 20:28
1212.

Zitat von Badischer Revoluzzer
"Das zeigt, dass sie noch lange nicht angekommen sind". Wie lange wollen wir ihnen noch Zeit lassen 50 Jahre sind die Türken in Deutschland . Wie lange brauchen die noch? Ich sage, daß sie nie hier ankommen wollten. Es ist die einzige Ausländergruppe, die immer für Unruhe sorgt und mit Unzufriedenheit auffällt. 63% haben jetzt gezeigt, was Integrationswille bedeuted. 63% sollen jetzt in ihr Traumland zurückkehren.
63% von welcher der Gruppe denn? Denk mal nach

Beitrag melden
Server 17.04.2017, 20:30
1213. Herkunft

Zitat von 002614
... Was ist so schlimm daran, wenn man Türkisch-stämmige Leute fragt, woher sie kommen? Eine einfache Antwort wäre: Meine Großeltern kamen schon 1950 hier her. - Und gut ist. - Warum dieses Verletztsein bei einer einfachen freundlichen Frage?
Ich habe noch keine Reise ins Ausland gemacht, in dem ich nicht gefragt wurde woher ich komme. Und wenn ich viel Glück hatte, hat sich eine nette Diskussion über Eigenartigkeiten und Klischees von Deutsche versus jeweiligem Inlander entsponnen. Es ist herrlich und erfrischend Unterschiede zu sehen, ein bißchen zu befrotzeln und doch jedem seinen Stolz zu lassen. Das ist was Europa ausmacht. Denn was uns verbindet ist eine jahrhunderte alte Geschichte und Geschichten. Der Islam gehört nicht dazu.

Beitrag melden
Tacitus73 17.04.2017, 20:32
1214. falsch verstandene Toleranz

Zitat von schlaueralsschlau
Schon über 1000 Beiträge und ein großer Teil Rassismus unter dem Deckmantel der Demokratie... Klar gibt es hier eine türkische Parallelgesellschaft, aber das hat mit der Größe der Migranten zu tun. Bei Russen und polen ist es auf dem Weg dorthin und deutsche im Ausland leben häufig auch unter sich. Ein weiterer Grund, der für ein schlechtes Miteinander zuständig ist, ist die Religion. Ich möchte aber auch daran erinnern, dass es in diesem Staat Rassismus gibt und dass es sehr viele integrierte Türken gibt!
Es gibt überall auf der Welt Rassismus, auch unter Türken, nur so als Beispiel. Die Tatsache, dass es bei uns Rassismus gibt, kann nicht immer wieder als Pauschalargument gegen jede Kritik an Parallelgesellschaften und dem Verhalten integrationsunwilliger Gruppen herangezogen werden. Es gibt Einwanderergruppen, wo die Werte unseres Grundgesetzes nicht nur nicht beachtet, sondern sogar mit Füßen getreten werden. Wir können dazu nicht immer schweigen - wir machen uns dann an den Opfern dieser Entwicklung schuldig. Viel zu lange sind die Probleme mancher Parallelstrukturen in Großstädten totgeschwiegen worden, im Interesse einer bedingungslosen Toleranz, die gerade aufgrund ihrer Bedingungslosigkeit zu Beliebigkeit und Gleichgültigkeit verkommen ist. Und Ihr Argument, dass die besonderen Schwierigkeiten, die wir hier in Deutschland mit Teilen der türkischen Community haben, in erster Linie auf deren Größe zurückzuführen sind, müsste erst mal bewiesen werden. Die reine Behauptung überzeugt mich nicht; ich denke vielmehr, dass eine Menge Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Es ist jedenfalls an der Zeit, Grenzen aufzuzeigen - insbesondere denjenigen hier lebenden Türken, die meinen, sie könnten den öffentlichen Raum in Deutschland beliebig nutzen, um gegen unseren Staat zu agitieren und für die Autokratie Erdogans und die Einführung der Todesstrafe in der Türkei zu werben. Damit muss unmissverständlich Schluss sein! Und das einzufordern ist kein Rassismus!

Beitrag melden
7p_ 17.04.2017, 20:34
1215.

Zunächst einmal Danke für diesen Artikel.

Das Problem scheint mir zu einem bedeutenden Teil eines der Bildung zu sein. Ich kenne relativ viele "Deutschtürken" und bei Gesprächen haben nur diejenigen angekündigt, für JA zu stimmen, bei denen es mit der Bildung nicht weit her ist. Von daher ist es wohl doch irgendwie unsere Schuld, weil es uns nicht gelungen ist, diesen Kinder eine vernünfitge Schulbildung zu verpassen.
Schade um diese Kinder...

Beitrag melden
tagesgast_01 17.04.2017, 20:35
1216. Das Schlimme daran ist,

dass Deutschland den neuen türkischen Nationalsozialismus mitfinanziert, die neue 5 Kind Regel Erdogans - bezahlen wir alle mit.

Beitrag melden
Bürger Icks 17.04.2017, 20:36
1217. Feiglinge!

Hier im gemachten und sicheren Nest sitzen aber "ihren Landsleuten" in der Türkei eine Diktatur an den Hals wählen...
Konsequenterweise sollten doch jetzt ein paar hunderttausend türkischstämmige Almancis aka Erdo-Türken gerade ihre Koffer packen, ihre Autos betanken, Öger Tours Flüge mieten und sich auf ins gelobte Land, heim zum Führer machen, oder?

Beitrag melden
780 17.04.2017, 20:37
1218. @ Server

Zitat von Server
Lieber Vorredner, ich hab mir tatsächlich mal ein eigenes Bild gemacht und das Programm der AFD gelesen. Von alledem was Sie oben erwähne, steht zumindest dort nix. Aber vielleicht haben Sie ja Insider-Quellen.
Natürlich muss man genauer hinsehen, oder glauben Sie, dass die AfD in ihr Programm schreiben werden: wir sind eine rechtsextremistische Gruppe und außerdem verachten wir die Menschen?

e. z. B. Die Zeit: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-03/afd-partei-programm-entwurf

Zitat: In den "Kernanliegen" aber stellt die AfD dann die innere Sicherheit über alles, auch über die Freiheit. Es sei nur so viel Freiheit möglich, wie die Sicherheitslage es zulasse, steht dort und dass die Innere Sicherheit in Deutschland immer mehr abnehme. Daher müssten Polizei und Justiz mehr "Eingriffsmöglichkeiten" bekommen. Außerdem fordert sie viel mehr Geld für die Geheimdienste. Woher die AfD diese Überzeugung bezieht, ist unklar. Seit Beginn der neunziger Jahre sinkt die Kriminalität in Deutschland. Trotzdem fordert die AfD mehr "Eingriffsmöglichkeiten", was nichts anderes bedeutet als mehr Überwachung. Zitat Ende

Beitrag melden
Peter Bernhard 17.04.2017, 20:39
1219. Für seine verdammte Pflicht

"ich halt's für meine verdammte Pflicht": mich nicht in Unedelheit zuschreiben wollend, wollte ich das meiner Kanzlerin nicht nachzitieren; es ist jedenfalls so weit wie möglich nicht-diplomatisch im Steinmeierschen Sinnen. Nun sage ich den Spruch doch nach - weil ihn ehrlich für immer geistreicher halte, in meiner Welt der math. Mengenlehre. Zu einem Wortwitz hintagen möchte ich dazu "Nazimathoden wendest du an", von Erdogan. Hierzu Assoziation "Reform", Rechtschreibereform als "sau"-wichtig hier, und dazu Deutschtürken, die über ein entscheidend neues meiner Vermutung Wirklich-Wählen nicht einmal ein Kreuzchen machen in Kruezberg. Worüber also ein "anwänden" als Deutschgewusstes hinführen könnte. Was ich meine, mache ich jetzt erst verständlicher: ein Diktotor als Un-Präsident, wie etwa Hitler, hätte dies eben nicht so formuliert: "ich halte es für meine verdammte Pflicht, dies und das zu tun", eben nicht - hier ist ist unerkannt und recht "hidden to see" sozusagen das Halten für - dies problematisiert nämlich das, wovon ich das Erfüllen, das Genügen, das Nachkommen unterscheide, das Setzen, Herstellen von Regeln, das vom Realisieren, Faktenschaffen unterschieden werden kann und muss. Mit für seine Pflicht halten setzt sich somit ein Diktator - der nämlich eine einzelne Person als nämlich durchaus vernunftbegabte - wir wissen, du weißt, was du kannst, dass du auch mal nicht so gut bist oder warst - der eine einzelne Person vor allem im Durchführen seiner ihm als seine ureigene Pflicht, eigentlich reflektierte und gute, doch auch moralisch eben nicht einfache, nicht einfache, "dargestellte", somit "ange-Wändete Regel als dann aber doch als "Mechanismus" deklarierte, deklamiert, letztlich, wenn auch wortstark ... stützt, von einem "demokratischen" Präsidenten als nämlich "sich" Regeln durch Urteilskraft hergestellt habenden. And die Wand getafelt wurde als die Nazi-Methode, die ein "halten für" den Präsidenten übrig lässt, wozu eine überlegte Trockenheit jedenfalls signaliert: für Sektglas ist es immer zu früh.
Türken in Deutschland: die, die gar nich wählen, meinen, das sei eine Kreuz-Wahl wie alle bisherigen deutschen wie türkischen bestimmter Perioden vermute ich mal, wo alles klar zu laufen schien - wieso sollte gerade die Autorisierung das Gegenteilige in der Gesellschaft einläuten. Die die Ja sagten, für die meine ich gelten die oben dargestellten Erwägungen und eine Einschätzung Erdogangs als Nicht-Diktator - denn solche Türken in D bilden tagtäglich Kompromisse, von Erdogan weiß ich: mal ein Bierchen als Muslim iss so.

Beitrag melden
Seite 122 von 130
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!