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Regierungserklärung: De Maizière verteidigt radikale Neuausrichtung der Bundeswehr
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Die Bundeswehr muss sich für das 21. Jahrhundert aufstellen, fordert Verteidigungsminister de Maizière. Im Bundestag wirbt er für die Neuausrichtung des deutschen Militärs. Doch die Opposition äußert scharfe Kritik: Viele Soldaten fühlten sich von dem neuen Kurs überfordert.

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rakatak 16.05.2013, 13:55
80.

Zitat von minando
Ach ja, unsere Armee. In den letzten Jahrzehnten war sie vor allem eines: das Ziel von Hohn, Spott und reichlich Häme. (...)
Ist mir lieber als die Vorgängerarmeen der Wehrmacht, die Angst und Schrecken zu verbreiten wussten.

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spon-facebook-1629421895 16.05.2013, 14:07
81.

@Forums-Geschwurbel: Heroin ;) und Ablenkung von der Innenpolitik (was wohl der wertvollste Rohstoff ist).

und naja: Unter Bush wollte man im Süden Afgahnistans eine langersehnte Pipeline bauen. Nur: Der Ölpreis ist so gestiegen (pluss die Kosten der Kriege), dass sich der Abbau der heimischen Ölsande eben lohnt.

Außerdem musste man ja nach 9/11 irgendwen angreifen... und Deutschland konnte da schlecht "Nein" sagen - anders wie beim Irakkrieg.

@All: Umbau der BW - hm, ja... merkwürdig nur, dass man die ganzen Aufträge aus dem Kalten Krieg nicht storniert. Eurofighter - als Luftüberlegenheitsjäger gegen die MiGs und Sus konzepiert, dann als "Mehrzweckkampfflugzeug" umgeplant (die Dinger können alles, aber nichts richtig). Tigerhelikopter - der auf die Panzerabwehr optimiert ist und nur nach vorne schießen kann (wenn der Hirte also plötzlich nach dem Überflug zum Taliban mit Stinger wird, muss man erstmal das ganze Ding wenden... bzw. wahrscheinlich beim Versuch abgeschossen werden. Die Liste ist Endlos.
Einzig sinnvolles Projekt war der A300M - nur: mit den Kosten und den unrealistischen Anforderungen... man hätte für die nächsten 100 Jahre Antonows mieten können.

Eigentlich eh ne gute Idee: Militärisches Gerät mieten - statt kaufen ;)

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rennflosse 16.05.2013, 14:12
82. Sehnsucht

Zitat von sysop
Die Bundeswehr muss sich für das 21. Jahrhundert aufstellen, fordert Verteidigungsminister de Maizière. Im Bundestag wirbt er für die Neuausrichtung des deutschen Militärs. Doch die Opposition äußert scharfe Kritik: Viele Soldaten fühlten sich von dem neuen Kurs überfordert.
Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass Herr De Maz einmal die Sehnsucht nach einer Rückkehr des Herrn Von und zu (später auf und davon) wecken würde. Ich traute ihm fast sowas wie einen Neuanfang zu.

Aber in ihm hat die Bundeswehr anscheinend ihren Totengräber gefunden. Ein Politiker wie er im Buche steht: publicitysüchtig und verantwortungslos; zudem ohne jegliche Kenntnis der Materie. Läßt seine Soldaten im Stich und wirft Ihnen dann auch noch überzogene Sucht nach Anerkennung vor.

Angesichts der Ausrüstungs- und Versorgungsmängel, an denen die Wehr ohnehin schon seit Jahrzehnten leidet (das Geld wird ja für super teure Prestige-Waffensysteme verballert) und der Unfähigkeit der Politik, die Rolle der Bundeswehr klar und deutlich zu definieren und dafür einzustehen, ist klar:

Was als Reform dem staunenden Wahlvolk verkauft wird, ist nichts anderes als ein Sammelsurium verkappter Sparmaßnahmen. So funktioniert Reformpolitik anscheinend im 21. Jahrhundert.

Ob die nach der nächsten Wahl noch jemanden finden, der das Ressort führen kann? Beim letzten Soldatenbesuch in Afg. musste Mutti ja schon mitfliegen, De Maz stand nur dumm rum.

Vom vielen Kopfschütteln könnte man glatt ein Schleudertrauma bekommen.

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deus-Lo-vult 16.05.2013, 15:29
83.

Zitat von sysop
Die Bundeswehr muss sich für das 21. Jahrhundert aufstellen, fordert Verteidigungsminister de Maizière. Im Bundestag wirbt er für die Neuausrichtung des deutschen Militärs. Doch die Opposition äußert scharfe Kritik: Viele Soldaten fühlten sich von dem neuen Kurs überfordert.
Die Soldaten fühlen sich überfordert? Vom neuen Kurs?
Dann sucht Euch nen neuen Job!
Die Zeiten, in denen man beim Bund ne ruhige Kugel schieben konnte sind vorbei!

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motobyce 16.05.2013, 18:05
84.

heute war der politische exhibitionist und politische eierdieb de maizière mal dran zum thema selbstdarstellung. toll, und es gibt immer noch leute, die sich für diese eierdiebe als vaterlandsverteigiger am hindukusch einspannen lassen. selbst dran schuld.

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mehlleiss 16.05.2013, 21:38
85. Unfähigkeit immer wieder.

Wie hat De Maiziere seinen Kollegen Guttenberg nieder gemacht, von wegen schlechte Arbeit. Was er bis jetzt geleistet hat ist ja wohl nicht gerade Nobelpreisverdächtig. Ob Guttenberg DR. war oder nicht, seine Arbeit als Verteigungsminister hat er absolut gut gemeistert, was man von dem jetzigen nicht sagen kann. Es gibt Menschen, die in ihrem Amt völlig fehl am Platz sind, und De Maiziere ist einer davon.

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hadykhalil@web.de 17.05.2013, 08:05
86. Mehr Verhandlungssachen

Ich fand die Rede von Verteidigungsminister de Maiziere sehr interessant, detailliert und klar. Was fehlte wozu die Bundeswehr konkret eingesetzt werden soll. Er sagte, wir richten die Bundeswehr so aus, das wir flexibel für alle möglichen Fälle und Bündnisfälle vorbereitet sind. Vorneverteidigung, Vorneweg- oder vorwärts Verteidigung. Welche Ausrichtung hat die Bundeswehr, hat das Bündnis. Gut, das war jetzt nicht das Thema. Das Thema war, sehr detailliert, was für eine gewaltige Aufgabe eine solche Umstrukturierung und Verwaltungsreform bedeutet und das bei laufenden Operationen. Das gilt ja übrigens für jede echte Verwaltungsreform, auch wenns um andere Werte geht. Ich wäre zum Beispiel für eine defensive Rohstoffsicherung. Der Rest ist Verhandlungssache.

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