Forum: Politik
Reformpläne der Regierung: Gegner eines Sterbehilfe-Verbots formieren sich
DPA

Schon bald soll die Sterbehilfe in Deutschland strenger geregelt werden, dafür wirbt Kanzlerin Angela Merkel. Doch in der Großen Koalition machen die Gegner eines Komplettverbots mobil.

Seite 1 von 13
Huquan 15.08.2014, 16:42
1. Komplettverbot oder Ausnahmen?

...wie auch immer - unserer Kanzlerin ist nicht allmächtig, und sollte sich daher auch aus Angelegenheiten raushalten, die nur jeden etwas persönlich angehen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pcpero 15.08.2014, 16:45
2. Knocking on heavens door

Zitat von sysop
Schon bald soll die Sterbehilfe in Deutschland strenger geregelt werden, dafür wirbt Kanzlerin Angela Merkel. Doch in der Großen Koalition machen die Gegner eines Komplettverbots mobil.
Jaja, Fr. Doktor, auch Ihre Uhr tickt, und somit vllt. auch die Affinität zu diesem heiklen(heikel gemachten) Thema. Warum privatisieren wir die Sterbehilfe nicht einfach? Es gibt nichts privateres als das Sterben! Somit gilt wieder das BGB, und es können privatrechtliche Sterbeverträge ausgehandelt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
götzvonberlichingen_2 15.08.2014, 16:45
3. Königreich Merkel

ist ja schön und gut, wenn Frau Merkel "ihre ablehnende Haltung zur Sterbehilfe" bekräftigte.
Jeder darf seine Meinung haben. Aber das ihre Meinung über mein Leben entscheiden soll geht gar nicht.
Soll sie sich doch bitte mal in Hospizen bei Schwerkranken umschauen, die außer Schmerzen nichts mehr vom Leben haben. Vielleicht überdenkt sie dann nochmal ihre Meinung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Luna-lucia 15.08.2014, 16:46
4. ups! aber verhindern werden Gesetze dazu

Zitat von sysop
Schon bald soll die Sterbehilfe in Deutschland strenger geregelt werden, dafür wirbt Kanzlerin Angela Merkel. Doch in der Großen Koalition machen die Gegner eines Komplettverbots mobil.
mal nix! Denn wer echt den Wunsch hat ... der wendet sich frühzeitig an DIGNITAS

Mitglied bei DIGNITAS können grundsätzlich alle volljährigen Personen werden, auch wenn sie nicht in der Schweiz wohnen und eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Allerdings weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass DIGNITAS seinen Mitgliedern aus rechtlichen Gründen nur auf Schweizer Staatsgebiet die angebotenen Hilfestellungen leisten kann.

Die Mitglieder haben Anspruch auf eine in der Schweiz rechtlich wirksame Patientenverfügung, auf Sterbebegleitung sowie auf Hilfe bei einem freigewählten Tod. Ausserdem haben sie Anspruch auf Beratung im Rahmen der Möglichkeiten des Vereins, wenn es um ihre Menschenwürde im Leben und im Sterben geht. DIGNITAS legt grossen Wert darauf, seinen Mitgliedern Ansprechpartner und -partnerinnen zur Verfügung zu stellen, denen Menschlichkeit viel bedeutet. Die Devise «Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben» ist ein Versprechen.

Für den Beitritt zu DIGNITAS muss lediglich die Beitrittserklärung ausgefüllt und DIGNITAS zugesandt werden. DIGNITAS bestätigt mit einem Brief die Aufnahme als Mitglied und sendet das Formular «Patientenverfügung». Mit diesem Brief erhält das Mitglied auch eine Rechnung und die Hinweise, wie die Eintrittsgebühr und der Mitgliederbeitrag zu bezahlen ist. Das Mitglied füllt die Patientenverfügung aus und sendet das Original an DIGNITAS zurück. DIGNITAS registriert und archiviert das Original und sendet die erforderliche Anzahl Fotokopien an das Mitglied. Damit ist der Vorgang der Aufnahme als Mitglied von DIGNITAS perfekt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegelleser-wissen-wenig 15.08.2014, 16:48
5. Immer diese Gutmenschen

Immer diese Gutmenschen, die glauben, sie würden schwerkranken Menschen, die gerne schmerzfrei aus dem Leben scheiden würden, etwas Gutes tun, indem sie sie qualvoll an ihrer Krankheit sterben lassen. Bitte etwas weniger Bevormundung und mehr Selbstbestimmung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quap.sel 15.08.2014, 16:52
6. Sterbehilfeverbot ist sehr menschenverachtend!

Parteien, die jegliche Sterbehilfe verbieten wollen, halte ich für menschenverachtend. "Mein Leben war gut, und wenn es jetzt zuende ginge, wäre es OK!" hörte ich ohne(!) Sterbewunsch von mehreren alten Menschen. Und wenn dann irgendwann nur ein Sterben mit erheblicm Leiden bevorstünde, dann könnte ich das "Doch, lass es uns nun beenden!" so irre gut verstehen. Diesen Wunsch dann abzuschlagen, halte ich für eine Gemeinheit, ganz egal ob man dies religiös oder sonstwie zu begründen versucht. Und bei so Flachheiten wie "Das könnte ausgenutzt werden!" oder "Ja wer soll denn entscheiden?" oder gar "Wir sind doch nicht Gott!" kann ich angesichts des völlig unnötigen Leids und dieser unsäglichen (oft so christlich motivierten) Arroganz nur immer wieder wütend werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Walther Kempinski 15.08.2014, 16:54
7. Gangbangverbot

Die Christen stecken aber ihre Nase überall rein. In den Sarg ebenso wie demnächst in die Schlüpfer....unglaublich. Da kommt man sich vor wie im Iran.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Herr Hold 15.08.2014, 16:56
8. Was ist los?

Die Mehrheit der Deutschen (70% lt. Umfragen z.b. Spiegel) ist für die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe. Frau Merkel folgt doch sonst auch den Mehrheiten. Dann doch wohl auch in diesem Fall. Wurde sie nicht informiert?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alverna 15.08.2014, 16:57
9. Vorbei sind die Zeiten.

Wo Privatpersonen sich noch durch irgendwelche Politiker vorschreiben lassen wie sie mit so einem Thema umgehen sollen wenn es jemand innerhalb der eigener Verwandtschaft betrifft.
Wenn nötig lassen sie sich vielleicht noch beraten durch jemand aus einer Kirche aber auch dieses ist nicht länger mehr üblich.
Üblich ist dass Menschen immer mehr solche Bestimmungen selbst oder zusammen festlegen und dass dabei immer auch der Wunsch des ganz persönlich Betroffener ganz oben steht und stehen bleibt.

Wo die Kirche diese Tatsache schon - wenn auch nicht lautstark - immer mehr bereits anerkannt hat und auch nicht mehr dagegen agiert
sollten es Politikern schon ganz sein lassen wenn sie sich damit nicht auch selbst bezichtigen wollen die Mensen einzuschüchtern in ihre so ganz privater Intimspähre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 13