Forum: Politik
Regierungserklärung: Merkel nimmt Muslime gegen Schuldzuweisungen in Schutz
REUTERS

Deutschland wird sich nicht spalten lassen: Nach den Anschlägen von Paris hat Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Regierungserklärung bekräftigt, dass man islamistischem Terror trotzen wolle. Judentum und Islam gehörten zu unserer Gesellschaft.

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jenli 15.01.2015, 14:30
330. Welcher Islam gehört zur deutschen Gesellschaft?

So empfinden Einwanderer die Situation immer öfter: Zitat: "Als neulich Eltern in einem rheinländischen Kindergarten eine vollverschleierte Mutter vom Gelände verweisen wollten, handelte es sich nicht um Pegida-Anhänger, sondern um aufgebrachte Flüchtlinge aus Syrien. Sie hatten daheim genug unter einem radikalen Islam gelitten und wollten nicht auch in Deutschland noch mit dessen Unterwerfungsritualen konfrontiert werden."

Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136248231/Die-Dschihadisten-sind-unter-uns.html

Wie eine gebildete Frau, wie Frau Merkel, in dieser Position ein derartig schwammiges Statement von sich geben kann, ist mir ein Rätsel. Zur deutschen Gesellschaft gehören Muslime der verschiedensten Glaubensinterpretationen, sie alle bezeichnen sich als Anhänger des Islam, Gefolgsleute des Propheten. Gehören diese Interpretationen des Islam alle zu Deutschland, egal ob sie den Jihad predigen, oder zum Frieden aufrufen. Oder sind die, die zum Jihad aufrufen, etwa keine Muslime. Was weiß Frau Merkel über die islamische "Kairoer (Menschenrechts-) Erklärung von 1990, die die Menschenrechte direkt auf den Koran und das Leben des Propheten Mohammed zurückführt und diesbezüglich mit dem Grundgesetz nicht kompatibel ist. Darin gilt "die Regel, dass alle Rechte im Rahmen ......." Quelle: http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/010?lang=de&mimetype=text/html

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managerbraut 15.01.2015, 14:31
331. Merkel meint

Islamfeindlichkeit - islamistischen Terrorismus bekämpfen zu wollen.
Allein mit diesen Zielsetzungen ist sie schon gescheitert!
Bis heute ist es der Politik per Zwangsverordnung - Gesetzen nicht gelungen die Geisteshaltung großer Teile der islamkritischen Deutschen umzukehren.
Wie auch, wo die Politik sich als unfähig erweist Sorgen - Ängste - Kriminalität - Gewalt der Bürger überhaupt anhörend ernst zu nehmen und wirkungsvoll dagegen vorgehend das Sicherheitsbedürfnis, den Schutz der Bürger zu erhöhen.
Sicherheitsbedürfnisse der besorgten, verängstigten Bürger vor Gewalt und Kriminalität wurde kaputt gespart für Schäubles schwarze NULL!

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M. Thomas 15.01.2015, 14:35
332. @ adal_ :

Mir sagte einmal ein türkischstämmiger Bruder, das größte Islamproblem in Deutschland würde von Türken erzeugt. Ich kann verstehen, dass die Wahrnehmung des Islam von Nichtmuslimen in Deutschland stark von der Wahrnehmung türkischer Muslime geprägt ist - und deshalb nicht immer sehr positiv ausfällt. Umso wichtiger wäre, dass wir als Muslime in Deutschland nicht nur Denkern wie Khorchide, sondern auch einem Tarik Ramadan aufmerksam zuhören. Ramadan fordert seit nun gut zehn Jahren, dass sich europäische Muslime von ihren Wurzeln oder eben auch Ketten befreien, die sie an z.T. falsche Gewohnheiten ihrer jeweiligen Heimat binden. Er hat recht: wir müssen uns hier einen ganz "eigenen" Islam entwickeln. Wie Merkel schon richtig sagt: wir GEHÖREN zu Deutschland und sind ein Teil davon. Also sind wir hier keine Fremden mehr und haben jetzt die Verpflichtung, uns mit unserer Heimat zu identifizieren. Wir wissen beide und mit uns viele Millionen in Europa, dass unser Glaube das sehr wohl hergibt. Selbst konservative Imame geben heute bereits zu, dass sich Demokratie mit Islam vereinbaren lässt. Und wir wissen auch, dass Menschen- bzw. Frauenrechte eine Stärke im Islam waren, an die wir uns nur wieder erinnern müssen.
Wir können in Deutschland leben und in aller Regel in aller Ruhe auch praktizieren. Deshalb sind wir langsam aber sicher zum Widerstand gegen extreme, überzogene und konservative Strömungen aus dem Ausland aufgerufen. Machen wir hier unser eigenes Ding, es wird Zeit.

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elikey01 15.01.2015, 14:40
333. Von Wahrnehmungen und Meinungsvielfalt eines objektiven Diskurses

Zitat von acusticusneurinom
Wenn Sie mir und anderen Lesern jetzt noch erklären, was das mit der angeblich bevorstehenden oder schon eingesetzten Islamisierung Deutschlands zu tun hat, dann wäre ich Ihnen sehr verbunden. Offenbar ist es doch nur allgemeiner Politikfrust, der - in guter, alter deutscher Tradition - mal wieder einen Sündenbock sucht. Jetzt ist's eben "der Moslem", "der Islam" "der hier nichts zu suchen hat". Liebe „Ausländer“, schützt mich vor solchen Deutschen.
#305
"Wie" möchten Sie denn vor "solchen Deutschen" geschützt werden? Evtl. eignet sich als "Schutz" die Wohnsitznahme im Bürgermeisterbereich von Buschkowsky.

Wer über seinen Tellerrand zu schauen in der Lage ist weiß, dass Sündenbock-Theorien keinesfalls ein deutsch unterstelltes Phänomen sind, sondern weltweit verbreitet.

In einem undifferenzierten Links-Block-Weltbild hat eben nur eine Wahrnehmung/Auffassung Platz; für andere hat man seine gern geschwungene Keule.

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Andi500 15.01.2015, 14:40
334. Schlechte Politik

Ich frage mich langsam, wie viele faule Eier uns diese Regierung noch ins Nest legt. Ungebremste Massenzuwanderung, Massenüberwachung durch die NSA, Vorratsdatenspeicherung, TTIP, Enteignung der Bürger durch Zinsverfall, Zerstörung der guten Beziehungen zu Russland, Waffenlieferungen in Krisengebiete, Medienpropaganda, kein Konzept gegen Islamisten, katastrophale Europapolitik (ESM Haftung) und das verschleudern deutscher Steuergelder in aller Welt. Habe ich was vergessen ?

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klmo 15.01.2015, 14:49
335.

Zitat von elikey01
#272 Die Taqqiya gibt Anleitungen, wie sich Muslime gegenüebr den "Ungläubigen" verhalten sollen, so lange sie sich in einer gesellschaftl. Minderheit befinden. Selbst Lügen ist dabei ausdrücklich erlaubt.
Da ist man wenigsten aufrichtig und beschränkt sich nur auf Ungläubige.
Ich nehme an, dass obige Maxime auch in der hiesigen Politik seine Berechtigung hat. Nur da hat Gläubige oder Ungläubige eine andere Intention.

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curiosus_ 15.01.2015, 14:49
336. Noch einmal,

Zitat von t-h-u-r-i-n
Trotzdem stimme ich ihnen zu, dass es im Christentum einen Prozess gab und gibt, der sich dem Zeitgeist angepasst hat.
dieses „anpassen an den Zeitgeist“ wurde bezüglich des Christentums bereits von Jesus selbst vollzogen, wenn man sich auf das NT als Basis bezieht. Wobei seine Lehre damals sicher nicht der herrschende Zeitgeist war. Und die von Ihnen zitierte Stelle aus dem NT ist lt. Wikipedia die einzige derartige im NT.

Nichtsdestotrotz verurteilt das NT (wie schon mehrmals betont die Basis des Christentums und die Überwindung des AT) Gewalt an vielen Stellen. Die äußerste, im NT aufgeführte, Gewalt des Religionsstifters war diese (Wikipedia):

Alle Evangelien berichten von der Tempelreinigung, bei der Jesus Händler und Geldwechsler aus dem Vorhof des Tempels in Jerusalem hinausgetrieben habe (Mk 11,15-19 par.). Nach Joh 2,13-22 benutzte Jesus dabei eine „Geißel aus Stricken“. Dass er Menschen damit schlug, wird jedoch nicht gesagt. Gemäß seinem Gebot, nicht zurückzuschlagen, hat er im Prozess vor dem Sanhedrin einen der Knechte des Hohenpriesters, der ihn schlug, zur Rede gestellt (Joh 18,23).

Das Ziel der Verkündigung Jesu ist jedoch eine Überwindung der üblichen Fixierung auf gewaltsame Lösungen und ein neuer gewaltfreier Umgang der Menschen untereinander in der Hoffnung Daniels auf Gottes gerechtes Gericht, das alle menschlichen Gewaltsysteme beenden werde (Mk 10,42-45):

„Ihr wisst, dass die Herrscher dieser Erde ihre Völker unterdrücken und ihre Mächtigen ihnen Gewalt antun. Aber so soll es unter euch nicht sein, sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener, und wer unter euch der Erste sein will, der sei der Sklave für alle. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für die Vielzahl.“


Dass das in späteren Verlauf des institutionalisierten Christentums des Öfteren pervertiert wurde steht auf einem anderen Blatt. Und das wurde dadurch überwunden, dass das NT durch die Übersetzung ins Deutsche (aus dem hebräischen bzw. griechischen (Lutherbibel), im Vorlauf zur Aufklärung) für jeden nachlesbar gemacht wurde. Und somit nur noch schwer falsch ausgelegt werden konnte.

Beim Koran sehe ich das nicht.

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Worldwatch 15.01.2015, 14:50
337. 'Kultur', und wenn ja, welche?

Zitat von donmeier
Noe. Wenn eine Gesellschaft nur und ausschließlich auf Gesetzen fusst, ist das unzureichend. Kultur gehört u.a. auch dazu. Und die Kultur des Islam passt nicht zur westlichen Welt und wird sie auch nie.
Definitionsversuch (Duden): "Die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen und wissenschaftlichen Leistungen, die ein Volk und/oder eine Epoche charakterisieren."

Der Versuch, den Islam in D. unter diese Definition einzuordnen, faellt schwer.
Nur, wenn man sich so umschaut, im "Volk der Dichter und Denker", faellt es auch zunehmend schwer, die Bio-Durchschnittskartoffel noch irgendwie dazu unterzubringen.

Und ob 'Islam' in der "westlichen Welt" solcherlei Leistungen wird hervorbringen koennen, ueberlassen wir der weiteren Entwicklung der Islame (Plural!).
In vielen westlichen Laendern, wie auch daheim, beweisen zumindest viele Muslime ihre geistig-künstlerisch-wissenschaftlichen Leistungen. Muslim sein und 'kulturelle Leistung' i.d.S. sind wahrlich kein Widerspruch.

Und, ich mag so manche Kultur, oder was sich heutzutage so dafuer haelt, nicht moegen, auch im eigenen Landes nicht. Aber, solange diese Vertreter meine und der anderen verfassungsmaessigen Rechte wie auch Gesetze beachten, koennen die machen was sie wollen. Jede Art von ideologischem Extremismus hingegen, oder gar Terror, verlaesst sowohl die Grenzen der Verfassung wie jedweden Kulturbegriffs sowieso.
Das darf und wird, und egal vom wem ausgehend, niemals dazugehoeren!

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geode 15.01.2015, 14:54
338. Feiertage

Zitat von ekel-alfred
Das ist zwar im Grundsatz richtig, aber trotzdem naiv. Gerade der Glaube an irgendetwas spaltet doch die Gesellschaft. Die einen glauben an den Atomstrom, die anderen an Windräder. Schon ist ein Konflikt geboren. Genauso verhält es sich mit Religionen. Mit welchen Recht dürfen denn Christen in Deutschland Ostern und Weihnachten feiern (inkl. Feiertage) während wir den Muslimen das Opfer- oder Zuckerfest als Feiertag verweigern? Die müssen nämlich dafür Urlaub nehmen....
Wenn den Moslems muslimische Feiertage gewährt werden, dann sollten sie im Umkehrschluß an christlichen Feiertagen arbeiten und auch das Weihnachtsgeld (sollte es noch vom Arbeitgeber gezahlt werden) ablehnen.

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Dr.Watson 15.01.2015, 15:03
339. Och Joh!

Zitat von theo66
Wenn ich mir so manche Äußerungen in diesem Forum anschaue, fällt auf, wie festgefahren innere Haltungen hier sind. Differenzierte Betrachtungen werden kaum noch angestellt. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" - das ist weder tolerant, noch weltoffen noch demokratisch. Wer kritisiert sollte auch Kritik vertragen können. Ich habe mich sehr eingehend......
Wieso haben "wir" Deutsche "besonderes sensibel" mit dem Thema Volksverhetzung und Fremdenfeindlichkeit umzugehen? Ich gehe damit genauso um, wie jeder andere halbwegs intelligente und emphatiefähige Mensch auf der Welt auch.

Nennen Sie mit doch bitte nur ein Land auf dieser Welt, in dem Volksverhetzung und Fremdenfeindlichkeit noch nie aufgetreten sind - und kommen Sie jetzt bitte nicht mit dem Takka-Tukka-Land.

Auch ich bin in (West-) Deutschland in einer eher links geprägten Umgebung groß geworden. Die in den 1970gern begonnenen und beliebten Talkrunden, lagen qualitativ allerdings Lichtjahre über der heutigen aussageleeren "Talk"-rundenschwemme auf Teletubbie Niveau.

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