Forum: Politik
Reformer Obama auf richtigem Kurs?

Barack Obama hat eine Erneuerung der USA versprochen, mit einer Gesundheitsreform, einer Reform des Finanzsystems und vielen anderen Projekten - ist er auf dem richtigen Weg?

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rochush 08.11.2009, 10:04
10. Richtiger Weg?

Zitat von sysop
Barack Obama hat eine Erneuerung der USA versprochen, mit einer Gesundheitsreform, einer Reform des Finanzsystems und vielen anderen Projekten - ist er auf dem richtigen Weg?
Ob Obama auf dem richtigen Weg ist, darüber lässt sich streiten, er ist auf dem Weg, die USA, die stärkste Wirtschafts-, Finanz-, Wissenschafts- und Militärmacht der Erde zu einem Rundum-Vorsorgungsstaat nach europa-sozialistischen Vorbild zu machen.

Dies schwächt den unbedingten Leitungs- und Selbstbehauptungswillen, den das nordamerikanische Volk bisher auszeichnete, das Herz der USA, das sie an die Spitze der Welt gebracht hat.

Dies schwächt die Wirtschaft, die Dynamik, gefährdet den Wirtschafts- und Finanzplatz USA und wird sie auf Jahrzehnte zurückfallen lassen.

Wenn das Weg sein soll, die gleichen Fehler, die wir Europäer gemacht haben, zu wiederholen, dann ist er auf dem richtigen. Er wird jedoch die Rolle der USA als Führungsmacht der demokratischen schwächen. Wir brauchen diese Führung der USA, da Europa nicht in der Lage ist die Probleme der westlichen Welt, seien sie wirtschaftlicher, militärischer oder geo-strategischer Natur, allein zu lösen.

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SaT 08.11.2009, 10:11
11. europäisches Vorbild

Wenn ich recht verstehe versucht Obama das amerikanische Gesundheitswesen nach europäischen Vorbild zu reformieren. Mal im Ernst: wer ist mit unserem Gesundheitswesen wirklich zufrieden? Ich muss am Montag mal wieder mit meiner Tochter zwecks Impfung zum Kinderarzt. Das bedeutet 3 bis 4 Stunden Wartezeit….

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mavoe 08.11.2009, 10:18
12. DER war gut, lol

Zitat von primatologe
Die Gesundheitsreform nutzt der Wirtschaft, weil sie Motivation freisetzt, durch neuen Glauben an Gerechtigkeit. Die Republikaner, ähnlich unserer CDU, sehen das naturgemäß anders, die die oben sind halten nichts von allzuviel Gerechtigkeit.
Wenn in US of A eine "Partei" Ähnlichkeiten mit der CDU hat, dann sind es die Demokraten. Dort gelten nämlich sozialdemokratische Bestrebungen i.A. schon als Kommunismus. Außerhalb der "intellektuellen" Zentren an der Ost- oder Westküste wenigstens...

Auf jeden Fall beglückwünsche Präsident Obama zu seinem ersten Teilerfolg. Weiter so!

mfg

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haltetdendieb 08.11.2009, 10:25
13. Obama ist genau auf dem gleichen Weg wie

bei seiner Einschätzung des Attentats in fort Hood!

Das wird nichts!

Und wenn man diese Mehrheiten sieht:

Die USA ist noch mehr gespalten als Deutschland in Ost und West!

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primatologe 08.11.2009, 10:40
14.

Zitat von rochush
Ob Obama auf dem richtigen Weg ist, darüber lässt sich streiten, er ist auf dem Weg, die USA, die stärkste Wirtschafts-, Finanz-, Wissenschafts- und Militärmacht der Erde zu einem Rundum-Vorsorgungsstaat nach europa-sozialistischen Vorbild zu machen. Dies schwächt den unbedingten Leitungs- und Selbstbehauptungswillen, den das nordamerikanische Volk bisher auszeichnete, das Herz der USA, das sie an die Spitze der Welt gebracht hat. ...
Das Gegenteil ist richtig und Sie wissen das.

Es war gerade das Vertrauen auf Gerechtigkeit und die protestantische Arbeitsethik die das Land aufgebaut hat. Die fleißigen Einwanderer sind ja gerade wegen des ungebremsten Kapitalismus, in der Form des Feudalismus, aus ihrer Heimat geflohen.

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detrius 08.11.2009, 10:41
15.

Zitat von SaT
Wenn ich recht verstehe versucht Obama das amerikanische Gesundheitswesen nach europäischen Vorbild zu reformieren. Mal im Ernst: wer ist mit unserem Gesundheitswesen wirklich zufrieden? Ich muss am Montag mal wieder mit meiner Tochter zwecks Impfung zum Kinderarzt. Das bedeutet 3 bis 4 Stunden Wartezeit….
Die Wartezeiten sind in Amerika nicht wirklich besser, zumal die Anzahl der Ärzte pro US Bürger 30% niedriger ist als in Deutschland. Somit hätten Sie in den USA nicht nur gewartet, sondern auch etliche Euro draufzahlen dürfen.

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meinnameistschallundrauch 08.11.2009, 10:47
16.

Zitat von SaT
Wenn ich recht verstehe versucht Obama das amerikanische Gesundheitswesen nach europäischen Vorbild zu reformieren.
Das sieht wohl so aus.

Zitat von SaT
Mal im Ernst: wer ist mit unserem Gesundheitswesen wirklich zufrieden?
Ich! Klar, wir müssten uns besser gegen die Pharma- und Ärztelobby durchsetzen und aber ansonsten ist es ziemlich gut.

Zitat von SaT
Ich muss am Montag mal wieder mit meiner Tochter zwecks Impfung zum Kinderarzt. Das bedeutet 3 bis 4 Stunden Wartezeit….
Dann würde ich mal den Arzt wechseln. 3-4 Stunden Wartezeit sind bei einem gut organisierten Arzt nicht normal! Ich musste zwar auch schon mal so lange warten aber da war ich auch nicht angemeldet. Bei meinem Zahnarzt habe ich noch nie länger als 30 Minuten gewartet und bei meinem Hausarzt sieht es ähnlich aus.

Ab davon, dass das US System pro Kopf doppelt so teuer wie das deutsche ist, müssen Versicherte in den USA einen bürokratischen Papierkrieg und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Hier reden wir nicht über 3-4 Stunden! Wenn ich recht informiert bin gibt es für Versicherte in den USA auch Einschränkungen bezüglich der freien Arztwahl.

Ohne Frage, unser Gesundheitssystem muss von Lobbyismus und Partikularinteressen befreit werden. Es ist aber um Potenzen besser als das der USA.

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Palmstroem 08.11.2009, 10:53
17. Richtige Reform zur falschen Zeit

Zitat von sysop
Barack Obama hat eine Erneuerung der USA versprochen, mit einer Gesundheitsreform, einer Reform des Finanzsystems und vielen anderen Projekten - ist er auf dem richtigen Weg?
Wie die NYT berichtet, liegt die wirkliche Zahl der Arbeitslosen bei 17,5%. Wenn man die Familienangehörigen mit einrechnet, sind das 100 Millionen US-Bürger, die dieses Problem betrifft - dreimal soviel wie die 35 Millionen, die vom neuen Gesundheitsprogramm betroffen sind. Die Gesundheitsreform ist die richtige Reform zur falschen Zeit - Obamas Erfolg wird innenpolitisch von den Arbeitsplätzen entschieden!

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Joerg grimm 08.11.2009, 11:00
18. Seit wann Postet Dick Cheney im SPIEGEL-Forum auf deutsch?

Zitat von rochush
Ob Obama auf dem richtigen Weg ist, darüber lässt sich streiten, er ist auf dem Weg, die USA, die stärkste Wirtschafts-, Finanz-, Wissenschafts- und Militärmacht der Erde zu einem Rundum-Vorsorgungsstaat nach europa-sozialistischen Vorbild zu machen.
Wovon reden Sie eigentlich - waren sie seit 2000 von der Aussenwelt abgeschnitten?
Schon klar, fuer manche Leute ist Gesundheitsvorsorge natuerlich der erste Schritt in den Kommunismus. Fuer jedes westliche Land ausser der USA ist sie allerdings eine Selbstverstaendlichkeit. Schon bemerkt?
Zitat von rochush
Dies schwächt den unbedingten Leitungs- und Selbstbehauptungswillen, den das nordamerikanische Volk bisher auszeichnete, das Herz der USA, das sie an die Spitze der Welt gebracht hat.
Aha... ein Drittel der Bevoelkerung kann sich keine vernuenftige medizinische Versorgung leisten...einmal schwer krank, Job weg, karriere weg, auf der Strasse. Ich erkenne sofort wie das ein Land staerkt. Liegt auf der Hand, voellig klar. Ich gebe zu da sind die USA einzigartig. Daraus einen Fuehrungsanspruch fuer die USA abzuleiten ist allerdings ziemlich pervers. Zitat von rochush
Dies schwächt die Wirtschaft, die Dynamik, gefährdet den Wirtschafts- und Finanzplatz USA und wird sie auf Jahrzehnte zurückfallen lassen.
genauso kann man behaupten, mehr Nachfrage nach medizinischer Versorgung erzeugt mehr Versorgungsindustrie und mehr Arbeit... Ihre Argumente snd ziemlich beliebig und hanebuechen. Zitat von rochush
Wenn das Weg sein soll, die gleichen Fehler, die wir Europäer gemacht haben, zu wiederholen, dann ist er auf dem richtigen. Er wird jedoch die Rolle der USA als Führungsmacht der demokratischen schwächen. Wir brauchen diese Führung der USA, da Europa nicht in der Lage ist die Probleme der westlichen Welt, seien sie wirtschaftlicher, militärischer oder geo-strategischer Natur, allein zu lösen.
Sorry aber auf die Fuehrungsrolle der USA haetten wir schon mindestens die letzten 10 Jahre gut verzichten koennen, dann haetten wir den voellig nutzlosen und letztendlich kontraproduktiven Irak-Krieg, das Guantanamo-Dilemma das dem freien Westen den Moralischen Menschenrechtsanspruch genommen hat, und die verdammte Bankenkrise, die sich immer mehr zum ultimativen Umverteilungstool von unten nach oben auswaechst, gar nicht erst gehabt.
Antiaufklaerische, asoziale Ideologische Geisterfahrerei an der Spitze der Amerikanischen Regierung haben so ziemlich alle Dilemmas denen wir im Moment gegenueberstehen erst verursacht. Und sie pruegeln auf diesem Toten, halbverwesten Pferd herum und denken dass waere die Probleloesung. Na viel Spass noch...

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meinnameistschallundrauch 08.11.2009, 11:12
19.

Zitat von SaT
Wenn ich recht verstehe versucht Obama das amerikanische Gesundheitswesen nach europäischen Vorbild zu reformieren.
Das sieht wohl so aus.

Zitat von SaT
Mal im Ernst: wer ist mit unserem Gesundheitswesen wirklich zufrieden?
Ich! Klar, wir müssten uns besser gegen die Pharma- und Ärztelobby durchsetzen und aber ansonsten ist es ziemlich gut.

Zitat von SaT
Ich muss am Montag mal wieder mit meiner Tochter zwecks Impfung zum Kinderarzt. Das bedeutet 3 bis 4 Stunden Wartezeit….
Dann würde ich mal den Arzt wechseln. 3-4 Stunden Wartezeit sind bei einem gut organisierten Arzt nicht normal! Ich musste zwar auch schon mal so lange warten aber da war ich auch nicht angemeldet. Bei meinem Zahnarzt habe ich noch nie länger als 30 Minuten gewartet und bei meinem Hausarzt sieht es ähnlich aus.

Ab davon, dass das US System pro Kopf doppelt so teuer wie das deutsche ist, müssen Versicherte in den USA einen bürokratischen Papierkrieg und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Hier reden wir nicht über 3-4 Stunden! Wenn ich recht informiert bin gibt es für Versicherte in den USA auch Einschränkungen bezüglich der freien Arztwahl.

Ohne Frage, unser Gesundheitssystem muss von Lobbyismus und Partikularinteressen befreit werden. Es ist aber um Potenzen besser als das der USA.

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