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Regierungsbildung: SPD-Führung will mit Union sondieren
DPA

Die Mehrheit der Deutschen spricht sich für Schwarz-Rot aus - jetzt befürwortet auch die SPD-Führung nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen Sondierungsgespräche mit der Union. Dies will sie am Abend den Parteikonvent vorschlagen.

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spon-facebook-10000439549 27.09.2013, 23:33
370. Tja...

Ich find es doch immer wieder erschreckend, wie sehr sich persönliche Debatten auf den Wahlausgang bei uns auswirken:
Brüderle und sein Alkoholproblem/die Dirndl-Debatte. Klarer Rücktritt
Steinbrück und seine Vorträge/die Putzfrauenaffäre. Klarer Rücktritt
Trittin und die Pädophiliedebatte. Klarer Rücktritt.
Alles teilweise von Vorvorgestern und wird zu passender Zeit ausgegraben.
Warum recherchiert niemand, wer diese ganzen Dinge in Auftrag gegeben hat? In der Presse lanchiert hat. Das riecht alles meilenweit gegen der Wind...das ist eigentlich keine Demokratie mehr, sondern Wählermanipulation.

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fabrikarbeiter 27.09.2013, 23:54
371.

Zitat von Peterldw
Eine Partei welche von 20 % der Bevölkerung gewählt wurde soll also regieren und ihr Programm zu 100 % umsetzen. Sie haben ein tolles Demokratieverständnis. Naja linke Denke eben, man muss das Volk zu seinem Glück zwingen.
Alle fordern 100%. Wie sollte man zu Kompromissen kommen, wenn die jeweils Anderen nicht wissen, was man so alles will?

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UweZ+ 28.09.2013, 00:13
372. Das Volk wird nicht gezwungen - das Volk ERZWINGT...!

Zitat von Peterldw
Eine Partei welche von 20 % der Bevölkerung gewählt wurde soll also regieren und ihr Programm zu 100 % umsetzen. Sie haben ein tolles Demokratieverständnis. Naja linke Denke eben, man muss das Volk zu seinem Glück zwingen.
Ihr Vorredner benutzte nicht ohne Grund den Begriff "sozialdemokratische Politik".

(i.) Selbige beselt (trotz aller "alternativlosen" Ausmerzversuche) noch immer beachtliche Teile der SPD.
(ii.) Desweiteren bekennen sich viele Grüne zum energischeren Streben nach sozialer Grechtigkeit.
(iii.) Darüber hinaus beklagen viele neoliberalen Ideologen, die neuzeitlich offensichtliche "Sozialdemokratisierung" der Union (wobei erstere in letzterer eigentlich historisch nachweislich schon immer unter dem Synonym "Herz-Jesu-Sozialismus" bekannt war).
(iv.) Und dass die sozialromantische LINKE sich gänzlich klassisch sozialdemokratischen Idealen verschrieben hat, ist ja nun wirklich kein Geheimnis.

Alle diese Parteien ZUSAMMEN tragen ein überaus wirkmächtiges, "sozialdemokratisches" Potential in sich.

Dagegen verfügt die putzige Handvoll sozial hirnleistungsbehinderter
homines oecononomici aus unserer Mitte doch neben mitleidlos spitzen Ellbogen primär nur über grosse Teile der lautverstärkenden Massenmedien und die finanzkritisch-unterirdische Expertise, ureigen genauso als selbsterzeugte Systemversager zu glänzen, wie die ehemals ebenso massenmedial Herr der Deutungshoheit spielenden und den volksökonomischen Kahn sehr ähnlich versenkt habenden DDR-Oberen.

Warten Sie einfach ab bis bewährte Traditionen ggf. wieder Oberhand gewinnen.
Das baldige Ende aller massenmedial lautverstärkten Alternativlosigkeit naht erfahrungsgemäs dann, wenn Dienstag bis Sonntag durchregiert, und Montag wieder politisch konfessionsübergreifend nach sozialdemokratisch guter Sitte demonstriert wird.

Und dann dauert es (emotionale Schiesshemmung der Ordnungsmacht voraugesetzt) wieder nur recht kurze Zeit, bis 99 % der Bevölkerung sich "ganz sicher" daran erinnern können, dass sie ureigen doch eigentlich bei den 1 % Demonstranten DABEI waren, wenn dies auch aus diversen persönlichen Verhinderungsgründen nur im "freiheitlichen" Geiste möglich war...

GENAU SO - zeitgeist-bildhauerisch - funktioniert Demokratie halt längerfristig:
Adminstrativ begabte, geschmeidig rückratlos nach Scheinwerfer-Kegeln süchtelnde Polit-Alpha-Tierchen machen (von kurzen Phasen propagandistisch gleizend-blendender Strohfeuerchen mal abgesehen) genau DAS, was ihnen persönlich die Schmollecke im gemeinschaftlich grauen Halbdunkel erspart.

Dafür gebührt den unstillbar geltungsbedürftigen Alphas unser aller Respekt.
(KEINE Ironie...!)

Denn 7 Tage die Woche, 14 Stunden täglich um die liebevolle Zuwendung der Gemeinschaft buhlen, und als äusserst gemeinschaftsverträgliches Nebenprodukt ein Grossteil der gemeinwesentlich anfallenden, gehoben administrativen Arbeit stemmen zu MÜSSEN, ist wahrlich ein objektiv knüppelhartes Schicksal. Wenn dies nicht gar zu den UNFREIWILLIGEN A*schkarten zählt, die Alphas in einer Demokratie inhärent zu ziehen gezwungen sind...!

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Steve Holmes 28.09.2013, 00:54
373.

Zitat von heidi1-preiss
Wenn die SPD so dumm sein sollte, sich auch von dieser Dame verschlingen zu lassen, bitte.
In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gab es mehrere gelungene Beispiele für eine große Koalition.

Sicher ist die heutige Kanzlerin und CDU Vorsitzende eine erfolgreichere und geschicktere Politikerin als die meisten ihrer Vorgánger aber die Panik die manche Grüne und SPD Politiker vor ihr haben ist wohl übertrieben.

Zitat von heidi1-preiss
Nein, der unerwartete und unverdiente Wahlerfolg ist und bleibt ein Pyrrhussieg.
Vielleicht haben sie die letzten Monate die Wahlprognosen hartnäckig ignoriert, aber die meisten Institute haben dies Ergebnis der Union vorausgesagt. Sie hat jetzt die Aufgabe eine neue Regierung zu bilden und wird das in den nächsten Wochen machen.

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aurichter 28.09.2013, 03:55
374. Die SPD sollte sich eindeutig

positionieren und eine große Koalition nicht anstreben. Auf Neuwahlen hinarbeiten und sich diesmal ganz konsequent zur Linken bekennen. Das Wahlergebnis wird dann zeigen wie der deutsche Wähler dies bewertet und ich behaupte mal es werden mehr als die jetzt erreichten knapp 26% sein. Genauso wird die Linke gut beraten sein sich oft all zu radikalen Zöpfen zu distanzieren. Wenn dann eine junge, unvorbelastete Garde abseits von Lafontaine,Gysi etc den Mut findet ebenfalls in den hauptsächlich neuen Bundesländern die neue Linie zu vermitteln, dann könnte sich etwas entwickeln. Hat bspw die CSU einen Alleinanspruch auf Mehrheiten in einem Bundesland? Dies sollte sich die Linke zu eigen machen und sich Schwerpunktmässig verlorengegangenes Terrain aus den Angesprochenen Bundesländern von der CDU zurückerobern. Dies ist kein unmögliches Unterfangen. Die einsetzende Hetze hinsichtlich der unterstellten Vergangenheit sollte man mit einem Lächeln beantworten - einen SED Status in Bezug auf Wahlergebnisse will die CSU doch auch gern und nach Möglichkeit garantiert immer. Beide Parteien, d.h. SPD und Linke würden nach einer eindeutigen Kampangne dahingehend einen grösseren Zuspruch in der entsprechenden Wählerschicht erfahren. Ich würde mich ausserdem über das Geheul aus anderen Gruppierungen diebisch freuen und dann gern wissen wollen, welche Ängste und Horrorszenarien dann in den freundlich gesinnten Medien wieder unters Volk gestreut werden. Also liebe SPDler traut euch ;-))

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gerry60 28.09.2013, 05:42
375. Der Wählerwille

ist das Ergebnis durch Fragestellung manipulierter Umfragen und bearbeiteter Rohdaten. Man braucht sich ja nur das Ergebnis vom Sonntag anzuschauen und mit den Umfrageergebnissen zu vergleichen.
Veröffentlichte Umfrageergebnisse sind nichts anderes als Statistik aus interpretierten Rohdaten, die dem Auftraggeber Argumente für seine Vorstellungen liefern. Meinungsforschungsinstitute sind keine gemeinnützigen Veranstaltungen und unabhängig sondern Wirtschaftsunternehmen.
Also ist der Wählerwille das was bei der Wahl heraus kommt und sonst nichts und da hat die Union keine Mehrheit aber Rot-Rot-Grün, Schwarz-Grün, Schwarz-Rot und die große Koalition.

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dieter1965 28.09.2013, 08:40
376.

Zitat von #Nachgedacht
Weder die Mehrheit der Deutschen noch die Mehrheit der Wähler wollten eine Groko! Es gibt Umfragen die zu gegenteiligen Ergebnissen kommen. Es ist eine Interpretation in oder der Medien mit welcher man versucht die Bevölkerung zu beeinflussen. Spannende Frage? Was wäre müßten die Bürger am nächsten Sontag entscheiden, welche Koalition sie wollen? Angesichts vieler Pannen bei der Wahl,manche auch ziemlich dumm klingen, wie der Karton mit Wahlunterlagen aus 2009, gibt es noch sehr viel Entwicklungsmöglichkeiten und Spielraum. #Nachgedacht
na dann stellen Sie mal die links zu den Umfragen hier ein, die gegen eine GroKo sind. Bin ich mal gespannt ;)

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mischpot 28.09.2013, 11:13
377. Amigos unter sich!

Wenn ich Steinbrück, Gabriel, Oppermann oder Steinmeier wäre, wären mir die Bürger dieses Landes auch egal, Hauptsache ich bekomme einen Ministerposten in der Koallition.

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mundi 28.09.2013, 11:19
378. Kümmerliche Minderheit

Zitat von fabrikarbeiter
46,3% haben für Merkel gestimmt und 53,7% gegen sie.
Beim Mehrheitswahlrecht hätte die Grünen 1 Abgeordneten, die Linke 4, die SPD 57.
Das ist weniger als das Dienstpersonal im Bundestag.

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UweZ+ 28.09.2013, 11:20
379. Nun ja,...

Zitat von dieter1965
na dann stellen Sie mal die links zu den Umfragen hier ein, die gegen eine GroKo sind. Bin ich mal gespannt ;)
... da gegenwärtig offensichtlich wenig überaus kostenträchtige "UmFRAGEN" zu den inhärent demokratie-defizitären Eigenschaften grosser Koalitionen in Auftrag gegeben werden, dürfte es fast unmöglich sein, volkes-repräsentative ANTWORTEN auf die garnicht nicht gestellten "UmFRAGEN" zu finden...:-)

Das kennen wir doch aus verbrieft-historischer Erfahrung zu genüge.

Unser aller bundesdeutsche Geschichte wurde zweifelsohne durch eine begeistert im Massen-Chor bejubelte Antwort auf die (putzigerweise auch rot-schwarz auf weissem Grund beflaggte) volks-grosskoalitionär gestellte Frage beinfusst:
"Wollt ihr den totalen Krieg...?

NIEMAND kann wissen, wie die deutsche Geschichte weitergegangen wäre, wenn der genannte Umfrage unternommen Habende, ureigen zur höchstgradig unterschwellig-assoziativen Emotionalisierung Befähigte, folgende Rhetorik zur Auswahl gestellt hätte:
"...oder wollt ihr in gegenseitiger Achtung friedlich mit euren doch eigentlich überwiegend individuell netten Nachbarn zusammenleben...?"

Es war halt (logischerweise) schon immer so, dass die Mächtigen die real IMMER existierenden Alternativen zu ihrer Herrschaft ureigen deutungshoheitlich zu negieren trachteten...!

Man muss die beiden revolutionären Rauschebärte ja nicht unbedingt mögen - aber wo die beiden logikbewährt objektiv recht hatten, da haben die nun mal auch heute noch recht:
"Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse."
Kalle M. und Friedel E. (1848)

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