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Regierungsbildung in Athen: Entsetzen über linken Wahlgewinner
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Er will das "barbarische Spardiktat" Europas kippen: Sollte der linke Parteichef Alexis Tsipris mit diesem Ziel eine Regierung zustande bekommen, gerät die ganze EU-Krisenpolitik ins Wanken. Deutsche Politiker und die EZB sind besorgt. Die Börsen brechen ein.

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wika 08.05.2012, 20:42
30. Uns ist aber klar …

… das Griechenland so doer so fertig hat. Ob nun mit oder ohne Spardiktat, ob nun mit oder ohne Subventionen. Dies liegt schlicht in der Leistungsfähigkeit der griechischen Wirtschaft, die in keiner Weise mit der nordeuropäischen mithalten kann. Warum will man den Geburtsfehler des Euro unbedingt beibehalten und aufpäppeln? Zirkusponys und Ackergäule in einem Gespann kann nur Unheil bringen, wir werden es noch bei einigen weiteren Staaten erleben.

Die einzigen Gewinner des Zirkuspony-Doping sind die Banker und der Geldadel, wofür wir jetzt alle solidarisch haften sollen. Und damit der Michel den Braten nicht riecht malt man ihm feine Schauermärchen aus. Das kaputte Geldsystem thematisiert keiner. Der Ausstieg der Griechen und dortiger Staatsbankrott sind richtig, sonst verschieben wir nur wieder zugunsten der banken und gehen dann in Bälde alle Wasser saufen.

Den Politikern und Bankern ist dies bewusst, aber solange es noch etwas in Richtung großer Geldberge zu ziehen gibt kann man diesen Kurs nicht verlassen. Sehr sträflich, denn die jetzt absehbar zu verschießenden Gelder hätte man wunderbar in ein neues Geldsystem packen können, welches beispielsweise keinen Zinseszins vorsieht, also keinem Schuldgeldprinzip folgt.

Und wer unbedingt dieses kaputte Geldsystem erhalten möchte, es aber dennoch sozial gerecht umbauen möchte, der sollte sich hieran orientieren:
BfA will Banken-Gründungswelle in Deutschland … da machen wir alle Hartz IV Bezieher zu Bankern und schon haben wir keine Not mehr und der Staat ersäuft im Geld. Alles schon mal berechnet und beschrieben an der Stelle. Einzig die Geldindustrie lehnt diesen Vorschlag ab. Dieses Prinzip könnte man auch in Griechenland verwirklichen. Hat es einen Grund das unseren Politikern dafür der Sachverstand fehlt? Oder werden die diesbezüglich bildungsmäßig zu kurz gehalten?

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GrinderFX 08.05.2012, 20:42
31.

Dann gibt es nur eine Lösung, die sollen uns das Geld zurückgeben, gegebenenfalls Land oder Ressourcen und dann schmeißen wir sie aus der EU!
Erst das ganze Geld nehmen und dann das. Es ist einfach nur noch unverschämt!

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mocki 08.05.2012, 20:43
32.

Zitat von Kalaschnikowa
Kann nur hoffen, dass Tsipras eine Koalition mit den Kommunisten und den anderen linken Splitterguppen zusammenbekommt! Warum die Kommunistin Papariga nicht mit Tsipras koalieren möchte, ist mir ein Rätsel - die Programme ähneln sich doch sehr! Mit so einer linken Truppe könnte sich Griechenland aus dem Euroraum verabschieden und zur Drachme zurückkehren - wäre doch besser für alle!
vor allem könnten dann internationale Heuschreckenschwärme das Volkseigentum billigst aufkaufen. Die Linken waren schon immer willfährige Sklaven des Kapitals.

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ritotschka 08.05.2012, 20:44
33. Links oje, oje

Warum machen die Medien aus "Links" immer gleich eine Gefahr? Was spricht dagegen, wenn Schlüsselindustrie, Verkehr, Bildung, Gesundheitswesen, Sicherheit in Händen des Staates sind? Der Privatisierungswahn führt doch ins Chaos. Fehlt uns hier nicht die notwendige Toleranz? Was fürchtet man von den Linken. Ich habe mehr Angst vor den Rechten.
Linke = Radikale - warum? Sie gehen einen anderen Weg, der natürlich dem Finanzkapital nicht gefällt. Muss er deshalb menschenfeindlich sein?

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doytom 08.05.2012, 20:44
34. Alexis Tsipras ist der wahre Held dieser Zeit

Zitat von sysop
Er will das "barbarische Spardiktat" Europas kippen: Sollte der linke Parteichef Alexis Tsipris mit diesem Ziel eine Regierung zustande bekommen, gerät die ganze EU-Krisenpolitik ins Wanken. Deutsche Politiker und die EZB sind besorgt. Die Börsen brechen ein.
Was dem deutschen Geldadel und der radikalkapitalistischen deutschen SchwarzGelb Regierungsnomenklatura ordentlich schadet sind Hollande und Alexis Tsipras aber der breiten Bevölkerungsschichten in Europa helfen wird. Eine weitere Hiobsbotschaft für den deutschen Geldadel steht auch schon rot im Terminkalender fest, und zwar wenn die Iren am 31.Mai im Bürgerentscheid gegen das Fiskalpaket votieren werden. Hoffentlich brechen alle Börsen auf der Welt ein! Aktienpakete zu Klorollen verkommen. Der Euro eine wertlose Monopolywährung wird und das Projekt Europäische Wirtschaftsgemeinschaft eine gescheiterte Fussnote in den Geschichtsbüchern sein wird. Ich hoffe, ich mache euch genug Angst, kauft euch Gold und Gewehre

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stauner 08.05.2012, 20:45
35.

Zitat von sysop
Deutsche Politiker und die EZB sind besorgt. Die Börsen brechen ein.
Nicht nur besorgt, sie haben einen Riesenbammel, dass die Absage an die Sparpolitik und das Neoliberale Krisenmanagement auch beim deutschen Wähler Anklang findet. Fast alle Schlagzeilen der letzten Tage - auch im Spiegel - deuten darauf hin.

Zitat:
Die Süddeutsche Zeitung interpretiert den Kursrückgang des Euros zum Dollar in Höhe von einem Cent als „Rückkehr der Furcht“ und macht eine „Vertrauenskrise“ aus. Dies ist eine eigenwillige Interpretation, wenn man bedankt, dass der Euro bei seiner Einführung mehr als 40 Cent unter dem heutigen „Furchtkurs“ bewertet wurde. Der einst stolze SPIEGEL beklagt über sein Onlineportal „die Unsicherheit nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland“ und die „Furcht vor einem lang anhaltenden politischen Chaos“. Im gleichen pessimistischen Grundton orakelt die WELT, dass „die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland die Angst der Anleger vor einem Ende der Sparpolitik [schüren würden]“. Wie kaum anders zu erwarten sorgt sich auch die BILD um „unsere Ersparnisse“, die durch die Wahlen, bei denen „Chaos über Vernunft [siegte]“ nun mehr denn je gefährdet sind.
Die Angst der Eliten vor dem Volk|NachDenkSeiten – Die kritische Website

Blöd, wenn man jahrelang eine bestimmte Politk als "alternativlos" be-schrieben hat. Schapp-Atmung der Medien ist wirklich eine gute Formulierung zur Panik der Meinungsmacher.

gruss
Stauner

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galatisa 08.05.2012, 20:46
36. Die Wortwahl reiht sich ein

Zitat von hans_uwe2@yahoo.de
"Die Börsen brechen ein"? -1,9% sind doch bei weitem nicht so dramatisch, dass es solch eine wortwahl rechtfertigt. sollen die griechen mal machen. so viel nicht passieren und eine kettenreaktion nicht geben.
mit der Behauptung SIRIZA sei linksradikal und das im Spiegel...
Aber gut das ein kleiner Stein das ganze System verunsichern kann.

Endlich.

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greeklady 08.05.2012, 20:47
37. Entsetzt?

In Griechenland haben demokratische Wahlen stattgefunden, und in Deutschland ist man "entsetzt"?
"Die deutsche Tolleranz ist begrenzt?" Ich lache mich tot. "Deutsche Toleranz" heißt nur, dass die Großkonzerne weiter kassieren, während das griechische Volk verarmt. Schluß mit der deutschen DIktatur!

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f.dosto 08.05.2012, 20:47
38. Aus allen Löchern

kommen Sie gekrochen, die Linken, ob in Griechenland oder Frankreich im schlimmsten Falle irgendwann gar in Deutschland.

Die Arroganz mit der im Besonderen die griechischen roten Garden mit Gewalt versuchen Werte jedweder Art zu vernichten, um dann aus dem in Schutt und Asche liegendem Rest IHR Utopia auferstehen zu lassen, ist alarmierend und bedrohlich.

Die Hilfsgelder hätte man besser gespart und stattdessen das Geld zur Stützung der von der griechischen Pleite betroffenen Banken verwenden sollen.

Es ist eine Schande, dass man sich mit solchen Marodeuren überhaupt beschäftigen muss!

Aus meiner Sicht: Griechenland auf in die Pleite, meinetwegen zurück zu Esel und Handkarren in einer linken Diktatur.

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matze4288 08.05.2012, 20:48
39.

Zitat von weizenbier warrior
Prima! Besteht also Hoffnung, dass wir das Schrottgeld "Euro" abschaffen und die D-Mark wieder bekommen?
Was auch immer dann besser sein soll? Eine extrem harte teure D-Mark, die uns die Exporte ins Ausland extrem teuer macht scheint mir nicht sehr erstrebenswert. Der Euro ist doch hart genug. Ich kann da nichts weiches feststellen.

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