Forum: Politik
Regeln für den Klimaschutz: Verbietet doch einfach mehr
Franziska Kraufmann/EPA-EFE/REX

Weniger Plastik, weniger Fliegen, weniger Fleisch - viele Deutsche wollen nachhaltiger leben. Die Politik könnte jeden dabei unterstützen: Sie sollte sich endlich trauen, klare Vorgaben zu erlassen.

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halbtagsgott 30.07.2019, 07:32
1. "viele" Deutsche?

Strassen- & Medienpräsenz siegen über demokratische Strukturen.
Wenn erst mal klar gesagt wird, wie sehr dem Einzelnen in die Tasche gegriffen und wie tief in sein Leben eingegriffen werden soll, wird sich das Blatt doch deutlich wenden, nehme ich an.

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manuel.wagner 30.07.2019, 07:38
2. Ca. 600 Kohlekraftwerke...

...sind in China und Indien im Bau. Zusätzlich zu den rund 4.000 bestehenden. Aber Deutschland soll mit dem Verbot von Inlandsflügen (nur in Deutschland, versteht sich) das Klima retten? Come on!

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bonebene 30.07.2019, 07:39
3.

Wenn man alles nur noch über verbote Regeln will, dann ist das für meine empfinden nichts anderes als eine Diktatur.
Solche verbote müssten über Volksabstimmungen laufen und wenn dann die Mehrheit sich dagegen entscheidet ist das zu akzeptieren.
Aber wie bei S21 wird das die Minderheit nicht akzeptieren.

Von verboten wird am Ende nur die afd profitieren

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Pinky McBrain 30.07.2019, 07:39
4. Falscher Ansatz

Die Internetgesellschaft neigt zu extremismus. Man vertritt seine Meinung nicht, wie früher im Familienkreis oder meinetwegen am Stammtisch, moderat und konsistent. Man muss die Gegenüber nämlich nicht mehr lange ertragen. Gegen ein Verbot, wird oft das gegenteilige Extrem aufgefahren, insbesondere vom politischen Gegner. Und dabei geht es oft nicht um das faktische, sondern um bloße Opposition.
Beispiel: Alle wollen Mikroplastik bekämpfen - Trumpfans kaufen für hunderttausende Strohhalme in seinem Onlineshop (siehe anderer Artikel in SPON).

Mein Vorschlag: Subtiler agieren, weniger verbieten.

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taste-of-ink 30.07.2019, 07:41
5.

Wahre Worte. In anderen Bereichen wird reguliert und verboten, was das Zeug hält. Nur dort, wo es um schädliche Marotten einer Wohlstandsgesellschaft geht, glaubt die Politik immer noch, man könne mit Freiwilligkeit irgendetwas erreichen. Leider fürchten aber offenbar auch alle Parteien derzeit, im Falle der Einführung von neuen Verboten und Steuern von der AfD (die den menschengemachten Klimawandel in Koalition mit einer Reihe von Pseudowissenschaftlern und Social-Media-Propoganda-Kanälen auch dann noch leugnen würde, wenn ihr das Wasser schon bis zur Stirn steht) bei der nächsten Wahl rechts überholt zu werden. So wird dann so lange nach der Quadratur des Kreises gesucht, bis es zu spät ist.

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stumpen89 30.07.2019, 07:42
6. Absolute Zustimmung!

Die gleichen Fragen stelle ich mir auch schon seit Jahren. Verbietet doch endlich das unökologische Verhalten. Direkten Mord durch erschießen haben wir doch auch verboten, wieso ist dann indirektes Töten durch die Zerstörung unseres Planeten erlaubt? Wieso darf man mit unethischen und unökologischen Produkten auch noch Geld verdienen? Unser Planet steht in Flammen und alle tun so, als ist nur die Heizung kaputt...

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hajrudin 30.07.2019, 07:42
7. Öko Diktatur

wenn unsere Generation, wird die kommende Generation eine Ökodiktatur einführen müssen. Zur Strafe schafft sie dann die Klimaanlagen in unseren Altersheimen ab. das nennt man dann Generationenvertrag. Viele Menschen wünschen sich einschneidende Maßnahmen, Vorreiter zu sein ist anstrengend solange man den Eindruck hat einsam dabei zu sein.

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Herr Knigge 30.07.2019, 07:46
8. Danke!

selbst als halbwegs verantwortungsvoller Konsument ist es nahezu unmöglich die "richtigen" Entscheidungen zu treffen ohne als Einsiedler in den Wald zu ziehen. Diverse grundsätzliche Probleme kann nur die Politik regeln. Und bei diversen anderen Dingen würde eine Entscheidungsunterstützung gut tun. Ob nun durch Verbot oder einfach ein größeres Preisschild sei mal dahin gestellt.

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Dreamer 22 30.07.2019, 07:47
9. Geht's auch ne Nummer kleiner?

Den Klimawandel als größten Unfall der Menschheitsgeschichte zu bezeichnen ist angesichts der Tragödien des 20. Jahrhunderts im besten Fall geschichtsvergessen, im schlechteren ein Hohn gegenüber den Opfern beispielsweise des Zweiten Weltkrieges und des Holocaust. Frau Höhne schwimmt zwar auf der derzeit angesagten Welle des Öko-Populismus, ihre Faktenkenntnis ist jedoch recht dürftig. Wenn Länder wie Indien und China die Kohleverstromung weiter forcieren, ist der erzwungene Fleisch- und Flugverzicht der Deutschen weniger als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Das sollte uns nicht von weiteren Klimaschutzanstrengungen abhalten - uns aber die Begrenztheit unserer Möglichkeiten vor Augen führen. Im Übrigen beweist ja der Artikel selbst, dass es das von Frau Höhne beklagte Tabu gar nicht gibt. Ganz ähnlich (also mit angeblichen Sprechverboten) argumentiert ja gerne die AfD - in jenem Fall wird das aber natürlich deutlich kritisiert.

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