Forum: Politik
Reformplan: Monti verordnet Italien neue Radikalkur
Getty Images

Die italienische Wirtschaft liegt am Boden: Die Zahl der Arbeitslosen wächst rasant, die Bürokratie ist enorm, die Gewerkschaften rufen zum Generalstreik. Premier Monti plant nun eine Radikalkur - doch die Widerstände sind gewaltig. Laut Umfragen gewinnen Populisten massenhaft Anhänger.

Seite 3 von 14
andichan27 04.09.2012, 10:37
20. Ein ketzerischer Vorschlag...

Mehr Produktivität bei schrumpfender Wirtschaft = steigende Arbeitslosigkeit. Mein ketzerischer Vorschlag: weniger Produktivität und zugegebenermaßen weniger Lohn mit mehr Beschäftigung... aber das währe ja "Autobahn"...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ukubi 04.09.2012, 10:38
21. Reformen nötig

Itailien kann sich selbst helfen. Dort ist eine Arbeitsmarktreform überfällig, die gerade beschlossene ändert ja de facto nichts. Unser Unternehmen hat dieses Jahr in Italien Arbeitnehmer abgebaut. Die vor Gericht zugesprochene Abfindung: 4 (!) Jahresgehälter pro Person. Die Trennung von einem Arbeitnehmer führt in Italien Kleinbetriebe in die Pleite. Man muß sich nicht wundern, wenn da keine Jobs geschaffen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inhabitant001 04.09.2012, 10:39
22. Hartz für alle

Hartz IV für Italien bedeutet in naher Zukunft Hartz VII für Deutschland. Oder wie will man sonst seinen Exportvorteil bewahren?
Eine wunderbare Abwärtsspirale für Arbeitnehmer in ganz Europa, die gegeneinander ausgespielt werden und so ihre Errungenschaften verlieren die sie sich in 100 Jahren erkämpft haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 04.09.2012, 10:41
23.

Zitat von dasdunkelschaf
ähneln sich untereinander ungemein.
Nein, dier Situation ist in allen Perihperie-Staaten sehr unterschiedlich.

Zitat von
Eine im Euroraum nicht konkurrenzfähige Wirtschaft, aufgeblähte korrupte Staatsapparate, gigantische Steuerhinterziehung und reiche Bevölkerungsschichten die das Geld aus den Ländern absaugen und es anstelle in der einheimischen Wirtschaft lieber in Steueroasen und Luxusenklaven im Ausland investieren.
Spanien und Irland haben die Staatsschuldenquote von Mitte der 90er bis 2007 deutlich gesenkt, leiden aber nun unter dem Platzen der Immobilienblasen, Portugal und Italien hatten keine Immobilienblase und auch vor der Krise niedriges Wachstum. Italien hat jedoch auch die Staatsschuldenquote bis zum Beginn der Krise abgebaut und weistseit langem Primärüberschüsse auf, die hohen Schulden sind das Ergebnis der Politik der 70er und 80er Jahre. Italien und Irland wiederum weisen viel Industrie auf, Portugal und Griechenland wenig. Italien baut seit Jahren Stellen im öffentlichen Sektor ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prince62 04.09.2012, 10:45
24. Die Reichen haben genug Geld.

Zitat von sysop
Die italienische Wirtschaft liegt am Boden: Die Zahl der Arbeitslosen wächst rasant, die Bürokratie ist enorm, die Gewerkschaften rufen zum Generalstreik. Premier Monti plant nun eine Radikalkur - doch die Widerstände sind gewaltig. Laut Umfragen gewinnen Populisten massenhaft Anhänger.
Immer das gleiche falsche und verlogene Spiel, dem kleinen Mann wird das letzte Hemd ausgezogen während Millionäre und Milliardäre weiterhin im Luxus schwelgen und völlig verschont werden,

so hat EUropa nicht die geringste Chance,

auch Monti, wie auch die Griechen und Spanier brauchen sich das fehlende Geld einfach bei den Reichen und Superreichen zu holen, das tut denen nicht weh, weil eh viel zu viel vorhanden ist und dann ist wirklich dafür gesorgt, daß das nachgeholt wird, was die ganzen Jahrzehnte nicht gemacht wurde, daß diese sogenannten Leistungsträger auch ihren gerechtenAnteil zum Steueraufkommen beitragen, bzw. die ganzen Jahrzehnte hätten beitragen müssen.

Hier zeigt allerdings Monit genauso wie die Herren in Spanien und Griechenland, auf welchen Lohnlisten sie wirklich stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 04.09.2012, 10:49
25.

Zitat von andichan27
Mehr Produktivität bei schrumpfender Wirtschaft = steigende Arbeitslosigkeit. Mein ketzerischer Vorschlag: weniger Produktivität und zugegebenermaßen weniger Lohn mit mehr Beschäftigung... aber das währe ja "Autobahn"...
So ähnlich hat Italien das in den Jahren vor der Krise gemacht. Das reale BIP-Wachstum war zwar niedrig, das Produktivitätswachstum aber noch niedriger, die Arbeitslosigkeit sank von 11,5% Ende 1998 auf 5,8% im April 2007.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
graphicdog 04.09.2012, 10:51
26. Linke Tasche, rechte Tasche?

Zitat von frankfurtbeat
sollten wir fallen lassen ... ist das gleiche chaos wie in griechenland ... keiner zahlte steuern - alles linke tasche-rechte tasche - wenn es dann heißt die schulden zu bezahlen ... schreien alle ... zuviel korruption + große familien mit schwarzgekdumsätzen in mrd.-€ ... in bella italia wird das nichts mehr werden ... produziert wird was andere längst billiger herstellen ... und es war einmal das dolce vita ...
Der Ausspruch "Linke Tasche, rechte Tasche" stammt aus dem vorletzten Bundestagswahlkampf.

Merkel verkürzte damit den Ausdruck: "Was die einem an Steuersenkung in der rechten Tasche bleibt, nimmt de Regierung mit anderen Abgaben aus der Linken wieder raus", der ursprünglich von der SPD kam.

Natürlich hat sie es dann genau so gemacht.

Das Sie, werter Forist, diesen Ausdruck jetzt als Neologismus für Schwarzarbeit in südlichen Ländern verwenden, zeigt, wie leicht es ist, zu hören, was man hören will, zu verstehen, was der Kopf zulässt, und zu schreiben, was übrig bleibt.

Rechte-hälfte-Linke-Hälfte von Gehirn...is klar nää.

graphicdog

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yyz 04.09.2012, 10:51
27. Revolution !!!

Zitat von Izmi
Ich bin dabei...!
auf mich können sie auch zählen !!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Litajao 04.09.2012, 10:51
28. Und haben wir nichts getan, machen wir halt nen Plan!

Zitat von sysop
Die italienische Wirtschaft liegt am Boden: Die Zahl der Arbeitslosen wächst rasant, die Bürokratie ist enorm, die Gewerkschaften rufen zum Generalstreik. Premier Monti plant nun eine Radikalkur - doch die Widerstände sind gewaltig. Laut Umfragen gewinnen Populisten massenhaft Anhänger.
Monti kann so viele Pläne machen, so viel Versprechungen,
wie er will.

Tatsächlich wartet er doch nur auf seinen Freund Draghi,
der dann den Club-Med voll finanziert, dann die EZB
zu einer EZB-Bad-Bank umfunktioniert und danach kommt
halt eine "Währungsoptimierung", wie Schäuble dies
formulieren wird, denn trotz all seiner Vergesslichkeit,
weiß er doch, dass die Deutschen das Wort "Währungsreform"
hassen und das Spiel geht von Neuem los und die Fehler
von heute werden halt weiterhin gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alcapone0815 04.09.2012, 10:54
29.

Zitat von semaphil
"Erst mal schauen, was die EU-Fördertöpfe hergeben" - das sagt doch alles.
Das ist ja mal wohl mehr als legitim, wo Italien, selbst bei Inanspruchnahme aller Fördermöglichkeiten der EU immer noch Nettozahler ist! Oder haben Sie sich jemals Gedanken gemacht, wieviele EU_Fördermittel in Deutschland genutzt werden? Wohl kaum...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 14