Forum: Politik
Regierungsdrama in Athen: Radikale Linke lässt erste Präsidentenrunde platzen
DPA

Es könnte die letzte Chance sein, um Neuwahlen in Griechenland doch noch zu verhindern. In Athen ringen die Parteien mit Staatspräsident Papoulias um eine neue Regierung. Doch die Verhandlungen sind zäh - weil die radikallinke Syriza jeden Kompromiss verweigert.

Seite 1 von 7
Kurt2.1 13.05.2012, 14:20
1. .

Zitat von sysop
Es könnte die letzte Chance sein, um Neuwahlen in Griechenland doch noch zu verhindern. In Athen ringen die Parteien mit Staatspräsident Papoulias um eine neue Regierung. Doch die Verhandlungen sind zäh - weil die radikallinke Syriza jeden Kompromiss verweigert.
Dann soll es eben Neuwahlen geben und die Syriza holt die Mehrheit. Schauen wir mal, wie sich die griechische Bevölkerung dazu stellt, wenn plötzlich Schluss ist mit der Alimentierung.
Schauen wir mal, ob der s.g. Radikale Linke anfängt, die Großbetrüger zu enteignen und von ihren Landsitzen jagt.
Ich würde mich allerdings nicht über einen Militärputsch wundern.

Das Elend ist, dass man die Strolche, die GR in das Chaos geführt haben, nicht durch Wiederwahl belohnen darf. Aber es muss in diesem notorisch uneinsichtigem Land so etwas wie ein griechisches Plagiat eines Herrn Monti geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Revarell 13.05.2012, 14:31
2. Was soll sich da groß ändern,...

Zitat von Kurt2.1
Dann soll es eben Neuwahlen geben und die Syriza holt die Mehrheit. Schauen wir mal, wie sich die griechische Bevölkerung dazu stellt, wenn plötzlich Schluss ist mit der Alimentierung. Schauen wir mal, ob der s.g. Radikale Linke anfängt, die Großbetrüger zu enteignen und von ihren Landsitzen jagt.
.....die Linken werden die verjagten Großbetrüger gegebenenfalls durch ihre eigenen ersetzen und das Spiel geht weiter, Pleite ist Pleite - diesmal aber ohne Subventionen und dann wird sich zeigen was an dem griechischen Reformwillen tatsächlich dran ist!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
patras 13.05.2012, 14:33
3. einseitig

Obwohl ich dachte, nicht mehr an einem SPON Forum teilzunehmen, irgendwie ist die einseitige Berichterstattung doch nicht mehr zu ertragen.
Vor einer Woche hat der Wähler seinem Unmut Ausdruck gegeben. Was über die letzten zwei Jahre immer der Grundton war, warum jagen "die Griechen" nicht ihre Politikerclique zum Teufel, das ist eben jetzt passiert. Es wird immer auf die Prozente der einzelnen Parteien geschaut. In Wirklichkeit war es ein Erdrutsch: Die überwiegende Mehrheit der an dem Schlamassel verantwortlichen Politiker, eben auch Ex-Minister, Verteter der Familienclans etc. haben kein Mandat mehr bekommen. Man hat sie ganz demokratisch zum Teufel geschickt. Bis vor dem Wahltermin spielte sich diese Mannschaft, die all das zu verantworten hat, als Retter auf, es wurde von absoluter Mehrheit gesprochen etc. Und das ist der Schock, an den sich diese Typen nicht gewöhnen können. Warum verhindert SYRIZA mit seiner konsequenten Haltung die Regierungsbildung? Drei Parteien, PASOK, ND und die Umfaller von Herrn Kouvelis haben zusammen 168 Sitze von 300. Eine satte Mehrheit. Aber darum geht es nicht, es geht darum, auch SYRIZA zum Mittäter zu machen für eine verfehlte Politik. Verfehlte Politik, bei der die einfachen Leute die Rechnung der Verfilzung von Politikermachenschaften mit der reichen kleinen Oberschicht bezahlen und dann auch noch mit dem Stimmzettel absegnen sollen.
Und nur noch soviel: Allgemein haben die einfachen Wähler keine Lust mehr, sich nur als Stimmvieh benutzen zu lassen. Siehe letzte Woche in Schleswig-Holstein, wo auch ohne Krise die Wähler nicht das getan haben, was man gerne von ihnen wollte. Und heute NRW.
Auch wenn viele das nicht verstehen wollen, es gibt ein langsames Aufwachen der bisher stummen Mehrheit.
Übrigens: Langweilen Sie doch von SPON nicht weiter mit der Bezeichnung radikale Splitterpartei im Zusammenhang mit SYRIZA. Nur weil sie etwas anderes sagen, als die Führungsriege in Europa das hören will ist man noch nicht radikal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flaviussilva 13.05.2012, 14:48
4. Durchschaubare Taktik !

Die dortigen Politiker spekulieren doch nur darauf das man sie
schon nicht fallen lassen wird und einfach weiter alimentiert !

Und wenn man sich die Aussagen von Schäuble und Juncker mal
durchliest, dann erkennt man gleich, dass sich Deutschland und
die EU diesen Erpressermethoden schon wieder beugen .

Zitat von sysop
Weitere Überlegungen des Hauses von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sehen laut SPIEGEL vor, dass die Griechen, auch wenn sie keine Hilfen mehr aus den Rettungstöpfen der Euro-Länder bekommen, nicht sich selbst überlassen werden sollen.
Bravo Herr Schäuble, nun wissen das sie dort unten so weitermachen
können wie bisher, das Kind hat sogar schon einen neuen:
" Rettungstopf " !

Zitat von sysop
Doch es gibt auch Experten, die die unmittelbare finanzielle Zukunft des Landes weniger dramatisch einschätzen. So mahnte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Samstag zu mehr Geduld. Das Land brauche Zeit zum Sparen - und es sei an den europäischen Partner, ihren Zeitplan zu überprüfen und im Zweifel zu überarbeiten.
1. Wieviel Zeit den bitteschön noch, das wird doch seid Jahren verschleppt !

2. Was denn überarbeiten ? Es wurde oft genug gesagt, das dass
dortige System nicht reformierbar ist ! Es muss von Grund auf neu
aufgebaut werden !

3. Danke auch Ihnen, das sie dass Signal senden:
"Ihr dürft weitermachen wie bisher " !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cwoller 13.05.2012, 14:51
5.

Zitat von patras
Obwohl ich dachte, nicht mehr an einem SPON Forum teilzunehmen, irgendwie ist die einseitige Berichterstattung doch nicht mehr zu ertragen. Vor einer Woche hat der Wähler seinem Unmut Ausdruck gegeben. Was über die letzten zwei Jahre immer der Grundton war, warum jagen "die Griechen" nicht ihre Politikerclique zum Teufel, das ist eben jetzt passiert. Es wird immer auf die Prozente der einzelnen Parteien geschaut. In Wirklichkeit war es ein Erdrutsch: Die überwiegende Mehrheit der an dem Schlamassel verantwortlichen Politiker, eben auch Ex-Minister, Verteter der Familienclans etc. haben kein Mandat mehr bekommen. Man hat sie ganz demokratisch zum Teufel geschickt. Bis vor dem Wahltermin spielte sich diese Mannschaft, die all das zu verantworten hat, als Retter auf, es wurde von absoluter Mehrheit gesprochen etc. Und das ist der Schock, an den sich diese Typen nicht gewöhnen können. Warum verhindert SYRIZA mit seiner konsequenten Haltung die Regierungsbildung? Drei Parteien, PASOK, ND und die Umfaller von Herrn Kouvelis haben zusammen 168 Sitze von 300. Eine satte Mehrheit. Aber darum geht es nicht, es geht darum, auch SYRIZA zum Mittäter zu machen für eine verfehlte Politik. Verfehlte Politik, bei der die einfachen Leute die Rechnung der Verfilzung von Politikermachenschaften mit der reichen kleinen Oberschicht bezahlen und dann auch noch mit dem Stimmzettel absegnen sollen. Und nur noch soviel: Allgemein haben die einfachen Wähler keine Lust mehr, sich nur als Stimmvieh benutzen zu lassen. Siehe letzte Woche in Schleswig-Holstein, wo auch ohne Krise die Wähler nicht das getan haben, was man gerne von ihnen wollte. Und heute NRW. Auch wenn viele das nicht verstehen wollen, es gibt ein langsames Aufwachen der bisher stummen Mehrheit. Übrigens: Langweilen Sie doch von SPON nicht weiter mit der Bezeichnung radikale Splitterpartei im Zusammenhang mit SYRIZA. Nur weil sie etwas anderes sagen, als die Führungsriege in Europa das hören will ist man noch nicht radikal.
Aus der Sicht eines Rechtradikalen ist halt schon die Mitte bereits Linksradikal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cashcows_return 13.05.2012, 14:59
6. Der Wunsch als Vater des Gedankens

Zitat von Kurt2.1
Dann soll es eben Neuwahlen geben und die Syriza holt die Mehrheit. Schauen wir mal, wie sich die griechische Bevölkerung dazu stellt, wenn plötzlich Schluss ist mit der Alimentierung.
Schluß mit der Alimentierung? Sie belieben zu träumen!
Möglicher Euro-Austritt: Griechenland soll weiter EFSF-Gelder bekommen - SPIEGEL ONLINE

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tropicalconsulting 13.05.2012, 15:00
7.

Die sog. Radikallinke ist eine Chance für Europa und die Menschen. Endlich mal eine Partei, die die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen will und ziehen wird: korrupte Politker, griechische Reiche die überteuerte Immos in London kaufen, Banken, Millionäre, Milliardäre. Mit einem bescheidenen Lastenausgleich von nur 20% auf deren Vermögen wären sämtliche Staatshaushalte saniert. Ist doch zumutbar, über 10 Jahre eine 2% Vermögenssteuer zu erheben, oder sollen nur die Renter, Arbeitslose, Kinder, Sozialhilfeempfänger gequetscht werden? Bei denen geht es ums Überleben, bei den Reichen um vielleicht eine Null weniger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegelkritikus 13.05.2012, 15:01
8. Wandel der Griechenlandpolitik

Zitat von sysop
Es könnte die letzte Chance sein, um Neuwahlen in Griechenland doch noch zu verhindern. In Athen ringen die Parteien mit Staatspräsident Papoulias um eine neue Regierung. Doch die Verhandlungen sind zäh - weil die radikallinke Syriza jeden Kompromiss verweigert.
Nun wird also offen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone nachgedacht. Das Regierungschaos in Athen eröffnet der Regierung Merkel die Chance, um ein Eingeständnis des Scheiterns ihrer Griechlenland- und Europolitik herumzukommen: Schuld sind jetzt die sog. Linksradikalen, die den Sparkurs torpedieren. Ein Grund für den Sinneswandel.

Zudem hat die Finanzindustrie ihre faulen Griechenanleihen inzwischen weitgehend abgestossen: An EZB und Steuerzahler. Merkels Krisenpolitik war von Anfang an darauf ausgelegt, dafür genügend Zeit zu gewinnen.
Französische Finanzinstitute sind allerdings noch deutlich stärker engagiert, daher das Werben des Eurogruppenchefs für Geduld.

Wenn die griechischen Linken hart bleiben besteht eine reelle Möglichkeit, dass gegen die wesentlichen Mitverursacher des Finanzdramas: Reiche, mit Pasok und ND verbündelte Kapitaleigner und Banken, vorgegangen wird, was ganz im Interesse der einfachen griechischen Bürger wäre, denn sie leiden vor allem unter den Sparauflagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muzepuckel 13.05.2012, 15:09
9. Danke Griechenland

Danke, weil es nach der letzten Wahl dort Hoffnung gibt, das zumindest da die Demokratie noch nicht am Ende ist. Würde SYRIZA jetzt umfallen und sich zu den korrupten ehemals Großen gesellen, bliebe den Griechen wirklich nur noch die Revolution.
SYRIZA wurde als Alternative gewählt Kumpanei mit den Verursachern der Krise wäre Verrat an ihren Wählern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7