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Reform des Wahlrechts: Wie der Bundestag schrumpfen könnte
DPA

Seit Jahren werkelt der Bundestag an einer Reform des Wahlrechts. Ziel: Das Parlament soll kleiner werden - und weiblicher. Zumindest die Zahl der Abgeordneten ließe sich recht einfach reduzieren.

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rolz-reus 21.01.2019, 10:49
1. Wir Deutschen sind ja so schlau...

...wurde uns in den Achtzigerjahren im Sozialkundeunterricht erklärt. Wir kombinieren Mehrheitswahl und Verhältniswahl.
Was blieb aber davon übrig, seit wir von den obersten Gerichten gezwungen wurden jetzt jedes kleine Überhangmandat mit einer Vielzahl Ausgleichmandaten zu versehen?
Und besonders Absurd: Das Überhangsmandat wird quasi als undemokratischer gewertet als etwa die 5%-Hürde, die manchmal hunderttausende von Wählerstimmen aus dem Parlament fernhält.
In Zeiten von sechs und vielleicht mehr Parteien im Parlament, wären Überhangmandate ohne Ausgleichsmandate doch ein Segen.

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der_gott 21.01.2019, 10:57
2. Warum überhaupt Direktmandate?

Die meisten Wähler kennen doch Ihren Direktkandidaten gar nicht, zu mal man das Thema auch mit der Landtagswahl abkaspern könnte.... Reines Verhältniswahlrecht und fertig.

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Mara Cash 21.01.2019, 10:58
4. Bundestag zu groß

Ich sehe keinen Sinn in über 700 Bundestagsabgeordneten, die sehr teuer und höchst ineffektiv sind. Ein Drittel davon würden locker ausreichen.

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mwroer 21.01.2019, 10:59
5. Ja denn ...

Insofern besteht kein Grund, stark in das Wahlrecht einzugreifen. Eine minimalinvasive Korrektur reicht aus und ist möglich:
"Die Zahl der Wahlkreise muss auf 200 verringert werden.
Die Vorabkalkulation zur Sitzzuteilung muss verändert werden.

Die Reduzierung der Wahlkreise muss nach einem objektiven und damit für alle Parteien fairen Verfahren erfolgen. Für den Neuzuschnitt der Wahlkreise sollte die un-parteiische Mathematik bemüht werden; nur sie verhindert das Tauziehen der Parteien um die Neugestaltung jedes einzelnen Wahlkreises. Also den politischen Kampf, ob dieser oder jener Straßenzug noch dazugehören soll."

Dann schicke man dies an die Wahlkommission und fertig ist. Man spart sich die unnötige, und letztlich ohnehin wieder nur rein ideologisch geführte, Diskussion und hat ein brauchbares Ergebnis. Vorher kann man noch ein paar Szenarien mehr durchrechnen aber wenn sich das so einfach gestaltet und funktioniert, dann sollte man das tun.
Herr Oppermann kann sich dann auf die Fahne schreiben den Anstoß gegeben zu haben. Prima.

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mcbrayne 21.01.2019, 11:01
6. ...und weiblicher ?

Zur Bundestagswahl 2017 waren 61.5 Millionen wahlberechtigt, davon 51.5% Frauen. Wenn Frauen sich also zur Wahl stellen und diese Mehrheit der Wählerinnen von sich überzeugen, dann sollte es doch keiner Reform bedürfen um den Bundestag weiblicher zu machen. Wenn jedoch von 4'828 Kandidaten nur 1400 (29%) weiblich sind, dann erscheint der Anteil der Frauen im Bundestag von 30,7% doch als durchaus repräsentativ.

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henrymeier3 21.01.2019, 11:04
7. Der Bundestag

"werkelt" nicht seit Jahren daran herum, vielmehr blockieren vor allem SPD und CDU seit Jahren jede Reform der Verkleinerung. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

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rleu 21.01.2019, 11:05
8.

"soll [gewünschte gesellschaftliche Komponente]er werden"

Wenn wir schon falsch wählen gebt uns doch nicht so viel Auswahl. Ein Zettel, ein Name, eine Stimme. Ist es das, was ihr wollt?

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wpstier 21.01.2019, 11:05
9. Wetten?

Ich Wette, dass der Bundestag noch größer werden wird und kein Parlamentarier weniger wird. Ansonsten zerbricht mein Weltbild.

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