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Reformpläne der Regierung: Gegner eines Sterbehilfe-Verbots formieren sich
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Schon bald soll die Sterbehilfe in Deutschland strenger geregelt werden, dafür wirbt Kanzlerin Angela Merkel. Doch in der Großen Koalition machen die Gegner eines Komplettverbots mobil.

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carlitom 16.08.2014, 16:34
120. Hilflos

Zitat von m.s.schneider
Das Christliche ist mir völlig egal, jede religiöse Begründung halte ich auch eher für ungünstig. Es hilft auch nicht, einfach nur die Begrifflichkeiten auszutauschen. Und was ich nicht verstehe: Warum immer diese absurde Angst vor einer Strafe? Wenn das Ganze so wichtig ist, wenn einem das, von dem man denkt, es sei der wirkliche Wille eines Anderem, so über allem steht: Warum dann nicht die eventuelle Strafe in Kauf nehmen?
Mit dem Religiösen haben Sie natürlich Recht. Das kann niemals die Begründung sein, weil das einfach nicht für alle ein Maßstab ist und sein muss.

Aber die Strafe allein ist nicht das Problem. Es ist doch viel mehr das Können, das Wissen. Wer hat denn die umfassenden Kenntnisse und den Zugang zu entsprechenden Substanzen, um wirklich wirkungsvoll und mit geringstmöglichem Risiko eines Fehlschlags oder noch größeren Schadens helfen zu können? Ich wüsste da niemanden in der näheren Umgebung. Und die, die es könnten, wollen nicht aus Angst (und da sind wir wieder bei Ihnen) vor Strafe - die Fachleute, die Ärzte nämlich.

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carlitom 16.08.2014, 16:39
121. Bildungsproblem

Zitat von rainerdavidw.früh
Es ist doch beruhigend zu wissen, dass Deutschland, das ja erfolgreich Erfahrungen mit der Euthanasie machen durfte, nach wie vor ein Eldorado für Abtreiber und "Sterbehelfer" ist....
Noch viel interessanter ist es, dass Deutschland immer noch ein Land ist, in dem es Menschen gibt, die derart gedankenlos, dumm und polemisch Euthanasie mit Abtreibung und Sterbehilfe in einen Topf werfen und das Land noch dazu als "Eldorado" in dieser Hinsicht bezeichnen, wo die Hürden hier doch für beides vergleichsweise hoch gesteckt sind (war übrigens das eigentliche Thema hier - scheint aber untergegangen zu sein).

Beim Bildungsstandard gibt es allerdings immer noch viel Nachholbedarf in Deutschland. Das hat Ihr Statement deutlich gezeigt. Dafür scheint es eng am Stammtisch zuzugehen.

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robert1000 16.08.2014, 19:19
122. Verbot der Sterbehilfe in Entmündigung.

Zitat von sysop
Schon bald soll die Sterbehilfe in Deutschland strenger geregelt werden, dafür wirbt Kanzlerin Angela Merkel. Doch in der Großen Koalition machen die Gegner eines Komplettverbots mobil.
In Fällen einer schweren Krankheit ohne Aussicht auf Genesung braucht man, dem eigenen Wunsch entsprechend, die Sterbehilfe am ehesten und kann sich am wenigsten gegen den Willen der Anderen wehren.
Dabei ist doch die Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung im Grundgesetz festgeschrieben. Also verstößt das Gesetz des Verbots der Sterbehilfe gegen das GG ? Was sagt das BGH in Karlsruhe dazu?

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tessa-louise 17.08.2014, 01:48
123. Sterbehilfe

Zitat von götzvonberlichingen_2
ist ja schön und gut, wenn Frau Merkel "ihre ablehnende Haltung zur Sterbehilfe" bekräftigte. Jeder darf seine Meinung haben. Aber das ihre Meinung über mein Leben entscheiden soll geht gar nicht. Soll sie sich doch bitte mal in Hospizen bei Schwerkranken umschauen, die außer Schmerzen nichts mehr vom Leben haben. Vielleicht überdenkt sie dann nochmal ihre Meinung.
Sterbehilfe muss legalisiert werden,dann wird es viel weniger Suizidversuche geben.Keine Sterbehilfe für Fr. Merkel und Herrn Gröhe.Beide sollen so lange mit Schmerzen leben,wie sie es sich gewünscht haben.Einfach nur Schande.Sollen beide mal im Pflegeheim arbeiten und dort später langsam sterben.

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tessa-louise 17.08.2014, 01:52
124. Ich entscheide über mein Leben

Zitat von götzvonberlichingen_2
ist ja schön und gut, wenn Frau Merkel "ihre ablehnende Haltung zur Sterbehilfe" bekräftigte. Jeder darf seine Meinung haben. Aber das ihre Meinung über mein Leben entscheiden soll geht gar nicht. Soll sie sich doch bitte mal in Hospizen bei Schwerkranken umschauen, die außer Schmerzen nichts mehr vom Leben haben. Vielleicht überdenkt sie dann nochmal ihre Meinung.
Ich bringe es auf den Punkt -mein Vorbild ist Dignitas-Was maßen sich Menschen an ,über den Tod zu entscheiden.Auch ein Herr Gröhe wird mein Denken nicht verändern.

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tessa-louise 17.08.2014, 01:59
125. Sterbehilfe

Zitat von quap.sel
Parteien, die jegliche Sterbehilfe verbieten wollen, halte ich für menschenverachtend. "Mein Leben war gut, und wenn es jetzt zuende ginge, wäre es OK!" hörte ich ohne(!) Sterbewunsch von mehreren alten Menschen. Und wenn dann irgendwann nur ein Sterben mit erheblicm Leiden bevorstünde, dann könnte ich das "Doch, lass es uns nun beenden!" so irre gut verstehen. Diesen Wunsch dann abzuschlagen, halte ich für eine Gemeinheit, ganz egal ob man dies religiös oder sonstwie zu begründen versucht. Und bei so Flachheiten wie "Das könnte ausgenutzt werden!" oder "Ja wer soll denn entscheiden?" oder gar "Wir sind doch nicht Gott!" kann ich angesichts des völlig unnötigen Leids und dieser unsäglichen (oft so christlich motivierten) Arroganz nur immer wieder wütend werden!
Ich sehe das auch so.Man will viele alte und kranke Menschen.Das bringt viel Geld für die Heime.Ein alter Mensch hat keine Wert mehr.Das war immer schon so.RTL hatte gezeigt,wie mit diesen Menschen im Heim
umgegangen wird.Keine Achtung.Da ist der Freitod eine Erlösung.Oder denkt mal an Demenz!!!Schlimmer geht's nicht!!

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jjcamera 17.08.2014, 10:20
126. Privatsache

Zitat von sysop
Schon bald soll die Sterbehilfe in Deutschland strenger geregelt werden, dafür wirbt Kanzlerin Angela Merkel. Doch in der Großen Koalition machen die Gegner eines Komplettverbots mobil.
Glaubt man der Statistik, wird die demographische Entwicklung und der damit verbundene rasante Anstieg von Pflegefällen, die nicht mehr ausreichend behandelt werden können, die Zulassung des "Tötens auf Verlangen" auch bei uns schon in wenigen Jahren zum Gesetz - egal welche ethischen oder gesellschaftspolitischen Bedenken einen dabei bewegen. Schließlich ist das qualvolle Dahinsiechen unbehandelter Pflegefälle ethisch noch weniger akzeptabel. Über den Zeitpunkt meines Todes im Falle einer unbehandelbaren Krankheit wird jedenfalls weder die Kirche noch eine Regierung entscheiden, sondern ich selbst.

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nosports28 17.08.2014, 10:43
127.

An alle, die Merkel etc. langes Siechtum wünschen: So funktioniert das leider nicht: Solche Leute legen lediglich ihre menschliche Hülle ab, steigen in einen Fahrstuhl nach unten in die Chefetage und werden von Satan mit neuen Aufgaben betraut...

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Powerfee60 02.09.2014, 14:18
128. Zwangsleben für die Pharmaindustrie

Und wieder zeigt Mutti ihr Lobby-Gesicht. Wegen unserer ach so bösen Vergangenheit, die überall für Entschuldigungen herhalten muss, wenns unbequem wird.
Es ist ja viel sinnvoller, wenn die Pharmaindustrie ihre Produkte an schwerkranke unheilbare Menschen, die eigentlich lieber sterben möchten, verticken und damit ihre Kassen füllen kann. Noch besser wenn diese Menschen dann für Studien herangezogen werden, die neuen Medikamenten dienen. (Da kann man auch schon mal einen Patienten mit Chemo das Immunsystem ruinieren und da ja schon jenseits der 80, dann mit nem Lungenentzündungspatienten zusammen in ein Zimmer packen - Hauptsache die Kasse stimmt, auch wenn der Patient dann stirbt)
Statt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern, sorgt Mutti für die Kassen ihrer Lobbies und bevormundet die Bürger ihres Landes, denen sie eigentlich dienen sollte. Probleme sitzt die Ossi-Tussi lieber auf einem immer breiter werdenden Hintern aus.

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