Forum: Politik
Regierungsbildung in Italien: Comeback des Cavaliere
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Nach Wochen des Stillstands soll Italien an diesem Wochenende endlich eine neue Regierung bekommen. Damit könnte die Rückkehr Silvio Berlusconis an die Macht einhergehen. Der umstrittene Politiker ist sogar als Co-Regierungschef im Gespräch.

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domihe 27.04.2013, 15:57
10. Verrehrte Frau Lisaschnei!

Kann es sein, dass Sie italophil sind? Oder einfach nur blöd?
Wenn Sie hier palavern, die Italiener hätten Prodi abgewählt, dann verkennen Sie die Lage! Berlusconi ist zwar in demokratischer Manier an die Macht gekommen, dass heißt aber nicht, dass er nicht korrupt und mafiös ist!
Außerdem kauft er ganz unverhohlen die Stimmen seiner Landsleute indem er ihnen die Rückzahlung der IMU verspricht. Hierbei handelt es sich um Beträge (im Normalfall) von etwa 500.- bis 1000.-€. Das dass Geld gar nicht zur Verfügung steht, sagt er aber nicht. Also wird der Staat noch tiefer in die roten Zahlen geschickt. Und er wird die Zeit nutzen um sich (und seine Kumpel) vor weiterer Strafverfolgung durch maßgeschneiderte Gesetze zu schützen. Pfui Deibel, wie können Sie nur so einem auch nur den geringsten Funken Anstand zumessen?


Zitat von lisaschnei
Auch wenn es den Linken in Deutschland nicht passt: Silvio Berlusconi genießt nun einmal die Unterstützung von einem Großteil seiner Landsleute, er wurde in allgemeinen Wahlen in die Parlamente gewählt und gelangte von dort in die Regierungen, völlig demokratisch. Dagegen wurden die Linken unter Prodi nach einer absolut konfusen und wirren Regierungsperiode wieder abgewählt, in dem viele Italiener den Eindruck hatten, besser schlecht regiert zu werden von einem Berlusconi als gar nich regiert zu werden wie unter der Linken. Berlusconi hat viel falsch gemacht, er hat viel dazu getan, das sein Land in die Krise rutschte (was in anderen Ländern andere Politiker anderer Couleur jeweils auch für sich in Anspruch nehmen dürfen, siehe Spanien), er ist darüber hinaus in seiner privaten Lebensführung abstoßend für wohl jeden einigermaßen zivilisierten Europäer. Aber er ist nunmal für viele Italiener einfach das kleinere Übel, einfach, weil man dieses Übel schon kennt. Grillo dagegen erscheint als populistischer, nihilistische Schreihals ohne echtes Programm außer dem, den jetzigen Staat zu zerschlagen. Seine selbstgerechten, aggressiven Auftritte erinnern immer mehr Italiener an die Zeit des Faschismus und an das Gebahren eines Mussolini, bevor dieser an die Macht kam. Was damals folgte, die erste faschistische Diktatur der Welt, ist bekannt.

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roskipper 27.04.2013, 16:02
11. Welcome back cavalliere !

Zitat von sysop
Nach Wochen des Stillstands soll Italien an diesem Wochenende endlich eine neue Regierung bekommen. Damit könnte die Rückkehr Silvio Berlusconis an die Macht einhergehen. Der umstrittene Politiker ist sogar als Co-Regierungschef im Gespräch.
Leute, was habt ihr gegen diesen tüchtigen Macho ? Er hat guten Geschmack bei Frauen, läßt es auf Parties so richtig krachen und sauft lieber Schampus als Wasser zu predigen, hält von der frommen Angela Merkel gar NIX, kann mit dem Vatikan und der siziliansichen Mafia professionell umgehen, indem er niemanden zu Nahe kommt und den Betriebsfrieden stört. Sowas nenne ich einen tüchtigen Politiker und ein zumindest ein ehrliches Schwein, nicht wie so verlogene kleine deutsche Guttenbergs und Fr.Doktor Schavan oder die katholische Amigo Bande rundherum um Vizekanzler Seehofer.

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shareman 27.04.2013, 16:16
12. Kai aus der Kiste

Es ist schon bemerkenswert. Da saß er schon fast hinter Gardinen und jetzt ist er wieder da wie Kai aus der Kiste. Der Cavalliere ist schon ein Phänomen.

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Spiegelleser22 27.04.2013, 16:18
13. Die Italiener haben wenigstens noch Demokratie!

Wie ich die Italierner beneide einen Politiker wie Berlusconi wählen zu können. Nicht weil ich ein überzeugter Berlusconi-Fan bin, sondern nur für die Möglichkeit eine Alternative zu haben.
Wir in Deutschland haben doch nur noch ein Blockparteien-System. Verschiedene Parteien, aber eine Einheitspolitik. Und Politiker, die absolut auswechselbar sind.

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logikhilft 27.04.2013, 16:28
14. Dem Euro sei Dank!

Dank dem Euro wird ein Land wie Italien schonungslos gezwungen die Karten auf den Tisch zu legen. Die ganze verfilzte Mafiakultur nützt im Sog des Euro-Wettbewerbsdrucks nichts mehr und auch nicht die Märchen von Onkel Silvio. Fast eine historische Herkulesmission, die kein Politiker fertiggebracht hätte.

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hubertrudnick1 27.04.2013, 16:28
15. Cavaliere?

Zitat von sysop
Nach Wochen des Stillstands soll Italien an diesem Wochenende endlich eine neue Regierung bekommen. Damit könnte die Rückkehr Silvio Berlusconis an die Macht einhergehen. Der umstrittene Politiker ist sogar als Co-Regierungschef im Gespräch.
Welchen Cavaliere meint man wohl, der Herr Berlusconi ist nur ein verurteilter Krimineller, er gehört ins Gefängnis und nicht in die Politik.
Er versucht damit seriner gerechten Strafe zu entkommen und die italienische Gesellschaft hilft ihm dabei, so kann man nicht aus der Krise herauskommen, man versinkt nur noch viel tiefer.
Aber wer sich eine uralten Mann zum Präsidenten macht, von dem ist auch nichts anderes zu erwarten.
HR

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sicilian_gay 27.04.2013, 16:32
16. moral?

moral braucht keiner in italien. silvio berlusconi brauchen viele in italien, vor allem die gerne arbeiten und deshalb gerne am morgen aufstehen. das ist ein wesentlicher unterschied zum viel zu linksdominaten italien.

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Nevermeind 27.04.2013, 16:46
17.

Zitat von sysop
(...) Der umstrittene Politiker ist sogar als Co-Regierungschef im Gespräch.(...)
Woher haben Sie denn die Information? Das ist vollkommener Quatsch! Richtig ist, dass er als Chef einer Partei, die jetzt eine Grosse Koalition eingeht, natuerlich ein Wort mitredet. Er selbst wird kein Ministeramt mehr bekommen und strebt dies auch gar nicht an.

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W. Robert 27.04.2013, 16:48
18. Der Conciliere

Vermutllich vermuten viele Italiener,dass der einschlägig erfahrene Herr Berlusconi noch am besten den Djungel aus Mafia, Kirche, Goldman Sachs und Eurokraten durchschaut. Prinzipiell muss man aber allmählich die Rolle der Partein insgesamt kritisch durchleuchten, da sie offensichtlich nirgendwo mehr den Willen der Bevölkerung repräsentieren. Irgend ein Staatsphilosoph hat also mal gemeint, dass Demokratie unbedingt Parteien, Fraktionen und vor allem Fraktionsvorsitzende braucht. Weshalb eigentlich?

Die Unterschiede zwischen den Parteien bestehen doch längst nur noch in gewissen Traditionen und in Nuancen im Parteiprogramm. Sollte man nicht viel eher darüber nachdenken, Parteien als undurchsichtige mafiöse Strukturen zu bezeichen, und vor allem den Fraktionszwang und nicht geheime Abstimmungen als repressiv und undemokratisch? Der Abgeordnete ist ja zumindest auf dem Papier nur seinem Gewissen verpflichtet. Faktisch entscheidet aber eine kleine Clique bei der SPD sind das beispielsweise die Seeheimer, bei den Grünen ist das die Altherren/Damenclique, und bei der CDU vermutlich die Atlantikbrücke. In den USA wird auch schon längst die alternativlose Demorepublikanische Partei mit wechselnden Marionetten gewählt.

In Italien gibt es jetzt also die "Große Koalition", die sich auch in Deutschland wieder abzeichnet. Demokratie heißt direkt übersetzt die Herrschaft im Dorf (Demos laut Wikipedia:...ist ursprünglich als Dorfgemeinde die kleinste Verwaltungseinheit innerhalb einer antiken griechischen Polis...)
Wie weit hat sich der Zentralismus in der EU von der ursprünglichen "Selbstbestimmung im Dorf" entfernt? Warum werden Staaten mit steigender Größe zunehmend undemokratisch? (siehe Schweiz vs China). Es steckt jedenfalls mehr hinter der Regierungskrise in Italien wir haben es zweifellos mit einer Systemkrise zu tun. Da ist es fast schon ein Glück, dass die nationalen Parlamente kaum mehr was zu melden haben, oder etwa nicht?

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Nevermeind 27.04.2013, 16:49
19.

Zitat von domihe
)---) , die Italiener hätten Prodi abgewählt, dann verkennen Sie die Lage! (...)?
Noe, genau so ist es.

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