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Regierungsbildung: SPD-Parteikonvent stimmt für Sondierungen mit Union
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Die Skepsis bei den SPD-Mitgliedern ist groß, dennoch folgen die Genossen dem Antrag ihres Vorstands und billigen Sondierungsgespräche mit CDU und CSU. Die Parteibasis wird dem Beschluss zufolge eingebunden.

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paulhaupt 27.09.2013, 22:35
10. Die Frage ist doch ...

Zitat von ultimat!v
Die Ansprache von Gabriel fand ich sehr selbstbewusst und klar. Jetzt muss die Union sehen in wie weit sie Zugeständnisse zu machen bereit ist. Dass die SPD auch Neuwahlen nicht scheut, ist klar und selbstbewusst an die Union kommuniziert.
... woher die SPD ihr Selbstbewusstsein nimmt.
Erstmal kann man aus der BtW beim besten Willen keinen, wie auch immer, gearteten Regierungsauftrag für die SPD herausdeuten.
Und zum zweiten haben die Sozis die Wahl zwischen Pest und Cholera :
Entweder GroKo, da können sie wenigstens ein bißchen mitbestimmen werden aber bei der nächsten Wahl wieder eine Klatsche bekommen oder Neuwahlen und die (verdiente) Klatsche gleich bekommen.

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amadeusalstertal 27.09.2013, 22:38
11. 51 % der SPD-Mitglieder ...

.... für eine grosse Koalition und 49 % dagegen - oder umgekehrt - und dann, SPD? Mitgliederbefragung ist Selbstaufgabe des Führungsanspruches. Ein Willy Brandt ist nur noch der Name für das SPD-Haus der Geschichte. Ein Willy Brandt hatte es 1966 nicht nötig, vor einer Koalition die Mitglieder zu befragen, ob er das auch darf ... und wurde 1969 Kanzler. Seine Enkel wollen eben nicht Kanzler werden!

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dieter_spiegel 27.09.2013, 22:40
12. Volltreffer

Zitat von paulhaupt
... den Scholz gesehen und leider auch zum Thema gehört. Es kann einem das Abendessen hochdrücken. Die SPD stellt sich mit einer Überheblichkeit hin und tut so als habe sie die Bedingungen zu diktieren zu der es eine Regierung geben wird. Hallo liebe Sozis, ihr habt die Wahl verloren! Eure blöden Konzepte will niemand! Ihr seid nicht dafür da damit ihr Euren Spass habt sondern damit ihr eure Pflicht tut! Erst das Land und dann die Partei.
Hier offenbart sich der wahre Geist der Union.
Die Konzepte und Ideen der SPD werden nicht benötigt. Mann braucht nur ihre Stimmen, um CDU/CSU an die Regierung zu bringen.

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cscholz 27.09.2013, 22:42
13. Schade

ich haette die Union gern in einer Minderheitsregierung und eine grosse Opposition gesehen.

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sir wilfried 27.09.2013, 22:45
14. Mitgliederbefragung ist mutig

Zitat von sysop
Die Skepsis bei den SPD-Mitgliedern ist groß, dennoch folgen die Genossen dem Antrag ihres Vorstands und billigen Sondierungsgespräche mit CDU und CSU. Die Parteibasis wird dem Beschluss zufolge eingebunden.
Eher hätte ich gedacht, daß die Parteispitze in alter Manie(r) selbstgefällig entscheidet.
Was aber, wenn sich die Basis verweigert? Operation Obama?

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JayMAF 27.09.2013, 22:47
15. Aber es zwingt doch keiner ...

Zitat von paulhaupt
... den Scholz gesehen und leider auch zum Thema gehört. Es kann einem das Abendessen hochdrücken. Die SPD stellt sich mit einer Überheblichkeit hin und tut so als habe sie die Bedingungen zu diktieren zu der es eine Regierung geben wird. Hallo liebe Sozis, ihr habt die Wahl verloren! Eure blöden Konzepte will niemand! Ihr seid nicht dafür da damit ihr Euren Spass habt sondern damit ihr eure Pflicht tut! Erst das Land und dann die Partei.
Aber es zwingt doch keiner die CDU/CSU, sich die SPD als Koalitionspartner auszuwählen, oder?
Die CDU/CSU kann doch ebenso
a) mit den Grünen,
b) mit den LINKEn oder
c) mit sich selbst
regieren.

Wo also ist das Problem?

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thunderstorm305 27.09.2013, 22:47
16. Beide Seiten müssen Kompromisse eingehen.

So ergeht es einer Partei, die die Wahl krachend verloren hat und dann doch noch in eine ungeliebte Regierungskoalition muss. Wer am Ende zum Zuge kommt, die Grünen oder die SPD, wird sich zeigen. Allerdings sollte allen klar sein, dass man zwar in der Öffentlichkeit alles Mögliche fordern kann, man es aber nicht übertreiben soll. Dazu ist die Union dann doch zu stark. Man wird auf beiden Seiten Kompromisse eingehen und sich irgendwo treffen. Aber wenn die SPD nun öffentlich ihre Forderungen formuliert, dann kann das die Union genauso tun. Und dann? Folgen dann Neuwahlen?

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münche 27.09.2013, 22:48
17. Keine Volkspartei....?

Zitat von Rido
Das war es dann wohl mit der SPD. Mutti wird auch sie nach der Hochzeitsnacht verspeisen. Volkspartei ist sie ja schon lange nicht mehr. Damit ist der Weg frei für die 10% im Jahre 2017...
würde mal sagen, dass eine Partei, die jeder 4. oder 5. wählt sehr wohl eine Volkspartei ist. War sicherlich schon mal besser, wird es auch wieder, wenn die das Ding jetzt richtig anpacken...

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mairhanss 27.09.2013, 22:49
18.

Dann können nur noch die Mitglieder den grössten Fehler der SPD verhindern. Ich fange an zu beten..

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Teddi 27.09.2013, 22:52
19. Eine Vielfalt von Facetten

glitzern auf mit diesem Koalitionsproblem. Ich empfinde diese Bockigkeit der Minderheit-Parteien ziemlich kindisch. Man sollte immer sofort zu Gesprächen bereit sein, ohne Vorbehalt. Was dann dabei heraus kommt steht auf einem anderen Blatt. Man muss verhandeln und wenn das nicht zu einem annehmbaren Resultat führt, kann man sich immer noch verweigern. Es wurde doch bei den Wahlen irgendwann hervor gehoben, dass man sich nicht so stark auf seine Partei konzentrieren sollte, sondern darauf, was dem Volk und dem Lande zugute kommt. Da ist so eine Ziererei und Zickerei fehl am Platze. Man kann am Ende einer Verhandlung immer noch "nein" zu den Voraussetzungen sagen, wenn sie nicht annehmbar sind. Persönlich fände ich eine schwarz-grüne Koalition besser, weil dann nach meiner Auffassung mehr Fokus auf Umwelt und erneuerbarer Energie und Atommüll gewendet würde. Aber das ewige Gerede: Die machen uns nur platt, das nervt.

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