Forum: Politik
Referendum zur Präsidialverfassung: Das merkwürdige Wahlverhalten der Deutschtürken
DPA

Eine deutliche Mehrheit der türkischen Staatsbürger in der Bundesrepublik hat für Erdogans Präsidialsystem gestimmt - viele aus Trotz gegenüber Deutschland. Das zeigt, dass sie noch lange nicht angekommen sind.

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waswoasi 17.04.2017, 14:06
360. Jetzt heisst es für Deutschland konsequent sein!

Bitte den 63% Erdogan Wählern den Doppelpass wegnehmen und sie zur Ausreise in die Türkei zwingen. Wenn Sie ihren Führer so lieben sollen sie auch in seinem Königreich leben. Doppelpass generell wieder abschaffen. Entweder ich will hier leben und all die Vorzüge als auch all die Pflichten eines deutschen Staatsbürgers haben oder ich entscheide mich für den Türkischen Pass. Endgültiges Ende der EU Beitrittsverhandlungen. Ausschluss aus der NATO. Stopp aller Zahlungen an die Türkei für Entwicklungshilfe und politische Entwicklung. Und dann schauen wir mal ob die Türken darüber so glücklich sind!

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ford_mustang 17.04.2017, 14:07
361. Menschen, die...

sich garnicht entscheiden wollen. Alle Vorteile hier genießen und noch ein bißchen mehr. Doppelte Staatsbürgerschaft ist definitiv gescheitert. Aufenthalt nur für höchstens drei Monate, mit Visumspflicht. Man muss es klar sagen, wem es hier nicht gefällt, hat das Recht und vielleicht sogar die Pflicht, zu gehen. Geht und gestaltet die türkische Gesellschaft mit.

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kmgeo 17.04.2017, 14:07
362. Integration als Pflicht und Freiwilligkeit

Integration scheint in Deutschland für alle Behörden, Unternehmen und Zivilgesellschaft Pflicht zu sein - für die Adressaten dieser Anstrengungen aber wohl eher freiwillig und dann nur als Rosinenpickerei. Es wäre an der Zeit, dies sofort zu verändern und Integration als Pflicht für alle zu begreifen. Wer sich dann nicht integrieren kann oder will, kann und darf nicht hierbleiben. Ablehnung der Bildungsgesellschaft, Ablehnung von Gleichberechtigung, Ablehnung von Rechtsstaatlichkeit muss automatisch mindestens zur Reduzierung von Transferleistungen führen und wenn möglich auch zur Repatriierung. Wer den Grundkonsens seiner neuen Heimat nicht teilen möchte, muss notgedrungen dorthin gehen, wo seine Werte besser passen. Schon die Abgabe einer Wahlstimme für ein Land, dem man den Rücken gekehrt hat, ist irgendwie komisch (ich könnte sagen, man ist kein Mann von Mumm und Ehre, wenn man eine Entscheidung trifft und dann immer noch dazu steht).

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alessandraa 17.04.2017, 14:08
363. Nicht aufgeben

50% haben angeblich in Deutschland nicht abgestimmt.
Wieviele davon hatten Angst, dass man ihren Pass einbehält im Konsulat ? und die anderen ?

Stimmt die Zahl 50% überhaupt ?
Wurden Zettel vernichtet ? Wurden Neue "kreiert" ?

Also nicht so schnell an Resultate glauben, die vielleicht gar keine sind.

Ansonsten : nicht die Hoffnung aufgeben und Danke für den Artikel

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Moewi 17.04.2017, 14:08
364.

Zitat von buelck
Sind die professionellen Journalisten im Osterurlaub ? Warum wird von über 60 % Zustimmung berichtet, wenn nur 50 % gewählt haben? Das ist doch nur rund 30 % Zustimmung !!!
Wer schweigt stimmt automatisch der Restmehrheit zu.
Es ist nicht nachvollziehbar warum ein Nichtwähler nicht zur Abstimmung gegangen ist. Manchmal ist es auch nur das Wetter...

Wer nicht abstimmt sagt, dass es ihm nicht wichtig genug ist und er sich der Mehrheit anschliesst - wie immer die auch ausfällt.

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FrankDr 17.04.2017, 14:08
365.

Hier wird immer noch auf der Annahme einer Wahl geschlussfolgert.
Die gab es ja aber gar nicht. Die Nein-Sager saßen ja hauptsächlich im Knast und die Manipulationen wurden ja zuhauf vermeldet. Wieso erkennt man sowas an?

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dallmann67 17.04.2017, 14:08
366. Weggucken und Wegducken

helfen nicht. Deutschland muß klar und konkret einfordern, was es von Menschen, die - auch wenn sie in Deutschland geboren sind - zumindest teilweise einen anderen kulturellen Hintergrund haben, erwartet UND FORDERT.
Vermeintliche "Toleranz" , die sich in Wahrheit mehr als Gleichgültigkeit gegenüber allem und jedem entpuppt, führt zu solchen Entwicklungen.
Wer hier lebt, der MUSS sich ohne Wenn und Aber und uneingeschränkt zur Werteordnung des GG bekennen. Das ist das MINDESTE, was wir - sowohl in unserem als auch im Interesse der Migranten - verlangen müssen, und zwar kompromisslos. Wer das nicht tut und nicht will, der sollte nicht einfach ohne daß dies Konsequenzen hat, unbeschränkt hier weiter leben dürfen.
Da sind klare Entscheidungen zu treffen und auch kompromisslos einzufordern.
Sonst scheitert die Integration und wir alle haben eine Riesenproblem.

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rationis 17.04.2017, 14:09
367. Das Phänomen ist omnipräsent!

Die Deutschtürken wählen mehrheitlich Erdogan, die Amerikaner Trump, viele Franzosen Le Pen, viele Holländer Wilders, die Russen Putin.
Was wir hier erleben, ist eine zunehmende Abwendung des Zeitgeistes von der Demokratie, und diese Abwendung oder Entfremdung betrifft keineswegs die in diesem Artikel (zurecht) kritisierten Deutschtürken.
Anscheinend werden die demokraktischen Institutionen zunehmend als "zu weich", "schwach" oder zu ineffektiv angesehen, jedenfalls wenden sich global immer mehr Menschen emotional von der Demokratie ab und wenden sich gefühlt "starken" Führern zu. Trump inszenierte sich ja bis zum Exzess als Macher, als Mann der Tat, als dealmaker. Putin und Erdogan ganz ähnlich.
Die ganz große Frage ist doch: was können wir konkret tun, damit die Demokratie nicht weiter an Attraktivität für die Menschen verliert? Denn wenn das so weitergeht, wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis die Menschen die Demokratie abgeschafft haben werden.

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briefzentrum 17.04.2017, 14:09
368. Der Freizeitnationalismus der Deutsch-Türken

Wenn man von der Anzahl Deutsch-Türken noch die Gruppen der Kurden und Aleviten abzieht, wird der Anteil der erdoganhörigen sunnitischen Türken in Deutschland noch erdrückender. Sichtbar wird, dass sich eine demokratische Identität nicht mit Integrationskursen und schon gar nicht mit türkischen Hodschas an deutschen Koranschulen sozialisieren lässt. Tatsächlich befördert auch der Doppelpass die scheinbar schizophrene politische Haltung der Deutsch-Türken. In Deutschland leben sie Wohlstand, Demokratie und liberale Freizügigkeit. Und gegenüber der Türkei toben sie in großer Mehrheit ihren ethnischen und kulturellen Nationalismus, Autoritarismus und Chauvinismus aus. Leben möchte dagegen kaum jemand der Deutsch-Türken in der Türkei. Allenfalls als Urlaubsland und Herkunftsland für religiös-konservativen Brautimport nach Deutschland schätzen sie die Türkei. Und das gilt verblüffender Weise auch für die zweite und dritte Generation. Es wird Zeit, dass der Doppelpass wieder abgeschafft wird. Er ist ein pseudoliberales Konstrukt, das so tut, als wäre Staatsbürgerschaft so etwas wie eine Vereinsmitgliedschaft im Sportverband, von der man ruhig mehrere parallel innehaben dürfe. Das ist nicht mehr als gesellschaftspolitisches Missverständnis polyglotter Bildungsbürger, die ihre Doppelpässe als Ausdruck ihrer kulturbeflissenen Weltbürgeridentität betrachten. Die Türkei macht deutlich, worum es bei einer Staatsbürgerschaft tatsächlich und im Ernstfall geht: Um die ethnische, religiöse und politische Unterwerfung des Individuums unter eine Staatsräson, die im Grenzfall an der Front, beim nationalistischen Fahneneid oder eben wie bei Yücel im Gefängnis enden kann.

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substanzlos12 17.04.2017, 14:09
369. Sie haben für den Krieg gestimmt.

Es ist leider so einfach, wie es immer scheint. Die meisten Menschen haben weder gelernt, was Verantwortung bedeutet, noch können sie mit der ihr gegebenen etwas anfangen. Erstaunlich ist, das immer wieder hochentwickelte Gesellschaften, wie es die unsrige trotz aller Fehler ja ist, in scheinbar völlig irrational-infantiles Verhalten verfallen. Ich frage mich, ob der Neid und dessen Kehrseite, die Verachtung hier die Haupttriebe sind. Oder ob es Ausdruck eines mangelnden Erlebnisses ist, die alles Bemühen um Aufklärung nicht beseitigen kann?

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