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Reform des Wahlrechts: Wie der Bundestag schrumpfen könnte
DPA

Seit Jahren werkelt der Bundestag an einer Reform des Wahlrechts. Ziel: Das Parlament soll kleiner werden - und weiblicher. Zumindest die Zahl der Abgeordneten ließe sich recht einfach reduzieren.

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derhey 21.01.2019, 12:24
50. Titel bzw. Überschrift

stimmt: "KÖNNTE" wird aber nichts draus. Guter Vorschlag aber die Pfründe......
In der nächsten Legislaturperiode werden es noch mehr werden - wer wettet dageben? Den Abgeordneten wird schon noch was einfallen um das Parlament zu vergrößern. Laßt alle Hoffnung fahren ähnlich der Reduzierung der Bundesländer auf 6 oder 7.

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spon_1857225 21.01.2019, 12:24
51. Direktmandate...

... sollten nur an Kandidaten vergeben werden, die die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht haben. Bereits diese Änderung würde viele Verzerrungen mindern.
Dazu kann man entweder Stichwahlen veranstalten, oder sich (zeitgemäßer) am irischen Wahlrecht orientieren, was nur einen Wahlgang erfordern würde.

Die Reduzierung der Wahlkreise hielte ich für falsch. Die Anzahl ist gut so.
Und wenn man das Parlament repräsentativer besetzen möchte, müsste man natürlich auch die 5%-Hürde stark reduzieren, die derzeit Millionen gültiger Stimmen wegfiltert.

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tropfstein 21.01.2019, 12:28
52. Verquickung von Vernunft und Quote

Bitte, bitte trennt die beiden Themen noch. Dass die derzeitige Regelung mit den Überhangmandaten Unsinn ist, dürfte ziemlich jedem einleuchten (und wurde schon vor der Einführung der Regelung diskutiert). Es gab kluge Argumente und Hinweise (z.B. auf den Unfug, dass in einer BUNDEStagswahl der Überhang in einem BundesLAND ausgegleichen und dann alle 15 Länder proportional hochgezogen werden).
Das mit den Quoten für Frauen, Jüngere, Selbständige, Angestellte etc. ist doch ein ganz anderes Fass.
(P.S. eine Anekdote: bei uns finden im Mai Gemeinderatswahlen statt. Eine Partei hat beschlossen, 50:50 Frauen und Männer aufzustellen. Nur klagte mir die Ortsvorsitzende - also eine Frau - privat, dass sie nicht genug Frauen findet, die bereit sind sich aufstellen lassen. Wat nu?)

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ulmer_optimist 21.01.2019, 12:30
53. Richtig

Ja, wir brauchen sicher mehr Frauen in der Politik. Das bedeutet aber, dass Frauen sich insgesamt mehr engagieren müssen und nicht nur im Bundestag sitzen. Im Übrigen müsste man dann auch über die Altersstruktur des Bundestages nachdenken. Bei der Reform würde ich noch einbringen: Sitze entsprechend dem Anteil der Nichtwähler werden nicht besetzt. Dann müsste die Politik auch etwas gegen Politikverdrossenheit tun.

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uhu_13 21.01.2019, 12:38
54. Aufteilen

Einfach aufteilen, 250 Sitze ueber Direktmandat und 250 Sitze ueber die Partei. Hat auch den Vorteil, dass das Direktmandat hoeher gewichtet wird. Und ja, Partein ohne Direktmandate verlieren, da der Gesamtpool kleiner wird. Ist mir recht.

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awu 21.01.2019, 12:40
55.

Zitat von kraut&ruebe
Warum überhaupt Landeslisten? Die werden völlig undemokratisch von den Parteigremien ausgekungelt. Meine DIrektkandidfaten schaue isch mir immer sehr .....
Das ist eines der Hauptprobleme. Der interessierte Wähler wird die Luschen einfach nicht los, da er keinen Einfluss auf die Landesliste hat.

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omop 21.01.2019, 12:41
56. Der Bundestag muss weiblicher werden?

Was soll der Quark? Ich wünsche mir dass es nach Qualifikation geht und das die Lebensverhältnisse gut abgebildet sind...also bitte nicht nur Lehrer,Studienabbrecher etc, sondern auch Praktiker aus der Wirtschaft.
Ausserdem glaube ich nicht, dass ein weiblicheres Parlament bessere Beschlüsse fassen würde. Vielmehr sind Frauen im Bundestag genauso von Skandalen betroffen wie Männer auch. Die Zusammensetzung des BT orientiert sich eben an der Mitgliederstruktur in den Parteien..und wenn sich dort nur 30% Frauen engagieren, kann ich nicht erwarten,dass 50% Frauen in den Bundestag geschickt werden..so etwas wäre Geschlechterdiskriminierung, was aber anscheinend von den Genderprotagonisten scheinbar gewollt ist.

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maurizio_paciello 21.01.2019, 12:42
57.

Klasse. Da schreibt ein bekannter Sachverständiger einen interessanten und ausgewogenen Artikel zum Thema Wahlrechtsreform und, wenn man in die Kommentare guckt, haben einige den Artikel scheinbar nichtmal gelesen. Nein, stattdessen finden wir den schon seit Ewigkeiten dummen Tucholsky-Spruch mit dem Pseudo-Intellektuelle ihre Untätigkeit und ihr Desinteresse als intellektuelle Überlegenheit tarnen und ein paar flotte Sprüche von wegen "Pah! Einfach nur noch 300 Abgeordnete wählen! Sind doch eh alle korrupt "die da oben"!"
Wow.

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mwroer 21.01.2019, 12:43
58.

Zitat von saarpirat
Mal was ganz provozierendes: Direktwahl Präsident und Kanzler (m/w) alle 5 Jahre. Und die Abgeordneten werden aus der Bevölkerung ausgelost. Je 250 Männer und Frauen. Zwischen 30 und 60. Keine Vorstrafen. Deutsche Staatsbürger. Keine geistigen Behinderungen. Abgeschlossene Berufsausbildung. Legislaturperiode sechs Monate. Fertig.
Alle 6 Monate? Das ist ziemlich cool ...
Gehen wir von einer durchschnittlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten aus und einer Einarbeitungszeit von 2 Monaten, dann haben die genau noch einen Monat um einen sauberen Übergang der Geschäfte - die nie geführt werden können - an den Nachfolger sicher zu stellen.

Nein man kann Betriebe nicht zwangsverpflichten Leute 6 Monate zu beurlauben und fristlose Kündigungen ohne Grund schaden vor allem kleinen Betrieben wesentlich mehr als großen.
Also ... 6 Monate ist nicht. 2 Jahre muss mindestens.
Zwischen 30 und 60? Zu alt, zu jung. Ab 25 und bis 70. Mindestens. Angesichts einer immer weiteren Steigerung der Lebenserwartung haben 60 jährige noch gut 20 Jahre (!) vor sich - haben also ein maßgebliches Interesse an der Gestaltung der letzten 25% ihres Lebens. Das können Sie denen schlecht absprechen.

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newbie99 21.01.2019, 12:48
59. CDU profitiert von Ausgleichsmandaten?

Zitat von Karsten Kriwat
Von den Ausgleichsmandaten profitiert vor allem die CDU. Es wäre schön, wenn man die Zahl der Abgeordneten im Bundestag endlich verringern könnte, die den Steuerzahler Millionen kosten. Die USA haben weniger Abgeordnete als die Bundesrepublik. Das kann ....
Äh, nein!
Derzeit werden 50% der Mandate gem. Sollgröße per Erststimmen-Direktwahl vergeben. Dabei gilt das Mehrheitswahlrecht. Erhält die CDU daraus mehr Sitze, als ihr nach Zweitstimmen-Mehrheitswahlrecht eigentlich zu steht, so gäbe es zwei Möglichkeiten, einen Ausgleich zu erreichen: 1. man nimmt der CDU Direktmandate wieder weg - das hieße aber, dass Wähler in einem Wahlkreis eine Person gewählt haben, die dann aber trotzdem nicht in den Bundestag einzieht. Das ist natürlich nicht möglich. 2. man gibt es anderen Parteien so viele zusätzliche Mandate, dass es insgesamt wieder zum Zweitstimmen-Ergebnis passt - die Ausgleichsmandate!

Daher profitieren eben gerade nicht die Parteien von diesen Ausgleichsmandaten, die besonders viele Direktmandate holen (also CDU und SPD), sondern vielmeh die anderen, kleineren Parteien, wie Gründe, Afd oder Linke.
Vielleicht reicht es manchmal halt doch nicht aus, einfach nur die üblichen, stereotypischen Null-Acht-Fünfzehn-Argumente zu liefern, sondern sich mit der Problematik einmal auseinanderzusetzen.

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